Die Preisträger des "Startkapital für Kirchen-Fördervereine 2012"

Kulturhistorisches Ensemble soll bewahrt werden

Die Klosterkirche, um 1230 aus Feldsteinen errichtet, wird seit Auflösung des Klosters 1734 als evangelische Pfarrkirche genutzt. 1957 konnten die schwersten Kriegsschäden behoben werden. Der 2010 gegründete Förderverein hat sich nun die nachhaltige Sanierung zum Ziel gesetzt. Dazu müssen die Wände trocken gelegt, Schäden an Dach und Holzunterkonstruktion ausgebessert und eine geeignete Lüftung installiert werden. Regenwasserableitung und Gestaltung des Vorplatzes kommen dazu. Durch viele Veranstaltungen hat der Verein Geld zusammengetragen, ein Kostenvoranschlag liegt vor. 2013 soll mit der Sanierung begonnen werden, wozu Mittel von Sponsoren und Stiftungen einzuwerben sind. Bereits parallel zur Sanierung und natürlich im Anschluss daran werden neben Gottesdiensten kulturelle Veranstaltungen in dem Gebäude stattfinden. Die Kirche und die benachbarte Klosterruine sind ein kulturhistorisches Ensemble, das es zu bewahren gilt.

  Förderverein Klosterkirche Altfriedland e.V.
 
Landkreis Märkisch-Oderland
 
Die gemeinsame Aufgabe schweißt das Dorf zusammen

Zum zweiten Mal seit dem Bau der Kirche vor 104 Jahren haben sich die Klausdorfer zusammengetan, um ihr Gotteshaus vor dem Verfall zu retten. 1984 war es baupolizeilich gesperrt, weit und breit keine Hilfe in Sicht. Der Abriss drohte, doch diese Gefahr brachte das Dorf in Trab. Zwei Jahre lang dauerten die Sanierungsarbeiten. Nach ganz viel ehrenamtlichem Einsatz der Klausdorfer, aber auch viel Unterstützung aus Bardenitz und Pechüle konnte 1986 dann Wiedereinweihung gefeiert werden.

Gut 25 Jahre später ist der Bau erneut desolat. Die Schäden, die der Orkan Kyrill geschlagen hat, sind nur notdürftig geflickt. Das Turmdach muss dringend erneuert, das Fachwerk trockengelegt werden und vieles mehr. Diese neue Aufgabe hat das Dorf eng zusammengebracht. Erntedankfest, Konzert, Theater alle Möglichkeiten werden genutzt, um Spendengelder zu sammeln. Unterstützung kommt auch von der Stadt Treuenbrietzen als Grundeigentümer.

Die Kirche ist in der Kreis-Denkmalliste eingetragen. Über die kirchliche Nutzung hinaus möchte man dort Möglichkeiten für Konzerte und Ausstellungen schaffen und den Bürgern einen Treffpunkt anbieten.

  Förderverein zum Erhalt der Klausdorfer Kirche e.V.
 
Landkreis Potsdam-Mittelmark
 
Keine Zukunft mehr für Holzwurm und Nässe

Wagenitz gehört zu jener Reihe von Dörfern im Havelland, die sich von Spandau her an der B5 entlang bis hin nach Friesack und weiter wie an einer Perlenschnur aufreihen. Jedes dieser Dörfer hat seine eigene schöne Kirche. Von Wagenitz her grüßt und freut den auf der B5 Vorbeifahrenden besonders der in leuchtendes Gelb gekleidete Kirchturm. Der lässt vermuten, dass hier wohl eine recht engagierte Gemeinde mit einer gut intakten Kirche zu finden wäre.

Dann aber, wenn man sich weiter nähert, wird unübersehbar, dass am Turm aufsteigende Feuchte bereits großflächig den Putz ablöst. Und im Innern der barocken Kirche weisen auf der Empore und im leeren Orgelgehäuse weiße Holzmehlkegel auf gravierenden Schädlingsbefall hin. Nur gut, dass das große Gemälde mit der Stifterfamilie derer von Bredow noch keinen Schaden genommen hat.

Bisher gab es für die nötigen Maßnahmen keine Mittel in der Kasse der Gemeinde. Nun aber hat sich auch hier ein neuer Verein gegründet und will den Verfall der alten Wagenitzer Kirche beenden. Dass der im Frühjahr eingereichte Antrag auf ein FAK-Startkapital schon erfolgreich sein würde, hätte man in Wagenitz kaum zu hoffen gewagt. Nun besteht erst recht Anlass zu Optimismus für die anstehenden Rettungsaktionen.

  Förderverein Dorfkirche Wagenitz e. V.
 
Landkreis Havelland
 
Bescheidenes Kleinod am Wegesrand braucht helfende Hände

Wolsier? Schon die Anfangsbuchstaben scheinen die Frage zu suggerieren: Wo liegt denn das? Hier: an der unteren Havel, wenige Autominuten südwestlich von Rhinow.

Es ist ein bescheiden-beschauliches Dorf, das der Besucher rasch durchfahren würde, wäre da nicht auf dem Dorfanger eine kleine Fachwerkkirche, die den eiligen Reisenden anhalten und einhalten lässt.

Über 250 Jahre alt sind das Kirchlein und ein Teil des Inventars inzwischen, und manche im Ort sorgen sich zu Recht um den Zustand des Bauwerks. Sie meinen, da müsste einiges geschehen. Ihr Bemühen hat immerhin schon dazu geführt, dass die möglichen Schäden nun untersucht und in einem Gutachten dokumentiert werden. An den Kosten beteiligt sich auch der FAK. Die engagierten Bemühungen des Heimatvereins um weitere Öffnungen und Nutzungen der Kirche haben die Jury davon überzeugt, ein Startkapital 2012 nach Wolsier zu geben.

  Heimatverein Wolsier e. V.
 
Landkreis Havelland
 
Ziel: Zum großen Jubiläum neu herausgeputzt

2016 feiert die Kirche in Brügge ihr 150. Jubiläum. Der im März 2012 neu gegründete Förderverein Persius-Kirche Brügge hat sich zum Ziel gesetzt, bis dahin den maroden Sakralbau wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das bedeutet, dass Dach, Gebälk und Innenraum dringend von Grund auf saniert werden müssen. Das Startkapital vom Förderkreis Alte Kirchen macht Mut für dieses umfangreiche Vorhaben.

In den Jahren 1997 sowie 2007 bis 2009 waren bereits erste Sicherungs-, Sanierungs- und Aufräummaßnahmen durchgeführt worden. Unterstützung kam von der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Sparkassenstiftung. Erste Veranstaltungen Auftritte von Bläser- und Vokalchören, ein Dorffest, Hubertusmessen und Adventssingen im Kerzenschein haben sich längst zum festen Bestandteil im dörflichen Leben entwickelt.

Im Juni 2012 bereitete der Verein rund 750 Radfahrern der Tour de Prignitz einen festlichen Empfang. Brügge wurde als bester Pausenort mit einem Preisgeld von 1.000 Euro belohnt, das ebenfalls in den Topf zur Sanierung der Kirche fließt.

Der Verein wird durch diese ersten Erfolge beflügelt, geeignete Nutzungskonzepte für die Kirche zu entwickeln sowie Spenden- und Fördermittel einzuwerben, um eine Sanierung und spätere Nutzung federführend zu begleiten.

  Förderverein Persius-Kirche Brügge e. V.
 
Landkreis Prignitz
 
Die Uhren sollen endlich wieder richtig ticken

Am Turm, der die Dächer des Dorfes überragt, lässt sich am deutlichsten ablesen, wie dringend eine Grundsanierung der Kageler Kirche ist: mit Spanplatten zugestellte Schallluken, kaputte Vogelschutzgitter, die Uhren ticken unterschiedlich. Das soll nun anders werden. Im Herbst 2011 gründeten engagierte Einwohner einen Förderverein, der die Kirchengemeinde bei der Vorbereitung und Durchführung von Instandsetzungsarbeiten am Gebäude, an der Orgel und bei der Erhaltung des Bauwerkes unterstützen will. Neben Eigenleistungen und Einwerbung von Spendenmitteln sieht das Konzept die Mitgestaltung kirchlicher und kultureller Veranstaltungen vor. Auch der Heimatverein ist dabei, sein Vorstand trat sofort dem Förderverein bei. Die 1865/71 erbaute Kirche ist die dritte an diesem Standort. Kriegsschäden am Turm und am Kirchenschiff konnten erst 1958 teilweise beseitigt werden. In den Neunzigerjahren wurden umfassende Reparaturen durchgeführt, leider aber blieb aus Geldmangel vieles unerledigt. Mit Hilfe des Fördervereins soll nun zunächst der Dachfirst des Kirchenschiffes neu gedeckt werden, damit Regen und Schnee nicht ins Mauerwerk eindringen können.

Die Kirche steht gemeinsam mit der alten Dorfschule und dem Denkmal für die Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg unter Denkmalschutz.

  Förderverein Dorfkirche in Kagel e. V.
 
Landkreis Oder-Spree

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