Was uns bewegt - der Vorstand berichtet

Zukunft der Kirche - Zukunftsperspektiven für den FAK

Die Arbeit des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg findet an der Schnittstelle zwischen der verfassten Kirche und ihren Ortsgemeinden, in unserem Fall vornehmlich der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), der Landesdenkmalpflege, der Kulturpolitik des Landes Brandenburg, der Kommunalentwicklung und den organisierten Formen der Bürgerbeteiligung statt. Von daher ist es für unsere Entscheidungen im Vorstand von grundsätzlicher Bedeutung, dass wir zunächst auf die Strukturreform-Bewegung in der Evangelischen Kirche eingehen.

Uns liegen dazu umfangreiche Dokumentationen vor, die in diesem Jahr auf dem Zukunftskongress der Evangelischen Kirche in der Lutherstadt Wittenberg verabschiedet worden sind. Im Juli 2005 hatte bereits die Kirchenleitung der EKBO eine Perspektivkommission mit der Aufgabe eingesetzt, ein Bild der Kirche für die Zukunft zu entwickeln und Prioritäten kirchlichen Handelns bis zum Jahr 2020 zu entwerfen ("Salz der Erde", Perspektivprogramm der EKBO). Ziel ist es, sowohl die Struktur als auch die Arbeit der Kirche "zukunftsfähig" zu machen. Alle Überlegungen sollen dabei von folgenden Grundsätzen geleitet werden:

  1. Geistliche Profilierung statt undeutlicher Aktivität,
  2. Schwerpunktsetzung in neu zu bildenden Großgemeinden statt Vollständigkeit in allen Gemeinden,
  3. Beweglichkeit in den Formen des Gemeindelebens statt Klammern an Strukturen,
  4. Außenorientierung statt Selbstgenügsamkeit.

Beim bloßen Durchlesen der Dokumente ist uns eine Reihe von Überlegungen aufgefallen, die unsere Arbeit im FAK berühren werden:

Aus diesen Aussagen lassen sich für unsere Arbeit erste Schlüsse ziehen:

  1. Die bisherige Tätigkeit des FAK kann durchaus als zukunftsgerichtet bezeichnet werden. Wir haben die Initiative "Offene Kirchen" für das Land Brandenburg begründet und bereits seit 2000 erfolgreich praktiziert. Mit der Gründung von über 200 lokalen Fördervereinen haben wir einen landesweiten und viel beachteten Bürgersinn geweckt und eine große Zahl von Kirchenräumen mit ihrer "Ausstrahlungs- und Beheimatungskraft" erhalten können. Wir haben darüber hinaus mit dazu beigetragen, dass die Diskussion über die Zukunft der Kirchengebäude nun in vollem Gange ist, nicht nur in Brandenburg.
  2. Die Förderung einer noch intensiveren Nutzung der Dorfkirchen wird immer wichtiger, um die Gebäude überhaupt im Bewusstsein der Bevölkerung zu erhalten und um mehr Spendengelder, Stiftungskapital, Sponsoren- und Eigenbeiträge für die Erhaltung zu mobilisieren. Der FAK hat hierzu drei Programme ins Leben gerufen, die bislang bereits erhebliche Mittel mobilisiert haben bzw. noch mobilisieren werden. Dies sind die Programme "Theater in Kirchen", "Musikschulen öffnen Kirchen" und "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen". Letzteres wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.
  3. Wenn wir die von der EKBO genannte Perspektive aufnehmen, dass es bis zum Jahre 2020 nur noch etwa 50 Prozent althergebrachter klassischer Parochialgemeinden (Einheit von Pfarrstelle und überschaubarer Ortsgemeinde) geben und der andere Teil der Kirchenlandschaft sich zu "Schwerpunktgemeinden" oder "Netzwerkgemeinden" umwandeln wird, so hat das auch für den FAK beachtliche Konsequenzen. Die lokalen Fördervereine könnten in Zukunft auch im Verbund einer Schwerpunktgemeinde eingebunden sein. Diese könnte dann den "Bewah-rungsauftrag gefährdeter Kirchen" als besonderes Profil aufnehmen.

All diese Überlegungen sollten wir mit kritischem Blick weiter verfolgen. Sie werden uns in den nächsten Jahren mit Sicherheit beschäftigen, insbesondere dort, wo sich ganze Landstriche zu entleeren drohen. Jede/r von Ihnen kann dabei helfen, dass die eine oder andere Möglichkeit auf dem mühsamen Weg zur Rettung unserer schönen Dorfkirchen ergriffen wird - durch Ihre Mitgliedschaft, Ihre Spende oder tatkräftige Unterstützung.

Dr. Uwe Otzen

 
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Unser "Startkapital" als Mutmacher – hat es sich vor Ort ausgezahlt?

Seit Jahren vergibt der Förderkreis Alte Kirchen Startkapital an Kirchenfördervereine. Mit dieser Anschubfinanzierung konnte er vielfach zur Gründung örtlicher Fördervereine ermutigen und deren Arbeitsbeginn erleichtern. Willkommen waren auch Beratungen vor Ort und Kontakt-Vermittlungen.

Wir konnten uns jetzt bei zwei ehemaligen Gewinnern davon überzeugen, dass sich dieses Startkapital sehr wohl ausgezahlt hat.


Förderverein Altes Pfarrhaus Groß Döbbern (Spree-Neiße)

Rettung eines Dorf-Ensembles

Groß Döbbern 
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Zu den Preisträgern des "Startkapitals" im Jahr 2005 gehörte der Förderverein Altes Pfarrhaus Groß Döbbern. Zuvor hatte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg bereits die Erstellung eines Gutachtens finanziell unterstützt und die Gründung des Vereins intensiv begleitet.

Innerhalb des FAK gab es damals aber auch einige, die fragten: Sind nicht noch genügend Kirchen zu sanieren; warum sollten wir uns auch noch um leerstehende Pfarrhäuser kümmern?

Seit 2005 ist in Groß Döbbern viel passiert. Hier eine kurze Zwischenbilanz:

Im Zentrum von Groß Döbbern – einem Dorf nur 12 km südöstlich von Cottbus – trifft man heute im Bereich der Mittel- und Ringstraße Altertümliches an: Straßen mit Pflastersteinen befestigt, teils von einem wasserableitenden Graben begleitet, einen Löschteich und sandige Gehwege. Wie ein Dreigestirn bilden die Kirche, das ehemalige Schulgehöft und das alte Pfarrhaus das zentrale historische denkmalgeschützte Ensemble des Dorfes. Mit dem ehemaligen Friedhof ist das Kirchenareal nahezu vollständig von einer Feldsteinmauer umgeben. Solche Orte beschaulicher Ruhe wie in der Dorfmitte von Groß Döbbern sind selten geworden.

Das Pfarrhaus, ein massiver zweigeschossiger barocker Bau mit Krüppelwalmdach, wurde von August Heinrich Graf von Pückler, Großvater des bekannten Gartenbaukünstlers Hermann Fürst von Pückler, im Geburtsjahr seines Enkels 1785 erbaut. Unter den rund 140 denkmalgeschützten ländlichen Pfarrhäusern in Brandenburg ist es eines der ältesten und von der baulichen Gestalt eines der interessantesten. Ungewöhnlich ist die Gliederung in ein aus Feldstein ausgebildetes Souterrain auf Erdgeschosshöhe und ein darüber liegendes, aus Ziegeln aufgemauertes Hauptgeschoss.

Nach jahrelanger Nichtnutzung war bereits ein Kamin eingestürzt und hatte dabei Teile der Dachhaut durchschlagen. Das Gebäude drohte unerwartet einzustürzen.

In dieser Situation gründete sich 2005 im Dorf ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, das Haus vor seinem endgültigen Verfall zu bewahren und eine neue Nutzung zu finden. Der Verein war mutig genug, das Gebäude aus Kirchenbesitz in sein Eigentum zu übernehmen. Von Anbeginn an unterstützten das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege, die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises und der Förderkreis Alte Kirchen den jungen Verein intensiv. Das "Startkapital" war die erste größere Geldsumme in der Vereinskasse. Im Juli 2006 kam dann Brandenburgs Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka persönlich nach Groß Döbbern, um einen Fördermittelbescheid zu überreichen. Insgesamt 25.000 Euro standen für einen ersten Bausicherungsabschnitt zur Verfügung. Durch Spenden und weitere Fördermittel waren in diesem Jahr bauliche Maßnahmen möglich. Nachdem Decken im Erd- und Obergeschoss ausgesteift worden waren, konnte eine notwendige Bohlenebene auf diesen Ebenen hergestellt werden. Die partielle Reparatur der Dachkonstruktion, die Rettung des Westgiebels und eines Schornsteins sind erfolgt. Unter Mitarbeit freiwilliger Helfer wurden alle Dachsteine abgenommen und geborgen, im Anschluss die Dachkonstruktion abgesteift und ein Notdach aufgebracht. Zuletzt konnten bereits einige geschädigte Deckenbalken ausgetauscht werden.

Am Tag des offenen Denkmals 2007 war das Alte Pfarrhaus in Groß Döbbern erstmals wieder für Besucher geöffnet, die auch reichlich kamen. Der Verein stellte das Haus und seine Geschichte vor und erläuterte das künftige Nutzungskonzept als Begegnungshaus für die gesamte Dorfbevölkerung.

In den zwei Jahren seit der Vereinsgründung konnte mehr erreicht werden als ursprünglich erhofft. Das "Startkapital" am Beginn der Vereinsarbeit war eine gute Motivation und half, weitere Mittel einzuwerben.

Text und Foto: Andreas von Scheven


Förderverein Dorfkirche Mellnsdorf (Teltow-Fläming)

Ein Turm tauchte wieder auf

Dorfkirche Mellnsdorf - Vorher 
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Dorfkirche Mellnsdorf - Nachher
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Fotos: Bernd Janowski

Schon bei der Anreise per Bahn war etwas anders: Aus dem Zugfenster konnte der Besucher die Silhouette eines Kirchturms erkennen, die in den letzten Jahren fehlte.

Es war ein grauer, regnerischer Oktobertag; trotzdem hatte sich das ganze Dorf zum Richtfest an der Mellnsdorfer Kirche versammelt. Und das, obwohl unter freiem Himmel gefeiert wurde, da im Innenraum noch Gerüste stehen.

Als sich vor zwei Jahren in dem nur achtzig Einwohner zählenden Dorf mit Hilfe des FAK ein Förderverein gründete, glaubte wohl niemand an einen so schnellen Erfolg. Denn damals sah es eigentlich hoffnungslos aus: Nach einem kräftigen Herbststurm waren 2002 das Glockengeschoss und die Turmspitze wegen akuter Einsturzgefahr abgenommen und auf dem Kirchhof abgestellt worden. Die Dachflächen von Kirchenschiff, Chor und Apsis, immer wieder ausgebessert, erinnerten an einen Flickenteppich. Trübselig auch der Blick in den Innenraum – eine einfache Stützkonstruktion aus Kanthölzern und Brettern verhinderte den Einsturz der mit inzwischen abblätternden Medaillons bemalten Decke. Die abgebaute Orgel war im Nachbarort Blönsdorf eingelagert worden.

Seit Jahren hatte es Diskussionen mit der Kirchengemeinde und dem Kirchenkreis gegeben: Lohnt es sich überhaupt, in einem so winzigen Dorf viel Geld in die Sanierung eines Kirchengebäudes zu investieren? Doch die Mellnsdorfer ließen nicht locker, sie mahnten, forderten, sammelten Spenden und legten immer wieder auch selbst mit Hand an.

Belohnt wurde dieses Engagement unter anderem mit einem vom Förderkreis Alte Kirchen ausgeschriebenen "Startkapital 2006". Und schon im gleichen Jahr war es möglich, mit Mitteln der Kirchenprovinz Sachsen, des Förderkreises Alte Kirchen und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse den ersten Bauabschnitt zu verwirklichen. Die Dächer der Apsis und des Chores wurden saniert. Als auch noch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Förderer gewonnen worden war, konnten im folgenden Jahr die Arbeiten fortgeführt werden. Der Dachstuhl des Kirchenschiffes wurde instand gesetzt und eine neue Deckung aufgebracht, Turmaufsatz und die Bekrönung sind wiederhergestellt. Zuvor war man beim Öffnen der Turmkugel auf eine Schatulle mit interessanten Dokumenten gestoßen:

Pastor Scheele zählte am 5. Juni 1891 in einem Brief an die Nachwelt jedes Gehöft und dessen Besitzer auf. Mellnsdorf hatte damals 129 Einwohner, davon 30 Schulkinder, von denen die meisten täglich zu Fuß zur Schule ins fünf Kilometer entfernte Blönsdorf gingen. Heute gibt es hier gerade noch vier schulpflichtige Kinder...

Auch beim diesjährigen Richtfest wurden Zeitdokumente in der Kugel hinterlegt. Sie erzählen vom Bemühen der Mellnsdorfer, ihre Kirche im Dorf zu lassen. Von Anfang an ging es nicht nur darum, das Äußere wiederherzustellen; in die alten Mauern sollte auch wieder Leben einziehen. Und so gab es bereits auf der Baustelle Gottesdienste und Benefizveranstaltungen. Mehrfach war das renommierte "Theater 89" zu Gast mit musikalisch-literarischen Programmen im Flair des improvisierten Raums und brachte so manchen Euro in die Spendenkassen des Vereins. Doch nicht nur professionelle Künstler treten hier auf, auch die Kinder der Blönsdorfer Schule zeigen regelmäßig ihre künstlerischen Fähigkeiten und unterstützen so die Bemühungen um die endgültige Restaurierung des Kirchengebäudes.

Die Silhouette des Dorfes ist wieder hergestellt, doch noch gibt es viel zu tun, um die Kirche wieder zu dem Schmuckstück werden zu lassen, das sie einmal war.

In alten Kirchenbüchern ist nachzulesen, dass bereits 1583, als ein Giebel der Kirche einzustürzen drohte, die Gemeinde zu arm für eine Ausbesserung war. Auch heute noch kann die kleine Kirchengemeinde die große Aufgabe der Erhaltung ihres Ortsmittelpunktes nicht allein bewältigen. In ihrer sympathischen und mitreißenden Art haben sie sich jedoch viele Freunde geschaffen. Das Startkapital und die zusätzliche finanzielle Förderung in Höhe von 9.250 € durch den Förderkreis Alte Kirchen, der auch weiterhin seine Unterstützung anbietet, fielen also auf fruchtbaren Boden.

Bernd Janowski

 
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IN VORBEREITUNG:
Stiftung für brandenburgische Dorfkirchen

FAK plant ein neues Projekt von großer Nachhaltigkeit

Die Idee hatten wir schon lange: Wäre es nicht möglich, unsere jährliche Finanzplanung über die nur ungefähr einzuschätzenden Spenden unserer Mitglieder und Förderer hinaus durch besser planbare Einnahmen zu ergänzen, etwa durch die Zinsen aus einer Stiftung? Bislang kann der Vorstand bei Hilfsanträgen für gefährdete Kirchen oft nur darauf verweisen, dass uns vielleicht zum Jahresende noch einige Spenden erreichen, die wir dann weitergeben könnten. Mit dem Instrument einer Stiftung aber lässt sich schon zu Anfang jedes Jahres ungefähr absehen, wie viel Geld aus Zinserträgen wir für bestimmte Projekte bereitstellen könnten.

Und: Anders als nach den Richtlinien, die es selbst einem gemeinnützigen Verein kaum erlauben, für seine Projekte größere Rücklagen zu bilden, hat eine Stiftung damit keine Schwierigkeiten. Warum also könnte der Förderkreis seine Arbeit nicht gleichsam auf zwei Beine stellen: einerseits die seit Jahren bewährte Tätigkeit der Beratungen und der Einwerbung und Weitergabe von Spenden durch den Vorstand des Vereines, andererseits aber eine Stiftung, die dem Förderkreis möglichst bald eine längerfristige Absicherung seiner Arbeit ermöglicht? Bekanntlich darf ein Stiftungsvermögen zwar erhöht, aber niemals verringert werden. Wohl aber müssen die laufenden Erträge dem Stiftungszweck zufließen.

Gleichzeitig haben uns Fachleute gesagt, dass es in unserem Land immer mehr Menschen gibt, die ihr Geld lieber gemeinnützigen Stiftungen anvertrauen als es für kurzfristige Projekte zu spenden. Das mag auch damit zu tun haben, dass Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen steuerlich wesentlich besser behandelt werden als die üblichen Spenden. Vor allem aber mag die Vorstellung, noch über den eigenen Tod hinaus ein großes Projekt, in unserem Fall eine Stiftung zum dauernden Erhalt der brandenburgischen Dorfkirchen, mit auf den Weg gebracht zu haben, ein einladendes Motiv sein. Eine Stiftung ist "auf Ewigkeit" hin angelegt und tut noch Gutes, wenn die Gründer und Zustifter längst nicht mehr sind.

Unser Nachdenken über die Umsetzung unserer Stiftungs-Idee scheiterte bisher jedoch immer an einem Grundproblem: Eine Stiftung braucht zunächst einmal ein halbwegs ansehnliches Startkapital, um nennenswerte Zinserträge erwirtschaften und weitergeben zu können. Über ein derartiges Anfangsvermögen hat der Förderkreis aber bisher nie verfügt.

Gänzlich unerwartet ist uns im Laufe dieses Sommers nun eine richtig große Spende zugesagt und überwiesen worden: 50.000 Euro zur Rettung bedrohter Kirchen, zur freien Verfügung des Vorstands. Das war für uns Anlass genug, ernsthaft mit der Gründung einer eigenen Stiftung für brandenburgische Dorfkirchen zu beginnen. Wir werden sie voraussichtlich als sogenannte unselbständige Stiftung unter dem Dach der "Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland" (KiBa) in Hannover gründen. Dort hat man uns bereits Hilfestellung bei der laufenden Stiftungsarbeit zugesagt. Vor allem wird uns die KiBa viele Verwaltungsarbeit und -kosten abnehmen. Dadurch wird unsere Stiftung jedoch keinesfalls eine kirchlich oder anderweitig abhängige Institution – es geht hier nur um eine kostengünstige Lösung.

Noch ist der FAK-Vorstand damit befasst, den vorliegenden Satzungsentwurf für eine Stiftung zu prüfen und gegebenenfalls noch zu verbessern. Auch die Juristen der KiBa werden sich mit der Überprüfung des Vertrages befassen. Aber wir sind sehr optimistisch, schon bald alle Details klären und dann die Gründung einer Stiftung für brandenburgische Dorfkirchen vermelden zu können. So haben wir bereits dieser Ausgabe "Alte Kirchen" einen Aufruf für Zustiftungen beigelegt – angestrebt wird ein Anfangskapital der Stiftung von 100.000 Euro. Erste Zustiftungen haben wir inzwischen schon erhalten.

Bereits jetzt geben wir allen denen, die sich für unsere Stiftung interessieren, darin mitarbeiten oder sogar Zustifter werden möchten, gern Auskunft.

Rufen Sie uns an: (0 30) 65 49 63 42 (Dr. Hans Krag), (0 30) 3 75 22 44 (Pfr. Arnulf Kraft) oder (0 30) 4 49 30 51 (Geschäftsstelle des FAK).

 
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Tausende kleine Fensterscheiben suchen ihre Paten

 
IN AKUTER NOT

Diesmal bitten wir um
Ihre Spende für die Kirche von
 
Gadow
(Ostprignitz-Ruppin)

Ein engagierter Förderverein
braucht Unterstützung
 
Kirchenfenster Gadow 
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Gadow liegt etwa zehn Kilometer südöstlich der Stadt Wittstock, am Rande der Kyritz-Ruppiner Heide. Praktisch bedeutet dies, dass hinter dem Dorf die Welt erst einmal zu Ende ist. Seit Jahren streitet eine Bürgerinitiative um die Öffnung der als "Bombodrom" bekannt gewordenen Landschaft. Eine Bürgerinitiative gibt es seit einigen Jahren auch in Gadow. Zahlreiche Einwohner engagieren sich in ihr für die Rettung der stark gefährdeten Dorfkirche.

Eingeweiht wurde das anstelle eines zu klein gewordenen Vorgängerbaus errichtete neugotische Kirchengebäude am 28. Januar 1863. An der Planung war immerhin auch Friedrich August Stüler in seiner Eigenschaft als Chef der "Abteilung für Bauwesen im Königlichen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Angelegenheiten" beteiligt. Der Schiefer für die Dachdeckung kam per Schiff und Bahn aus Wales. Für die Anfertigung von Altar, Kanzel, Taufbecken und Chorschranken in der neuen, aus England übernommenen Zementgusstechnik wurde der renommierte Bildhauer Koch aus Potsdam gewonnen.

Aufgrund ihres schlechten Bauzustands wurde die Kirche in den 70er Jahren nur noch sporadisch genutzt und 1979 für die Öffentlichkeit geschlossen. Für dringend notwendige Instandsetzungsmaßnahmen fehlte das Geld. Eine spätere Aktennotiz besagt, dass lediglich der Kirchturm, der von der Kommune als Feuerwachtturm genutzt wurde, erhalten werden sollte. Für die Gemeindearbeit reiche das neben der Kirche stehende Pfarrhaus. Durch Blitzschlag wurde 1985 dann auch noch die Turmspitze stark beschädigt. Im Jahre 2000 schließlich wurde die stark beschädigte Orgel als Dauerleihgabe in das mecklenburgische Orgelmuseum Malchin gebracht.

In dieser hoffnungslos scheinenden Situation fanden sich ab 2002 Bürger aus Gadow zusammen, die den fortschreitenden Verfall ihrer Kirche aufhalten wollten. Das Kirchenschiff wurde von Schutt und Bewuchs befreit und Ausbesserungen an Dach und Mauerwerk ausgeführt. In Eigeninitiative richteten die Gadower unter der Empore eine Winterkirche ein und feierten zu Weihnachten 2003 erstmals wieder einen Gottesdienst in ihrer Kirche. 2004 schließlich wurde mit Unterstützung durch den Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg der Förderverein Dorfkirche Gadow gegründet. Der FAK vermittelte Studenten der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW), die Bestandspläne anfertigten als eine wichtige Grundlage für die weitere Planung der Sanierung.

Seitdem ist in die Gadower Kirche wieder Leben eingekehrt. Regelmäßig finden Konzerte und Theateraufführungen, Lesungen und Veranstaltungen der Bürgerinitiative "FREIe HEIDe" statt, jedes Mal begleitet von riesigen Büfetts mit duftendem Kuchen.

Nach langem Warten ist es nun möglich geworden, in einem ersten Bauabschnitt einen Teil des riesigen Kirchendaches zu sanieren. Einen großen Teil der dafür benötigten Finanzmittel haben Kirchengemeinde und Förderverein selbst aufbringen können. Der Förderkreis Alte Kirchen beteiligt sich mit 3.900 Euro. Mit der Wittstocker Architektin Bärbel Kannenberg hat der Förderverein eine engagierte Mitstreiterin gefunden.

Parallel zu den Arbeiten am Kirchendach will man auch die defekten Fenster reparieren. Dabei soll die ursprüngliche Gestaltung in kleinteiligen Rautenformen wieder hergestellt werden. Der Gadower Förderverein hat sich hier etwas Besonderes ausgedacht und sucht Fensterpaten. Nur vier Euro kostet eine der kleinen Scheiben. – Allerdings werden mehrere Tausend davon benötigt. Der Förderkreis Alte Kirchen möchte sich auch an der Reparatur der Gadower Kirchenfenster beteiligen und bittet Sie dazu um Ihre Mithilfe. Werden Sie Pate für eine beliebige Anzahl von Fenstergläsern und helfen Sie den Gadowern dabei, ihre Kirche bis zum 150. Jubiläum der Kirchweihe wieder in alter Schönheit instand zu setzen.

Bernd Janowski

Weitere Informationen: Förderverein Dorfkirche Gadow e.V.; Katrin Krüger; Dorfstr. 11; 16909 Gadow; Tel.: (03 39 64) 5 04 99; Internet: www.splitterbach.de

Spendenkonto: Förderkreis Alte Kirchen; Kto.-Nr. 51 99 76 70 05; BLZ 100 900 00 (Berliner Volksbank); Kennwort: Kirchenfenster Gadow

 
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60.000 Euro Fördermittel des FAK mit Kettenreaktionen vor Ort

Förderkreis blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück

Auf seiner November-Sitzung hatte der Vorstand des Förderkreises noch einmal über mehrere Anträge zur finanziellen Unterstützung von Sanierungsmaßnahmen an Kirchen und deren Ausstattung zu diskutieren, hatte abzuwägen und zu entscheiden.

Bewilligt wurden 15.500 Euro für sechs Projekte. So wird der FAK Gelder für die Instandsetzung der Dorfkirche in Glöwen (Ostprignitz-Ruppin) ebenso zur Verfügung stellen wie für die Restaurierung eines historischen Glasfensters der Kirchenruine in Stavenow (Prignitz). Für die Erstellung von Sanierungskonzepten gehen Fördermittel u. a. nach Groß Jehser (Oberspreewald-Lausitz) und Mahlsdorf (Dahme-Spreewald). Außerdem werden wir uns an der Restaurierung einer kulturhistorisch wertvollen jüdischen Laubhütte in der Messingwerksiedlung in Eberswalde-Finow (Barnim) beteiligen; sie hatte wie durch ein Wunder das Dritte Reich und die DDR-Zeit überlebt.

In der Regel bewegen sich die Beträge, die wir zur Verfügung stellen können, zwischen 2.000 und 3.000 Euro, sind also – jeweils gemessen an der Gesamtsumme der Baukosten – eher bescheiden. Um so mehr bemühen wir uns, unsere Finanzhilfe sinnvoll einzusetzen. Durch Kofinanzierungen werden die Beträge in der Regel vervielfacht. Durch unsere Beratungstätigkeit, die Vermittlung von externen Spenden und die Kontakte zu Stiftungen und Institutionen kommen weitere Mittel in nicht unwesentlicher Höhe direkt den Projekten zugute. Mit den zusätzlich zu den von uns ausgereichten Projektmitteln vergebenen "Startkapital"-Geldern (seit 2003 immerhin 100.000 Euro!) werden lokale Fördervereine motiviert, die ihrerseits wieder Mittel einwerben. Unsere Unterstützung gilt immer auch dem Engagement in den jeweiligen Dörfern.

Freude macht es den Vorstandsmitgliedern dann, an Veranstaltungen wie dem Richtfest in Mellnsdorf oder der Feier der Turmbekrönung in Nietwerder beiwohnen zu dürfen. Dabei stellen wir jedes Mal auch fest, dass mit den Zuschüssen des FAK und allen Fördermitteln sehr verantwortungsbewusst umgegangen wird.

Bisher konnte der Förderkreis Alte Kirchen im laufenden Jahr 2007 für sechsundzwanzig Projekte insgesamt mehr als 60.000 Euro zur Verfügung stellen. Das ist mehr als jemals zuvor in einem Finanzjahr. Auch im Dezember wird der Vorstand noch über einige Anträge zu befinden haben. Etliche projektgebundene Spenden werden in den nächsten Wochen an die Empfänger überwiesen werden. Die Summe unserer Projekthilfen wird also im Gesamtjahr noch wesentlich höher ausfallen. Möglich wurde dies durch Mittel aus der landeskirchlichen Kollekte 2006, aber auch durch ein erhöhtes Spendenaufkommen, durch Bußgelder, Mitgliedsbeiträge und durch Einnahmen z. B. bei der Präsentation unserer Ausstellung in den alten Bundesländern.

Wir beschließen im Dezember also ein erfolgreiches Geschäftsjahr und danken dafür herzlich all unseren Mitgliedern, Spendern und Unterstützern. Bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen!

Bernd Janowski

 
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Projekt "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen":

Der Wettbewerb hat begonnen

Mehr als 800 Briefe verschickte das Projektteam des Förderkreises Alte Kirchen in den letzten Wochen landesweit. Empfänger waren die Pfarrämter, die örtlichen Kirchen-Fördervereine, Kunst- und Kulturverbände, einzelne Künstlergruppen, andere Projekte der Kulturstiftung des Bundes im Land Brandenburg und, nicht zuletzt, die Medien bis hin zu den Regionalbüros der Zeitungen.

Inhalt der Briefe war die Einladung zum Wettbewerb "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen", einem Projekt des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, das für die Dauer von zwei Jahren von der Kulturstiftung des Bundes finanziell gefördert wird. Mit dieser Förderung aus dem "Fonds Neue Länder" möchte die Kulturstiftung das bürgerschaftliche kulturelle Engagement der Menschen in den brandenburgischen Dörfern bestärken.

Des weiteren sind den Briefen die Vorgehensweise beim Entwickeln der Veranstaltungs-Konzepte, ihr möglicher Inhalt, der Abgabetermin des Wettbewerbs (10. Januar 2008) und die weitere Zeitplanung für die von der unabhängigen Jury ausgewählten Projekte zu entnehmen.

Zur Zeit wird über die personelle Zusammensetzung der Jury beraten und der Ort der Jury-Sitzung Ende Januar festgelegt. Bevor die Jury zusammentreten kann, hat das Projektteam die angebotenen Projekte zu prüfen und eventuell zur Klärung Besuche und Gespräche bei den Anbietern vor Ort vorzusehen. Das wird vermutlich eine arbeitsintensive, aber spannende Zwischenphase werden. Nach der Projektauswahl durch die Jury erfolgt die vor der Auftragsvergabe sicher noch notwendige Detail-Abstimmung mit den örtlichen Projektträgern, die Beratung über das Auftrags- und Abrechnungsverfahren durch das Projektteam und die genaue Terminplanung (eventuell bereits für das Jahr 2009), außerdem sind die Werbemaßnahmen zu koordinieren. Da wird es reichlich zu tun geben – aber wir freuen uns auf diese vielfältige Aufgabe.

Für weitere Fragen hier nochmals die Adresse der Projektleitung:

FAK c/o Wolf-Dietrich Meyer-Rath, Kranzallee 3, 14055 Berlin; Tel: (030) 30 81 84 87, Fax: (030) 30 81 84 87, E-Mail: w.d.meyer-rath@t-online.de

 
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Gnewikow (Ostprignitz-Ruppin)

Eigeninitiative und Selbstvertrauen oder Hoffnung auf einen Mäzen?

Dorfkirche Gnewikow 
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Dorfkirche Gnewikow
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 Dorfkirche Gnewikow
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Fontane sah genau hin und fand "Gnewikow mit seinem Kirchturm ... reizvoll".
Sieht man heute lieber weg in Gnewikow und überlässt das verfallende Kirchlein einfach seinem Schicksal?

Auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg war 1859 auch Theodor Fontane hier und unternahm einen ausgedehnten Spaziergang rund um den Ruppiner See. Während er im Nachbarort Wustrau auf den Spuren des alten Zieten wandelte und in Karwe der Familie von dem Knesebeck gedenkt, kommt Gnewikow nur am Rande vor. Immerhin fällt sein Urteil nicht unfreundlich aus: "[Gnewikow] ... ist mit seinem Kirchturm und seinen Bauernhäusern eine besondere Zierde des Sees." Die Gnewikower Kirche hat Fontane denn auch in einer flüchtigen Bleistiftskizze festgehalten.

Irgendwie scheint das Kirchengebäude auf dieser Zeichnung etwas hilf- und schutzlos zwischen den Bäumen zu stehen. Und ein ähnlicher Eindruck vermittelt sich auch dem Besucher von heute. Eine umfassende Sanierung der spätgotischen Feldsteinkirche, so der erste Gedanke, wäre mal wieder dran.

Nachdem in Gnewikow lange Zeit keine Gottesdienste mehr gefeiert worden waren, gründete sich bereits in den 90er Jahren ein Förderverein, der die verwunschene Kirche aus dem Dornröschenschlaf erwecken wollte. Auch durch Widerstände des damaligen Gemeindepfarrers wurde der Anfangselan jedoch getrübt und die Aktivitäten schliefen immer mehr ein.

Im vergangenen Jahr konnte der Förderkreis Alte Kirchen einen jungen Bauingenieur vermitteln, der für sein Zusatzstudium der Bauwerkserhaltung ein Thema für die Abschlussarbeit suchte. Hagen Schmaler war von der Gnewikower Kirche sofort begeistert. In monatelanger Kleinarbeit fertigte er Aufmaße an, führte statische Berechnungen aus, betrieb umfassende Bauforschung und kartierte akute Bauschäden. Das Ergebnis umfasst mehrere dicke Ordner und wird auch von Mitarbeitern des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege als herausragende Arbeit gewürdigt. Inzwischen hat Hagen Schmaler an der Potsdamer Universität seine Arbeit auch erfolgreich verteidigt. So ganz zufrieden ist er im Nachhinein jedoch nicht.

Von den Gnewikower Einwohnern fühlte er sich, ebenso wie von Kirchengemeinde und Förderverein, ziemlich allein gelassen. Um die Balkenköpfe im Dachbereich untersuchen zu können, musste er tonnenweise Bauschutt allein aus dem Dach tragen. Bei Recherchearbeiten sah er sich nicht unterstützt. Außerdem bemängelt Schmaler, dass Kirche und Umfeld einen ungepflegten Eindruck machen und das Interesse an seiner Arbeit nur gering gewesen sei.

Im Dorf ist man angesichts der Vorwürfe betroffen. Auf der einen Seite herrscht die Meinung vor, dass die seit einigen Jahren mit Karwe zusammengeschlossene Kirchengemeinde das Gebäude nicht mehr benötigt. Völlig aufgeben möchte man es andererseits auch nicht. In einem kürzlich erschienenen Zeitungsartikel wird ein Einwohner mit den Worten zitiert: "Es wäre schön, wenn sich ein Mäzen findet." So einfach wird die Angelegenheit jedoch mit Sicherheit nicht über die Bühne gehen. Ohne eigenes Engagement ist auch keine Hilfe von außen zu erwarten.

Der FAK hatte gehofft, dass die umfangreiche Vorarbeit von Hagen Schmaler der Beginn einer schrittweisen Sanierung des Gebäudes sein könnte und dass Kirchengemeinde und Kommune durch das kostenlose Gutachten auch Impulse für die weitere Arbeit bekommen könnten. Bis jetzt hat sich die Hoffnung jedoch nicht erfüllt.

Für den Dezember ist eine Einwohnerversammlung geplant, auf der nun die Frage geklärt werden soll, ob Gnewikow überhaupt noch Interesse an seiner jahrhundertealten Dorfkirche hat. Der Förderkreis Alte Kirchen wird an der Veranstaltung teilnehmen und auch weiterhin seine Unterstützung anbieten. Doch dafür braucht er Partner vor Ort.

Text und Fotos: Bernd Janowski

 
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Ein großes Podium für junge Künstler

"Musikschulen öffnen Kirchen" war ein voller Erfolg

 Musikschulen öffnen Kirchen

Ein gelungenes Konzert in der ehemaligen Wallfahrtskirche von Alt Krüssow – das Live Sound Orchester der Kreismusikschule Prignitz musizierte vor zahlreichen Zuhörern – markierte den diesjährigen Schlusspunkt der Aktion "Musikschulen öffnen Kirchen". Sie war vom Förderkreis Alte Kirchen und dem Landesverband der Musikschulen (LvdM) Brandenburg gemeinsam ins Leben gerufen worden.

Dr. Uwe Otzen, Vorsitzender des FAK, betonte in einer kurzen Begrüßungsansprache, dass die Veranstaltungsreihe einerseits den bedrohten Sakralbauten zugute kommt, zum anderen jungen Musikern interessante Auftrittsorte vermittelt. Insgesamt dreizehn Musikschulkonzerte fanden 2007 im Land Brandenburg statt, bei denen über 6.000 Euro an Spendengeldern für die Instandsetzung der jeweils gastgebenden Kirchengebäude eingenommen werden konnten. Den Auftakt hatte am 1. Mai ein glanzvoller Auftritt des Landesjugendsinfonieorchesters in der Klosterkirche von Neuruppin gemacht..

Schirmherrin des Projektes "Musikschulen öffnen Kirchen" ist die brandenburgische Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Finanzielle Unterstützung kam dankenswerterweise von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Konzertreihe wird fortgesetzt — Bewerbungen für 2008 bis 15. Januar

Der große Erfolg der Konzertreihe bestärkte Landesmusikschulverband und Förderkreis Alte Kirchen, "Musikschulen öffnen Kirchen" als dauerhafte Konzertreihe in der brandenburgischen Kulturlandschaft zu installieren. Im kommenden Jahr sollen wiederum etwa fünfzehn Konzerte, möglichst über das ganze Land Brandenburg verteilt, stattfinden.

Fördervereine, die Interesse an einem Auftritt von jungen Musikern aus ihrer Region haben, sollten sich möglichst bald, spätestens jedoch bis zum 15. Januar, um ein Konzert bewerben. Kosten entstehen den Veranstaltern nicht. Der Erlös der Konzerte kommt in voller Höhe der Erhaltung des Kirchengebäudes zugute. Sowohl der Landesverband der Musikschulen als auch der FAK bieten ihre Hilfe bei Organisation und Öffentlichkeitsarbeit an.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an folgende Anschrift: Landesverband der Musikschulen Brandenburgs e.V.; Frau Katja Bobsin; Feuerbachstr. 37; 14471 Potsdam; Tel.: (03 31) 24 02 75; E-Mail: bobsin@lvdm.de.

Für weitere Informationen können Sie sich auch gern an die Geschäftsstelle des FAK wenden.

 
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Poster am Kirchturm lockte viele an

 Poster am Kirchturm lockte viele an

"Erkennst du nun, dass Gottes Haus auch dein Haus ist?" Mit dieser Frage auf einem riesigen Poster am Turm der Stadtkirche Wittenberge regte der Förderkreis Alte Kirchen monatelang zum Nachdenken an. Eine Bilanz der Aktion, die im Oktober zu Ende ging, zog für uns Christoph Walter, stellvertretender GKR-Vorsitzender in Wittenberge:

Sehr viele Besucher und Gäste unserer Kirche haben sehr positiv reagiert, was sich auch in den Einträgen im Gästebuch und in vielen Gesprächen zeigte. Das Poster lockte Rad- und Wasserwanderer sowie zahlreiche Fußgänger von nah und fern zu unserer Kirche. Die positive Nachhaltigkeit dieser Aktion ist gewiss.

Zitate aus unserem Gästebuch:
"Auf dem Weg nach Hause haben wir Wittenberge und die Kirche bewundert und fanden die Idee mit den Balkonen richtig gut. Die Berliner Ilka und Andreas" – "Das Plakat hat uns von weitem bewegt, die Kirche zu besuchen. Die Schweizer-Kreuzfahrer" – "Ihre Kirche ist für mich wie eine Insel der Glückseligkeit, die ihre Offenheit am Kirchturm hängen hat. Jens Obendorf, Greifswald, Pilgerweg der Begegnung".

Das Plakat wird in den Köpfen und auf Bildern weiterhin zum Nachdenken anregen. Vielen Dank an alle, die uns dieses einmalige Erlebnis lieferten.

 
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Feldsteine, Fachwerk und frische Früchte

Vielfältige Entdeckungen auf der Herbstexkursion in den Süden Brandenburgs

"Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah" (Hebbel)
 

Die Worte Hebbels standen wie ein Motto über der Exkursion, zu der diesmal der FAK zusammen mit dem Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz eingeladen hatte. 62 Teilnehmer erlebten einen interessanten, wunderschönen Herbsttag.

Dorfkirche Waldow, ein Fachwerkbau mit reicher Barockausstattung. FAK- Vorsitzender Dr. Uwe Otzen, stimmte mit der Lesung des 36. Psalms auf den Tag ein: "Herr, Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist." - Besuche von Kirchen haben auch eine andere Dimension als nur Denkmalbetrachtung... Annegret Gehrmann berichtete, dass hier 50 Prozent der Einwohner evangelisch sind und dass die Kirchengemeinde 1990 die Kirche restaurieren ließ, wobei alte Deckengemälde zum Vorschein kamen und ein geschlossenes, anheimelndes Gesamtbild entstand.

 Altgolßen
Historische Grabmäler auf dem Altgolßener KirchhofGroßbildansicht

In Altgolßen begrüßten uns Pfarrer Nikolitsch (Orgel) und seine Frau (Flöte) in der Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert mit beschwingter Musik, passend zur hellen, freundlichen Innenausstattung der Kirche. Zur Attraktion sind die historischen Grabmäler auf dem umgebenden Friedhof geworden, die uns in einer engagierten Führung vorgestellt wurden. Zehn Grabmäler waren in den letzten zwei Jahren zum Teil aus der Erde geborgen, gereinigt und restauriert worden. Sie zeugen in der Formensprache des Barocks, des Rokokos und des Klassizismus von der Bestattungskultur des 18. und 19. Jahrhunderts und geben Einblick in die Religionsauffassung und das Todesverständnis der Zeit.

In der Dorfkirche Drahnsdorf, ebenfalls in Feldstein und aus dem 13./14. Jahrhundert, gab noch einmal Pfarrer Nikolitsch Erläuterungen, nicht nur zu dem prächtigen Taufengel aus dem 18. Jahrhundert, dem Altar und der Kanzel. Er fand auch kritische Worte über den Kleinglauben, bei geringem Kirchenbesuch Gottesdienste "einsparen" zu können, während es doch heißt: "Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind..." – und die christliche Kirche in aller Welt wächst !

In Pitschen-Pickel empfing uns Pfarrer i. R. Schenck in der Dorfkirche Pitschen (Feldstein, 15. Jahrhundert). Er gab einen Abriss über die Geschichte der Kirche: Nach einer Brandkatastrophe im 17. Jahrhundert wurde sie von der Patronatsfamilie wiederhergestellt. Bemerkenswert sind die Malereien an den Bänken im Altarbereich - Apostelbänke. Ein gotischer Abendmahlskelch (Silber vergoldet) und eine hölzerne Madonnenfigur (1420, jetzt ohne Farbe) sind besondere Schätze. Die Nachkommen der Patronatsfamilie von Stutternheim sehen in dieser Kirche weiterhin eine Aufgabe und hielten einen Familientag im Dorf.

 Langengrassau
Klassizistisch der Altar in LangengrassauGroßbildansicht

In Langengrassau ist Familie Gehrmann zu Hause. Dort waren im idyllischen Hofgelände lange Kaffeetafeln gedeckt – Kaffee und Kuchen wurden von freundlichen Helferinnen gereicht. Pfarrer Gehrmann erzählte vom Geschick des Pfarrhofes, der noch zu DDR-Zeiten unter Denkmalschutz gestellt wurde, sich aber in desolatem Zustand befand. Unter großen Anstrengungen und mit hohen Kosten wurde die frühere Scheune in ein Gemeinde-zentrum verwandelt, das auch die Jugendarbeit beherbergt und Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Das ganze Anwesen ist ein Schmuckstück und wird intensiv genutzt.

Gleich nebenan ging es dann in die Kirche (13. Jahrhundert), die eindrucksvoll streng klassizistisch (Schinkel) ausgestattet ist. Für viele neu war der Brauch, beim Abendmahl ganz um den Altar herumzugehen und dabei ein Dankopfer für Bedürftige auf den Altar zu legen (Abendmahlsopfer). Unser Dank für den schönen Tag war der Choral "Großer Gott, wir loben dich..."

Die Rückfahrt führte an der wüsten Kirche Bornsdorf vorbei. Die Ruine ist als Denkmal erhalten, der umgebende Friedhof wird noch belegt.

Neben den kulturhistorischen und kirchlichen Informationen, die die Exkursion bot, wird wohl der Reichtum an Früchten in Erinnerung bleiben: Es begann beim ersten Ausstieg mit Pflaumen, die uns fast in den Mund hingen, dann kamen Äpfel und Birnen und schließlich der zauberhafte Anblick von Weintrauben, die die Tür der Langengrassauer Kirche malerisch umrankten.

Marianne Fiedler

 
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Von "exotischen" Schnitzaltären und evangelischen Beichtstühlen

Ein vorausschauender Blick in das Heft "Offene Kirchen 2008"

Pünktlich zum Osterfest des kommenden Jahres soll unsere Broschüre "Offene Kirchen 2008" vorliegen. Schon vor Monaten begannen die redaktionellen Vorbereitungen; zur Zeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren, denn bis zum Erscheinungstermin ist noch viel zu tun.

Auch für das neue Heft haben wir wieder zahlreiche Autoren gewonnen, die Interessantes zur Kunst-, Kultur und Glaubensgeschichte berichten.

In einem ausführlichen Gespräch mit dem Präsidenten des Evangelischen Kirchbautages gehen wir der Frage nach, wie viele Kirchengebäude in Zukunft noch erhalten (und genutzt) werden können. Darüber hinaus gibt es u. a. Beiträge über "exotische" Schnitzaltäre und evangelische Beichtstühle, über den Kirchenbau Schweizer Kolonisten, über Denkmalpflege im wilhelminischen Zeitalter und den Wiederaufbau kriegszerstörter Kirchen im Oderbruch.

Wir freuen uns, Ihnen bereits das neunte Heft einer inzwischen sehr renommierten Publikationsreihe vorlegen zu können.

Vertriebs-Helfer sind wieder willkommen

Wenn wir im Frühjahr wieder die Broschüre "Offene Kirchen" versenden, dann verstehen wir das auch als Dank und Gruß an alle unsere Mitglieder, Förderer und vielen Freunde. Und das soll auch in den nächsten Jahren so sein.

Das ursprünglich angestrebte Ziel, mit den "Offenen Kirchen" durchaus auch finanziellen Gewinn zu machen, hat der FAK allerdings niemals erreicht. Dennoch gibt es gar keine Diskussion darüber, dass die "Offenen Kirchen" auch weiterhin erscheinen sollen als wichtigstes Medium des Förderkreises für die Sache der bedrohten alten Kirchen in Brandenburg.

Am Donnerstag, dem 13. März, also soll nun unsere Broschüre "Offene Kirchen 2008" aus der Druckerei kommen. Auch die Vorbereitungen für den Vertrieb haben längst begonnen. Wieder ist das Heft an die etwa 450 Vertriebsstellen in Berlin und in ganz Brandenburg zu verteilen und wieder möchten wir diese Aufgabe in der mehrfach bewährten Weise mit Ehrenamtlichen bewältigen.

Viele haben dafür schon jetzt ihre Hilfe zugesagt; gleichzeitig würden wir uns wünschen, dass sich – gerade auch im Umland – noch einige weitere Mitglieder oder Freunde an dieser Aktion beteiligen. Bitte melden Sie sich, wenn Sie dieser Einsatz interessiert oder Sie auch Fragen dazu haben, schon jetzt bei unserem Mitglied Jörg Becken. Telefon: (0 30) 2 92 23 98); E-Mail: joergbecken@t-online.de.

Jörg Becken wird künftig den Vertrieb der "Offenen Kirchen" organisatorisch betreuen, wofür ihm der Vorstand sehr dankbar ist.

Arnulf Kraft

 
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Ziel: Eine verlässliche Datenbank

Zur Inventarisierung kirchlicher Immobilien und Kunstgüter

Wer heute Unterlagen über einzelne Objekte kirchlichen Inventars oder Kunstguts braucht, wer den aktuellen Bestand von Kirchenimmobilien erfahren will, stößt gelegentlich auf Hindernisse. In diesen Zeiten steter Veränderungen fehlt es an zentral zusammengefassten und gut strukturierten, effizient zu nutzenden Daten, die auch für künftige Planungen notwendig sind. Wir baten Dipl.-Ing. Axel Krause, bis in jüngste Zeit als Leiter der Projektgruppe Immobilien in der EKBO tätig, über die Vorhaben zum Aufbau einer entsprechenden zentralen Datenbank und seine Erfahrungen mit den ersten in der Uckermark entwickelten Vorarbeiten zur Inventarisierung zu berichten:

Viele Kirchengemeinden und –kreise stehen vor der Aufgabe, den künftigen Umgang mit ihren Grundstücken und Gebäuden zu planen. Dabei sind schwerwiegende Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen auf inhaltliche Arbeit, den Finanzhaushalt aber auch auf Architektur und Denkmalpflege verantwortungsvoll und sachkundig zu treffen.

Die Kirchenleitung hat daher im Vorjahr zwei wichtige Arbeitshilfen beschlossen: die Orientierungshilfe "Kirchen – Häuser Gottes für die Menschen" und den "Leitfaden für die Immobilienplanung". Da sich die Rahmenbedingungen für Immobilienplanung im Lauf der Zeit ändern, ist das keine "einmalige Aktion", sondern ein kontinuierlicher Prozess. Immobilienplanung muss stetig überprüft und fortgeschrieben werden. Die Verfügbarkeit von vergleichbaren, aussagekräftigen und stets aktuellen Daten ist unerlässlich.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: In Zeiten von Gemeinde- und Kirchenkreisfusionierungen, Personalabbau, längeren Vakanzen und Veränderungen bei der Nutzung von Kirchen ist es dringend notwendig, die Erfassung der Kirchengebäude im Zusammenhang mit dem zugehörigen Inventar und Kunstgut zu organisieren. So könnten Umsetzung sowie Aus- und Zwischenlagerung von Inventar nachvollziehbar dokumentiert werden.

Für verschiedene Zwecke werden also viele Informationen benötigt, die zur Zeit an unterschiedlichen Stellen – kirchliche und staatliche Institutionen, Archive, Büros u. a. – unterschiedlich strukturiert vorliegen. Eben deshalb ist die gezielte "Zusammenschau" überaus mühsam und zeitaufwändig. Daher müssen alle vorhandenen und notwendigen Informationen zu kircheneigenen Grundstücken, Gebäuden sowie zu kirchlichem Inventar und Kunstgut auf dem Gebiet der EKBO in einer zentralen Datenbank erfasst werden, um sie so zu bündeln, zu vereinheitlichen und zu pflegen, dass sie effizient genutzt werden können. Damit erhöhen sich im Verlaufe der Zeit Quantität und Qualität der abrufbaren Informationen. Aus Gründen des Datenschutzes sind natürlich Schreib- und Leseberechtigungen festzulegen und EDV-technisch zu sichern.

Im Sommer 2007 wurde in Zusammenarbeit zwischen der Landeskirche und dem Kirchenkreis Uckermark eine Bestandsaufnahme von ca. 80 Gebäuden durchgeführt. Daneben war es vor allem Ziel des Pilotprojekts, zuvor im "Leitfaden für die Immobilienplanung" entwickelte Strukturen und Inhalte in einer ländlich geprägten Region zu testen und den tatsächlichen Zeitaufwand für Bestandsaufnahmen zu ermitteln.

Als nächster Schritt wäre es nun notwendig, das für die flächendeckende Umsetzung des Leitfadens zwingend benötigte professionelle EDV-technische "Werkzeug" als internetbasierte Datenbank gemeinsam mit einer Fachfirma zu entwickeln.

 
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Glambeck (Barnim)

Ein kleiner Ort feiert gleich zweimal Jubiläum

Glambeck 
DIE FAHRRADKIRCHE am Radweg Berlin-Usedom

Vor zehn Jahren begann die Rettung des Kirchleins Am Welsetal Glambeck. Christen und Nichtchristen, Menschen aus Ost und West gingen daran, die kleine, zwanzig Jahre gesperrte und fast verfallene Fachwerkkirche zu retten, sie für die Nachwelt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Seitdem gibt es den Förderverein Denkmale Glambeck. Im Rückblick schauen wir auf zehn erfolgreiche Jahre.

"Bethlehem war so ein Ort wie Glambeck"

Höhepunkt für alle, die sich liebevoll um das restaurierte Kirchlein kümmern, waren immer die Besuche von Bischof Wolfgang Huber. Als das scheinbar tote Gemäuer des kleinen Gotteshauses im Jahr 2000 in seiner Unverwechselbarkeit und Einmaligkeit wieder hergestellt war, feierte der Bischof mit vielen, vielen Menschen der Region einen festlichen Gottesdienst. Unvergessen bleibt auch die anregende Fontane-Lesung im Dorfkirchensommer 2005 von Kara und Wolfgang Huber. Im gleichen Jahr widmete er dem kleinen Walddorf sein Bischofswort, das in den Worten gipfelte: "Bethlehem, das war so ein Ort wie Glambeck." Der Bischof fand damit Worte, die berührten und Kraft spendeten. Er empfahl die kleine Glambecker Kirche, die heute zu Recht im Land Brandenburg mit ihrem Angebot an niveauvollen Veranstaltungen auch als eine Kulturadresse gilt und seit dem Pfingstsonntag 2005 Fahrradkirche ist.

300 Jahre Wiederweihe mit Bischof Wolfgang Huber

Nach dem Dreißigjährigen Krieg dauerte es sechzig Jahre bis zur Wiederweihe des Kirchleins. Man schrieb das Jahr 1708. Dreihundert Jahre danach schauen viele auf den 26. April. Bischof Wolfgang Huber wird mit ihnen anlässlich des Jubiläums einen Festgottesdienst feiern. Das zehnjährige bürgerschaftliche Engagement verbindet die Geschichte der Vergangenheit mit dem Bemühen der Gegenwart. Eines ist gewiss: Das kleine Gotteshaus lebt.

 www.glambeck-schorfheide.de
www.glambeck.barnim.de

info@glambeck-schorfheide.de
 Platzreservierung für Konzertkarten:
Pfarrer Ralf Schwieger Tel. (03 33 67) 2 52
Hotline des Fördervereins: 0160 - 92 98 20 72

Text und Foto: Heimtraud Eichhorn

 
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Hohe Auszeichnung für Sibylle Badstübner-Gröger

Für ihr außerordentliches Engagement und ihren unermüdlichen kompetenten Einsatz zur Bewahrung des kulturellen Erbes in Berlin und Brandenburg wurde Dr. Sibylle Badstübner-Gröger, Vorsitzende des Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e. V., mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.

In ihrer wissenschaftlichen Laufbahn erforschte Sibylle Badstübner-Gröger die Architektur- und Kulturgeschichte Preußens, insbesondere der friederizianischen Zeit, publizierte eine zum Standardwerk avancierte Bibliographie zur Kunstgeschichte von Berlin und Potsdam und veröffentlichte zahlreiche Kunstführer. Daneben setzte sie sich ehrenamtlich für den Denkmalschutz ein, ein Thema, das sie durch wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit breiteren gesellschaftlichen Kreisen erschloss.

Die Auszeichnung verdeutlicht den Stellenwert, den die Arbeit von Dr. Sibylle Badstübner-Gröger und "ihrem" Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark weit über Fachkreise hinaus genießt. Es ist zu weiten Teilen ihr Verdienst, dass Berliner und Brandenburger Schlösser, Guts- und Herrenhäuser sowie Gärten bewahrt und sinnvoll genutzt werden. Mit der Verleihung des Bundesverdienstkeuzes erfuhr die Wertschätzung, die Sibylle Badstübner-Gröger schon seit vielen Jahren entgegengebracht wird, nun ihren (vorläufigen) Höhepunkt.

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg gratuliert herzlich und wünscht sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Schlösser und Gärten und seiner Vorsitzenden.

 
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Wichtig für alle Mitglieder und Freunde:

Spenden und Beiträge seit Januar 2007 erhöht abzugsfähig

Im September ist eine steuerrechtliche Änderung beschlossen worden, die rückwirkend bereits ab 1. Januar 2007 in Kraft ist:

Spenden an gemeinnützige Organisationen können jetzt dem Finanzamt gegenüber statt bis dahin mit 5 % bzw. 10 % der zu versteuernden Einkünfte nun bis zur Höhe von 20 % der Einkünfte als abzugsfähige Sonderausgaben geltend gemacht werden. Das betrifft natürlich auch alle diejenigen, die in diesem Jahr an den Förderkreis Alte Kirchen e. V. gespendet haben bzw. dies noch vorhaben. – Praktisch entfällt damit für die meisten von uns die Höchstgrenze für steuerbegünstigte Spenden.

Heben Sie also alle Spendenbescheinigungen dieses Jahres für Ihre Steuererklärung 2007 gut auf.

Wie in den vergangenen Jahren wird der Förderkreis alle Bescheinigungen über Spenden und Beiträge des Jahres 2007 bereits im Januar 2008 verschicken, allerdings erst für Zuwendungen ab 40,- €. Für geringere Zuwendungen verwenden Sie bitte die Durchschriften der von Ihnen verwendeten Überweisungsträger. Sollten Sie diese nicht mehr haben, stellen wir auch dafür eine Bescheinigung aus.

Gleichzeitig bitten wir solche Mitglieder oder Spender, die Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt nicht benötigen, um einen kurzen Anruf. Wir müssten dann diese Bescheinigungen gar nicht erst aufwändig herstellen und versenden.

Arnulf Kraft

 
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Kurz notiert

"Kirchen-Kunst-Route" fand viel Resonanz

Im September ging die erste, vom Förderkreis Alte Kirchen betreute "Brandenburgische Kirchen-Kunst-Route" zu Ende. Für sechs Wochen hatten sieben zeitgenössische Künstler ihre Werke in sieben uckermärkischen Dorfkirchen ausgestellt. Kurator und Organisator des Projektes war der Berliner Künstler Petermichael Metzler.

Die Resonanz auf dieses Experiment war größer als erwartet. Wir erhielten zahlreiche positive Rückmeldungen, auch das Echo in den Medien war durchweg positiv.

Zum Abschluss der diesjährigen "Kirchen-Kunst-Route" erschien eine 48-seitige, farbig illustrierte Broschüre, die Sie ab sofort gegen eine Schutzgebühr von 5,- Euro bei uns abfordern können.

 
Theaterspaß mit gutem Zweck

Bereits zum sechsten Mal präsentierte die Berliner Theatergruppe "Atelier Startbrett" unter der Leitung von Heidi Walier in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg in diesem Sommer "Theater in der Kirche".

Mit Schillers Drama "Kabale und Liebe" tourten die jungen Schauspieler in diesem Jahr durch sechzehn brandenburgische Dorfkirchen. Erstmals standen auch zwei Spielorte in Berlin auf dem Programm. Der Erlös der Vorstellungen ging je zur Hälfte für die Deckung von Unkosten an die Theatergruppe sowie an den Veranstalter für die Erhaltung des jeweiligen Kirchengebäudes.

Die Resonanz war wie in den Vorjahren großartig, so dass wir uns schon auf eine gute Zusammenarbeit 2008 freuen.

 
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Berichte aus Brandenburg

Altwustrow (Märkisch Oderland): Gerettet aus bedrohlicher Schieflage

Nach siebenjähriger Sanierung wurde die Dorfkirche Altwustrow (Märkisch Oderland) wieder eingeweiht. Gegen die Order des preußischen Königs hatten die Bauern den Fachwerkbau 1789 als "Schwarzbau" errichtet. Durch Grundwassersenkungen im Oderbruch war das Gebäude stellenweise bis zu 40 Zentimeter eingesunken und so in eine bedrohliche Schieflage geraten. Besonders kompliziert und kostenaufwändig gestalteten sich die Arbeiten zur Festigung des Fundamentes. Erhalten blieb die originale Ausstattung der Barockzeit mit Kanzelaltar und Taufengel.

 
Nietwerder (Ostprignitz): Rosen für die Förderer

Im Rahmen des Erntedankfestes wurde in Nietwerder auch für die Fertigstellung des Kirchturms gedankt. Aus gelben Backsteinen spitz aufgemauert, ist er eine bauliche Besonderheit und ein wirklicher Blickfang. Im festlichen Gottesdienst erhielten viele Unterstützer, die mit Rat und Tat, mit Geld- und Sachzuwendungen beigetragen hatten, eine Rose als Anerkennung. Eine galt auch dem Förderkreis Alte Kirchen, der die Sanierung mit 3.000 € unterstützt hatte.

 
Mürow (Uckermark): Komplett saniert

Nach einer zwei Jahre währenden kompletten Sanierung wurde die Dorfkirche von Mürow wieder eingeweiht. Noch 2003 drohte das Dachgebälk einzustürzen, weil es ebenso wie der Turm massiv vom Echten Hausschwamm befallen war. Fördermittel aus dem Staatskirchenvertrag, Eigenmittel von Kirchengemeinde und Kirchenkreis sowie Zuschüsse der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Landkreises ermöglichten die Sanierung. In nächster Zeit sollen der barocke Altaraufsatz und die Kanzel restauriert werden.

 
Neuhardenberg (Märkisch-Oderland): Einträgliche "Sterntaler"

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde die fertig sanierte Schinkel-Kirche von Neuhardenberg eingeweiht. Auf Entwürfe von Schinkel geht auch die restaurierte Fassung des Innenraumes mit seiner sternenübersäten Flachdecke zurück. Ein 1998 gegründeter Förderverein konnte durch den Verkauf von Sternpatenschaften einen wesentlichen Teil der Kosten aufbringen.

 
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AUS BRIEFEN AN UNS

Sakristei bald wieder ein würdiger Raum

Zur Sicherung der maroden Kirche von Stegelitz (Uckermark) hatte der FAK 2006 und 2007 eine finanzielle Unterstützung gewährt. Jetzt schrieb uns Pfarrer Michael Uecker unter anderem:

"Mittlerweile sind die substanzsichernden Maßnahmen an der Sakristei ausgeführt worden. Die vertikalen Risse in West– und Ostwand wurden geschlossen und der Sturzbogen der vermauerten Türöffnung baulich gesichert." Jetzt gehe es darum, unter denkmalpflegerischer Begleitung die Arbeiten fortsetzen, um damit auch einen würdigen Platz für die dort befindlichen Särge zu sichern. "Für diese Arbeiten wollen wir gern das von Ihnen zur Verfügung gestellte Geld verwenden."

 
Bestandssicherung für Altar und Kanzel

Für den finanziellen Beitrag des FAK zur Restaurierung des Altars in Neuendorf (Ortsteil von Oderberg, Barnim) bedankt sich Pfarrer Walther Bindemann

"Wir freuen uns über die Unterstützung durch den Förderkreis Alte Kirchen. Ich kann Ihnen mitteilen, dass die geplante Restaurierung gerade durchgeführt wurde. Sie bezog sich auf den Altar und die zeitgleich errichtete Kanzel. Es handelt sich in beiden Fällen um eine Bestandssicherung, sowie Schadens– und Materialanalyse. Nun sind Altar und Kanzel wieder in ansehnlichem und gesichertem Zustand.

Im Namen der Kirchengemeinde und des Förderkreises Wehrkirche Neuendorf danke ich Ihnen noch einmal für Ihre Unterstützung."

 
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Wir begrüßen neue Mitglieder

Seit Dezember 2006 konnte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg als neue Mitglieder begrüßen:

46 persönliche Mitglieder:

Renate Behnisch, Groß Ziescht; Bernhard Beinlich, Bergefelde; Dr. Anne Berghöfer, Berlin; Dr. med. Ingeborg Bernsau, Berlin; Monika Beyer, Schöneiche; Ilse-Lotte Bohl, Berlin; Prof. h.c. Dr. Christian Bonte-Friedheim, Dachsberg; Mathias von Bredow, Potsdam; Dietrich von Buch, Wilmersdorf; Christoph Dielmann, Düsseldorf; Uwe Donath, Berlin; Hans-R. Dorenburg, Hamburg; Eva Fanselow, Stahnsdorf; Prof. Dr. Klaus Goebel, Wuppertal-Ronsdorf; Lothar Goetze, Berlin; Jürgen Grové, Potsdam; Helmut Hoffmann, Berlin; Jens Hoffmeister, Berlin; Dr. Jürgen Holz, Glienicke; Hanna Jasch-Böhner, Berlin; Heinz Karger, Berlin; Detlef Koletzki, Berlin; Jürgen Konieczny, Berlin; Peter Kuhlmann, Celle; Dieter Ladzik, Berlin; Ingrid Laudien, Berlin; Prof. Dr. Karlhans Liebl, Maulbronn; Georg Mengdehl, Freiburg; Dr. Georg Metze, Schöneiche; Heinz Mollnhauer, Berlin; Konrad Mrusek, Berlin; Andreas Müller, Frankfurt (Oder); Heike Prager, Lietzen; Dr. Angela Ramhorst, Berlin; Olaf Ringk, Taschenberg; Steffen Ritter, Berlin; Rosemarie Ritthausen, Berlin; Karin Ruch, St. Augustin; Andreas von Scheven, Berlin; Gabriele Schkade, Berlin; Vera Schmidt, Mittenwalde; Marie Luise Staege, Berlin; Dr. Achim Stark, Berlin; Gabriele Thöne, Berlin; Karl Tietze, Berlin; Norbert Trebeß, Altrüdersdorf; Hans-Joachim Wede, Boddin;

fünf Mitgliedsvereine:

Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e.V., Berlin; Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche Ferchesar (Landkreis Havelland); Förderverein für Kirche und Dorf Läsikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin); Förderverein Jakobikirche e.V., Prenzlau (Landkreis Uckermark); Förderverein Vicheler Dorfkirche (Landkreis Ostprignitz-Ruppin);

eine Kirchengemeinde:

Evangelische Kirchengemeinde Passow (Kirchenkreis Uckermark).

Damit zählt der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg zum gegenwärtigen Zeitpunkt 417 Mitglieder, davon 317 persönliche Mitglieder, 83 Vereine, neun Kirchengemeinden und Kirchenkreise sowie sieben Firmen.

 
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BÜCHERSEITE

Grenzüberschreitung für Gubener Kirche

Während der schweren Kämpfe 1945 wurde auch die Stadt- und Hauptkirche von Guben zerstört. Seit Kriegsende ist die Stadt geteilt: Die mittelalterliche Altstadt auf dem östlichen Ufer der Lausitzer Neiße ist seitdem polnisch. Die ehemalige Klostervorstadt auf dem westlichen Flussufer, die um ein heute nicht mehr existierendes Benediktiner-Nonnenkloster entstand, gehört zu Deutschland. Inmitten der polnischen Stadt Gubin ragen noch immer die Grundmauern, die Säulen und der Turm der Kirchenruine als schmerzhaftes Mahnmal in den Himmel.

Urkundlich erwähnt wird der Bau erstmals 1294, doch erst durch die Erweiterungen des 16. Jahrhunderts erhielt die dreischiffige spätgotische Hallenkirche ihre spätere imposante Gestalt. Nochmals grundlegend renoviert wurde sie 1842/44.

Andreas Peter hat jetzt erstmals ein Buch über Bau- und Kulturgeschichte der Gubener Stadt- und Hauptkirche vorgelegt; er beschreibt die verloren gegangene Ausstattung und würdigt das Wirken bedeutender Pfarrer und Kirchenmusiker. Das Kirchengebäude – eines der größten in der Niederlausitz – spiegelt die Bedeutung der Stadt Guben wider. Am Schnittpunkt wichtiger Handelswege des Mittelalters gelegen, war sie später ein Zentrum der industriellen Tuch- und Hutindustrie. Der Wohlstand Gubens war auch am Inventar ihrer Hauptkirche ablesbar.

Über sechzig Jahre nach Kriegsende gibt es jetzt Hoffnung auf einen Wiederaufbau des einstigen Gubener Wahrzeichens, auch darüber berichtet der Autor. Auf polnischer Seite wurde 2005 eine Stiftung ins Leben gerufen, im deutschen Teil gründete sich im selben Jahr ein Förderverein zum Wiederaufbau der Kirche.

Das Verhältnis der deutschen und polnischen Nachbarn war in den letzten Jahrzehnten trotz durch die DDR-Führung proklamierter "Friedensgrenze" nicht immer konfliktfrei. Animositäten und Spannungen haben sich bis in die Gegenwart erhalten. Seit 2004 jedoch bildet die Neiße die Grenze zwischen zwei gleichberechtigten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Der Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche von Guben/Gubin kann so zu einem Bekenntnis dafür werden, die Zukunft der geteilten und geschundenen Stadt als eine gemeinsame zu sehen. Nachdem 2006 der stark beschädigte Rest des alten Turmaufbaus beseitigt und ein neuer Aufbau gemauert worden waren, konnte in diesem Jahr die neue kupferne Turmhaube aufgesetzt werden. Das macht Hoffnung.

Andreas Peter: Die Stadt- und Hauptkirche in Guben/Gubin. Eine Bau- und Kulturgeschichte.
Niederlausitzer Verlag, Guben 2007; ISBN 978-3-935881-48-7, 14,90 Euro
 

Anrührende Denkmäler der Liebe

In einigen Brandenburger Dorfkirchen findet man noch die anrührenden Gedächtnismale, die vom jahrhundertealten Totenkronen-Brauch in der Mark erzählen. Das Begräbnis unverheiratet Verstorbener beiderlei Geschlechts wurde einst als "Hochzeit am Grabe" gestaltet; reich dekorierte Totenkronen waren Eratz für die zu Lebzeiten entbehrte Brautkrone. Erhalten geblieben sind zumeist nur die Konsolen oder Kronenkästen.

Sylvia Müller führt auf die Spur dieses uns heute eigentümlich anmutenden Brauchs, erzählt seine Geschichte und die Wandlungen im Lauf der Jahrhunderte. Wunderschöne Fotos geben einen Eindruck von den oft sehr kunstvollen, vielfach aber auch sehr schlichten Gedächtnismalen. Sprüche auf den Kronenbrettern lassen den Kummer der Hinterbliebenen ahnen.

Mit dem Verschwinden der Totenkronen aus den Kirchen ging auch das Wissen um den Brauch verloren. Das Büchlein hilft, hier eine Lücke zu schließen, und will zugleich das Augenmerk auf die wenigen noch vorhandenen Zeugnisse lenken, die es zu bewahren gilt.

Sylvia Müller: Denkmäler der Liebe. Zeugnisse des Totenkronenbrauchs in der Mark Brandenburg.
Berlins Story Verlag 2007; ISBN978-3-3929829-61-1, 9,80 Euro
 

Neuer Luckauer Kalender

Altäre in brillanten Fotos

Zum dritten Mal legt der Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz einen qualitätsvollen Fotokalender vor, dessen Reinerlös wieder der Erhaltung der denkmalgeschützten Kirchen in der Region zugute kommt. Die Ausgabe für 2008 ist den Prinzipalstücken der Kirchen, den Altären, gewidmet. Die brillanten Fotos und die hochwertige Ausführung (Original-Fotopapier im Format A4 in limitierter Auflage) und der enthaltene Spendenanteil rechtfertigen den Preis von 29 €. Ganz sicher ist der Kalender etwas für Liebhaber oder auch ein gutes Weihnachtsgeschenk.

Bestellungen über Annegret Gehrmann, Kirchstr. 1, 15926 Langengrassau, Tel. 035454/ 393, Mail: info@kirchen-luckauer-niederlausitz.de
Den Kalender kann man sich auch im Internet ansehen: www.kirchen-luckauer-niederlausitz.de
 
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