Veranstaltungen und Termine 2017

Auch 2017 bietet der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg wieder Veranstaltungen an, die uns die Möglichkeit geben, mit unseren Mitgliedern und Förderern in persönlichen Kontakt zu treten.

Zu allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen.
Nähere Auskünfte erhalten Sie über unsere Geschäftsstelle / Tel.: 030 – 449 30 51

26. Januar  Neujahrsvortrag und Gespräch in der St. Matthäus-Kirche
01. April  Teilnahme am Brandenburgischen Reisemarkt im Berliner Ostbahnhof
22. April  Eröffnungskonzert der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen"
06. Mai  Mitgliederversammlung in der Pfarrkirche "Zur frohen Botschaft" in Berlin-Karlshorst
13. Mai  Busexkursion Dorfkirchen im Niederen Fläming
25. - 27. Mai  Stand beim "Markt der Möglichkeiten" des Deutschen Evangelischen Kirchentages
17./18. Juni  Busexkursion zu Kirchen in Vorpommern und in Stralsund
09. Juli  Busexkursion "Musikalisch durch die Niederlausitz, Teil 4"
19. August  Busexkursion des Berliner Dombauvereins nach Mühlberg und zu Dorfkirchen im Landkreis Elbe-Elster
22. September  Preisverleihung "Startkapital für Kirchenfördervereine 2017" in Landin (Havelland)
07. Oktober  Busexkursion nach Jüterbog mit Besuch des Mysterienspiels in der Nikolaikirche
21. Oktober  Busexkursion "Gartenreich und Elbarkadien" nach Anhalt (Vockerode - Wörlitz - Coswig - Buro - Klieken)



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Zum Beginn des neuen Jahres möchten wir Sie zu unserem – inzwischen schon zur Tradition gewordenen – "Neujahrsvortrag" einladen:

Pfarrer Dr. Bernd Krebs:

"Reformation und kein Ende?"

am Donnerstag, dem 26. Januar 2017 um 19 Uhr

in der St. Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum (Nähe Potsdamer Platz)

Die Kirche muss sich immer wieder erneuern lassen. So lautet ein Kernsatz evangelischen Kirchenverständnisses. Doch müssen sich Protestanten immer wieder von neuem erfinden? Für Martin Luther war Erneuerung nicht das Ergebnis menschlichen Wollens. Gottes Wort erneuert den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft, zu der er oder sie gehört. Das predigte Luther. Für diese Einsicht stand er zeitlebens ein. Was das vor 500 Jahren auslöste, wie die Evangelische Kirche heute damit umgeht und was daraus für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft folgen könnte, darüber spricht Pfarrer Dr. Bernd Krebs, Beauftragter der EKBO für das Reformationsjubiläum 2017.

Im Anschluss an den Vortrag besteht wie immer die Möglichkeit, bei einem Glas Wein oder Saft miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Vortrag findet als gemeinsame Veranstaltung des Förderkreises Alte Kirchen, dem Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte und der Stiftung St. Matthäus statt.

 



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Die Exkursion ist bereits ausgebucht.

Busexkursion zu Kirchen in Vorpommern und in Stralsund am 17. und 18. Juni 2017

Nach dem großen Erfolg unserer Kirchentour nach Vorpommern und Greifswald möchten wir Ihnen auch 2017 eine Exkursion in die Region anbieten, bei der uns in bewährter Weise der Kunsthistoriker Detlef Witt begleiten wird.

Samstag, 17. Juni

8.00 Uhr - Abfahrt des Busses am Berliner Ostbahnhof (Ausgang Koppenstraße)

Dorfkirche Semlow
Der Feldsteinbau in Semlow gehört zu den ältesten Kirchen im Bereich des "Festlandrügen". Das Kirchenschiff mit der Holzdecke wurde in den 1850er Jahren von dem bekannten Lübecker Maler und Denkmalpfleger Carl Julius Milde ausgemalt. Im Chor zeugen die Patronatsempore und drei aufwändige Epitaphien von den auf Semlow ansässigen Behrs, einem weitverzweigten, in Mecklenburg und Vorpommern reich begüterten Geschlecht. Die Epitaphien aus der Zeit um 1600 entstanden nach Vorlagen des Hans Verdeman de Vries aus dessen Serie "Coenotaphiorum". Altarretabel und Pult-Taufengel sind Arbeiten des Stralsunder Bildhauers Elias Kessler aus den 1720er Jahren. Die Kirche ist gleichzeitig eines der bedeutendsten Fledermausquartiere in der Region.

Mittagessen

Dorfkirche Tribohm
Die von 2000 bis 2010 sehr aufwändig restaurierte Feldsteinkirche in Tribohm entstand Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Holzturm wurde vermutlich im 15. Jahrhundert errichtet. Nach Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges erfolgte im 18. Jahrhundert die Neuausstattung des Innenraums mit Altar, Kanzel und Patronatslogen.

Ehemalige Wallfahrtskirche St. Marien in Kenz
Die in den 1390er Jahren errichtete Kenzer Kirche steht im Zusammenhang mit einer Wallfahrt zu einem wundertätigen Marienbild und einem heilkräftigen Brunnen, der dann im Zeitalter des Barock zu einem mondänen Kurbetrieb im Ort führte. Das kleine Brunnenhaus neben der Kirche wurde vor einigen Jahren nach alten Plänen wiedererrichtet. Die Kirche bietet den reichsten Bestand mittelalterlicher Glasmalereien in Vorpommern. Die in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstandenen Malereien wurden im 19. Jahrhundert im Königlichen Institut für Glasmalerei in Berlin ergänzt. Einzigartig ist auch der Kenotaph (Scheingrab) des 1405 verstorbenen Herzogs Barnim VI. von Pommern-Wolgast.

Dorfkirche Flemendorf
Die kleine Dorfkirche in Flemendorf entstand am Ausgang des 14. Jahrhunderts. Zur Ausstattung zählt ein barockes Altarretabel mit einem dort eingefügten spätmittelalterlichen Gemälde aus der im frühen 19. Jahrhundert abgerissenen Nürnberger Dominikanerkirche. Der barocke Taufengel gehört zu den qualitätsvollsten Bildhauerarbeiten der Zeit um 1710 in der Region und steht vielleicht in Zusammenhang mit den Skulpturen des Stralsunder "Schlüteraltars".

Abendessen und Übernachtung in Stralsund


Sonntag, 18. Juni

Stralsund, Pfarrkirche St. Nikolai
Die Nikolaikirche in Stralsund ist eine der Kirchen mit der reichsten Ausstattung im gesamten Ostseeraum. Dazu gehören mehrere mittelalterliche Flügelaltäre, darunter der berühmte "Junge-Altar" mit einer Schönen Madonna aus dem frühen 15. Jahrhundert. Bemerkenswert ist auch die überaus reiche barocke Ausstattung der Kirche mit dem Hauptaltar nach Entwürfen Andreas Schlüters und dem mächtigen, von als Karyatiden ausgebildeten Tugenden getragenen Taufgehäuse. Zu den weiteren Hauptwerken zählen eine monumentale Anna selbdritt aus Stuck (um 1280/90) und die Reliefs des Russlandfahrergestühls mit einer Darstellung der Pelztierjagd (um 1400).

Stralsund, Pfarrkirche St. Marien (mit Orgelvorspiel)
Die von Ende des 14.Jahrhunderts bis um 1500 errichtete St. Marien-Kirche gehört zu den gewaltigsten mittelalterlichen Monumentalbauten im Backsteingebiet. Die jüngst aufwändig restaurierte riesige Stellwagen-Orgel ist eines der ältesten Instrumente dieser Gattung in Mecklenburg-Vorpommern. Bemerkenswert sind die spätmittelalterlichen Gewölbemalereien in den Seitenschiffen, die prächtigen Schauwände barocker Erbbegräbnisse aus dem 18. Jahrhundert und ein großer Flügelaltar mit der Marienkrönung (um 1500).

Mittagessen

Stralsund, Kulturkirche St. Jakobi
Die im 2. Weltkrieg schwer beschädigte St. Jakobikirche wurde in eine Stiftung überführt, hier finden Ausstellungen und Theaterveranstaltungen statt. In den letzten Jahren erfolgten umfassende Restaurierungsarbeiten an Bau und Ausstattung. Die Gemälde des klassizistischen Altaraufbaus stammen von Johann Heinrich Tischbein d .Ä., die Kanzel von Hans Lucht gehört zu den bedeutendsten Bildhauerarbeiten des mittleren 17. Jahrhunderts in der Region. Gegenwärtig wird das barocke Orgelprospekt aus der Zeit um 1740 restauriert. In der Kirche ist ein modernes Kunstgutdepot untergebracht, in dem restaurierungsbedürftige Stücke vorübergehend eingelagert sind. (eventuell Depotbesichtigung möglich).

Dorfkirche Groß Mohrdorf
Die mittelalterliche Kirche hat eine ungewöhnlich vollständige reiche Barockausstattung. Altar und Kanzel sind Arbeiten des Stralsunder Bildhauers Nikolaus Wendt um 1700. Vor dem Altar schwebt ein jüngst aufwändig restaurierter Taufengel des Stralsunder Bildhauers Elias Kessler aus den 1720er Jahren. 2016 fand der barocke Beichtstuhl mit Skulpturen Jakob Freeses wieder seinen Platz im Chorraum. Für 2017 ist eine Fotoausstellung zum Bildhauer Jakob Freese in Groß Mohrdorf geplant.


Kunsthistorische Führungen: Detlef Witt / Greifswald

Die organisatorische Reiseleitung haben Bernd Janowski (0170-8345079) und Sigrid Riesberg (0176-41424566).

Änderungen im Ablauf der Exkursion sind vorbehalten. Ein endgültiges und ausführliches Programm erhalten Sie rechtzeitig von Fahrtantritt.

Der Teilnehmerpreis (incl. Busfahrt, Übernachtung, Vollpension, Besichtigungen und Orgelvorspiele) beträgt ca. 175, - Euro.

Anmeldungen für die Fahrt bitte bis spätestens 31. Januar 2017:

Den Teilnehmerbetrag überweisen Sie bitte erst nach einer schriftlichen Bestätigung durch den FAK und der Zusendung des endgültigen Programms.