Bericht des Vorstandes des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. für die Jahre 2014/2015

vorgelegt und bestätigt auf der Mitgliederversammlung 2015 am 09.05.2015 in der Französischen Kirche am Bassinplatz in Potsdam

In diesem Jahr kann der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. (FAK) bereits das 25. Jubiläum seiner Gründung begehen. In dieser Zeit ist der Verein zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Kirche, staatlicher Denkmalpflege und organisierter Bürgergesellschaft geworden und kann auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Arbeit zur Bewahrung der sakralen Kultur im Land Brandenburg zurückblicken. Gemäß seinem bereits 1990 formulierten Motto "Retten - Erhalten - Nutzen" gelang es dem FAK, zahlreiche Menschen für die Erhaltung unserer sakralen Denkmale und ihrer wertvollen Ausstattungen zu sensibilisieren und zu motivieren. Unser Verein steht dank seiner Mitglieder und Unterstützer auf einer soliden Grundlage und stellt sich auch weiterhin den Herausforderungen, die der demographische Wandel und die zunehmende Säkularisierung für die zahlreichen denkmalgeschützten Kirchenbauten mit sich bringen.

Mit einer Festveranstaltung in der Französisch-reformierten Kirche in Potsdam werden wir das Jubiläum würdig begehen.

Vor wenigen Wochen wurde der FAK mit dem von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) ausgeschriebenen "Sonderpreis für Zivilcourage und Gemeinsinn" ausgezeichnet. In der Begründung heißt es unter anderem: "Die Wertschätzung für die sakralen Bauten ist durch die Arbeit des Förderkreises gestiegen und auch der Bauzustand konnte in vielen Fällen verbessert werden. Die Aktion "Offene Kirchen", die es mittlerweile seit 15 Jahren gibt, ist ein Erfolgsmodell." Mit dem Sonderpreis ist ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro verbunden. Der FAK stockte das Preisgeld auf 2.000 Euro auf und stellt es für die Sanierung des Kirchturms der Fachwerkkirche in Seehausen (UM) zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr konnten wieder zahlreiche Sanierungs- und Restaurierungsprojekte finanziell unterstützt und durch Beratung gefördert werden. Dörfliches Leben in und um die Kirchengebäude wurde mit Aktionen wie Benefizkonzerten oder Exkursionen gestärkt. Dies war nur durch das gleichbleibend hohe Engagement der aktiven Mitglieder, die Spendenbereitschaft unseres weiter gewachsenen Mitgliederkreises und die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsführung und Regionalbetreuung möglich.

1. Mitgliederentwicklung

Heute zählt der FAK 593 Mitglieder, davon 426 persönliche Mitglieder, 129 Vereine mit zumeist gegenseitiger Mitgliedschaft, 29 Kirchengemeinden bzw. Kirchenkreise und 9 Firmen. Damit ist die Mitgliederzahl um knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Der Vorstand setzt sich aus sieben stimmberechtigten ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen, die gleichzeitig noch weitere Aufgaben im FAK wahrnehmen.

2. Finanzen

Auch 2014 war für den FAK wieder ein erfolgreiches Jahr. Der Verein steht auf einer soliden finanziellen Grundlage und hat zahlreiche Zuschüsse zur Sanierung von Kirchen bzw. zur Restaurierung von Ausstattungen ausgezahlt. Eine detaillierte Übersicht zu den Fördermaßnahmen entnehmen Sie bitte dem Punkt 3. Die Rücklagen sind konstant gehalten worden und können mögliche Schwankungen in den Einnahmen des Vereins auf längere Sicht ausgleichen.

Wie Sie der Jahresrechnung entnehmen können, hat der FAK im Jahr 2014 183.460,16 Euro an Einnahmen verbuchen können - davon mehr als 66.000 Euro allgemeine und ca. 27.000 Euro projektbezogene Spenden.

Insgesamt hat der FAK im Jahr 2014 eine Summe von fast 100.000 Euro an Projekthilfen ausgereicht, die größtenteils durch effektive Kofinanzierungen die Einwerbung weiterer Fördermittel ermöglichten. Auch in Zukunft wird sich der FAK bemühen, die ihm anvertrauten Gelder effektiv und verantwortungsvoll zu verwalten und einzusetzen, um weiterhin substantielle Hilfe zur Erhaltung, Instandsetzung und angemessenen Nutzung von Kirchengebäuden leisten zu können.

3. Fördermaßnahmen

Mit den unter 2.2 genannten Fördermitteln konnten im vergangenen Jahr unter anderem folgende Maßnahmen unterstützt werden:

Aus Zinserträgen unserer "Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen" (siehe Punkt 8) konnten vorbereitende Arbeiten für die Sanierung der von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Kirche in Joachimsthal (BAR) und der Wiederaufbau der Kirchenruine in Rogäsen (PM) finanziell unterstützt werden.

Aus Spendengeldern der Aktion "Menschen helfen Engeln" konnte im vergangenen Jahr die Restaurierung der Taufengel in Altwustrow (MOL), Dauer (UM), Freyenstein (PR) und Plänitz (OPR) finanziell unterstützt werden. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Aktion seit 2008 etwa 77.000 Euro an zweckgebundenen Spenden für die Rettung barocker Taufengel ausgereicht. Erhebliche Spenden erreichten den FAK auch für die Restaurierung der Ausstattung der Dorfkirche Dedelow (UM) im Rahmen der Aktion "Vergessene Kunstwerke". Der diesjährige Spendenaufruf gilt den Prospektfiguren der ehemaligen Hans-Scherer-Orgel von 1573 in der St. Marienkirche in Bernau (BAR).

Darüber hinaus konnte der FAK zahlreiche größere und kleinere zweckgebundene Spenden für spezielle Instandsetzungs- bzw. Restaurierungsprojekte weiterleiten und Zuschüsse von Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen vermitteln, die direkt an Kirchengemeinden bzw. Fördervereine ausgereicht wurden.

So unterstützte der Lions-Club Seeheim an der Bergstraße auf Initiative des FAK die Installation neuer Beleuchtungskörper für die Dorfkirche Halbe (TF) und die Restaurierung der barocken Empore in der Dorfkirche Niebendorf (TF). Die Initiative im Denkmalschutz engagierter Ärzte und Apotheker (IDEA) unterstützte mit einer großzügigen Spende anlässlich ihres 25. Gründungsjubiläums die Instandsetzung der Dorfkirche Märkisch Wilmersdorf (TF).

Ein spezieller Dank gilt auch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, durch deren Spendenaktion die Sicherung und Instandsetzung der Dorfkirche Waltersdorf (TF), für deren Erhalt sich der FAK seit vielen Jahren engagiert, einen entscheidenden Schritt vorangebracht werden konnte. Die mittelalterlichen Wandmalereien in der Waltersdorfer Kirche wurden dadurch vor weiteren Verlusten geschützt.

Einen finanziellen Zuschuss leistete der FAK für die gemeinsam mit dem Landesverband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V. durchgeführte Veranstaltungsreihe "Musikschulen öffnen Kirchen" (Siehe Punkt 7).

Zudem unterstützte der FAK mit einem Druckkostenzuschuss die Publikation eines vom Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz herausgegebenen Tagungsbandes über Bettelorden in der Niederlausitz. Dank einer Zuwendung aus der Studienstiftung Dr. Uwe Czubatynski und mehrerer zweckgebundener Spenden konnte der FAK auch den Druck des Bandes "Die mittelalterlichen Dorfkirchen der Uckermark" von Dr. Matthias Friske bezuschussen. Ebenfalls aus zweckgebundenen Spenden beteiligte sich der FAK wesentlich an der Publikation von Wolf-Dietrich Meyer-Rath über "Die spätmittelalterlichen Wandmalereien in der Dorfkirche Demerthin".

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 konnte der FAK insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro an direkten Projektzuschüssen für die Rettung und Bewahrung von Kirchenbauten und ihrer wertvollen Ausstattung ausreichen. Dafür danken wir herzlich allen Mitgliedern, Spendern und Unterstützern!

4. Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.

Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ist einer der Grundpfeiler des FAK. Mit der jährlichen Verleihung eines Startkapitals von je 2.500 Euro an fünf neu gegründete Kirchenfördervereine zeichnet der FAK das Engagement von ehrenamtlichen Initiativen für die Bewahrung von Gottesdienststätten sowie die Entwürfe für angemessene Nutzungskonzepte aus. In diesem Berichtsjahr wurden in Garrey (PM) folgende Fördervereine ausgezeichnet:

Durch die inzwischen gut etablierte Regionalbetreuung ist der Kontakt zu den zahlreichen Kirchen-Fördervereinen, aber auch zu Kirchengemeinden und Institutionen in den Landkreisen in den vergangenen Jahren wesentlich gestärkt worden.

Die regionale Betreuung wird von folgenden Vorstands- bzw. Vereinsmitgliedern wahrgenommen: Arnulf Kraft (Havelland), Hans Tödtmann (Potsdam-Mittelmark, Nord), Theda v. Wedel-Schunk (Potsdam-Mittelmark, Süd), Dr. Hans Krag (Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz), Uwe Donath (Märkisch-Oderland, Oder-Spree), Carsten Lange (Barnim), Bernd Janowski (Uckermark), Konrad Mrusek (Oberhavel), Wolf-Dietrich Meyer-Rath (Prignitz, Ostprignitz-Ruppin). Leider ist es uns bisher nicht gelungen, für den Landkreis Spree-Neiße, die Stadt Cottbus und das Gebiet der schlesischen Oberlausitz einen Regionalbetreuer zu finden, so dass diese Region seit zwei Jahren vakant ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich unter unseren Mitgliedern Interessenten für diese verantwortungsvolle Aufgabe finden würden.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Für einen im Land Brandenburg und darüber hinaus wirkenden Förderkreis ist die Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiges Instrument. Unsere Jahresbroschüre Offene Kirchen erschien nunmehr zum sechzehnten Mal und genießt eine große Wertschätzung. Allerdings ist die verkaufte Auflage rückläufig, da die Zahl der Verkaufsstellen zurückgegangen ist. Wir bemühen uns, dem zu begegnen und appellieren an die Verantwortungsgemeinschaft auch der Kirchengemeinden und Fördervereine. Knapp 1.000 Kirchen beteiligen sich mittlerweile an der Aktion Offene Kirchen und sind entsprechend im Adressteil des Heftes verzeichnet. Für den kunsthistorischen Teil haben wir wieder kenntnisreiche Autoren gewinnen können. Für die redaktionelle Arbeit dankt der Vorstand Bernd Janowski, Eva Gonda, Susanne Gloger, Rainer Marx und Konrad Mrusek. Ein besonderer Dank gilt Eva Gonda und Elke Kreischer für die Herausgabe unseres Mitteilungsblattes Alte Kirchen. Auch die monatlichen digitalen Info-Briefe des Geschäftsführers an die Mitglieder und Interessenten dienen der Öffentlichkeitsarbeit.

Dem jährlichen, sehr aufwändigen Vertrieb der Offenen Kirchen widmen sich ehrenamtlich viele Mitglieder. Sie leisten dabei in den meisten Fällen zusätzlich unentgeltliche Fahrdienste, die einem Spendenwert von weit über 1.000 Euro entsprechen würden. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt!

Rainer Marx betreut die Homepage des FAK. Unser Internetauftritt ist durch ihn zu einem wichtigen Aushängeschild und zum Archiv unserer Arbeit geworden.

Anlässlich unseres traditionellen Neujahrsvortrages in der St. Matthäuskirche in Berlin gemeinsam mit dem Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte e.V. hielt unser Geschäftsführer Bernd Janowski einen Vortrag mit dem Titel: "Bevor wir anfangen, unsere Kirchen zu schließen, sollten wir sie öffnen!"

Der FAK ist Gründungsmitglied des internationalen Verbundes zur Bewahrung von Gottesdienststätten in Europa, Future for Religious Heritage (FRH). Ehrenvorstandsmitglied Angus Fowler und Dr. Uwe Otzen waren seitens des Gastgeberlandes Deutschland maßgeblich an der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung und Durchführung einer Konferenz beteiligt, die im November 2014 in Halle (Saale) zum Thema der Bewahrung des religiösen Erbes im ländlichen Raum Europas stattfand. Bernd Janowski hielt dort einen Vortrag zum Thema: "Kunst und Kultur in Dorfkirchen - die letzte Chance für überflüssige Gotteshäuser?" Angus Fowler gab zudem einen Überblick über die Kirchensituation in Deutschland und gestaltete die Exkursion zusammen mit dem ehemaligen Landeskonservator von Sachsen-Anhalt, Gotthard Voß.

6. Exkursionen

Auch im vergangenen Jahr bot der FAK seinen Mitgliedern und Unterstützern mehrere Busexkursionen an, die sich neben kunsthistorischen Führungen auch mit Fragen der Erhaltung, Instandsetzung und Nutzung der Kirchengebäude beschäftigen. So führten 2014 Fahrten

7. Kunst und Kultur in Brandenburgischen Dorfkirchen

Das Projekt Musikschulen öffnen Kirchen, das vom Landesverband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg e.V. zusammen mit dem Förderkreis Alte Kirchen veranstaltet wird und unter der Schirmherrschaft von Kulturministerin Dr. Sabine Kunst steht, hat im vergangenen Jahr mit 44 Konzerten wiederum dazu beigetragen, dass alte Kirchen in Brandenburg als Orte der Begegnung belebt und wertvolle Kulturgüter erhalten werden können. Die Spenden und Kollekten im Anschluss an die Konzerte kommen in vollem Umfang der Erhaltung der gastgebenden Kirchengebäude zugute. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe konnten bisher mehr als 130.000 Euro für konkrete Projekte "erspielt" werden.

Mit mehr als 60 Konzerten - so vielen wie bisher noch nie - wird die Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen" im Jahr 2015 fortgesetzt.

8. Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen

Unsere Stiftung, 2008 gegründet, hat inzwischen ihr Kapitalvermögen von ursprünglich 58.500 Euro auf inzwischen knapp 420.000 Euro erhöhen können. Aus den Zinserträgen konnten für neun Projekte des FAK bisher 25.350 Euro zur Verfügung gestellt werden. Ab 2015 sind jährliche Erträge und daraus resultierende Förderungen von rd. 9.000 Euro p.a. vorgesehen. Möglich gemacht haben diese erfolgreiche Entwicklung etwa 270 Personen, die mit Einzelbeträgen von 10 bis 10.000 Euro (und mehr!) zu diesem sehr beachtlichen Ergebnis beigetragen haben. In den nächsten Jahren soll ein Kapitalstock von 500.000 Euro aufgebaut werden. Wir bitten dafür um weitere Unterstützung.

Der FAK dankt Arnulf Kraft und Dr. Hans Krag sowie Martin Ammon und Reinhard Greulich (beide von der Stiftung KiBa) für ihr erfolgreiches Wirken im Stiftungsvorstand.

9. Verwaltung

Die Geschäftsleitung wurde in bewährter Weise von Bernd Janowski wahrgenommen, unterstützt von unserer Referentin Susanne Gloger. Die kollegiale Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsführung und Regionalbetreuung ist schriftlich vereinbart und gestaltet sich zufriedenstellend. Der Vorstand dankt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Besonders zu nennen sind Arnulf Kraft (Pflege der Datenbanken sowie Wahrnehmung der telefonischen Danksagung an die Spender), Hans-Joachim Böhme (Vertrieb und Büroarbeiten), Edmund Köhn (Archiv), Günter Baude (EDV).

10. Ausblick

Auch in Zukunft wird es eine der wichtigsten Aufgaben des FAK sein, die Erhaltung und Instandsetzung von Kirchengebäuden finanziell zu unterstützen. Auch wenn in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten viel erreicht wurde, um gravierende Bauschäden zu beseitigen, gibt es noch viel zu tun!

Dabei betrachten wir unser Engagement für die Erhaltung und Bewahrung von Gotteshäusern nicht isoliert, sondern sehen die Kirche als Bestandteil des "Sozialraumes" Dorf. Die peripheren Regionen des Landes, die mit demographischen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen mehr zu kämpfen haben als der sogenannte "Speckgürtel", dürfen nicht vergessen werden.

Zusätzlich zur Instandsetzung der Gebäudehüllen wird sich unser Augenmerk auch auf die Sicherung und Restaurierung wertvoller historischer Ausstattungsstücke richten, da die meisten potentiellen Fördermittelgeber das reichhaltige künstlerische Inventar der Kirchen nicht berücksichtigen.

Der FAK hält am Konzept der behutsamen Nutzungserweiterung fest und unterstützt kulturelle Aktivitäten sowie weitere angemessene Nutzungen, die dazu beitragen, Kirchen zu öffnen und sie über die Kerngemeinde hinaus weiteren Menschen zugänglich zu machen. Dadurch bietet sich die Chance, mit Kooperationspartnern - Fördervereinen, Kommunen, Kultureinrichtungen, sozialen Trägern usw. - gemeinsame Konzepte zur langfristigen Erhaltung der Kirchengebäude zu finden. Auch ist es notwendig, in einer zunehmend säkularisierten Umwelt die ikonographische und liturgische Lesbarkeit der Kirchenräume zu bewahren, um einem kulturellen Analphabetismus vorzubeugen.

In Zeiten fortschreitender Säkularisierung und eines demographischen, kulturellen und sozialen Wandels wird uns der Umgang mit nicht mehr oder nur noch selten genutzten Kirchengebäuden zunehmend beschäftigen. Es gilt nun, Konzepte zur Bewahrung denkmalgeschützter Kirchengebäude zu finden, die langfristig ihre Bewahrung als gottesdienstliche und kulturelle Zentren sowie als Denkmäler unserer Geschichte gewährleisten.

Um die finanziellen, baulichen und organisatorischen Lasten zwischen Kirche, Staat und Bürgerschaft besser zu verteilen, wird die gesamte Gesellschaft als Verantwortungsgemeinschaft weiterhin stark gefordert sein.

Der Vorstand
Berlin, den 31. März 2015

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