Die Preisträger des "Startkapital für Kirchen-Fördervereine 2016"

Jahrelang ungenutzt und nicht zugänglich

Bereits die bisherigen Aktivitäten des Fördervereins belegen, dass das Startkapital des FAK mehr als nur ein Zeichen für den Ort und seine Kirche ist.

Nun können ein erstes Gutachten zu den Schäden an der jahrelang ungenutzten und gar nicht mehr öffentlich zugänglichen Kirche in Auftrag gegeben und bald erste ehrenamtliche Arbeiten darin ausgeführt werden.

Dann wird der engagierte Förderverein das ganze Dorf zu einer Innenraumbesichtigung des 300-jährigen Gotteshauses und zu gemeinsamer Planung einladen. Man wird sich um weitere Geldmittel für die umfangreiche Sanierung des schönen Bauwerks bemühen. Ein Anfang ist gemacht.

Ab jetzt gilt: Auch in Landin wird die Kirche im Dorf bleiben! Soweit als möglich wird der FAK das Projekt auch künftig fördern und darüber berichten.

Text und Foto: Arnulf Kraft

  Förderverein zum Erhalt der Dorfkirche Landin e.V.
 
Havelland
 
460.000 Euro sind für die Sanierung des Gotteshauses veranschlagt

Das Dorf Rehfelde war früher im Besitz der Zisterziensermönche des Klosters Zinna. Die Feldsteinkirche stammt mit Kirchenschiff und Chor aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Westturm wurde 1499 angebaut. Kanzel, Altar und Orgelempore datieren aus dem Jahr 1722. Das pokalförmige Taufbecken wurde im Spätmittelalter aus Rüdersdorfer Kalkstein hergestellt. Erhaltungsarbeiten im Laufe der Jahre konnten nicht verhindern, dass dringender Sanierungsbedarf entstand.

Rund 460.000 Euro sind für Erneuerung der Dachkonstruktion und Dacheindeckung, Reparatur der Turmkonstruktion, Heizungsinstallation, Putzerneuerung und Anstrich, Fassadensanierung und Geländeprofilierung veranschlagt.

Die Zahl der organisierten Christen im Ort ist überschaubar. Um die evangelische Kirchengemeinde bei der Instandsetzung zu unterstützen, hat sich im November vergangenen Jahres der Förderkreis für die Erhaltung, Instandsetzung und Belebung der Kirche in Rehfelde-Dorf gegründet.

Er will gemeinsam mit der Kirchengemeinde Spenden für die Erhaltung der Kirche sammeln. Ziel ist es, dass nach Fertigstellung der Baumaßnahmen in der Kirche neben Gottesdiensten auch kulturelle Veranstaltungen, das jährliche Erntedankfest und Gesprächskreise stattfinden können.

Text und Foto: Uwe Donath

  Förderkreis für die Erhaltung, Instandsetzung und Belebung der Kirche in Rehfelde-Dorf e. V.
 
Märkisch-Oderland
 
Wo zwei erfolgreich an einem Strang ziehen

Klosterdorf war eine Besitzung der Mönche des Klosters Zinna, wovon sich auch der Name des Dorfes ableitet. Die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete Feldsteinkirche zeigt deutlich romanische Formen. Das Obergeschoss ihres Turms war in gefährlichen Zeiten eine sichere Zufluchtsstätte für die Bewohner. In den Jahren 1985 bis 1987 wurde eine umfangreiche Dachsanierung durchgeführt, das Kircheninnere erhielt einen neuen Farbanstrich - leider nicht den alten Originalanstrich.

Vor ein paar Jahren musste die Kirche baupolizeilich gesperrt werden, da sich Mauersteine aus dem Turm oberhalb des Eingangsportals lösten.

Der seit Jahren bestehende Heimatverein Klosterdorf e.V. hat sich vorgenommen, in Absprache mit der Kirchengemeinde die Kirche zu sanieren und einer gemeinschaftlichen Nutzung zuzuführen. Dazu hat er eine Satzungsänderung beschlossen und beim Vereinsregister eingereicht. Viele Veranstaltungen wurden bereits durchgeführt bzw. sind geplant, um neben der Beantragung von Fördergeldern auch als Dorfgemeinschaft einen eigenen Beitrag zur Kirchensanierung zu leisten.

Text und Foto: Uwe Donath

  Heimatverein Klosterdorf e.V.
 
Märkisch-Oderland
 

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