Die Preisträger des "Startkapital für Kirchen-Fördervereine 2008"

Dorfkirche Schönebeck (Prignitz) 
Foto: Büro Krekeler

Initiativgruppe Dorfkirche Schönebeck (Prignitz)

Viele sind zur Mitarbeit eingeladen

Bereits seit mehreren Jahren bemüht sich ein gemeinnütziger Verein um die Stärkung des kirchlichen Lebens in der Region und speziell in Schönebeck. Allein aus Spenden werden zwei feste Stellen finanziert. Jeden Sonntag gibt es – im Wechsel der Orte – nur einen Gottesdienst, der dann aber von 40 bis 50 Menschen besucht wird. Da die Pfarrstelle zur Zeit vakant ist, werden Prediger von auswärts geholt.

Um für die dringend notwendige Sanierung der Fachwerkkirche auch Menschen außerhalb der Kirchengemeinde zur Mitarbeit einzuladen, formierte sich eine Initiativgruppe, die innerhalb kurzer Zeit bereits zahlreiche Veranstaltungen organisierte, Spenden sammelte und sich auch für die Förderung des sozialen Lebens im Dorf einsetzt.

Eine Finanzierung im Rahmen des Staatskirchenvertrages für das kommende Jahr ist in Aussicht gestellt. Dafür aber werden noch dringend Eigenmittel benötigt. Unser Startkapital kann dabei helfen.

 

 Stadt- und Hauptkirche in Guben/Gubin
 Foto: Bernd Janowski

Förderverein zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche in Guben / Gubin (Spree-Neiße)

Eine hoffnungsvolle Grenzüberschreitung

Die Stadt- und Hauptkirche liegt im heute polnischen Teil der Stadt und wurde 1945 durch Kriegseinwirkungen stark zerstört. Eine Stiftung auf polnischer Seite und ein Förderverein im deutschen Teil der Stadt wollen die Kirche als Begegnungszentrum wieder aufbauen. Erste Ergebnisse sind bereits zu sehen. Der Wiederaufbau des Sakralbaus soll ein Zeichen setzen und die gemeinsame Stadtentwicklung, die touristische und kommunale Zusammenarbeit der Doppelstadt und die Ökumene fördern.

Im Rahmen des diesjährigen Eröffnungskonzertes der vom Förderkreis Alte Kirchen und dem Landesmusikschulverband initiierten Veranstaltungsreihe "Musikschulen öffnen Kirchen" in Guben konnten ca. 2.000 Euro an Spenden aufgebracht werden.

Einen Bericht über das Projekt finden Sie in unserer Zeitschrift "Offene Kirchen 2008" auf Seite 16.

 

Kirche Heinsdorf 
Foto: Bernd Janowski 

Förderverein Sanierung Kirche Heinsdorf e.V. (Teltow-Fläming)

Ein Wahrzeichen soll wieder sichtbar werden

Anfang 1970 musste das Dach der baufälligen Heinsdorfer Kirche abgenommen werden, der Turm wurde auf die Höhe von etwa acht Metern verkürzt. Auch die Mauern des Kirchenschiffes hatte man bis auf eine Höhe von etwa zwei Metern abgetragen und das Areal mit Erde aufgefüllt. Der Verein möchte nun den Glockenturm sanieren und die Umfassungsmauern des Kirchenschiffes sichern. Nach der Instandsetzung könnten hier Gottesdienste oder kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Im Turm soll eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes und seiner Kirche entstehen.

Der Förderkreis Alte Kirchen half bei der Vorbereitung der Vereinsgründung und stellte für ein erstes Baugutachten bereits 1.500 Euro zur Verfügung. Erste Sicherungsarbeiten werden noch in diesem Jahr beginnen.

 

 Alte Dorfkirche Kemnitz (Teltow-Fläming)
 Foto: Förderverein

Förderverein Alte Dorfkirche Kemnitz e.V. (Teltow-Fläming)

Neues regt sich in und vor den Feldsteinmauern

Die mittelalterliche Feldsteinkirche in Kemnitz weist schwere Bauschäden auf und ist dringend sanierungsbedürftig. Im Sommer 2006 gründete sich ein Förderverein, der sich nach einigen Anfangsschwierigkeiten inzwischen fest im Dorfleben etablieren konnte. Neben anderen Veranstaltungen fanden auch regelmäßige Kinovorführungen regen Zuspruch – im Gebäude oder bei schönem Wetter gegenüber der Kirche unter freiem Himmel. Ein kleines Turmzimmer, das für Gottesdienste genutzt wird, wurde in Eigeninitiative renoviert. Inzwischen konnten erste Spenden auf das Vereinskonto gebucht werden, die Mut machen für weitere Aktionen.

Ein Wunsch der Kemnitzer wäre eine baldige Neubesetzung der vakanten Pfarrstelle.

 

Evangelische Dorfkirche zu Hasenholz 
Foto: Andreas Sander 

Förderverein Evangelische Dorfkirche zu Hasenholz e.V. (Märkisch Oderland)

Auch fliegende Drachen sind gute Helfer

Die Dorfkirche von Hasenholz ist ein einfacher Feldsteinbau des 13. Jahrhunderts. Der Innenraum wird geprägt von einem schlichten barocken Kanzelaltar.

Da die Kirchengemeinde in dem nur 64 Einwohner zählenden Dorf die notwendigen Sanierungsarbeiten an der Kirche nicht allein bewältigen kann, gründete sich im September 2007 ein Förderverein, der schnell zu einem wichtigen soziokulturellen Faktor des Dorflebens wurde. Neben Konzerten werden Dorffeste, Bauern- und Weihnachtsmärkte und im Herbst ein Drachenfest veranstaltet. Von April bis September ist die Kirche für Besucher geöffnet.


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