Was uns bewegt - der Vorstand berichtet

Fantasie und Wirklichkeit – nicht alle Bemühungen haben Erfolg

Im Dezember des vergangenen Jahres besuchte ich die Mitgliederversammlung des Fördervereins Dorfkirche Märkisch Wilmersdorf (Teltow-Fläming). Vor einiger Zeit konnte dort der Kirchturm saniert werden; nun bereitet das Kirchenschiff Sorgen: Die Verbindung zum Turm hat Risse, das Dach leckt, Feuchtigkeit in Mauern und Gebälk lässt Putz und Farbe in großen Fladen abbröckeln.

Momentaner Kassenstand: 846,- Euro. Man diskutiert über Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung. Die Kommune will nicht helfen, obwohl sie den ehemaligen Gruftanbau als weltliche Trauerhalle benutzt; auf der Prioritätsliste der Kirche steht Märkisch Wilmersdorf weit hinten.

Die Ideen überschlagen sich nicht gerade, aber da ein Vertreter des Förderkreises Alte Kirchen als kompetent gilt, mache ich pflichtschuldigst den Vorschlag, im gutbürgerlichen Stadtteil Berlin-Wilmersdorf für Märkisch Wilmersdorf zu werben. Gesagt – getan.

In Berlin gibt es die Wochenzeitung der Bezirke "Berliner Woche". Die Redakteurin für Wilmersdorf war auch gleich zur Hilfestellung bereit, ein Reporter machte sich auf den Weg nach Märkisch Wilmersdorf und hatte ein zweistündiges informatives Gespräch mit der Ortsvorsteherin Sylvia Zimmermann, dem Vorsitzenden des Fördervereins Pfarrer Stephan Michalsky und mir. Das Ergebnis war ein gut recherchierter und geschriebener Artikel in der Wilmersdorfer "Berliner Woche" vom 28. Januar 2009: "Kleine Schwester bittet um Hilfe". Große Erwartungen waren geweckt, aber die Gesichter wurden immer länger, als die Zeit verstrich. Nach fünf Monaten waren knapp 300,- Euro für Märkisch Wilmersdorf gespendet worden, und das ist es wohl gewesen.

Ich betreue die Wanderausstellung des FAK "Gefährdete Schönheit – Dorfkirchen in Brandenburg" in den westlichen Bundesländern, zeige die schönen Gebäude mit ihrer Ausstattung, berichte über die Probleme und die Arbeit des FAK. Die Presse urteilt freundlich, die Zuhörer sind begeistert. "Sie machen eine wichtige, eine wunderbare Arbeit, geben Sie nicht auf, wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Bemühungen", ist zu hören. Aber schaut man am Ende der Ausstellung in die Spendenkasse, dann stellt man resigniert fest: Es war wieder einmal brotlose Kunst.

Woran mag das liegen? Ist es Desinteresse, Trägheit oder doch die Wirtschaftskrise? Seit über die Krise geredet wird, sind die Konsumausgaben in Deutschland sogar leicht gestiegen; in diesen Jahren werden Milliardenbeträge von einer Generation zur nächsten vererbt – wir sind noch immer ein reiches Land.

Im Juli war ich im russischen und polnischen Ostpreußen. In den meisten Dörfern und Kleinstädten des russischen Teils sind die Kirchen Ruinen – und viele davon waren bei Kriegsende noch unversehrt! Sie wurden geplündert und für Baumaterial eingerissen oder bis zum Substanzverlust zweckentfremdet. In einem Dorf stolperten Kühe aus der Kirche. In einem anderen ist am Turmstumpf über dem verschütteten Eingang noch der Spruch zu lesen "Ein feste Burg ist unser Gott". Die repräsentative Mitte des Dorfes ist ein Schutthaufen. Im polnischen Teil Ostpreußens dagegen sind alle Dorfkirchen wunderbar saniert (und katholisiert), und kann man einmal eintreten, sieht man auch, dass die Ausstattung gepflegt wird – neuerdings auch unter Erhaltung der deutschen Inschriften. Dabei gilt Polen als armes Land.

Und die reichen Deutschen? Viele reden sich heraus, sie gäben nichts für die Kirche und werfen Institution und Gebäude in einen Topf. Es gibt aber auch für Nichtgläubige keinen Grund, sich dem Erhalt eines Kulturdenkmals zu verschließen, was ein Kirchenbau im gesamten Abendland ja ist. Sollten in Deutschland sogar die Kulturinteressierten nur noch eine kleine Minderheit sein? Dann bewegen wir uns auf Zustände zu, wie ich sie im russischen Ostpreußen erlebte. Reiches Deutschland? – Armes Deutschland!

Hans Krag

 
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Am Gymnasium des Leonardo da Vinci Campus in Nauen verstehen Schüler der Klassenstufen 8 - 12 die Gegenwart, indem sie die Vergangenheit erforschen: am Beispiel von Kirchen.

Ein Schulprojekt, das Aufmerksamkeit verdient. Hier lernen junge Menschen, das Erbe ihrer Vorfahren zu achten, behutsam damit umzugehen. Wo sie sich mit Kirchengebäuden beschäftigen, begegnen sie Zeugnissen gelebter Kultur- und Glaubensgeschichte aus vielen Jahrhunderten. Ihr Respekt vor diesen Sakralbauten, von denen einige heute nicht mehr kirchlich genutzt werden, zeigt sich in ihren Überlegungen, wie diese Denkmale nun angemessen und in Würde säkular genutzt und in ihrer Substanz zugleich erhalten werden können.

Wir baten Olaf Gründel, Initiator des Schülerprojekts und begleitender Lehrer, uns über seine Erfahrungen zu berichten.

Wie junge Leute Sorgfalt mit dem Erbe ihrer Vorfahren lernen

 Wie junge Leute Sorgfalt mit dem Erbe ihrer Vorfahren lernen
RECHERCHE der Schüler vor Ort in der Bibliothek des ehemaligen Klosters Jüterbog
Foto: Angelina Wiederhöft

Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 begann eine Projektgruppe, die Vergangenheit und vor allem die Gegenwart brandenburgischer Kirchen zu erforschen. Mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz und ihrem Schulprogramm "Denkmal aktiv" konnte unter dem Titel "Alles Kirche oder was? Aktuelle Nutzungsoptionen sakraler denkmalgeschützter Gebäude im Havelland / Brandenburg" ein Projekt realisiert werden, in dem sich zehn Schüler und Schülerinnen über ein Jahr hinweg mit Nutzungskonzepten verschiedener Kirchen beschäftigten, ihre Geschichte erforschten und auch erfuhren, warum manche Kirchen heute nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden. Ziel des Projektes war es, Schülerinnen und Schüler für die Bewahrung und denkmalgerechte Nutzung von Sakralbauten im Land Brandenburg, speziell in der Region Havelland, zu sensibilisieren.

Das Projekt gliederte sich in zwei Module. Zum einen lernten die jungen Menschen die religiösen Hintergründe der sakralen Architektur kennen und zu respektieren, zum anderen entwickelten sie Beispiele für heutige Nutzungsoptionen. Und diese Optionen sind breit gefächert: Nutzung als Kultureinrichtung, Museum oder Bibliothek, zum anderen Nutzung durch einen privaten Träger, etwa als Büro oder als (nach wie vor suspekt) Sparkassenfiliale.

Kontrovers diskutiert wurde auch die Legitimität von Umnutzungen und deren Grenzen. Klar war allen Beteiligten, dass man aufgrund des demografischen Wandels angemessene Nutzungskonzepte für Kirchengebäude erarbeiten muss. Schwierig ist es jedoch, wenn Kirchen ihre ursprüngliche Funktion ganz und gar aufgeben mussten. An selbstentwickelten Nutzungsideen diskutierten die Schüler die (Un-)Verträglichkeit von Umnutzungen: Alle waren sich einig, weder Schwimmhalle noch Fitnesscenter sollten in einer Kirche untergebracht werden. Doch was ist mit der Sparkassenfiliale wie in Milow? Oder einem Architekturbüro wie z. B. in der St.-Georgs-Kapelle in Prenzlau?

Mit mancher Skepsis brachen die Jugendlichen zu Exkursionen vor Ort auf und erfragten die Geschichte dieser Gebäude. In Milow war es auch der Pfarrer, der dafür plädiert hatte, die Substanz der nahezu komplett verfallenen Kirche zu erhalten um den Preis, hier (für noch nicht absehbare Zeit?) eine Sparkasse unterzubringen.

Prenzlau hat viele Probleme: Vier Pfarrkirchen, zwei Klosteranlagen und zwei mittelalterliche Kapellen wollen erhalten werden, darunter so prächtige Anlagen wie die Kirche St. Marien und das seit zehn Jahren als Kulturzentrum genutzte ehemalige Dominikanerkloster. Die Stadt und auch der Kirchenkreis waren geradezu froh, einen Privatinvestor gefunden zu haben, um die Kapelle am Rande der Stadt zu erhalten. Wenn auch nicht mehr ihrem eigentlichen religiösen Zweck zugeeignet, sind die Gebäude erhalten und stehen der Öffentlichkeit zu Verfügung. So bleiben die ortsbildprägenden Bauten bewahrt und erinnern an die Geschichte der Städte und Dörfer. Darüber hinaus lernten die Schüler, wie man mit historischen Quellen arbeitet und Ergebnisse ansprechend präsentiert. Als Partner konnte das Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters Burg Ziesar gewonnen werden, in dessen Bibliothek auch geforscht wurde.

Die Arbeitsergebnisse werden in einer Tafelausstellung dokumentiert, die in kulturellen Einrichtungen und Schulen der Region und des Landes gezeigt werden soll. Die Ausstellung ist so gestaltet, dass Transport und Hängen der Objekte problemlos möglich ist.

Ausstellungseröffnung ist im September auf dem Leonardo da Vinci Campus Nauen, Zu den Luchbergen 13.
Weitere Auskünfte: Olaf Gründel, Tel. 03321 7487820
 
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Notizen von der Jahreshauptversammlung des FAK

Gut beraten

Kompetente Empfehlungen und Beschlüsse aus dem Mitgliederkreis

Der Raum im Gemeindesaal der evangelischen Kirche Berlin-Buch reichte gerade so aus, um allen Platz zu geben, die zur Jahres-Mitgliederversammlung des FAK gekommen waren. Und mancher Besucher, so etwa aus den alten Bundesländern, hatte eine weite Reise auf sich genommen. Einhellige Meinung aller aber in den Gesprächen: Die vielen Informationen und der fruchtbare Gedankenaustausch lohnen allemal den Zeitaufwand.

Die wichtigsten Informationen wie der Bericht des Vorstandes und der Finanzbericht 2008 samt Haushalt 2009 waren den Teilnehmern bereits mit der Einladung zugegangen. Die Bilanz, die der Vorstand ziehen konnte, verwies mit vielen Beispielen auf gute Erfolge (siehe Seite 5). Welches Engagement vor Ort hinter diesen Fakten steht, belegte Vorsitzender Dr. Uwe Otzen in seiner einleitenden – zugegeben: etwas langen, aber an keiner Stelle langweiligen – Rede mit einprägenden Bildern vom Wirken der Menschen, die überall im Land Erstaunliches leisten für den Erhalt ihrer Kirchen. Der Vorstand sehe darin einmal die Verpflichtung zur Konsolidierung seiner Arbeit, schöpfe daraus aber zum anderen auch viel Kraft für eben dieses Kerngeschäft.

Solch strahlender Optimismus fand bei den Zuhörern sichtlichen Widerhall. Der wirkte auch weiter nach, als Dr. Hans Krag – wie es nun mal die Aufgabe eines Schatzmeisters ist – anhand der Zahlen zur nüchternen Realität überging. Die sind dank klugen Haushaltens zwar kein Anlass zu Besorgnis, zeigen aber auch, dass sich die finanzielle Förderung für konkrete Sanierungsarbeiten in diesem Berichtsjahr verringert hat. Die Einwerbung von Spenden und die Gewinnung weiterer Mitglieder, deren jährliche Beiträge eine solide Finanzgrundlage sichern, seien deshalb auch künftig vorrangige Aufgaben. Besonders erfreut wurde deshalb die gute Nachricht aufgenommen, dass am 13. September, dem Tag des offenen Denkmals, die landeskirchliche Kollekte dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg zur Förderung seiner weiteren Arbeit zugedacht ist.

Die Finanzen spielten auch in der Aussprache eine Rolle. Der Vorstand hatte – fast ein wenig zaghaft – den Vorschlag eingebracht, den jährlichen Beitragssatz von 40 auf 50 Euro zu erhöhen – und damit offene Türen eingerannt. Auch bei 50 Euro im Jahr seien es nur wenig über vier Euro im Monat, wurde zu bedenken gegeben. Manche plädierten für noch höhere Beiträge, zumal jedes Mitglied mit der Zusendung der FAK-Publikationen jährlich schon einen Wert von rund 20 Euro zurückerhält. Man einigte sich schließlich ohne Gegenstimmen bei drei Enthaltungen auf einen Jahres-Beitrag von 50 Euro ab 2010.

Auch Sparmöglichkeiten wurden in die Debatte geworfen, wobei der Vorstand, wie der Kassenprüfer bestätigte, jede Ausgabe schon sehr genau abwägt. Bei der Druckqualität der Jahresbroschüre "Offene Kirchen" Abstriche machen? Keinesfalls, hieß es allgemein, das Heft sei bestes Aushängeschild und werde von Fachleuten hoch geschätzt. Möglicherweise aber könnten die FAK-Mitglieder – so ein anderer Vorschlag – in ihrem Umfeld weitere Vertriebsstellen in Buchhandlungen u. ä. auftun.

Viel Lob über die vom Förderkreis organisierten Exkursionen war zu hören und eine Bitte: Auch einmal Halbtagsfahrten einplanen, weil nicht jeder lange Touren mitmachen kann. Es war eine von vielen Anregungen, die sich aus dem lebhaften Erfahrungsaustausch ergaben. Der Vorstand wird sie in seiner Arbeit berücksichtigen, manches aber werden die Mitglieder selbst vor Ort umsetzen können.

Im Anschluss bot sich die Möglichkeit einer geführten Besichtigung der barocken Schlosskirche, um deren Turmwiederherstellung sich ein lokaler Förderverein bemüht. Wir danken Pfarrerin Cornelia Reuter und Dr. Hermann Kleinau vom Förderverein Schlosskirche Berlin-Buch für ihre Informationen, dem Organisten Jochen Kraußer für die musikalische Einstimmung und der gesamten Bucher Kirchengemeinde für ihre herzliche Gastfreundschaft.

Eva Gonda

 

Aus dem Bericht des Vorstandes auf der Mitgliederversammlung des Förderkreises Alte Kirchen

Bausteine mit dem Siegel des FAK

Viele Projekte konnten abgeschlossen oder auf den Weg gebracht werden

Unbeschadet des gesunkenen Fördervolumens sind die baulichen Maßnahmen insgesamt nicht weniger geworden. Das zeigt, dass mit Hilfe der Beteiligungs- und Ko-Finanzierung durch den FAK auch solche Baumaßnahmen mit auf den Weg gebracht werden konnten, die ohne diese Unterstützung nicht oder erst später stattgefunden hätten.

 Dorfkirche Strehlow
STREHLOW – Für die Sanierung der Kirche erhielt die Agrargesellschaft Potzlow als Eigentümerin den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis. Auch der FAK hatte das Projekt gefördert.

Hohe Anerkennung fand die Sanierung der Dorfkirche Strehlow (Uckermark). Die Agrargesellschaft Potzlow als Eigentümerin erhielt den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis. An der Vorbereitung und Finanzierung der Arbeiten war auch der Förderkreis Alte Kirchen beteiligt.

Mehrere Bauvorhaben, vom FAK finanziell unterstützt, fanden 2008 ihren Abschluss: die Sanierung der Kirche in Mellnsdorf (Teltow-Fläming), die Dachreparatur in Lübnitz (Potsdam-Mittelmark) und die Turmsanierung in Rehfeld (Prignitz).

Der FAK beteiligte sich an der Dachsanierung der Dorfkirche in Bagemühl (Uckermark), der Sanierung des Kirchturms in Passow (Uckermark), der Dachsanierung der Kirchen in Ruhlsdorf (Märkisch-Oderland) und in Joachimsthal (Barnim), der ersten umfangreichen Sicherung der Kirchenruine in Heinsdorf (Teltow-Fläming) sowie den Sicherungsarbeiten der Kirchenruine in Hirschfelde (Barnim), letztere zum Teil aus Erträgen der Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen.

Der FAK bot finanzielle Unterstützung für die Turmsanierung der Kirche in Wassersuppe (Havelland), für die Dachsanierung der Kirche in Nebelin (Prignitz) wie auch für die Instandsetzung der Kirche in Vichel (Ostprignitz-Ruppin) an. Eine finanzielle Unterstützung über zweckgebundene Spenden ermöglichte die Restaurierung des Taufengels der Dorfkirche in Wismar (Uckermark). Durch Vermittlung des FAK konnte der 1960 in das Heimatmuseum verbrachte Taufengel der Kirche von Groß Fredenwalde (Uckermark)zurück in die instandgesetzte Kirche gebracht werden. Gegenwärtig wird ein Restaurierungskonzept erarbeitet.

Nach mehrjähriger Restaurierung kann die Wagner-Orgel in Sternhagen (Uckermark) nun wieder ihre ganze Klangschönheit entfalten. Der FAK hatte sich in der Vergangenheit an den Kosten beteiligt. Er stellte auch Gelder für die Orgelsanierung der Dorfkirche in Kurtschlag (Oberhavel) und die Innenraumsanierung der Kirche in Teetz (Ostprignitz-Ruppin) zur Verfügung.

In der Messingwerksiedlung in Eberswalde-Finow konnte eine restaurierte jüdische Laubhütte wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. An der Finanzierung der Arbeiten hatte sich bereits im Vorjahr der FAK beteiligt. Der Förderkreis stellte ebenso finanzielle Mittel für die Errichtung eines Geschichtskabinetts in einem Mausoleum neben der Kirche in Neuenhagen (Märkisch Oderland) zur Verfügung.

 

Mitgliederzahl gestiegen

Zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung zählte der Förderkreis 455 Mitglieder (350 persönliche Mitglieder, 89 Vereine mit zumeist gegenseitiger Mitgliedschaft, zehn Kirchengemeinden bzw. Kirchenkreise und sechs Firmen).

Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres betrug die Gesamtmitgliederzahl 419. Das entspricht einer Steigerung um acht Prozent. Die steigende Mitgliederzahl der letzten Jahre ist einerseits ein gutes Zeichen für die andauernde Attraktivität des Vereins, andererseits eine große Verpflichtung und Herausforderung an die Qualität seiner Arbeit.

250 lokale Fördervereine

Das bürgerschaftliche Engagement über lokale Fördervereine, Initiativgruppen und Freundeskreise wird für die Instandsetzung und Erhaltung der Dorfkirchen immer Bedeutungsvoller. Mehr als 250 lokale Vereine sind inzwischen zu willkommenen Partnern der Kirchengemeinden geworden.

Der weitere Ausbau eines Netzwerkes ehrenamtlicher Initiativen und ihre Betreuung werden also immer wichtigere Aufgaben des FAK. Der Vorstand vereinbarte deshalb regionale Zuständigkeiten und legte die Umsetzung der regional gegliederten Betreuungsaufgaben durch den FAK in einer Richtlinie fest.

Deutschlandweite Anfragen

Neben den immer gut besuchten Exkursionen organisiert und begleitete der FAK häufig zahlreiche Fahrten für Besuchergruppen, so im Rahmen der Evangelischen Akademie Berlin, für den Berliner Dombauverein, für die Deutsche Bahn und für Kirchengemeinden aus ganz Deutschland.

 
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Wir gratulieren den Gewinnern unseres Startkapitals 2009

Dorfkirche Halbe
Zum 100. Geburtstag ohne Runzeln

Erst vor wenigen Monaten wurde die schlichte neubarocke Kirche in Halbe, 1913/14 von dem Architekten Carl Steinberg unter kaiserlichem Patronat erbaut, in die Denkmalliste eingetragen. Die Initiative dazu ging vom örtlichen Förderverein aus, der sich zum Ziel gesetzt hat, die inzwischen unübersehbaren Bauschäden an dem Gebäude beseitigen zu lassen. Innerhalb kurzer Zeit hatte der Verein mit Benefizkonzerten, einem Sommerfest und anderen Veranstaltungen eine breite Akzeptanz für das Kirchengebäude im Ort geschaffen. Zur Zeit sorgen Schutznetze am Kirchturm dafür, dass Besucher nicht von herabfallenden Putzbrocken getroffen werden. Bis zum 100. Geburtstag der Kirche aber soll sie wieder in altem / neuem Glanz erstrahlen.

  Förderverein Dankeskirche Halbe e.V.
 
Landkreis Dahme-Spreewald
 
Dorfkirche Hermsdorf
Hohe Ziele: Dach und Turm

Der im Kern spätmittelalterliche Feldsteinbau wurde im 18. Jahrhundert umgestaltet. Damals erhielt die Kirche durch den Anbau von zwei Patronatslogen ihren kreuzförmigen Grundriss sowie einen Dachturm mit barockem Aufsatz. Wegen Baufälligkeit musste der Turm 1987 abgetragen werden. Langfristiges Ziel des Hermsdorfer Kirchbauvereins ist die Wiederherstellung des Turms. Darüber hinaus jedoch ist eine Reparatur des Kirchendaches dringend notwendig. An den bisher durchgeführten Arbeiten zur Sicherung des Gebäudes beteiligten sich die Mitglieder des Vereins in großem Umfang. Durch Veranstaltungen und den Verkauf eines Fotokalenders konnten erste Gelder eingeworben werden. Ein umfangreiches bautechnisches Gutachten ist bereits in Auftrag gegeben worden.

  Kirchbauverein der Evangelischen Kirche Hermsdorf e. V.
 
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
 
Dorfkirche Löhme
Programme für Pilger-Pausen

Die Dorfkirche von Löhme ist ein mittelalterlicher Feldsteinbau mit quadratischem Westturm. Nachdem Studenten der Europa-Universität Viadrina ein Teilstück des europäischen Jakobsweges im östlichen Brandenburg erforscht haben, möchte der Förderverein Dorfkirche zu Löhme das Bauwerk als "Kirche am Pilgerweg" für Besucher öffnen. Konzerte, Lesungen und Kirchenkino werden angeboten. In Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen ist die Kirche in regionale Tourismus-konzeptionen integriert. Der Verein beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte des Kirchengebäudes und hat ein Konzept für Kirchenführungen erarbeitet. Langfristiges Ziel ist die umfassende Sanierung des Kirchengebäudes, das inzwischen größere Baumängel aufweist.

  Förderverein Dorfkirche zu Löhme e. V.
 
Landkreis Barnim
 
Dorfkirche Seehausen
Mit solchen Schätzen kann man wuchern

Die Seehausener Dorfkirche ist ein bescheidener Fachwerkbau. Er besitzt jedoch eine bemerkenswerte Ausstattung, die zum größten Teil aus der Renaissance stammt. Bauschäden an der Holzkonstruktion der Kirche sind inzwischen unübersehbar. Im September 2008 gründete sich ein Förderverein, der dem abhelfen möchte. Ein umfangreiches Baugutachten ist inzwischen in Auftrag gegeben worden.
Auf Initiative des Kirchen-Fördervereins fand der jährliche Seehausener Weihnachtsmarkt in der alten Dorfkirche statt und lockte viele Besucher an. Die Predigt im Ostergottesdienst hielt der Bundestagsabgeordnete Markus Meckel, der auch Schirmherr der Initiative ist.
Durch Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen soll die Seehausener Kirche künftig zum kulturellen und sozialen Zentrum des Ortes werden. Als "Offene Kirche" findet sie bereits jetzt großes Interesse bei den zahlreichen Besuchern des uckermärkischen Ortes.

  Förderverein Dorfkirche Seehausen e. V.
 
Landkreis Uckermark
 
Johannisthal
Ein ungewöhnliches Ensemble bewahren

Der 1753 im Südosten von Berlin gegründete Ort Johannisthal erlebte im 19. Jahrhundert durch die Errichtung eines Kurbades einen rasanten Aufschwung. Mit dem Anwachsen der Einwohnerzahl und der Einbindung in die 1920 geschaffene Groß-Gemeinde Berlin entstand der Bedarf nach einem Kirchengebäude für die wachsende Kirchengemeinde. Die Gemeinde erwarb das Grundstück des ehemaligen Johannisthaler Kurhauses mit Restaurationsgarten, Musikpavillon und einem Ausflugsrestaurant, um es kirchlich zu nutzen. Dieses Ensemble blieb im wesentlichen bis heute erhalten und ist Heimstatt der Kirchengemeinde. Der Förderverein setzt sich für die bauliche Erhaltung der historischen Gebäude ein, deren Bestand wegen einer Gemeindefusion inzwischen in Frage gestellt wurde. Zugleich möchte er die Kirchengebäude für übergemeindliche kulturelle Nutzungen öffnen.

  Förderverein zur Erhaltung des evangelischen Kirchengebäudes in Johannisthal
 
Berlin
 
Pfarrhaus Lebusa
Musik statt Morbidität

Den Entwurf für die barocke Dorfkirche von Lebusa lieferte der berühmte Dresdener Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann. Größter Schatz der Kirche ist eine gut restaurierte Orgel des sächsischen Instrumentenbauers Gottfried Silbermann. Durch zahlreiche Konzerte hat sie sich in den vergangenen Jahren einen weit über die Region hinaus reichenden guten Ruf erworben. Neben der Kirche befinden sich ein seit Jahren ungenutztes Pfarrhaus (Foto) und ein zum Grundstück gehörender Oberlaubenstall, die trotz erster Notsicherungsmaßnahmen gravierende Schäden aufweisen. Der Förderverein möchte in diesen Gebäuden ein Orgel- und Kulturzentrum einrichten. Hier sollen internationale Meisterkurse an der Silbermann-Orgel stattfinden und ehrenamtliche Organisten für die Region ausgebildet werden. Geplant ist auch ein kleines Museum zur Geschichte der Orgel und ihres Erbauers.

  Förderverein Orgel- und Kulturzentrum Lebusa e. V.
 
Landkreis Elbe-Elster

 

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MALCHOW (Uckermark)

Ouvertüre der künftigen Musikkirche

Mein ganzes Leben ist ein Beweis, dass der Herr auch geringe Kräfte in seinem Dienst gebrauchen kann.
Carl Büchsel

Zum Pfarrsprengel Schönfeld im nordöstlichsten Zipfel Brandenburgs gehören elf Dörfer mit 2.200 Einwohnern, davon 775 evangelische Gemeindeglieder, und elf Kirchengebäude. Zehn der Kirchenbauten sind inzwischen vorbildlich restauriert. Nur die Dorfkirche von Malchow ist noch in einem ruinösen Zustand. Der letzte Gottesdienst fand hier 1958 statt.

Auf Initiative des Förderkreises Alte Kirchen und in guter Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Schönfeld wurde 2003 die akut vom Einsturz bedrohte Malchower Kirche notgesichert. Es gab damals auch Kritik von Seiten des Kirchenkreises: Warum gibt der FAK Geld für die Erhaltung eines Bauwerkes aus, das für die Verkündigung nicht mehr gebraucht wird? Unsere Antwort damals lautete: Erstens, weil der Förderkreis laut Satzung zur Bewahrung von sakralen Denkmalen verpflichtet ist, zweitens jedoch, weil dort, wo das Kirchengebäude eingestürzt ist (und in Malchow war es fast so weit), Kirche bald auch als Institution nicht mehr vorhanden ist.

Als 1827 Carl Büchsel – der spätere Generalsuperintendent der Neumark und der Niederlausitz und Hofprediger Kaiser Wilhelms I. – seine Pfarrstelle in Schönfeld antrat, war das kirchliche Leben hier fast völlig zum Erliegen gekommen. In seinem Buch "Aus dem Leben eines Landgeistlichen" schildert er später, wie es ihm mit Beharrlichkeit und Geduld gelang, den Gemeinden und den Kirchengebäuden wieder einen angemessenen Platz im Dorf zu verschaffen. Ähnliches ist nun in Malchow zu beobachten.

Jetzt zeigt sich, dass es sich gelohnt hat, die Kirche damals durch die Notsicherung in den baulichen "Wartestand" zu versetzen. Gemeinsam mit der Carl-Büchsel-Stiftung hatte die Kirchengemeinde Schönfeld erstmals den "Internationalen Malchower Kirchenpreis", einen Musikwettbewerb für Kinder und Jugendliche, ausgelobt, zu dem über 100 Teilnehmer aus der Uckermark, aus Mecklenburg-Vorpommern, aus Polen und sogar aus Lettland antraten.

Die gut besuchten Konzerte fanden diesmal noch in der Kirche des benachbarten Ortes Göritz statt. An der Malchower Kirche werden jedoch noch in diesem Jahr umfangreiche Sanierungsarbeiten beginnen, die 2011 beendet sein sollen. Vor kurzem erhielt die Gemeinde einen Zuwendungsbescheid über umfangreiche Mittel aus einem Fonds der Europäischen Union für den Ausbau zur Musikkirche. An den Sanierungskosten wird sich wiederum der FAK beteiligen.

Bernd Janowski

 

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BUCKOW (Havelland)

Verein rettet historische Pilgerstätte

Noch im vergangenen Jahr gab es in der Evangelischen Reformationsgemeinde Westhavelland Überlegungen, die aus dem 14. Jahrhundert stammende imposante Backsteinkirche in Buckow zu verkaufen. Gottesdienste fanden in dem Kirchengebäude, einst Ziel einer einträglichen Wallfahrt "zum heiligen Blut", nur noch sporadisch statt, das Gemeindeleben war fast völlig zum Erliegen gekommen.

Der FAK machte öffentlich auf die Pilger- und Baugeschichte des Gebäudes aufmerksam und initiierte ein Gespräch mit Mitgliedern der aus ehemals sechzehn Dörfern fusionierten Groß-Kirchengemeinde. Im Mai gründete sich nun der Förderverein "Wallfahrtskirche zu Buckow" e.V. mit siebzehn Mitgliedern. Ziel ist es, die Instandsetzung zu sichern, den kulturhistorischen Wert der Kirche zu erforschen und zu vermitteln sowie eine angemessene religiöse und kulturelle Nutzung zu fördern.

Am 30 August, 16 Uhr, findet hier nun eine "Historische Entdeckungsreise" statt. Der Theologe Hartmut Kühne und der Kunsthistoriker und Bauforscher Dirk Schumann bieten – akustisch und kulinarisch umrahmt – Vorträge zu Geschichte der Wallfahrt und der Kirche.

Weitere Informationen unter: www.wallfahrtskirche-buckow.de

 

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Unter neuem Dach bleibt künftig noch viel zu tun

Dorfkirche von Kolpien  
 Großbildansicht
 
IN AKUTER NOT

Diesmal erbitten wir Ihre Spende für die

Dorfkirche Kolpien
im Landkreis Teltow-Fläming
 

Derzeit ist die Kirche in Kolpien eine große Baustelle. Das Kirchenschiff ist von außen komplett eingerüstet und anstelle einer Dachdeckung flattern riesige Kunststoffplanen im Wind.

Der einfache Feldsteinbau unter teilweiser Verwendung des für die Region typischen Raseneinsensteins stammt aus dem späten 13. Jahrhundert. Nach 1870 entstand der schlanke Westturm mit einem kupfergedeckten Spitzhelm.

Aus der Gründungszeit des Kirchenbaus blieb eine mittelalterliche Glocke in typischer Zuckerhutform erhalten. Seit kurzem mit einer elektrischen Läuteanlage versehen, ruft sie seit siebenhundert Jahren die Kolpiener zum sonntäglichen Gottesdienst.

Unter einer schlichten hölzernen Kassettendecke präsentiert sich der Innenraum: Der Altaraufsatz stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert; zwischen zwei Säulen sind Tafelgemälde des Abendmahls, der Kreuzigung und der Himmelfahrt zu sehen, die Bekrönung bildet ein kleines gotisches Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert. Die barocke Kanzel an der Südwand zeigt in den Feldern des Kanzelkorbes Porträts der vier Evangelisten. Ein Renaissance-Taufbecken aus Sandstein stammt laut Inschrift aus dem Jahr 1619 und ist mit Wappenschilden der damaligen Patronatsherren von Löser sowie verwandter Adelsfamilien geschmückt. Zur Zeit jedoch sind sämtliche Ausstattungsgegenstände sorgfältig verpackt, um sie während der Sanierungsarbeiten vor Beschädigung und Staub zu schützen.

 Mauer

Bereits seit Jahren waren die Kolpiener Kirche und mit ihr das wertvolle Inventar akut gefährdet. Armdicke Risse zogen sich durch das Feldsteinmauerwerk, und sie wurden zusehends breiter. Über die Ursachen dafür streiten sich die Fachleute. Hatten dicht beim Dorf gezogene Meliorationsgräben eine Senkung des Grundwasserspiegels bewirkt oder sind die Setzungen sogar Auswirkungen des jahrzehntelangen exzessiven Braunkohleabbaus in der nahen Niederlausitz? Zudem wurden zu DDR-Zeiten Betonsteine auf das Dach gebracht, die für den Dachstuhl viel zu schwer waren und eine ungünstige Lastenverteilung auf die Außenmauern verursachten. Notsicherungsarbeiten waren jedenfalls dringend geboten. Doch das erwies sich als nicht so einfach.

Kolpien hatte nie einen eigenen Pfarrer, der saß schon seit dem Mittelalter im benachbarten Schöna und hatte lediglich die Aufgabe, "an jedem dritten Sonntag in Kolpien das Evangelium zu predigen und zu lehren". Nur nebenbei sei vermerkt, dass es unter den Schönaer – und damit auch Kolpiener – Pastoren eine spätere Berühmtheit gab: Von 1527 bis 1538 wirkte hier als erster evangelischer Geistlicher der Gemeinde ein gewisser Georg Buchholzer. Von Joachim II. später als Propst an St. Nikolai in Berlin-Cölln berufen, war es Buchholzer, der dem Kurfürsten erstmals das Abendmahl in beiderlei Gestalt reichte und damit die Reformation in der Mark Brandenburg offiziell einführte.

Doch zurück in die heutige Zeit: Da auch im benachbarten Schöna eine umfassende Kirchensanierung nötig war, schien es für die Gemeinde illusionär, auch noch die Finanzen für eine Sicherung des Gotteshauses in Kolpien aufzubringen. Und doch wurde durch Mittel aus dem brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in diesem Jahr überraschend ein größerer Bauabschnitt möglich.

Ein gewaltiger Ringanker aus Stahl, der durch die gesamte Länge und Breite der massiven Feldsteinwände getrieben wurde, gibt dem Kirchenschiff inzwischen wieder Stabilität. Auch der Dachstuhl und die Dachdeckung können nun saniert werden. Die gravierendsten Bauschäden werden damit erst einmal beseitigt sein. Reparaturarbeiten sind jedoch noch am Backsteinmauerwerk des Turms nötig. Auch der Innenraum bedarf einer gründlichen Restaurierung. In Kolpien gibt es noch viel zu tun.

Text und Fotos: Janowski

Weitere Informationen:
Ev. Kirchspiel Schöna Kolpien;
Elvira Müller (Vorsitzende des Gemeindekirchenrates); Tel.: 035364 4134
Spendenkonto:
Förderkreis Alte Kirchen,
Kto. 5 199 767 005; BLZ 100 900 00 (Berliner Volksbank)
Kennwort: Kolpien

 

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Mit dem Förderkreis auf Entdeckungsreisen: Im Havelland

Kanzelaltäre mit Geschichte und eine ungewöhnliche Kreuzesszene

Selbelang

Dorfkirchen können auch übersehen werden. In Selbelang, der ersten Station unserer Exkursion ins Havelland, liegt sie am Ortsrand, umstellt von hässlichen Zweckbauten; ein auffallender Hinweis war im Ort nicht zu sehen. Der Förderverein hätte mehr Öffentlichkeit verdient. Erich Wallbaum zeigte uns eine Kirche, der man nicht mehr ansieht, dass sie durch Konstruktionsfehler und faulende Balken in Schieflage geraten war. Die Arbeiten an Schiff und Turm sind noch nicht abgeschlossen, aber der barocke Kanzelaltar von 1717, zuvor zum Schutz vor den Bauarbeiten verhüllt, konnte wieder bewundert werden. Verblüffend, wie gut Sparsamkeit und Respekt vor den Leistungen der Vorfahren zusammenpassen: Die Heiligen aus dem Altar der Bauzeit kamen als Evangelisten in die Felder des Kanzelkorbs oder erhielten die entsprechenden Attribute und dienen nun als Apostel.

Die Fahrt ging weiter in das Westhavelland, zum "Nusswinkel". 16 Dörfer, 16 Kirchen, 1500 Kirchenmitglieder, zwei Pfarrer, ein Gemeindekirchenrat. Das Problem "Wieviel Kirchen braucht das Land?" lag vor uns.

 Nennhausen

Aber zunächst gab es in Nennhausen in seiner im 18. Jahrhundert verputzten Feldsteinkirche prachtvolle Epitaphe der Familie von Lochow zu sehen.

Buckow

Nach ein paar Kilometern: Buckow . Im 14. Jahrhundert war die Kirche ein Wallfahrtsziel und für die Bedürfnisse späterer Zeiten deshalb zu groß. 2008 wollte man das Problem sehr radikal lösen: Eines der kunst- und glaubensgeschichtlich wertvollsten Sakraldenkmäler des Havellandes sollte verkauft werden. Das wirkte wie in anderen Fällen ein Abrissantrag: Verantwortungsbewusstsein erwachte. Die Debatten waren heftig, doch nun wird die Reformationsgemeinde Westhavelland die Kirche behalten. Den meisten Exkursionsteilnehmern war der Vorgang bekannt, im Mitteilungsblatt vom September 2008 und im Heft "Offene Kirchen 2008" ist ausführlich darüber berichtet worden. Umso spannender war es, Erläuterungen an Ort und Stelle zu erhalten, und noch dazu, dass sie von einem der Autoren, dem Bauforscher Dirk Schumann, gegeben wurden.

 Rathenow

In Rathenow war von Begeisterung und Spendenfreude zu hören. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg zu 80 Prozent zerstört, die spätromanische Backsteinkirche brannte völlig aus. 1996 gelang es Dr. Knackmuß, den "Förderverein zum Wiederaufbau der St.-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V." zu gründen, der mittlerweile 192 Mitglieder hat und bisher 190.000 € an Spenden sammeln konnte. Der Rathenower Künstler Gerhard Henschel erläuterte, wie er in den sieben Farbfenstern des Chores Themen aus dem Alten und Neuen Testament verarbeitete. Er konnte seine Zuhörer 45 Minuten lang fesseln, allerdings blieb dann kaum noch Zeit für den Marienaltar von 1360.

Wassersuppe

Kunstgeschichtlicher Schwerpunkt der Tour aber war der Kanzelaltar. Der vierte konnte in Wassersuppe bewundert werden. Auch hier wurden Barock und Mittelalter zusammengebracht: Posaunenengel von 1703 mit spätgotischen Schnitzfiguren der Evangelisten. Die Kirche wirkt problemlos, bis man erfährt, dass das Fachwerk einst nur ummauert wurde und die Fundamente ihren Namen nicht verdienen. Karin von Heyking vom Freundeskreis der Dorfkirche erzählte u.a. von der Konzertreihe, die seit Jahren Geld und überregionale Aufmerksamkeit einbringt.

 Staaken

Vor der Wende lag die Kirche des Spandauer Ortsteils Staaken noch im Havelland, direkt an der Grenze. Pfarrer Norbert Rauer berichtete von Teilung und Wiedervereinigung des Dorfes. Die Exkursion schloss vor einer Kreuzesszene, entworfen vom italienischen Maler Gabrielle Mucchi. Anstelle der Mauer, die den Ort spaltete, steht das Kreuz, die Rollen von Maria und Johannes übernehmen Katharina von Bora und Luther und sie sind umgeben von sehr gegensätzlichen Personen der Reformationszeit. Hier müssen sie miteinander auskommen und sind, so heißt auch das Bild, eine "Versöhnte Einheit".

Wolf-Rainer Marx

 

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Mit dem Förderkreis auf Entdeckungsreisen: In der Uckermark

Star des Tages: die kleine Orgel mit dem großem Klang

Bereits zum vierten Mal lud der Förderkreis Alte Kirchen zu einer thematischen Exkursion mit dem Titel "Musikalisch durch die Uckermark" ein. Jedes Jahr neu werden neben interessanten Kirchen auch deren historische Orgeln durch kurze musikalische Darbietungen und fachkundige Erläuterungen vorgestellt. Höhepunkt des Tages ist dann jeweils ein Konzert in einer der wunderschönen Dorfkirchen der Region, zumeist im Rahmen der "Uckermärkischen Musikwochen", die sich auf die Darbietung alter Musik mit renommierten Solisten und Ensembles spezialisiert haben.

Zahlreicher als in anderen Regionen haben sich in der Uckermark wertvolle Orgeln aus unterschiedlichen Epochen erhalten.

Eröffnet wurde die diesjährige Tour Anfang Juli durch ein Vorspiel auf der Orgel von Johann Friedrich Turley (1826) in der Dorfkirche Blankenburg. Während sein Vater Johann Tobias Turley, von Beruf Bäcker, sein erstes Instrument als Autodidakt in Treuenbrietzen baute und dafür erstaunliche Anerkennung fand, brachte es der Sohn immerhin bis zum "II. Regierungs-Orgelbauer" – ein Titel, der ihm wegen "Unzuverlässigkeit" allerdings kurz vor seinem Tod im Jahre 1855 wieder abgesprochen wurde. Dennoch ist die gut restaurierte Blankenburger Orgel, im Rahmen der Exkursion vorgestellt durch den jungen Berliner Organisten Gregor Milicic, eine Bereicherung der uckermärkischen Orgellandschaft.

Nächster Programmpunkt war ein Besuch der Fachwerkkirche in Seehausen, die über einen schönen Schnitzaltar vom Beginn des 17. Jahrhunderts aus einer Prenzlauer Werkstatt verfügt. Auf dem Schalldeckel der zeitgleich entstandenen Kanzel verbirgt sich zwischen reichem Beschlagwerk und kleinen Engelsfiguren eine spätgotische Madonna, die vielleicht aus der heute nicht mehr existierenden Kirche des Seehausener Zisterzienserinnenklosters stammt.

 Sternhagen - Orgel
 
Sternhagen - Spieltisch
RESTAURIERT bis ins kleinste Detail auch der Spieltisch der Sternhagener Wagner-Orgel

Musikalischer Höhepunkt des Tages war am Nachmittag die Einweihung der restaurierten Orgel von Joachim Wagner in der Dorfkirche von Sternhagen (Fotos). Das Instrument war von dem berühmten Orgelbauer 1736 für die Kirche in Gramzow gebaut und erst 1857 hierher umgesetzt worden. Nachdem vor einigen Jahren die Sternhagener Kirche mit ihrer wunderbaren barocken Ausstattung saniert worden war, konnte nun auch die Orgel, die jahrzehntelang zum Schweigen verurteilt war, wieder zum Klingen gebracht werden. Der Alexander Schuke Orgelbau GmbH (Werder/Havel) ist mit der liebevollen Restaurierung ein wahres Meisterstück gelungen. Es ist erstaunlich, mit welch warmem und vollem Klang das einmanualige Instrument mit zehn Registern den großen Kircheraum zu füllen vermag.

Der feierliche Gottesdienst, zu dem sich in dem nur knapp vierzig Einwohner zählenden Dorf über 250 Besucher eingefunden hatten, wurde gestaltet von Pfarrerin Ulrike Miege, der Organistin Dorothea Janowski und dem Kammerchor der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule Angermünde. Nach einer Pause bei Kaffee, Kuchen und Fachgesprächen spielte Prof. Klaus Eichhorn das erste Konzert. Bewusst auf die ganz großen Werke der Orgelliteratur verzichtend, hatte er einfühlsam ein Programm zusammengestellt, das den vielfältigen Klangmöglichkeiten des kleinen Sternhagener Instruments in höchstem Maße gerecht wurde.

Zum Orgelfest hatten sich auch zahlreiche Fachleute aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland eingefunden. Alle waren sich einig, dass mit der Restaurierung der Orgel von Sternhagen ein einzigartiges Instrument wieder spielbar gemacht worden ist. Spannend wird es nun sein, inwieweit es gelingt, es in den kommenden Jahren regelmäßig vor Publikum erklingen zu lassen. Die nächsten Konzerttermine stehen bereits fest und bieten allen, die im Juli nicht dabei waren, die Gelegenheit eines besonderen musikalischen Ereignisses.

Text und Fotos: Bernd Janowski

 

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Projekt "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen"

Abschlusstagung in Belzig zieht Bilanz zweier ergebnisreicher Jahre

Doch der Tagungsort war gefährdet: Unser Partner Kunstpflug e.V. muss neuem Burg-Investor weichen
Kirchenasyl für ein erfolgreiches Projekt

Belziger Burg 
Hart gegen Eisen und somit uneinnehmbar - das sollte sie möglichst auf ewig sein, als die Belziger Burg im Jahre 1465 vom sächsischen Kurfürsten Ernst den Namen "Eisenhardt" erhielt. Allen Angriffen der Hussiten (um 1429) hatte sie schließlich getrotzt. Doch nun soll sich vieles an dem heutigen Kunststandort ändern: Wegen eines neuen Burg-Investors hatte die Stadt zunächst einmal alle Mietverträge gekündigt

Damit hatte in der zweiten Saison unseres inzwischen so erfolgreichen Projektes "Stärkung der künstlerischen und kulturellen Nutzung der brandenburgischen Dorfkirchen" wohl niemand gerechnet: Unser Projektpartner und Tagungsmitorganisator der für den Herbst geplanten Schlusstagung, der Verein Kunstpflug e.V., muss seine Räume in der Burg Eisenhardt in Belzig kurzfristig räumen.

Für den 10. und 11. Oktober 2009 hatte die Projektleitung wieder die Burg Eisenhardt in Belzig als Ort für die vom Vorstand des FAK vorgeschlagene Schlusstagung vorgesehen. Programm- und Referenten-Planung waren bis ins Detail abgeschlossen, und das Tagungs-Faltblatt sollte gerade zum Druck freigegeben werden. Da erfuhren wir überraschend bei der Eröffnung der Fotoworkshop-Ausstellung zum geförderten Projekt "Erkundungen in der Hauslosigkeit" der Künstlerin Sybille Hofter Anfang Juli in Belzig, dass die Stadt die Burg Eisenhardt kurz entschlossen einem Investor zugeschanzt und sämtliche Mietverträge gekündigt habe.

Dabei hatten der in den Kunsträumen engagierte Verein Kunstpflug e.V. und seine rührige Vorsitzende Susken Rosenthal dort in nur zwei Jahren ein über die Region hinaus wirkendes Kulturzentrum geschaffen. Die internationale Kunstausstellung VOX_POPULI ist zur Zeit gefördertes Projekt des diesjährigen Themenjahres "Freiheit, Gleichheit, Brandenburg" von Kulturland Brandenburg e.V., und die Fotoarbeiten sind Teil dieser Kunstausstellung

Kunstpflug e.V. war bereits im vergangenen Jahr im Projekt des Förderkreises Alte Kirchen mit einer sehr schönen kleinen Videoinstallation des Künstlers Jörg Schlinke in der benachbarten Bricciuskirche vertreten und hat für dieses Jahr den Fotoworkshop mit Asylbewerbern aus dem Belziger Übergangswohnheim organisiert – in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin Rose Dittfurth und der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien. Es war geplant, die anrührenden Fotos hier bis zur Schlusstagung auszustellen und am Morgen des Tagungssonntags sollte das Thema Hauslosigkeit Inhalt einer Andacht in der Bricchiuskirche sein.

Doch nun war die ganze Veranstaltung gefährdet, nur weil die Stadtverwaltung einem plötzlich auftauchenden Investor die Burg als Morgengabe vor die Füße legen wollte?

Nach einer für die Projektleitung nervenzehrenden Phase der Unsicherheit ist nun geklärt: Die Tagung kann am geplanten Ort und zum geplanten Zeitpunkt stattfinden, die Fotoausstellung bleibt bis dahin in der Stadtkirche St. Marien an exponierter Stelle zu betrachten, und im Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Kunstverein, die sich über das Kunstprojekt allmählich entwickelt hatte, erhält Kunstpflug e.V. für die Interimszeit zwischen erzwungenem Auszug und Finden einer neuen Bleibe bei St. Marien Kirchenasyl.

Auch in Belzig hat sich somit gezeigt, dass durch das zweijährige Kunst-und-Kultur-Projekt des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg nicht nur Kirchen als häufig einzig verbliebene soziokulturelle Gebäude im Ort zusätzlich belebt werden können, sondern dass dabei zugleich neue Beziehungen zwischen Kirchengemeinden, Pfarrern, Kirchenfördervereinen und Künstlern geknüpft werden.

Die wirklich nachdenklich stimmenden Fotarbeiten der Asylbewerber, die zum Teil seit Jahren auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warten, sich aber nicht über den Landkreis hinaus bewegen und keinerlei Arbeit aufnehmen dürfen, sind auf der Internetseite der Künstlerin Sibylle Hofter unter: www.hofter.de/Erkundungen_Hauslosigkeit oder vor Ort bis zum 11. Oktober 2009 in der St.-Marien-Kirche bzw. der Bricchiuskirche zu sehen..

Wolf-Dietrich Meyer-Rath

Ort und Termin:
Kunsträume der Burg Eisenhardt, Belzig; Samstag / Sonntag, 10. / 11. Oktober 2009
Aus beiliegendem Faltblatt können Sie die Einzelheiten zum Programm und zur Anmeldung entnehmen oder sich unter: www.kunst-kultur-in-dorfkirchen.de herunterladen.
Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis zum 30. 9. 2009 an die Projektleitung:
Wolf-Dietrich Meyer-Rath, Kranzallee 3, 14055 Berlin; Tel.: 030 30818487; Fax: 030 30818488; E-Mail: w.d.meyer-rath@t-online.de
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

 

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UNSER TIPP: MIT DEM FAHRRAD AUF KIRCHENTOUR

Heute sieht man sie in immer größerer Zahl auf unseren Landstraßen – Radler, die das Tretmobil dem Auto vorziehen und mit eigener Muskelkraft auf Entdeckungsreise durchs Land gehen. Allen, die sich dabei auch gern von den offenstehenden Pforten der Dorfkirchen einladen lassen, wollen wir künftig in der warmen Jahreszeit Routen für Tagesausflüge anbieten, die auch von Nicht-Profisportlern zu bewältigen sind. Hier unser erster Tipp:

Ausflug Templin – Gandenitz – Annenwalde – Alt-Placht – Templin

Gerettete Kirchen, Glaskunst und ein Blick ins Biberreich

 Alt Placht
Templin als Ausgangs- und Endpunkt ist von Berlin gut per Bahn zu erreichen. Tourlänge ca. 35 km, weitgehend sehr gute Radwege, einige Passagen verlaufen auf mehr oder weniger befahrenen Straßen. Beim Abstecher nach Annenwalde ist ein Stück Sandweg zu bewältigen. Benutzt wird von Templin aus der Uckermärkische Radrundweg

Vom Bahnhof Templin aus geht es durch die Altstadt mit ihrer mittelalterlichen Wehranlage über den Markt und an der Stadtschleuse vorbei. Dort trifft man auf den gekennzeichneten Uckermärkischen Radrundweg, dem man, abgesehen von dem Abstecher nach Annenwalde, bis Alt-Placht folgt. Zunächst durch Felder, dann durch den Wald erreicht man Gandenitz. Die einfach ausgestattete Feldsteinkirche Peter und Paul aus dem 13. Jahrhundert liegt malerisch auf dem historischen Dorfanger. Erwähnenswert ist die Glocke aus dem Jahr 1567, die die Gandenitzer nicht nur zum Gottesdienst ruft, sondern in der Vergangenheit auch den Tagesablauf der Bevölkerung regelte. Eine weitere Besonderheit ist die spätgotische Holzbalkenkonstruktion des Dachstuhls. Sofern die Kirche nicht offen ist, befindet sich ein Hinweis auf den Schlüssel an der Kirchentür. Wie viele Dorfkirchen war auch diese Kirche stark sanierungsbedürftig. Mehrfach hat sich der Förderkreis Alte Kirchen mit der Kirche befasst: "Das kleine Gotteshaus erzählt von dem steten Bemühen der Gandenitzer, die sich schon zu DDR-Zeiten mit den damals bescheidenen Möglichkeiten um den Erhalt der Kirche verdient gemacht hatten, bis im Jahr 2001 mit gründlichen Sanierungsarbeiten begonnen werden konnte. Die Kirchengemeinde und der 2000 gegründete Freundeskreis sammelten gemeinsam Spenden, auch der FAK leistete einen Beitrag zur Anschubfinanzierung." (Mitteilungsblatt November 2005)

Schon bald nach Gandenitz sieht man die ersten Hinweise auf die ehemalige Gutskirche Alt-Placht (unser Foto). Vorbei an zwei Förstereien erreicht man schließlich das "Kirchlein im Grünen", das 1993 restauriert wurde. In der Kirche zeigen Fotos, dass die Kirche aus dem 17. Jahrhundert im letzten Moment vor dem Verfall gerettet und in liebevoller Kleinarbeit zu einem Schmuckstück gemacht wurde, obwohl damals ein Gutachten empfohlen hatte, diesen "Schandfleck" zu beseitigen.

Charakteristisch für die Gutskapelle sind das Fachwerk mit seinen dicht gestellten Stielen und die geputzten Wandfelder. Das Kirchlein wird umgeben von alten Linden, es ist täglich von Sonnenaufgang bis -untergang offen. Weitere Auskünfte können bei Pfarrer Kasner, Tel.: 03987 54094, eingeholt werden.

Jetzt ist der lohnenswerte Abstecher nach Annenwalde mit seiner historischen Dorfkirche, dem schönen Dorfkern, der Schauglashütte mit Galerie für Glaskunst, dem Gestüt und dem Biberaussichtsturm in Angriff zu nehmen. Dazu verlassen wir den Uckermärkischen Radrundweg. Ein Blick in die Karte hilft, unnötige Wege zu vermeiden. Folgt man dem Wegweiser am Kirchlein, so hat man teilweise eine unbefestigte Straße zu fahren. Besser ist es, zum Uckermärkischen Radrundweg zurückzukehren und nach ca. 2 km dem Wegweiser nach Annenwalde zu folgen. Dominierendes Bauwerk dort ist die Kirche, die nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel und dem Bauinspektor Hermann errichtet wurde. Schinkel hatte den Auftrag, Pläne für eine so genannte "Normalkirche" zu entwickeln, die dann für weitere Neubauten als Muster dienen sollte. In einem Informationsblatt wird die Kirche als schlichter, turmloser Putzbau mit Satteldach mit guten Proportionen bei streng klassizistischer Formgebung und mit einem durch Emporeneinbauten dreischiffig gegliederten Inneren mit einem hölzernen Tonnengewölbe beschrieben. Die Kirche ist von Mai bis September täglich von 9 - 18 Uhr geöffnet.

Von Annenwalde geht es wieder auf den Uckermärkischen Radweg, der uns zurück nach Templin führt.

Text und Foto: Helmut Hoffmann

Kompass Bike & Rail: Mit Rad und Bahn von Berlin durch Brandenburg; Tour 1.3; Rad-, Wander- und Freizeitkarte Uckermark vom VBB

 

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WULFERSDORF (Oder-Spree)

Malerei aus der Zeit des Barock in einzigartiger Fülle

 Wulfersdorf

Das kleine Straßendorf Wulfersdorf, 1448 erstmals urkundlich erwähnt, zählt heute gerade mal 97 Einwohner. Klein und schlicht wirkt auch das Kirchlein (erste Erwähnung 1495), das auf einem Hang über dem historischen Dorfkern thront (Dorfkirche des Monats April 2009). Der spätmittelalterliche Feldsteinbau ist verputzt, im Westen sitzt ein holzverkleideter Dachturm auf dem Satteldach; zwei spitzbogige Eingänge an Nord- und Südseite, eine bauzeitliche Dreifenstergruppe in der Ostwand, zwei größere Fenster (1670 ?) an den Längsseiten des Saalbaus sowie ein kleines ovales Fenster im Westen vervollständigen das Bild.

Wulfersdorf - Orgel   Wulfersdorf - Kanzel  
 Großbildansicht  Großbildansicht

Die große Überraschung beginnt hinter den beiden schmalen Türen. Das Kircheninnere bietet dem Besucher einen atemberaubenden Anblick. Die gesamte hölzerne Innenausstattung – Gestühl, Kanzelaltar, Taufbecken, Orgelempore, Balkendecke, Säulen und Innentüren – schmückt eine einheitliche ornamentale Bemalung aus der Zeit des Barock. Die sehr hellen Farbtöne von Grau über Grün bis Hellrot verleihen dem Innenraum ein festliches, heiteres Gepräge. An den in schlichtem Weiß gehaltenen Wänden finden sich statt anderer Bildwerke Bibelzitate, Gedenktafeln und Totenkronenbretter, einige davon eingefasst von ornamentalem Rankenwerk.

Dieser wunderschöne Anblick kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Kirche heute in einem beklagenswerten Zustand befindet. Ein holztechnischer Untersuchungsbericht aus dem Jahr 2003 kommt zu dem alarmierenden Ergebnis, dass umfangreiche Sanierungsmassnahmen an Dachstuhl und Turm dringend erforderlich sind, da viele Schadenserreger Gebälk und Mauerwerk befallen haben. Durch undichte Stellen im Dach und an der Gaube konnte auch Wasser eindringen und erhebliche Schäden an der Bemalung, den hölzernen Deckenteilen und an der Orgel anrichten.

Die Kosten für die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Rettung der Kirche belaufen sich laut Gutachten aus dem Jahr 2003 auf 150.000 €. Es ist zu befürchten, dass sich dieser Betrag noch erhöhen wird.

Deshalb gründeten 17 Wulfersdorfer Bürger im vergangenen Februar einen Förderverein mit dem Ziel, die Sanierung der Dorfkirche in Gang zu bringen, dabei tatkräftige Hilfe zu leisten und dazu beizutragen, die Kirche wieder zu einem lebendigen Mittelpunkt ihres Dorfes zu machen.

Inzwischen haben einige Aktionen und Veranstaltungen das Anliegen des Vereins weit über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt gemacht, und weitere 13 Mitglieder konnten hinzugewonnen werden.

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg erkor das Wulfersdorfer Gotteshaus zur "Dorfkirche des Monats April 2009", es gehört nun auch in den Kreis der "Offenen Kirchen" und kann jederzeit besichtigt werden.

Ein ganz bescheidener Anfang ist also gemacht.

Für die kommenden Monate plant der Wulfersdorfer Förderverein wieder viele Veranstaltungen, die einerseits die Wulfersdorfer Bürger einbinden und andererseits auswärtige Besucher auf dieses Kleinod aufmerksam machen sollen.

Wenn es auch fast unmöglich erscheint – die Mitglieder des Vereins sind zuversichtlich, dass eines Tages das Kirchlein im alten Glanz dasteht und alle Wulfersdorfer Bürger voller Stolz auf ihr Schmuckstück sind.

Text und Fotos: Ingeborg Schick, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Dorfkirche Wulfersdorf

 

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HALBE (Dahme-Spree)

Eine Kirche wird Denkmal

Halbe – ein Ortsname, der einen frösteln lässt. Für immer wird er mit der letzten Kesselschlacht des Zweiten Weltkrieges verbunden bleiben. Tausende Soldaten und die mit ihnen eingekesselten Flüchtlinge starben, und noch immer werden Überreste im Wald geborgen. Gerade erst am 31. Juli fand wieder eine feierliche Beisetzung von aufgefundenen Gebeinen statt. In der Kirche von Halbe erinnert eine schlichte und würdige Gedenkstätte an die Kriegsereignisse und die vielen tausend Opfer.

Auch die Kirche selbst hatte damals große Schäden erlitten. Wie ein Menetekel erscheint es da, dass die Kirche im ersten Kriegsjahr 1914 geweiht worden war und im letzten Kriegsjahr 1945 beinahe untergegangen ist. 1953 konnte die Kirche erneut geweiht werden, allerdings mit verkürztem Turm.

Seitdem ist nicht mehr viel geschehen. Das Innere zeigt eine Holztonnendecke mit einigen alten Wasserflecken, eine umlaufende Empore mit leicht verstimmter Orgel, einen einfachen Kanzelaltar, unter den Emporen gut erhaltene kleine farbige Bleiglasfenster und eben die Gedenknische. Das Äußere ist dagegen zu einer Gefahr geworden: Netze umspannen den Kirchturm, um herabfallende Putzstücke aufzufangen, so dass der Eintretende bei seinem Gang stets scheu nach oben blickt. Keine Visitenkarte für das Dorf – finden die Mitglieder des 2008 gegründeten Fördervereins Dankeskirche Halbe e.V.

Mittlerweile hat der Verein 15 rührige Mitglieder, die mit Veranstaltungen vom Kindertheater bis zu Konzerten und Kaffeetafeln Leben in Dorf und Kirche bringen. Aber eines fehlte noch: Die Kirche stand bisher nicht unter Denkmalschutz. So konnten auch ab und zu Diskussionen über Nutzungsänderungen, Umbau oder gar Abriss entflammen. Der um den Erhalt und eine würdige Nutzung bemühte Verein wurde nicht als gemeinnützig anerkannt, da seine Zielsetzung kein offizielles Kulturgut betraf. Das wiederum wirkte sich negativ auf die Möglichkeit aus, Spenden einzusammeln oder Fördermittel einzuwerben.

Nach langen Bemühungen konnte nun im Mai der endlich zuerkannte Denkmalstatus auch offiziell am Gebäude dokumentiert werden: Vereinsvorsitzender Eckart Köthe überreichte dem Gründungsmitglied Manfred Bruse die Denkmalplakette, der sie unter dem Beifall des Dorfes an der Kirche befestigte. Anschließend feierte man unter dem Netz die neue Bedeutung des Halber Dorfzentrums, Vertreter von Kommune und Landkreis gaben sich die Ehre. Glückwunsch für Halbe: Das Netz wird wohl bald der Vergangenheit angehören…

Hans Krag

 

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PETERSHAGEN (Märkisch-Oderland)

Unter einer neuen Wetterfahne läuten wieder die alten Glocken

Die golden glänzende Wetterfahne auf dem Turm der Petershagener Dorfkirche trägt die Jahreszahl 2009. Aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Feldsteinkirche schon im 13. Jahrhundert erbaut wurde und die beiden Glocken im Turm aus dem 15. Jahrhundert stammen. Dass diese Glocken nun nach zehn Jahren erstmals wieder ihre Stimmen weit ins Land hinein erschallen lassen konnten, hat mit dem Abschluss der Turmsanierung zu tun und erklärt die Jahreszahl in der neuen Wetterfahne.

Die Petershagener Dorfkirche hatte die letzten schweren Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges vor den Toren Berlins fast ohne jeden Schaden überstanden, auch die barocke Ausstattung blieb erhalten. Vor zehn Jahren war das Dach saniert worden, am Turm aber zeigten sich zunehmend Bauschäden. Er geriet in bedenkliche Schieflage, die Glocken durften nicht mehr geläutet werden. Heute krönt ihn nun wieder seine achteckige Haube mit neuer glänzender Turmzier.

Anteil an diesem schönen Erfolg haben viele – durch Spenden, Förderung und Zuwendungen. An der Finanzierung von rund 140.000 Euro beteiligten sich neben der Kirchengemeinde, dem örtlichen Förderverein, dem Kirchenkreis und der Landeskirche auch der Landkreis und die Kommune, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Sparkasse.

Nach Abschluss dieses ersten Bauabschnitts und dem festlichen Dankgottesdienst mit vielen Gästen aber steht für die Petershagener fest, dass sie auch künftig die Hände nicht in den Schoß legen können. Neue Schall-Luken sind nötig und ein elektrisches Läutewerk soll einmal das anstrengende Läuten per Hand hoch oben auf dem Kirchturm ersetzen. Reparaturbedarf gibt es zudem am unteren Teil des Turmes und am Kirchenschiff. Und schließlich muss demnächst auch die Orgel gründlich überholt werden. Bleibt zu wünschen, dass die Petershagener auch diese nächsten Aufgaben meistern.

Eva Gonda

 

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Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen informiert

Die ersten Zinsen flossen – doch unser Ziel bleibt ein höherer Grundstock

Bemerkenswerte Ereignisse in unserer Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen sind aus den ersten Monaten dieses Jahres nicht zu berichten. Zum 1. Januar belief sich unser Grundstockvermögen auf genau 101.060,10 Euro. Inzwischen sind uns zwar weitere 5.040 Euro dazu gespendet worden. Ob wir allerdings das kühn formulierte Ziel, in diesem Jahr die Marke von 125.000 Euro zu erreichen, realisieren können, ist eher fraglich.

Immerhin: An Zinsen aus dem vergangenen Jahr sind uns bereits 2.534,24 Euro gutgeschrieben worden. Sie werden – wie berichtet – in diesem Jahr der weiteren Sicherung der Kirchenruine in Hirschfelde im Landkreis Barnim zufließen. Das Planungsbüro ALV bereitet derzeit die dort in Aussicht genommenen Arbeiten und die Vergabe entsprechender Aufträge vor.

Damit erweist sich bereits heute: Die Stiftung Brandenburgische Kirchen rechnet sich. Die meisten unserer knapp vierzig Zustifter haben uns im vergangenen Jahr Beträge zwischen 500 und 1000 Euro zur Verfügung gestellt. Dafür an dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Dank. Schon jetzt kann jeder von ihnen sicher sein, dass die Stiftung künftig Jahr um Jahr ein Mehrfaches des Geldes, das er/sie einmalig stiften konnte, zur Erhaltung brandenburgischer Dorfkirchen einsetzen wird.

Dieser Effekt ließe sich durch weitere Zustiftungen durchaus noch verbessern. Prüfen Sie doch einmal, ob es Ihnen nicht möglich wäre, durch eine einmalige Zustiftung (nicht Spende!) unsere Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen auf Dauer noch kräftiger zu machen.

Eventuelle Fragen dazu beantworten wir – Arnulf Kraft und Dr. Hans Krag (siehe Impressum) – sehr gern.

Arnulf Kraft

Die vollständige Bezeichnung unserer Stiftung lautet: Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V. in der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland

 

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Die Krise und der Kleinmut

Vor einigen Wochen erschien in der Märkischen Oderzeitung ein Artikel mit dem alarmierenden Titel "Finanzkrise trifft Denkmale". Ausführlich wird darüber berichtet, dass von der Kirchengemeinde Passow (Uckermark) bei mehreren Stiftungen (und auch beim Förderkreis Alte Kirchen) beantragte Fördermittel nicht bewilligt wurden. Und da es dafür eine Erklärung geben muss, heißt es in dem Beitrag: "Ausgerechnet mitten in die Sanierung hinein platzt die weltweite Finanzkrise."

Nun muss man wissen, dass es im vergangenen Jahr möglich war, den barocken Turmaufsatz der Dorfkirche von Passow aufwändig zu sanieren. An der Finanzierung beteiligt hatten sich damals u. a. auch der Förderkreis Alte Kirchen und die Stiftung KiBa. Der Löwenanteil kam aus Mitteln des Landes Brandenburg im Rahmen des Staatskirchenvertrages und aus kirchlichen Eigenmitteln. Ebenfalls mit Hilfe von Landesmitteln wird es im laufenden Jahr 2009 möglich sein, Mauerkronen, Dachkonstruktion und Dachdeckung des Kirchenschiffes instand zu setzen. Die Kosten dafür belaufen sich auf immerhin 200.000 Euro.

Wo also liegt das Problem? Die Kirchengemeinde in Passow hatte geplant, auch das Dach des Sakristeianbaus zu erneuern sowie den Innenraum zu restaurieren. "Arbeiten am Altar und an der Orgel sind vorerst gestoppt. Sie müssen warten, bis man wieder Geld gesammelt hat."

Was, bitte sehr, ist daran so schlimm? Innerhalb von nur zwei Jahren war es möglich, die komplette Außenhaut einer noch vor kurzem völlig maroden Kirche zu sanieren. Und jetzt herrscht in der Gemeinde Enttäuschung darüber, dass es nicht möglich ist, nebenbei noch den kompletten Innenraum hübsch zu machen?

Auch in Zeiten der Finanzkrise sind noch an erstaunlich vielen brandenburgischen Dorfkirchen Reparatur- und Restaurierungsarbeiten möglich. Darauf können alle, die daran beteiligt sind, mit Recht stolz sein.

Als vor zwanzig Jahren die DDR unterging, hinterließ sie uns auch Hunderte von Kirchenbauten, die akut vom Einsturz bedroht waren. Bei allen Anstrengungen, die auch in Zukunft noch nötig sind, um den kirchlichen Denkmalbestand im ländlichen Brandenburg möglichst flächendeckend zu bewahren, sollten wir es uns ab und zu gönnen, innezuhalten und dankbar auf das Erreichte zurück zu schauen.

Der Förderkreis Alte Kirchen wird auch in Zukunft nach seinen Möglichkeiten Finanzmittel für Kirchensanierungen zur Verfügung stellen; und er wird auch künftig – wie jede andere Stiftung oder Institution im Bereich Denkmalpflege – den einen oder anderen Antrag ablehnen müssen. Insgesamt sind wir, trotz "Finanzkrise" gemeinsam auf einem guten Weg.

Robert Hacker

 

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In dankbarem und ehrendem Andenken

Dr. Lieselott Enders

kam im Alter von 82 Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Die Regionalhistorikerin, geboren 1927 in Elbing, aufgewachsen dort und in Berlin, hatte nach dem Studium in Halle ihr Leben der brandenburgischen Landesgeschichte und deren archivalischer Überlieferung gewidmet. Jahrzehntelang war sie wissenschaftliche Archivarin im Brandenburgischen Landeshauptarchiv (zeitweise Staatsarchiv Potsdam). Ohne Zweifel gehörte sie zu den bedeutendsten Archivarspersönlichkeiten dieses Hauses und ist überdies in der Landesgeschichte in den letzten Jahren oft und nicht zu Unrecht als Nestorin der brandenburgischen Landesgeschichtsforschung bezeichnet worden.

Neben ihren archivarischen Leistungen ist Lieselott Enders auch eine Reihe bedeutender Publikationen zu verdanken, so ein großer Teil der Bände des "Historischen Ortslexikons für Brandenburg" und ihre große "Trilogie" von Darstellungen brandenburgischer Einzellandschaften, nämlich die voluminösen, quellennahen Geschichten der Uckermark, der Prignitz und Altmark.

Magdalene Reka

langjähriges Vorstandsmitglied des Förderkreises Alte Kirchen (Marburg/Lahn), verstarb im Alter von 83 Jahren in Osnabrück. In schwierigen Zeiten war sie eine tragende Kraft des Marburger Förderkreises. Sie setzte sich entschieden für die Entwicklung von Kirchen-Förderkreisen im Osten Deutschlands ein. So war sie an Gesprächen mit Kanzleramtsminister Friedrich Bohl über eine erste Finanzierung und Sachausstattung dieser Förderkreise einschließlich FAK Berlin-Brandenburg maßgeblich beteiligt. Engagiert unterstützte sie auch die Bemühungen des Marburger Kreises um die Rückkehr der in Russland gelagerten mittelalterlichen Fenster der Marienkirche Frankfurt (Oder).

Magdalene Reka stammte aus Hamburg, kam am Kriegsende in den damaligen Landkreis Biedenkopf, wurde Journalistin und später langjährige Leiterin der Volkshochschule Biedenkopf. Sie war 1984 an der Gründung des vom Marburger Förderkreis initiierten europäischen Verbandes für den ländlichen Raum ECOVAST beteiligt und langjähriges Mitglied dieses Verbandes.

 

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Aus der Arbeit des Förderkreises

Änderung im Vorstand

Am 17. Juni ist Wolf-Dietrich Meyer-Rath auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand des Förderkreises ausgeschieden, wo er u. a. Kulturprojekte organisiert und betreut hat. Grund waren Differenzen wegen eines geplanten Projektes zur Förderung von Kompetenzentwicklung in Kunst und Kultur, das nach Ansicht der Mehrheit der Vorstandsmitglieder von seiner Größenordnung her den Förderkreis überfordern und von seiner Zielsetzung her über den von der Satzung gesetzten Rahmen für die Tätigkeit des Förderkreises hinausgehen würde.

Der Vorstand dankte Wolf-Dietrich Meyer-Rath für seine engagierte und kreative Arbeit, die dem Verein aber nicht ganz fehlen wird. Er wird seine Tätigkeit als Verantwortlicher für das Projekt "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen" und als Regionalbetreuer des FAK in der Prignitz fortsetzen.

Neuer Beitragssatz ab 2010

Antworten auf Fragen zur künftigen Abrechnung

Wir erhalten die Beiträge unserer Mitglieder auf dreierlei Weise:

  1. Sie überweisen uns den Beitrag durch Ihre Bank – hier setzen Sie einfach in den Überweisungsträger den neuen Betrag von 50,- € ein. Sonst ändert sich nichts.
  2. Sie haben uns eine Abbuchungsermächtigung für Ihr Konto erteilt – hier ziehen wir den neuen Beitrag ein; Sie brauchen nichts zu tun. Sollten Sie eine Änderung dieses Verfahrens wünschen, teilen Sie uns dies bitte möglichst bald mit.
  3. Sie haben Ihrer Bank einen Dauerauftrag zur Überweisung erteilt – hier müssen Sie Ihrer Bank den neuen Überweisungsbetrag von 50,- € schriftlich mitteilen. Bitte tun Sie das bis spätestens Ende November 2009, damit die Bank genügend Vorlaufzeit für die Neueinrichtung ihres Dauerauftrages hat. – Danke.

 

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KURZ NOTIERT

Luxemburg entdeckt Brandenburgs Dorfkirchen

Den brandenburgischen Dorfkirchen, ihrer Schönheit und ihren Problemen widmete im Juli das "Luxemburger Wort", die führende Tageszeitung in Luxemburg, einen umfangreichen Beitrag, mit dem auf diese "Blumen im Verborgenen" aufmerksam gemacht und zu ihrem Besuch angeregt wird.

Ausdrücklich gewürdigt wird in dem Blatt auch die Arbeit des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Der Verein setze sich besonders energisch und öffentlichkeitswirksam für die Erhaltung, Instandsetzung und Nutzung der Kirchenbauten ein und sei "ein wichtiger Ansprechpartner und Berater für die örtlichen Kirchenfördervereine".

HEINSDORF (Teltow-Fläming): Aus dem Schutt gegraben

Alljährlich werden bedeutende Leistungen in der Denkmalpflege mit dem Berliner Denkmalpreis geehrt. Für das Jahr 2008 wurde er der Archäologischen Gesellschaft und der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin und Brandenburg zugesprochen. Beide Verbände erhielten die undotierte "Ferdinand-von-Quast-Medaille" für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement in der Region zugunsten der Denkmalpflege.

Die kirchliche Friedhofsstiftung setzt sich in besonderer Weise für den Erhalt von Friedhöfen in Brandenburg und Berlin ein. Sie bietet beispielsweise Grabpatenschaften an und organisiert Sammlungen für die Restaurierung von wertvollen historischen Grabmälern.

Den Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg verbindet mit der Stiftung Historische Kirchhöfe eine langjährige gute Zusammenarbeit. Wir gratulieren herzlich zu der Auszeichnung.

KÖNIGSBERG (Ostprignitz-Ruppin): Fördermittel vom Land

40.000 Euro stellt das Land Brandenburg für die Restaurierung der Königsberger Feldsteinkirche zur Verfügung. Sie gilt als eine der größten spätmittelalterlichen Kirchen der Prignitz und verfügt über eine geschlossene Renaissanceausstattung. Der Altar stammt aus dem Jahr 1631 und umfasst vier übereinander befindliche Gemälde.

2004 war die Kirche wegen statischer Probleme bauaufsichtlich gesperrt worden. An der Notsicherung hatte sich auch der Förderkreis Alte Kirchen finanziell beteiligt.

BAD WILSNACK (Prignitz): "Gott kann nichts dafür"

Der Förderverein der Wunderblutkirche St. Nikolai Bad Wilsnack lädt zu einer Ausstellung politischer Karikaturen ein: "Gott kann nichts dafür!" – Unter diesen mehrdeutigen Titel hat Prof. Koos van Weringh eine Auswahl von 80 Karikaturen zum Thema "Kirche und Politik" gestellt.

Koos van Weringh gilt als führender Sammler politischer Karikaturen in Europa und hat aus seinem Fundus 80 Werke von der Reformationszeit bis in die Gegenwart ausgewählt. Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober montags bis samstags von 10.00 bis 18.00 Uhr, sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Komplett saniert wurden die Außenmauern der Dorfkirche Glöwen (Prignitz). Die Gemeinde feierte den Abschluss der zweijährigen Baumaßnahmen mit einem Dankgottesdienst. Der Förderkreis Alte Kirchen hatte sich mit 3.000 Euro an der Finanzierung beteiligt.

Richtfest gab es in Ruhlsdorf (Märkisch Oderland). Seit 2004 setzt sich auch der FAK für die Instandsetzung der Kirche ein und stellte Fördermittel für die umfangreichen Baumaßnahmen zur Verfügung.

Finanziell unterstützt der FAK die gegenwärtigen Baumaßnahmen an der Kirche von Dahmsdorf (Oder-Spree) mit 3.000 €. Es geht um die Rekonstruktion des Dachtragwerkes und der Fassade sowie die Sicherung des historischen Putzes. 2006 gehörte der Förderverein Dahmsdorf zu den Preisträgern des vom FAK ausgeschriebenen "Startkapitals".

 

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BRIEFE AN DEN FÖRDERKREIS

Unser Jahresheft "Offene Kirchen" 2009 unter die Lupe genommen

Eine Vielzahl von Zuschriften erreichte uns zu unserem Heft "Offene Kirchen" 2009, das sich mit einer neugestalteten Titelseite in modernerem Outfit präsentierte. Hier Auszüge:

Zu meiner großen Freude habe ich den Artikel "Das Wunder von Ogrosen" entdeckt, das noch zu DDR-Zeiten zu dem von der Gemeinde Dorp betreuten Sprengel gehörte. Unser alter Pfarrer hat uns oft von Ogrosen erzählt. Ich habe den Artikel gescannt und an Gemeindeglieder versandt, deren Interesse ich voraussetzen kann. Darüber hinaus staune ich, welch kulturhistorisches Potential mit den alten Kirchen Brandenburgs noch vorhanden ist.

Horst Sassin, Solingen

Es ist ein sehr gut gestaltetes, anspruchsvolles Heft, professionell und interessant gemacht. Sehr gut finde ich die Mischung zwischen den Beiträgen von Experten (unter anderen Frau Jeitner) und denen zu den "Machern" vor Ort (zum Beispiel die Kirchenälteste Frau Schnell). Ohne Zweifel: Durch Ihr Heft wachsen einem die Kirchen (wieder) etwas mehr ans Herz.

Ute Postler, Niederfinow

Wie jedes Jahr ist es für mich eine spannende Lektüre. Nach und nach lese ich jeden Artikel genau, unterstreiche mir die wichtigsten Passagen und lasse mich dadurch zu Ausflügen anregen, an denen Freunde immer gern teilnehmen. Auch das neue Outfit gefällt mir, wobei ich an dem bisherigen nie etwas zu verbessern fand.

Angelika v. Magnus, Berlin

Es ist wirklich faszinierend, was Sie da alles auf die Beine stellen. Wir werden in absehbarer Zeit eine Rundreise durch Ihre offenen Kirchen machen. Die Aufmachung und das Layout Ihres neuen Heftes finde ich recht gut. Deutlich wird für den Leser der allgemeine Textteil vom Informationsteil über die Kirchen farbig unterschieden. Die doch erhebliche Anreicherung beider Teile mit Abbildungen steigert die Motivation, sich bald auf den Weg zu diesen Kostbarkeiten zu machen. Auch die vielen Hinweise auf die liturgischen Aktivitäten in den Kirchen sind in unserer säkularen Welt von unschätzbarem Wert. – Die Evangelische Landeskirche macht ja gute Missionsprojekte in Ihrer Region, Sie unterstützen sich da gegenseitig ganz vorzüglich.

Dr. Christel Darmstadt, Bochum

Meinen aufrichtigen Dank für Ihre informative und lobenswerte Arbeit. Sie hat uns in den letzten Jahren viele Anregungen gegeben. Hervorheben möchte ich die Berichte über die Gutskapelle in Reuden und über die Kirche in Neu-Horno.

Heinz-Dieter Tempel, Hoyerswerda

Das aktuelle Heft "Offene Kirchen" wird bald – wie seine Vorgänger – im Handschuhfach unseres Autos liegen, um uns bei unseren Touren durchs "Ländchen" nützliche Dienste leisten zu können.

Ulla und Josef Billig, Berlin

Wir wären dankbar, wenn im nächsten Jahr im Teil "Offene Kirchen" Lübnitz mit aufgeführt würde. Für die nächste Ausgabe wäre auch ein interessanter Beitrag über Lübnitz zu empfehlen. Hier befindet sich eine der ältesten Dorfkirchen der Mark Brandenburg.

Christian Bonte-Friedheim, Dachsberg

Dankbar sind wir auch für die kritischen Worte und hilfreichen Hinweise. So wurden Tipps für weitere lohnenswerte Themen wie auch zur Gestaltung des Heftes gegeben. Aufmerksame Leser machten uns auf falsche Schreibweise einiger Orte und unkorrekte Zuordnungen zu den Landkreisen aufmerksam. Das wollen in der nächsten Ausgabe besser machen.

Die Redaktion

Da weiß man, wofür man spendet

Wir bekommen – ohne FAK-Mitglied zu sein – regelmäßig das Mitteilungsblatt des Fördervereines und auch das Heft "Offene Kirchen". Beides schätzen wir sehr.

Der Förderkreis hat einen großen Vorteil: das Fördergebiet ist überschaubar. Viele Kirchen, für die zu Spenden aufgerufen wird, haben wir schon gesehen oder können wir uns ansehen. Das schafft Verbundenheit zur Arbeit des FAK.

Und auf große Werbegeschenke oder Werbeaktionen mit irgendwelchen nützlichen oder unnützen Beigaben (die ja auch Geld verschlingen würden) wird verzichtet. Auch das schafft Vertrauen hinsichtlich der Verwendung der Spendengelder. Und man kann sich vieles ansehen, wofür zu Spenden aufgerufen wurde (Küstrinchen, Strehlow etc.). Daran erfreut man sich dann auch.

Ich verzichte meist, für eine bestimmte Kirche zu spenden. Dann wüsste ich zwar, wofür ich spende – doch es schränkt die Arbeit des Vorstandes ein. Der Vorstand muss nach eigenen Überlegungen entscheiden können (so hätte ich für Küstrinchen zum Beispiel nie gespendet) und braucht schließlich auch dafür Geld, das nicht gebunden ist.

So werde ich (werden wir) auch künftig regelmäßig mit einer kleinen Spende an die vielen Dorfkirchen in Brandenburg denken. Und manchmal erfreuen wir uns bei unseren Fahrradtouren durch Brandenburg am Anblick vieler schön anzusehender, manche eben auch mit unserer Hilfe wieder ansehnlicher Dorfkirchen.

Alexander Kraemer, Berlin

 

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BÜCHERSEITE

Der Teufel in Guben

Seit dem Jahr 2000 widmet sich der von Andreas Peter ins Leben gerufene Niederlausitzer Verlag in Guben der Geschichte der Region beiderseits der Oder. Erschienen sind zum Beispiel Reprints von wichtigen Geschichtsdarstellungen. Die Originale sind inzwischen vergriffen und nur noch in wenigen Fachbibliotheken zu finden. Dabei ist der Band "Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafthum Nieder-Lausitz" von W. Riehl und J. Scheu von 1861 (725 Seiten, Reprint, 39,95 €) als Standardwerk zu bezeichnen.

Darüber hinaus erschienen 2008 umfangreiche historische Darstellungen zur Stadt Guben (1925), zu den Herrschaften Sorau und Triebel (1826), zur Stadt und Standesherrschaft Forst (1846) sowie zu Alt-Lieberose (1904) in Nachdrucken.

Andreas Peter gebührt auch das Verdienst, kürzlich einen historischen Roman von Gustav Mix, langjähriger Pfarrer an der Gubener Klosterkirche, aus der ungerechtfertigten Versenkung geholt zu haben. Die Handlung des Romans, der in den 20er-Jahren auch als Theaterfassung im Gubener Stadttheater Erfolg hatte, spielt im Guben der beginnenden Reformationszeit und greift historisch verbürgte Tatsachen und handelnde Personen auf. Hauptakteur ist der Magister Leonhardt Reiff, Freund und Weggefährte Martin Luthers. Er war ab 1525 für mehrere Jahre als Prediger in Guben tätig. Geschildert werden humorvoll und mit farbigem lokalhistorischem Kolorit Ereignisse in der Neißestadt rund um das letzte Passionsspiel, das 1519 hier stattfand. Da die Luther-Dekade in Vorbereitung auf das 500. Jubiläum von Luthers Thesenanschlag im Jahre 2017 bereits begonnen hat, ist das Buch ein – noch dazu vergnüglich zu lesender – Beitrag zur lokalen Reformationsgeschichte in der Niederlausitz.

Gustav Mix: Der Teufel in Guben. Eine Erzählung aus der Reformationszeit.
Niederlausitzer Verlag 2009. ISBN 978-3-935881-64-7;
190 Seiten, 14,95 Euro

Restaurierung – eine Überzeugungsarbeit

Unter diesem Titel schildert eine Glosse des Restaurators Manfred Sturm-Larondelle in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Restaurator im Handwerk" die Widrigkeiten seines Berufsstandes. Das Blatt erscheint als Zeitschrift des Bundesverbandes "Restaurator im Handwerk e.V." und möchte eine Verbindung zwischen fundiertem kulturhistorischem Wissen und der handwerklichen Praxis schaffen. Noch immer schwelt ja der unsinnige Streit um die Konkurrenz zwischen akademischen Restauratoren und Restauratoren im Handwerk. Dabei können sie sich in der denkmalpflegerischen Praxis hervorragend ergänzen.

Seit wenigen Jahren wird in Deutschland zahlenmäßig mehr im Bestand saniert als neu gebaut. In der Ausbildung von Architekten und Bauingenieuren wird dem bis jetzt jedoch nur ungenügend Rechnung getragen. Um so mehr Bedeutung bekommt das Berufsbild des Restaurators im Handwerk, der oft genug dem Architekten geduldig erklären muss, was möglich ist und was nicht. Ebenfalls nicht spannungsfrei ist das Verhältnis zu den Unteren Denkmalschutzbehörden. In einer Zeit, in der in den zuständigen Denkmalämtern der Städte und Landkreise immer häufiger Verwaltungsjuristen und Betriebswirtschaftler sitzen, die das Bauen nur als organisatorische und finanztechnische Aufgabe sehen, ist es schwer, Qualität in der täglichen denkmalpflegerischen Praxis durchzusetzen.

Der Anspruch der Verbandszeitschrift, allgemein verständlich und praxisnah eine Allianz für den behutsamen Umgang mit Kulturgut zu schmieden, ist daher nur zu begrüßen. Die Konzeption und Koordination des Fachblattes liegt seit kurzem in den Händen von Rainer W. Leonhardt, der seit 1980 in Berlin einen Betrieb für antike Baumaterialien betreibt und dem FAK seit 1992 durch seine Mitgliedschaft verbunden ist.

Informationen zum "Bundesverband Res-taurator im Handwerk e.V." und zur Zeitschrift unter E-Mail: antike-baumateria-lien@rainer-w-leonhardt.de oder Tel.: 030 3421048

Besondere Kunstschätze in alten Kirchen

Luckauer Fotokalender 2010

Auch für das kommende Jahr hat der Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz e.V. einen ansprechenden Fotokalender vorbereitet. Diesmal zeigt er Kunstwerke aus Kirchen der Luckauer Niederlausitz, die biblische Geschichten illustrieren. Die Art der Darstellung und die Wahl des Materials sind vielfältig: Malereien in Glas und auf Holz, Reliefs in Sandstein, Schnitzereien aus Holz und eine in Messing getriebene Darstellung. Zwischen der frühesten und der jüngsten Arbeit liegen hier mindestens 400 Jahre. In den meisten Fällen sind es Werke von unbekannten, häufig regionalen Künstlern. Der Förderkreis will mit dem Erlös zur Erhaltung dieser einzigartigen Kunstwerke beitragen, denn die oft sehr kleinen Kirchengemeinden sind damit finanziell überfordert. Im Preis ist ein Spendenanteil enthalten, der den Gemeinden für Bau- und Restaurierungsmaßnahmen zugute kommt.

Der Fotokalender, erstmals im Format A 3, Preis 32,- €, kann bestellt werden bei:
Annegret Gehrmann, Kirchstraße 1, 15926 Langengrassau

Dokumentation zum Kirchbautag erschienen

Die Dokumentation zum 26. Evangelischen Kirchbautag mit dem Thema "transformationen. übergänge gestalten" in Dortmund ist als Sonderheft 1 der Zeitschrift "Kunst und Kirche" erschienen.

Bestellt werden kann das Heft beim Springer-Verlag, Sachsenplatz 4-6; A-1201 Wien, www.springer.at oder über jede Buchhandlung.
Preis: 11,40 € plus Versandkosten

 

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