Dank an großzügige Spender

Wirksame Hilfe für Initiativen zur Rettung gefährdeter Baudenkmale

Der Förderkreis Alte Kirchen bedankt sich an dieser Stelle noch einmal für viele Spenden, die uns in den vergangenen Monaten erreichten. Sie helfen uns sehr, unsere Projekte voranzubringen und Initiativen zur Rettung gefährdeter alter Kirchen zu unterstützen.

Wir versuchen immer, uns gleich nach dem Eingang einer Spende bei den Spendern zu bedanken – und sei es nur telefonisch. Von manchen Spendern der letzten Zeit haben wir allerdings zwar eine Namensangabe, konnten aber keine Anschriften ermitteln. So bedanken wir uns auf diesem Wege für diverse Spenden bei Jens Eschrich, Dore Etzenberger, Werner Hinke, Gerd Holthaus, Arnulf Hopf, Dr. K. Horstmann, Axel Kretschmann, Sabine Kruschel, Dorothee Littmann, Gabriele u. Jürgen M. Meyer, Joh. und U. Mitschke, Jörg u. Friedeborg Müller, Cornelia Rau, B. Schmidt-Pinnekamp und Frank Simon.

Übrigens wollen wir Spendenbescheinigungen künftig nicht mehr für jede einzelne Spende, sondern nach Ablauf des Kalenderjahres summiert ausstellen. Diese Regelung dürfte für unsere Förderer vorteilhaft sein und uns die Papierarbeit etwas erleichtern. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Auf Wunsch stellen wir auch einzelne Bescheinigungen aus.

Arnulf Kraft

Bitte auch Anschrift angeben

An alle Spender: Geben Sie, wenn Sie dem Förderkreis Alte Kirchen eine Spende zukommen lassen, auf dem Überweisungsträger neben Ihrem Namen bitte auch Ihre Anschrift (oder Ihre Telefonnummer) an. Dann können wir Ihnen gern auch eine Spendenbescheinigung zukommen lassen.

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Die Anforderungen sind gewachsen

Jahreshauptversammlung des Förderkreises am 1. Juni 2002
Wir hoffen auf weitere aktive Mitstreiter – Gäste sind willkommen

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. wird am Sonnabend, dem 1. Juni 2002, 15 Uhr, nach Potsdam-Babelsberg eingeladen. Tagungsort ist das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg in der Schulstraße 8 C (in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes Babelsberg).

Auf der Tagesordnung steht in diesem Jahr die Wahl eines neuen Vorstandes. Mit den gewachsenen Erwartungen in die Arbeit des Vereins ist auch das Arbeitspensum der ehrenamtlich aktiv tätigen Mitglieder enorm gestiegen. Um den nicht geringer werdenden Anforderungen auch künftig gerecht werden zu können, ist die Mitarbeit eines jeden willkommen, der mit seinem Wissen, seinen Talenten, seinem guten Willen einen Teil dieser Aufgaben übernehmen möchte.

Gespannt sein können die Teilnehmer auf die Besichtigung der Baustelle der Alten Neuendorfer Kirche in Babelsberg. Eine ausführliche fachkundige Führung wird sie über Geschichte und Zukunft des neugotischen Zentralbaus auf dem Neuendorfer Anger informieren, der eine ganz eigene Vergangenheit hat. Ein Förderverein setzt sich heute für den Wiederaufbau der 1945 ausgebrannten Ruine ein.

Mitglieder des Förderkreises Alte Kirchen erhalten rechtzeitig eine gesonderte Einladung zur Mitglieder-versammlung. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

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Erfolgversprechende Bewerbungen für das ausgeschriebene "Startkapital"

Mitte April trifft die Jury ihre Entscheidung

Am 28. Februar lief die Bewerbungsfrist für das vom Förderkreis Alte Kirchen ausgeschriebene, von der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart, finanziell unterstützte "Startkapital für Kirchen-Fördervereine" aus. Neugegründeten Vereinen und Initiativen, die sich um den Erhalt und die Nutzung ihrer Kirche bemühen, soll auf diesem Wege der Beginn der Arbeit erleichtert werden; zu vergeben sind zehnmal 2.500 Euro.

Auf die Jury kommt bei der Entscheidungsfindung keine einfache Aufgabe zu – etwa 40 Bewerbungen sind eingereicht worden. Nach einer ersten Sichtung der Unterlagen wird die finanzielle Zuwendung in sämtlichen Fällen dringend benötigt und alle Bewerber erfüllen die Voraussetzungen, ein bürgerschaftliches Engagement über die Gemeinde hinaus zur Erhaltung ihres historischen Gebäudes in der Ortsmitte zu entwickeln.

In mehreren Fällen konnte der FAK direkt bei den Vorbereitungen zur Vereinsgründung helfen, z. B. durch Mustersatzungen, Beratungsgespräche, Moderation u.ä.

Erfreulich ist, dass immer häufiger auch die Kommunen ihre Verantwortung für das gemeinsame Erbe entdecken und sich nach Möglichkeit auch finanziell an der Instandsetzung und Erhaltung der Kirchengebäude beteiligen. In den letzten Jahren werden die ehrenamtlich tätigen Vereine auf Kreis- und Landesebene sowie in der Landeskirche auch stärker als Bürgerinitiative wahrgenommen und als wichtige Ansprechpartner gewürdigt.

Die Entscheidung der Jury wird Mitte April getroffen. Am 21. Juni 2002 werden die glücklich Auserwählten ihr "Start-kapital" im Kloster Chorin in Anwesenheit von Bischof Dr. Wolfgang Huber und Staatssekretär Dr. Christoph Helm vom Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur entgegennehmen. In der nächsten Ausgabe der "Alten Kirchen" werden wir Sie über die Preisträger ausführlich informieren.

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Anerkennung für Kirchen-Fördervereine

Die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg lädt Fördervereine, die sich für die Erhaltung, Instandsetzung und angemessene Nutzung von Kirchengebäuden in Berlin und Brandenburg einsetzen, am 31.8.2002 zu einer Tagung in den Dom zu Brandenburg (Havel) ein. In einer Ansprache wird Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber den ehrenamtlich engagierten "Kirchenrettern" den Dank der Landeskirche für ihr erfolgreiches Engagement aussprechen. Weitere Beiträge beschäftigen sich u.a. mit aktuellen Aspekten der Nutzung von Kirchengebäuden und der Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in der kirchlichen Denkmalpflege.

Am Nachmittag gibt es neben einem Festkonzert sachkundige Führungen durch den Dom, die Klausur und das Domstift.

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Für eine fachkundige Begleitung wissbegieriger Besucher

Interessantes Angebot: Fortbildung zum ehrenamtlichen Kirchenführer

Die Kirche soll im Dorf bleiben; sie soll auch Ortsfremden zugänglich sein und von der Geschichte und den Bewohnern ihres Ortes erzählen. Kundige Begleiter sind gefragt und nicht immer parat. Deshalb bietet die Evangelische Erwachsenenbildung Ostprignitz-Ruppin erstmalig die Fortbildung zu ehrenamtlichen Kirchenführern an. Sie wird in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Berlin-Brandenburg gestaltet. Der erste Kurs beginnt im September diesen Jahres im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Ein zweiter Kurs ist ab September 2003 im Landkreis Uckermark geplant.

In dem einjährigen Kurs lernen die Teilnehmenden, Kirchenführungen für unterschiedliche Besuchergruppen interessant und kompetent zu gestalten. Nach Abschluss des Kurses erhalten die Absolventen ein Zertifikat im Sinne des Bundesverbandes Kirchenpädagogik, mit dem sie in Absprache mit den Kirchgemeinden Vor-Ort-Führungen anbieten können.

Die Fortbildung richtet sich an Menschen,

Ziele der Fortbildung sind:

Kursorganisation und Termine:

Die zentralen Veranstaltungen finden in Neuruppin statt.

W.W.

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Die Kaiserin und die "kleinen Leute"

Pieskower retteten ihre Kirche – Kein Baudenkmal, aber liebenswert

 Dorfkirche Pieskow
 
 Dorfkirche Pieskow
 Illustration: Joachim Tilsch
 

Die Dorfkirche im Bad-Saarower Ortsteil Pieskow ziert nicht das blau-weiße Schild mit der Aufschrift "Denkmal". Zwar standen 1902 an ihrer "Wiege" Majestäten – die Bibel mit der handschriftlichen Widmung von Kaiserin Auguste Viktoria, etwas despektierlich auch "Kirchenjuste" genannt, wird gerne herumgezeigt – , aber das Gotteshaus erzählt in seiner Schlichtheit eigentlich mehr vom kargen Leben der Bauern, Büdner und Tagelöhner. Und doch ist es sehr reich – an Menschen, die es erhalten, pflegen, schmücken und mit Leben erfüllen. Mit ihnen ist die kleine Kirche samt dem umgebenden Kirchhof wieder zum Ortsmittelpunkt geworden.

Neben Pfarrerin Dagmar Tilsch waren zu unserem Besuch vor Ort gleich vier Vertreter des Arbeitskreises Dorfkirche Pieskow erschienen: Helmut Folda, Christel Kuhlendahl, Gudrun Radzimanowski und Ursula Struck wetteiferten im Erzählen von all den Episoden, die sich um die Sanierung der vor wenigen Jahren noch desolaten Kirche ranken.

Begonnen hatte es 1999 mit der bronzenen Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die war zu DDR-Zeiten vom Dorfanger verbannt worden und wurde nach der Wende hinter Mülltonnen wiederentdeckt. Sie sollte jetzt auf dem Friedhof einen angemessenen Platz finden, dazu noch eine neue für die Opfer des Zweiten Weltkrieges und seine Folgen. "Es ist ein Teil unserer Geschichte", sagten die Pieskower, und sehr schnell sprang der einmal entzündete Funke über. Auch ihre Kirche sollte nun nach Jahrzehnten notgedrungener Vernachlässigung – es gab kein Geld und vor allem kein Material – wieder ein festlicher Raum für die Gemeinde werden. Sie machten sich selbst ans Werk, aber sie gewannen auch viele Mistreiter.

Da war erst einmal die Sauer-Orgel, seit 16 Jahren nicht mehr spielbar. Orgelbauer Martin Freudenberg aus Bad Saarow erbarmte sich ihrer und reparierte sie für einen Freundschaftspreis. Nach dem Einweihungskonzert 2000 in der überfüllten Kirche lag ein erkleckliches Sümmchen im Klingelbeutel. Noch im gleichen Jahr wurde eine neue Dachrinne angebracht, sodass die durchnässte Südwand trocknen konnte. Dann wurde der hässliche Kohleofen aus DDR-Zeiten direkt neben dem Altar abgerissen und auch das Gestühl, das zusammenzubrechen drohte. Die Holzdecke wurde repariert; der Zernsdorfer Elektriker Dietmar Behnke sorgte für neue Elektrik einschließlich Bankheizung; Maler Detlef Nedemanski aus dem Ort machte sich an die Ausmalung, schön hell sollte alles werden. Schließlich kamen die neuen Bänke von der Beeskower Diakoniewerkstatt, preiswert, den alten sehr ähnlich, aber "ein bisschen bequemer".

Und das alles unter kritischer Beobachtung. Denn die Pieskower schauten immer mal rein, ob auch alles "richtig schön" werde. Einer der ältesten war schon besorgt, er könnte drüber sterben und die Bänke wären zur Trauerfeier noch nicht aufgestellt. (Inzwischen freute er sich auf die bevorstehende Trauung seiner Enkelin in der längst fertiggestellten Kirche.)

Nicht nur die Christen, auch viele, viele andere hatten ihren Anteil daran, dass die Kirche 2001 wieder eingeweiht werden konnte. Sei es, indem sie selbst mit Hand angelegt hatten, sei es mit der Beteiligung an den vielfältigen Aktionen, um Geld zusammenzuholen. Man lud zu Orgelkonzerten, veranstaltete Straßensammlungen, beteiligte sich mit originellen Ständen an den Weihnachtsmärkten und Brunnenfesten in Bad Saarow, machte auf den Trödelmärkten Furore mit einem uralten Kinderwagen, mit Großmutters handgestickter Aussteuer-Wäsche oder einer betagten Schrotmühle, die auch mal gedreht werden durfte.

Nun denkt man bereits an die nächsten wichtigen Aufgaben: Ein Teil des Daches muss erneuert werden. Die dringende fachmännische Restaurierung des Holzschnitzaltars im Bauernbarock (1661) dürfte allerdings die Mittel und Möglichkeiten der fleißigen Pieskower bei weitem übersteigen.

Die kleine Kirche ist kein anerkanntes Baudenkmal, ein Denkmal ihrer eigenen Geschichte ist es für die Pieskower allemal. Sie haben sie wieder so hergerichtet, wie sie es sich für ihr festliches Haus wünschen. Wer dort Schätze sucht, findet sie vor allem in den Menschen.

Eva Gonda

OFFEN ist nicht nur die Pforte der Dorfkirche von Pieskow, offen für Gespräche mit interessierten Besuchern sind jederzeit auch die Mitglieder des Arbeitskreises Dorfkirche Pieskow. Wie sie erreichbar sind, findet man im Schaukasten am Eingang.

Viele Besucher kommen auch nach Pieskow, um einer großen Künstlerin zu gedenken: Die berühmte Schauspielerin Käthe Dorsch hatte sich den kleinen Kirchhof als ihre letzte Ruhestätte auserkoren und ist hier 1957 beigesetzt worden. Sie ruht an der Seite von Harry Piel.

Wer den eifrigen Pieskowern bei ihren weiteren Bemühungen um ihre Kirche helfen will, kann ihnen eine Spende zukommen lassen:

Konto-Nr. 3 777 919 bei der Evang. Darlehensgenossenschaft Berlin, BLZ 100 60 237

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Von Autostädten als neue Tempel und der Sehnsucht nach heiligen Räumen

Der "24. evangelische kirchbautag" findet im Herbst in Leipzig statt

"Sehnsucht nach heiligen Räumen" ist das Motto des "24. evangelischen kirchbautages", der in diesem Jahr vom 31. Oktober bis 3. November während der Fachmesse ,,denkmal" in Leipzig stattfindet. Auf dem traditionsreichen Kongress treffen sich ca. 500 Architekten, Theologen, bildende Künstler und andere für den evangelischen Kirchenbau engagierte Persönlichkeiten zu Fachdisputen, Beratungen und Andachten. Er wird zu einer "Messe in der Messe".

Die Wahl Leipzigs als Veranstaltungsort hält Helge Adolphsen, Vorsitzender des leitenden Arbeitsausschusses der "evangelischen kirchbautage" in mehrfacher Hinsicht für glücklich: "Leipzig lockt uns zum einen als bedeutende Kulturstadt. Und auf den ,kirchbautagen‛ suchen wir stets die enge Verbindung von Kultur, Kunst und Kirche." Außerdem verweist der Hamburger Theologe auf die lange Tradition, die die Messestadt für die evangelische Kirche besitzt. wie zum Beispiel durch die Ausrichtung von Kirchentagen. Sehr wichtig sei es seinem Arbeitsausschuss auch gewesen, wieder im deutschen Osten Präsenz zu zeigen.

Es hat viele Vorzüge, dass dieses Architekturereignis parallel zur Europäischen Messe für Denkmalpflege und Stadterneuerung "denkmal 2002" stattfindet. Bereits in den vergangenen Jahren hatten deutsche Kirchbauexperten die Leipziger Denkmalmessen für kleine, aber hochkarätige Tagungen und für Gespräche mit Fachleuten und Entscheidungsträgern genutzt. Mit dem "24. evangelischen kirchbautag" will man an diese Tradition bewusst anknüpfen. Zusammen mit der Evange1isch-Lutherischen Landeskirche Sachsen wird sich der ,,evangelische kirchbautag" mit einem eigenen Stand an der "denkmal 2002" beteiligen. (Auch der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg wird wieder auf der Denkmal-Messe vertreten sein.)

Zum "kirchbautag" werden namhafte Referenten wie zum Beispiel Professor Meinhard von Gerkan erwartet, in dessen Hamburger Architekturbüro gmp (Gerkan, Marg und Partner) der Entwurf für das markante Leipziger Messegelände entstand. Der Architekt spricht zum Thema ,,Das Sakrale im Profanbau - das Profane im Sakralbau". Einer ähnlich ambivalenten Frage geht auch Professor Dr. Gunter Henn (München/Dresden) in seinem Vortrag ,,Autostadt als neuer Tempel - das Beispiel Wolfsburg" nach. Weitere inhaltliche Akzente im Spannungsfeld aus religiöser und weltlicher Baukultur setzen Diskussionsrunden zum Thema ,,Architektur als Statthalterin des Heiligen" und zur Frage ,,Geistige Erneuerung durch rückwärtsgewandte Sehnsucht?". Eine öffentliche Veranstaltung widmet sich der These ,,Kirchen – Erinnerungsräume, Ereignisräume, Zukunftsräume".

Exkursionen führen die Teilnehmer zu architektonisch herausragenden Stätten Leipzigs wie dem Bundesverwaltungsgericht im früheren Reichsgerichtsgebäude, zum ehemaligen Industriekomplex ,,Bunt-garnwerke", zur Philippuskirche, zu der Alten Messe mit dem "Sowjetischen Pavillon" und dem Völkerschlachtdenkmal. Auch der Besuch von Kirchen in der Messestadt beziehungsweise in deren Umland ist geplant.

Eingeleitet wird der ,,kirchbautag" am 31. Oktober mit einem Gottesdienst auf der Leipziger Messe durch den Sekretär der internationalen Leuenberger Kirchengemeinschaft, EKU-Präsident Dr. Wilhelm Hüffmeier aus Berlin.

Die "evangelischen kirchbautage" werden seit 1949 in mehrjährigen Abständen zu drängenden Fragen des sakralen Bauens und der Kunst einberufen Die vorangegangenen fanden in Wolfenbüttel (1989), Köln (1993), Magdeburg und Zerbst (1996) sowie Hamburg (1999) statt. Gastgeber ist in diesem Jahr die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen.

denkmal 2002 im Internet: www.denkmal-leipzig.de

Leipziger Messe im Internet: www.leipziger-messe.de

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Brandenburg: Jedes zweite Denkmal vom Verfall bedroht

Rund die Hälfte der gut 10.300 gesetzlich geschützten brandenburgischen Denkmale ist laut Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka vom Verfall bedroht. Weitere 20.000 müssten noch vollständig erfasst und unter Schutz gestellt werden. Für die Restaurierung hätten im vergangenen Jahr 11,61 Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestanden, darunter 2,76 Millionen Euro aus Landesmitteln.

Das Denkmalschutzgesetz wird jetzt überarbeitet. Vorgesehen ist künftig auch die Förderung der Restaurierung von Denkmalen privater Eigentümer aus staatlichen Mitteln. Derzeit befinden sich nach Angaben des Landesamtes für Denkmalpflege 40 Prozent der Denkmale in Privatbesitz, 35 Prozent gehören den Kommunen. Weitere 19 Prozent sind in kirchlichem Besitz, sechs Prozent gehören dem Bund und dem Land Brandenburg.

Nach der Übernahme von rund 6.000 Denkmalen, die zu DDR-Zeiten registriert waren, sind in Brandenburg seit 1990 jährlich rund 400 neu eingetragen worden, im vergangenen Jahr waren es 207.

Archäologisch besonders bedeutend sind die Funde an der slawischen Burganlage in Lenzen an der Elbe im vergangenen Jahr. Interessante bronzezeitliche Funde sind vor kurzem bei Grabungen im Vorfeld des Braunkohletagebaus bei Horno sichergestellt worden. epd

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Immer neue bürokratische Hürden verzögern die Rückkehr der Schätze

Die Fenster der Frankfurter Marienkirche lassen auf sich warten

Die Chorfenster der Frankfurter Marienkirche

Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin hat sich in Moskau um eine schrittweise Rückführung von ,,Beutekunst" aus Russland bemüht. Einer Rückgabe der mittelalterlichen Fenster der Marienkirche in Frankfurt an der Oder stehen allerdings auch nach der jüngsten Verhandlungsrunde noch Detailfragen entgegen. Deutsche Delegationsvertreter zeigten sich dennoch zuversichtlich, dass die Fenster in absehbarer Zeit nach Frankfurt zurückkehren werden. Wegen der andauernden Unstimmigkeiten und bürokratischen Hindernisse werde dies aber später als geplant erfolgen.

Die Bleiglasfenster der Marienkirche befinden sich gegenwärtig in einem Depot der Petersburger Eremitage. Jahrzehntelang hatte sich der 1997 in Marburg verstorbene Professor Adolf Schröter, der die Glasmalereien 1932/33 dokumentierte, um die Klärung des Verbleibs bemüht. Als Gründungsmitglied des Marburger Fördervereins Alte Kirchen nutzte er später jede Möglichkeit, für Unterstützung der Aktivitäten zur Rückkehr der Kunstschätze zu werben. Wir berichteten darüber bereits in unserem Mitteilungsblatt vom März 2001.

In Übereinstimmung mit dem russischen Beutekunst-Gesetz muss die russische Staatsduma der Rückgabe zustimmen. Inzwischen hat der Kulturminister einen entsprechenden Gesetzesentwurf als Beschlussvorlage eingebracht. Die Eremitage hatte den Wunsch geäußert, die Fenster vor ihrer Rückkehr nach Frankfurt in Petersburg zu restaurieren.

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Schinkels Sterne suchen Paten

Originelle Idee zur Spendeneinwerbung in Neuhardenberg

Wollen Sie Pate eines Sterns werden? Aussuchen können Sie unter 3200 Exemplaren. Sie prangen am schinkelschen Sternenhimmel der Neuhardenberger Kirche und warten darauf, von freigiebigen Liebhabern entdeckt zu werden.

Die bauhistorisch wertvolle Kirche wurde in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Sponsoren und dem Engagement vieler Bürger im Außenbereich saniert. Nun soll auch der Innenbereich der Kirche nach Schinkels Vorbild neu entstehen.

Eines der außergewöhnlichsten Gestaltungselemente im Kircheninnern ist der Sternenhimmel. Schinkel soll sich dabei von seinem einstigen Bühnenbild zu Mozarts Oper "Die Zauberflöte" inspiriert haben lassen.

Die Patenschaften, mit deren Hilfe die Sanierung des Kircheninnenraums gefördert werden soll, werden über vier Sternenkategorien vergeben: Sternchen (80 EUR), Goldsternchen (250 EUR), Großer Stern (800 EUR) und Großer Goldstern (1500 EUR). Selbstverständlich wird jeder Stern nur einmal vergeben; allen Paten wird eine Spendenbescheinigung zugesandt, dazu eine persönliche Sternenkarte, versehen mit Patennamen und den Koordinaten ihres Sterns. Bei einer Patenschaft über Goldsternchen oder Große Sterne erhalten sie zusätzlich zur Sternenkarte eine Stifterurkunde und beim Großen Goldstern außerdem eine Informationsbroschüre.

Weitere Fragen beantwortet Christa Starke vom Förderverein Schinkel-Kirche Neuhardenberg e.V. unter der Telefonnummer (03 34 76) 5 06 51. Bei ihr erfahren Sie auch, wann Sie Ihren Stern persönlich besuchen können.

Hardenberg-Grab restauriert

Nach Abschluss der Außensanierung der Schinkel-Kirche in Neuhardenberg ist das Grab des einstigen preußischen Staatskanzlers Karl August von Hardenberg (1750-1822) wieder öffentlich zugänglich. Nach Hardenbergs Tod hatte Schinkel 1822 an der Ostseite der Kirche ein Mausoleum im Stil eines dorischen Tempels gestaltet. An den Kosten für die Sanierung der Schinkel-Kirche beteiligten sich das Land und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

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Wenn tonnenschwere Glocken wie von selbst schwingen

Der berührungslose Antrieb bietet viele Möglichkeiten und Vorteile

 Die große Glocke der Hofkirche Dresden
 
 Die GROSSE GLOCKE der Hofkirche Dresden mit ihren 4830 kg wird heute wie das gesamte fünfstimmige Geläut berührungslos zum Schwingen gebracht.
 

"Es ist ungewohnt, aber faszinierend zuzusehen, wenn sich Glocken wie von unsichtbarer Hand bewegen." So beschreibt der Glockensachverständige des Evangelischen Konsistoriums Magdeburg Christoph Schulz die Läutetechnik der sechs Chorglocken des Halberstädter Domes. Es gibt keinen Drehstrommotor, keine Ketten oder Zahnriemen und keine Antriebsritzel, die hier ihre Arbeit versehen. Die Glocken schwingen völlig frei ohne direkten Eingriff einer Kraft von außen.

Bei diesem "Wunder" handelt es sich um einen alternativen Glockenantrieb, den Diplom-Ingenieur Wolfgang Schmidt, Berlin-Altglienicke, Fachmann für elektrische Glockenläuteanlagen und Turmuhren, entwickelte. Mehr als 160 Glocken werden heute bereits durch den berührungslosen Glockenantrieb bewegt.

Aufgrund der absoluten Berührungslosigkeit zwischen Glockenantrieb (Wanderfeldlinearmotor) und Glocke wird ein sehr weiches und schonendes Läuten erreicht. Insbesondere der erste Anzug aus dem Stillstand erfolgt völlig ruckfrei. Ebenfalls gelingt der Bremsvorgang, der wie auch die anderen Läutephasen stufenlos einstellbar ist, ohne störende Nebengeräusche und der Glockenschwingung entgegengesetzt ausgerichteter Momente, wie sie bei herkömmlichen Läutesystemen mit Drehstrommotoren mitunter auftreten.

Während beim Läuten mit Kettenantrieben oft Motoren- und Kettenlaufgeräusche stören, ist hier nur ein leises Summen des Linearmotors zu hören; abhängig von der Bauweise des Glockenstuhles (Stahl oder Holz) spürt man bis zum ersten Klöppelanschlag meist lediglich den Luftzug, der von der schwingenden Glocke ausgeht. Die Körperschallausbildung und die Bauwerksbelastungen reduzieren sich damit auf ein Minimum.

Ein weiterer Vorteil: Übersteigt der Glockendurchmesser die dazugehörige Feldweite, können die technischen und finanziellen Aufwendungen für die Positionierung und Montage von herkömmlichen Läutemaschinen und Seilrädern erhebliche Größenordnungen annehmen. Im Gegensatz dazu entfallen beim Linearantrieb diese zusätzlichen Maßnahmen, da der Wanderfeldlinearmotor zwischen Glocke und Glockenstuhl angebracht wird, d.h. er benötigt nur den Raum der schwingenden Glocke. Schließlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Berührungslosigkeit auch ein problemloses Handläuten ermöglicht. Dazu muss nur der Läutearm montiert werden.

Es ist hier nicht die Möglichkeit, alle technischen Details darzustellen. Magnetfelder erzeugen die Kraft, um die Glocke in Bewegung zu bringen. Ein Geber registriert die Mittelstellung der Glocke, und eine speziell entwickelte Steuerung sorgt für den gewünschten Ablauf des Läutevorganges. Dabei wird die jeweilige Position der Glocke während der Intonation auf einem Bildschirm dargestellt. Drei Programmierphasen sorgen für optimale Intonationsmöglichkeiten: sanftes Hochläuten der Glocke aus dem Stillstand; stationäres Läuten bei einer eingestellten Läutehöhe; ruckfreies Abbremsen bis zum Stillstand der Glocke.

Sämtliche Parameter sind stufenlos und in beide Läuterichtungen unabhängig voneinander einstellbar. Eine programmierbare Sicherheitsabschaltung (z. B. 5 Prozent über eingestellte Läutehöhe) sorgt im Fehlerfall für das Abschalten der Anlage.

Als Wolfgang Schmidt 1993 das Patent mit der Nr. DE 3925967 C2 als alleiniger Lizenznehmer erwarb, dachte er nicht im Traum daran, dass seine Mitarbeiter im Jahre 2001 unter anderem die große Glocke der Katholischen Hofkirche Dresden mit immerhin einer Masse von 4830 kg berührungslos zum Läuten bringen könnten. Allen Skeptikern zum Trotz verlief die Intonation aber problemlos. Etwa 20 Sekunden nach Einschalten der Steuerung schlug die Glocke an. Die Inbetriebnahme konnte als Erfolg gewertet werden. Die Elektrifizierung des fünfstimmigen Geläutes der Hofkirche in Dresden mit insgesamt 10548 kg Glockenmasse ist bislang der Höhepunkt in der Anwendung des berührungslosen Glockenantriebes.

Informationen:

Dipl.-Ing. Wolfgang Schmidt, Glockenläutetechnik, elektronische Glockenläuteanlagen und Turmuhren,
Randolfstr. 14, 12524 Berlin
Tel. (0 30) 6 73 12 23

E-Mail: info@schmidt-glockentechnik.de

Internet: www.schmidt-glockentechnik.de

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Kahlbutz und die Kidnapper

Was hat Ritter Kahlbutz – Gott hab ihn selig – mit dem Euro zu schaffen? Sehr viel, wie ein erbitterter Streit um seinen gläsernen Sarg beweist.

Seit nunmehr dreihundert Jahren ruht die Mumie des Rittersmannes friedlich in dem kleinen Gruftanbau der Kampehler Kirche in Neustadt/Dosse. Dass er gerade in jüngster Zeit immer mehr Besucher empfing, ließ schließlich den jahrzehntelangen Zwist zwischen Stadt und Kirche offen ausbrechen. Dabei ging es weniger um Herrn Kahlbutz als um das Geldsäckel, das sich bei jährlich etwa hunderttausend Touristen und einem Eintrittspreis von bisher 3 Mark stattlich füllte und auf Grund eines Pachtvertrages mit der Kirche der Stadtkasse zugute kam. Um sich diese Pfründe auch weiterhin zu bewahren, hatte der Bürgermeister sogar eine Entführung von Kahlbutz ins städtische Spritzenhaus ins Auge gefasst. Das wiederum brachte die Kampehler Christen so in Rage, dass sie vor Gericht zogen.

Jetzt ist entschieden: Es gilt das Recht, das nach dem Zweiten Weltkrieg patronatsgebundenen Besitz als Eigentum der Kirchen anerkennt. Seit dem 1. März trägt die Kirche die alleinige Verantwortung für den Gruftanbau. Führungen wird es weiterhin geben, und für die Besucher öffnen sich nun zugleich auch die Pforten der alten Wehrkirche.

So hat auch ein Streit manchmal sein Gutes...

Eva Gonda

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VIEL ZU TUN ist noch in Steinitz, bevor in der Dorfkirche wieder Gottesdienste stattfinden können.
Foto: Bernd Janowski
 
 
IN AKUTER NOT
 
Unter dieser Rubrik bitten wir noch einmal dringend um
 
Ihre Spende für die Dorfkirche Steinitz
 
Bewahrt - aber noch bedroht
Steinitz soll wieder ein Dorf mit der Kirche im Mittelpunkt werden

Eigentlich sollte das im Landkreis Spree-Neiße gelegene Dorf Steinitz längst verschwunden sein – und mit ihm die auf einer kleinen Anhöhe gelegene markante Dorfkirche. Aus Richtung Südosten fraß sich lange Zeit der Braunkohlentagebau Welzow-Süd auf die Ortschaft zu. 1992 verschlang er Wolkenberg und noch 1996/97 wurde das benachbarte Kausche zerstört. Doch dann stoppten die Großraumbagger - drei Kilometer vor dem Ortseingangsschild. Der zu DDR-Zeiten extensiv betriebene Abbau der Braunkohle wurde stark eingeschränkt und das Dorf Steinitz erhielt eine neue Chance.

Die Steinitzer Dorfkirche stammt in ihren ältesten Teilen vermutlich aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Das über dem Erdboden zwei Meter mächtige Mauerwerk ist aus unbehauenen Feldsteinen gefügt; Tür- und Fenstergewände sowie die Ecken wurden mit Backsteinen eingefasst. Der massive quadratische Westturm mit einem hohen Walmdach entstand vermutlich einige Zeit später, ebenso der Anbau auf der Nordseite. Aus der Bauzeit stammen die rundbogigen abgestuften Portale, während die Fenster im Barock verändert wurden.

Im Inneren der Kirche dominiert eine zweigeschossige Empore, die sich bis in den Altarraum erstreckt und dort auf beiden Seiten in verglasten Patronatslogen mit aufgemalten Familienwappen ausläuft.

Steinitz war eines jener Dörfer, bei denen ein Teil zum böhmischen, später sächsischen Markgraftum Niederlausitz gehörte und ein weiterer zum alten brandenburgischen Kreis Cottbus. Erst 1816 kam der gesamte Ort zum preußischen Kreis Calau. Noch verworrener stellten sich die Besitzverhältnisse an Dorf und Gut dar, die unter verschiedene Grundherren aufgesplittert waren. Von den diversen Patronatsfamilien erzählen neben den Wappen an den Emporen nur zwei verwitterte Grabsteine für Henriette Wilhelmine von Loeben und Alfred Ehrenreich von Muschwitz auf dem ehemaligen Kirchhof.

Die letzte Amtshandlung fand 1984 statt, dann wurde die Kirche aufgegeben. Sie stand leer und verfiel. Seit einigen Monaten bemüht sich ein Förderverein, die Steinitzer Kirche vor dem endgültigen Verfall zu retten und ihre Mauern mit neuem Leben zu füllen. Im Turmbereich sind zahlreiche lose Steine zu befestigen, das in den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts mit einfachen Betonsteinen gedeckte Kirchendach bedarf dringend einer Reparatur. Zuvor müssen jedoch im Innenraum entdeckte spätmittelalterliche Wandmalereien gesichert werden.

Es wird noch ein langer Weg sein, bis wieder Gottesdienste gefeiert und die geplanten Konzerte und Ausstellungen besucht werden können. Doch ein Anfang ist gemacht. Nachdem viele Einwohner den Ort verlassen hatten, als hier noch "Braunkohleerwartungsland" war, wollen die heute wieder etwa 150 Steinitzer wieder ein ganz normales Dorf werden. – Und dazu gehört eben, als Mittelpunkt, auch die restaurierte Dorfkirche.

Informationen erhalten Sie über die Evangelische Kirchengemeinde Drebkau; Pfarrer Wolfgang Selchow; Tel.: (03 56 02) 7 09

 

Der Förderkreis Alte Kirchen bittet um Spenden für die weitere Instandsetzung der Dorfkirche Steinitz.

Spenden-Konto: 51 99 76 70 05 bei der Berliner Volksbank;

BLZ 100 900 00; Kennwort: Steinitz

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TERMINE + TIPPS + TAGUNGEN

Aktuelle Entwicklungen im Lehmbau

Die KirchBauhof gGmbH veranstaltet vom 19. bis 21 April 2002 die internationale Fachtagung und Messe "Moderner Lehmbau 2002" in Berlin. Ziele der Veranstaltung sind der Informationsaustausch über neue Entwicklungen im Lehmbau sowie die Steigerung der Markttransparenz und Verbreitung dieses ökologischen Baustoffs.

Auf der Fachtagung informieren kompetente Referenten aus insgesamt elf Ländern über Themen wie "Lehm und Elektrosmog", "Kostengünstiges Bauen mit Lehm", "Große moderne Lehmprojekte" sowie Sanierungsmöglichkeiten.

Die Fachtagung setzt sich aus zwei Konferenztagen (19. und 20. April) und einem Tag mit Exkursionen (21. April) zu herausragenden, aktuellen Lehmbauprojekten zusammen. Zeitgleich haben nur wenige Meter entfernt auf der inzwischen fünften Lehmbaumesse in Berlin Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet – und darüber hinaus - ihre Stände aufgebaut und laden zu einem informativen Rundgang ein.

Auch die Räumlichkeiten von Tagung und Messe passen zum Thema: Beide Veranstaltungen finden in denkmalgeschützten Gebäuden statt, die nach ökologischen Gesichtspunkten umgebaut und saniert wurden, u.a. mit Lehmputz.

Veranstaltungsort: Umweltforum Berlin Auferstehungskirche, Pufendorfstraße 11, 10249 Berlin

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen bei:

KirchBauhof gGmbH, Peter Steingass, Falckensteinstraße 49, 10997 Berlin, Tel: (0 30) 61 07 41 24, Fax: (0 30) 61 60 92 72;
www. moderner-lehmbau.de;
E-Mail: lehmbau@kirchbauhof.de


Landpartie für neugierige Besucher

Am 15./16. Juni ist es wieder soweit: Berliner und Brandenburger, aber auch Gäste von weither sind zur 8. Brandenburger Landpartie eingeladen. Dann werden sich den Besuchern Höfe und Gärten öffnen, werden die Landwirte ihre modernen Produktionsverfahren, landwirtschaftliche Kulturen und Bräuche vorstellen.

Auch die Pforten der Dorfkirchen sollten gerade an diesen Tagen weit geöffnet sein. Kirchenführungen, Konzerte, Ausstellungen, Gesprächsangebote finden sicher Interesse.

Die Koordinierung hat wieder der Verein Landurlaub in Brandenburg e.V. übernommen.

Wer also etwas zu bieten hat, sollte seine Angebote möglichst bald anmelden bei:

Verein zur Förderung von Urlaub und Freizeit auf dem Lande in Brandenburg e.V.,
Am Rauchfang 6, 14469 Potsdam;
E-Mail: landurlaub-brandenburg@t-online.de
Fax: (03 31) 50 08 32


Ein Angebot für Veranstaltungen

Die Notsicherung des Turmaufsatzes der Jakobshagener Dorfkirche konnte abgeschlossen werden. Dies ist auch dem örtlichen Förderverein und seinen vielfältigen Benefizveranstaltungen zu danken. Hans-Christian Johannsen, der die meisten der Konzerte, Lesungen und Ausstellungen in Jakobshagen organisiert hatte, bietet nun seine Erfahrungen und Beziehungen auch anderen Vereinen und Initiativen an. In Zusammenarbeit mit dem FAK will er bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Kulturveranstaltungen in Dorfkirchen der Region helfen.

Anfragen an:

Hans-Christian Johannsen; Stabeshöhe 21; 17 628 Jakobshagen; Tel. und Fax: (03 98 85) 32 88
E-Mail: h.c.johannsen@jakobshagen.de


Glocken läuten zur festlichen Einweihung

Nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten kann am 25. Mai 2002 die Dorfkirche von Frankenfelde südlich von Bad Freienwalde wieder eingeweiht werden. Besonders stolz sind die Frankenfelder, die sich für die Wiederherstellung ihrer Kirche stark engagiert hatten, dass sie aus diesem Anlass die neu gegossene Glocke und die reparierte historische Glocke läuten können. Der Festgottesdienst beginnt um 14 Uhr, am Vorabend findet ein Diavortrag über die Geschichte der Kirche und die Sanierungsarbeiten statt.

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BUCHTIPP: Prominente über den Berliner Dom

Über die wechselvolle Geschichte des Berliner Doms ist im Berliner Jovis Verlag ein Sammelband mit Beiträgen von zahlreichen prominenten Autoren erschienen. Herausgeber des reich bebilderten Buches sind der einstige Landeskonservator von Berlin, Helmut Engel, und der Präsident der Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche der Union, Wilhelm Hüffmeier. Die Dokumentation basiert auf einer Veranstaltungsreihe, die von November 1999 bis März 2000 in Berlin stattgefunden hat.

Zu den Autoren zählen u.a. Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe mit einem Beitrag über die Evangelischen Kirchen in der DDR und den Wiederaufbau des Domes sowie Bischof i. R. Albrecht Schönherr. Zudem ist der Wortlaut einer Diskussionsveranstaltung über die Rolle des Doms in der Geschichte nachzulesen, an der u.a. der langjährige Chefredakteur der "Zeit", Robert Leicht, der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky, der SPD-Politiker Egon Bahr und der Philosophieprofessor Richard Schröder teilnahmen.

Der Berliner Dom.
Zur Geschichte und Gegenwart der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin.
Hrg. Helmut Engel und Wilhelm Hüffmeier
288 Seiten. 25,80 Euro

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