Die Preisträger des "Startkapital für Kirchen-Fördervereine 2017"

Das Erbe der Vorfahren im Blick

Das Dorf Groß-Ziethen feiert in diesem Jahr den 300. Jahrestag des Wiederaufbaus seiner Kirche durch die Hugenotten, einst aus Frankreich vertriebene evangelische Christen, die in Brandenburg Aufnahme fanden. Die Zahl 1717 steht gut sichtbar am Turm. Natürlich ist die Kirche viel älter, die Zahl am Turm markiert aber den Wiederaufbau durch die Hugenotten. Das ist Anlass zu einer Geburtstagsfeier in diesem Jahr, die sich über mehrere Sommermonate hinzieht. An der Vorbereitung der Festlichkeiten war der im September 2016 neu gegründete Verein „Lebendiges Hugenottenerbe e.V.“ maßgeblich beteiligt.

Er hat es sich zum Ziel gesetzt, das Erbe der Vorfahren zu bewahren und unterstützt die Französisch Reformierte Kirchengemeinde bei der Sanierung der zahlreichen Kirchen- und Kirchennebengebäude in den ehemaligen Hugenottendörfern Senftenhütte sowie Groß- und Klein-Ziethen. Sein Engagement belohnt der Förderkreis nun mit einem Startkapital.

Elke Kreischer

  Förderverein Lebendiges Hugenottenerbe e.V.
 
Barnim
 
Ermutigung zum Beginn des Werkes

Die Kirche des kleinen Dorfes Niendorf leidet seit Jahren unter zunehmendem Verfall. Sie gehört nicht der Kirchengemeinde, sondern der Gemeinde Ihlow, die sich bislang des Problems der Instandsetzung nicht annahm, weil ihr Geld und Erfahrung dafür fehlen.

Deshalb suchte Frau Jana Wiesinger aus Niendorf im Mai 2016 einen ersten Kontakt zum FAK, ein Hilferuf, wie wir ihn häufig bekommen.

Sechs Familien konnte Frau Wiesinger im Dorf für ein Engagement für die Kirche gewinnen. Zu wenig, um einen Verein zu gründen. Daher hat sich die Interessengemeinschaft Niendorfer Kirche e.V. unter dem Dach des „Förderkreises Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz“ gebildet, um wenigstens eine Heimat und Anlaufstelle zu haben.

Die notwendigen Baumaßnahmen belaufen sich auf ca. EUR 240.000,-. Da braucht es Mut, Kreativität und Ausdauer, bis erste Rettungsmaßnahmen ergriffen werden können. Der FAK wünscht der Interessengemeinschaft diese Stärken und sieht seinen Förderpreis als Anschub und Ermutigung zum Beginn des Werkes an.

Dr. Hans Krag

  Interessengemeinschaft Niendorfer Kirche e.V.
 
Teltow-Fläming
 
Eine Zukunft als Kulturzentrum gefunden

Neben dem bereits seit Jahrhunderten bestehenden Dorf Lauta wurde 1917 eine große Aluminiumhütte errichtet, für deren Angestellte in den Jahren danach eine Wohnsiedlung, die Gartenstadt Lauta-Nord, entstand. Im Dezember 1924 wurde die imposante evangelische Stadtkirche eingeweiht. Nach einer bauaufsichtlichen Sperrung des Kirchengebäudes konnten 2014 erste Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Da die Kirchengemeinde in Lauta-Dorf über ein weiteres Kirchengebäude verfügt und nach der Schließung des Aluminiumwerkes 1990 die Zahl der Gemeindeglieder stark rückläufig ist, gab es über längere Zeit kontroverse Diskussionen über die Zukunft der Kirche. Mit Unterstützung auch durch den Förderkreis Alte Kirchen gründete sich im Juni 2016 ein Förderverein, der das Gebäude als Kulturkirche für die Gartenstadt und das Umland nutzen möchte. Zahlreiche Veranstaltungen fanden seitdem statt. Ein nahezu ungenutztes Kirchengebäude hat eine Zukunft als kulturelles Zentrum der Region gefunden!

Bernd Janowski

  Freunde der Evangelischen Kirche Lauta-Stadt e.V.
 
Landkreis Bautzen
 

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