Bericht des Vorstandes des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. für die Jahre 2013/2014

vorgelegt und bestätigt auf der Mitgliederversammlung 2014 am 03.05.2014 im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Plötzensee

Überblick

Auch im 24. Jahr seines Bestehens konnte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. (im Folgenden "Förderkreis") seine Aufgaben als Bindeglied zwischen Kirche, staatlicher Denkmalpflege und organisierter Bürgergesellschaft wieder erfüllen. In dieser gesellschaftsverbindenden Funktion wurde er am 28. Oktober 2013 in Berlin mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz durch die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNKD), der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Sabine Kunst, ausgezeichnet. Das Nationalkomitee ehrte den Förderkreis "für sein herausragendes Engagement, seine Beharrlichkeit und die vielen kreativen Ideen, mit denen er Spendengelder für zahlreich Bau- und Restaurierungsprojekte akquiriert". Dies erfüllt uns mit Stolz, ist uns zugleich aber auch Verpflichtung, unsere wichtige Arbeit zur Erhaltung des brandenburgischen Kulturerbes erfolgreich und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln weiterzuführen.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr konnten wieder zahlreiche Sanierungs- und Restaurierungsprojekte finanziell unterstützt, durch Beratung gefördert und dörfliches Leben in und um die Kirchengebäude mit Aktionen wie Benefizkonzerten, Theaterveranstaltungen oder Besuchen im Rahmen von Exkursionen gestärkt werden. Dies war nur durch das gleichbleibend hohe Engagement der aktiven Mitglieder, die Spendenbereitschaft unseres weiter gewachsenen Mitgliederkreises und die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsleitung und Regionalbetreuung möglich. Dafür sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen!

1. Mitglieder-und Personalentwicklung

Heute zählt der Förderkreis 577 Mitglieder, davon 422 persönliche Mitglieder, 126 Vereine mit zumeist gegenseitiger Mitgliedschaft, 21 Kirchengemeinden bzw. Kirchenkreise und 8 Firmen. Damit ist die Mitgliederzahl um knapp 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Der Vorstand setzt sich aus sieben stimmberechtigten ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen, die gleichzeitig noch weitere Aufgaben im Förderkreis wahrnehmen. Die regionale Betreuung wird von folgenden Vorstands-, bzw. Vereinsmitgliedern wahrgenommen: Arnulf Kraft (Havelland), Hans Tödtmann (Potsdam-Mittelmark, Nord), Theda v. Wedel-Schunk (Potsdam-Mittelmark, Süd), Dr. Hans Krag (Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz), Uwe Donath (Märkisch-Oderland), Carsten Lange (Barnim), Bernd Janowski (Uckermark), Konrad Mrusek (Oberhavel), Wolf-Dietrich Meyer-Rath (Prignitz, Ostprignitz-Ruppin).

2. Finanzentwicklung

Auch das Jahr 2013 war für den Förderkreis wieder ein erfolgreiches Jahr. Der Verein steht auf einer soliden finanziellen Grundlage und hat zahlreiche Zuschüsse zur Sanierung von Kirchen bzw. zur Restaurierung von Ausstattungen ausgezahlt. Über die direkt vom Förderkreis vergebenen Fördermittel hinaus konnten weitere finanzielle Zuwendungen Dritter, also von Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen weitergeleitet werden, die konkreten Maßnahmen vor Ort zugutekamen. Eine detaillierte Übersicht zu den Fördermaßnahmen entnehmen Sie bitte dem Punkt 3.

Der Förderkreis achtet weiterhin darauf, seine Fördermittel durch geeignete Kofinanzierungen möglichst effektiv einzusetzen. Die Rücklagen sind konstant gehalten worden und können mögliche Schwankungen in den Einnahmen des Vereins auf längere Sicht ausgleichen.

2.1. Einnahmen

Wie Sie der Jahresschlussabrechnung entnehmen können, hat der Förderkreis 2013 191.953,46 Euro eingenommen - davon u.a. 63.091,45 Euro allgemeine und 37.321,72 Euro projektbezogene Spenden. Bei vielen Positionen haben wir unser Ziel überschritten, bei den projektbezogenen Spenden konnten wir es fast verdoppeln, bei einigen wenigen haben wir es nicht ganz erreicht. 2013 hat es mit 28.518,50 Euro auch wieder Einnahmen aus der landesweiten Kollekte der EKBO gegeben. Einen wichtigen, weil planbaren Bestandteil unserer Einnahmen bilden die Mitgliedsbeiträge, die dank einer kontinuierlich wachsenden Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr gesteigert werden können. Bei den Einnahmen aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, den Kollekten, Exkursionen u.a.m. haben wir mit 100 % eine Punktlandung gegenüber dem Planziel hingelegt. Insgesamt haben wir unser Planziel mit 99 % nahezu erreicht. Über die erfreuliche finanzielle Entwicklung unserer Stiftung informieren wir Sie in Punkt 8.

2.2. Ausgaben

Insgesamt hat der Förderkreis im Jahr 2013 eine Summe von 93.030,55 Euro an direkten Projekthilfen ausgereicht. Im Vorjahr lagen wir mit 112.700 Euro zwar deutlich höher, müssen hier jedoch den Anteil der weitergeleiteten Taufengelspenden mit 21.116 Euro berücksichtigen.

Wir sind nach wie sehr bemüht, unsere Verwaltungskosten so gering wie möglich zu halten. Dank der Verlagerung des größten Teils unserer Geschäftsbeziehungen von der Berliner Volksbank zur Evangelischen Darlehnsgenossenschaft ist es gelungen, die Gebühren für Kontoführung von 998,80 Euro auf 278,34 Euro zu senken. Auch in Zukunft wird sich der Förderkreis bemühen, die ihm anvertrauten Gelder effektiv und verantwortungsvoll zu verwalten und auszugeben, um weiterhin substantielle Hilfe zur Erhaltung, Instandsetzung und angemessenen Nutzung von Kirchengebäuden leisten zu können.

3. Bauliche und restauratorische Fördermaßnahmen

Mit den unter Pkt. 2.2 genannten Fördermitteln konnten im vergangenen Jahr wieder viele sichtbare Zeichen für die Erhaltung von Kirchen und ihren Ausstattungsgegenständen im ländlichen Brandenburg gesetzt werden. U.a. wurden durch Zuschüsse des FAK folgende Maßnahmen unterstützt:

Zusätzlich konnten in erheblichem Maße zweckgebundene Spenden weitergereicht werden. Neben vielen weiteren kamen diese Spenden folgenden Projekten zugute:

Aus Spenden, die uns anlässlich der Beisetzung unseres langjährigen Vorstandskollegen Günter Schöne erreichten, konnte in seinem Sinne ein Betrag in Höhe von 2.500 Euro an den Förderverein Dorfkirche Wulfersdorf (LOS) für Reparaturarbeiten am dortigen Kirchengebäude weitergereicht werden.

Aus einem gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu vergebenden Vermächtnis konnten die Dorfkirchen in Darsikow (OPR), Selbelang (HVL), Alt Krüssow (PR), Groß Ziethen (OH), Buckow (HVL), Flieth (UM), Sewekow (OPR), Berkholz (UM), Wassersuppe (HVL), Butzow (PM), Garrey (PM) und Gießmannsdorf (EE) baulich denkmalgerecht gefördert werden.

Im Rahmen der Spendenaktion "Menschen helfen Engeln" erreichten uns weiterhin namhafte Spenden. Insgesamt erbrachte die Spendenaktion, die der Förderkreis gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege (BLDAM) ins Leben rief, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Erlös von mehr als 70.000 Euro.

Im Rahmen der Nachfolge-Aktion "Vergessene Kunstwerke", die wiederum in Kooperation mit der EKBO, dem BLDAM und der Stiftung Kirchliches Kulturerbe initiiert wurde, konnten etwa 6.000 Euro für die Restaurierung des Renaissancealtars in der Dorfkirche Laubst (SPN) weitergereicht werden. Diese Summe wurde aus Mitteln des Landesamtes für Denkmalpflege aufgestockt, so dass dadurch eine umfangreiche Sicherung dieses Kunstwerkes möglich ist. Auch für die Restaurierung der Ausstattung der Dorfkirche Dedelow (UM), die in der Adventszeit 2013 als neues Spendenobjekt vorgestellt wurde, erreichten uns bereits zahlreiche Zuwendungen.

4. Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.

Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ist einer der Grundpfeiler des Förderkreises. Mit der jährlichen Verleihung eines Startkapitals von je 2.500 Euro an fünf neu gegründete Kirchenfördervereine zeichnet der Förderkreis das Engagement von ehrenamtlichen Initiativen für die Bewahrung von Gottesdienststätten sowie die Entwürfe für angemessene Nutzungskonzepte aus. In diesem Berichtsjahr wurden in der Klosterkirche Altfriedland (MOL) folgende Fördervereine ausgezeichnet:

Die Vereine in Dranse und Friesack teilten sich einen Preis und erhielten einen Zuschuss in Höhe von jeweils 1.250 Euro.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Für einen über Brandenburg hinaus wirkenden Förderkreis ist die Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiges Instrument der Bewusstseinsbildung und Motivation für den Erhalt "der Kirche im Dorf", für Denkmalpflege und Kulturförderung. Unsere Jahresbroschüre Offene Kirchen erscheint nunmehr zum fünfzehnten Mal und genießt eine große Wertschätzung. Allerdings ist die verkaufte Auflage rückläufig, da u.a. auch die Zahl der Verkaufsstellen zurückgegangen ist. Wir sind dem mit einer Werbeoffensive begegnet, bei der u.a. auch an die Verantwortungsgemeinschaft der Kirchengemeinden und Fördervereine selbst appelliert worden ist. Etwa 1.000 Kirchen beteiligen sich mittlerweile an der Aktion Offene Kirchen und sind entsprechend im Adressteil des Heftes verzeichnet. Für den kunsthistorischen Teil haben wir wieder kenntnisreiche Autoren gewinnen können. Für die redaktionelle Arbeit dankt der Vorstand Bernd Janowski, Eva Gonda, Susanne Gloger, Rainer Marx und Konrad Mrusek. Ein besonderer Dank gilt wieder Eva Gonda für die Herausgabe unseres Mitteilungsblattes Alte Kirchen. Auch die monatlichen digitalen Info-Briefe des Geschäftsführers an die Mitglieder und Interessenten tragen zur Öffentlichkeitsarbeit des Förderkreises bei.

Dem jährlichen, sehr aufwändigen Vertrieb der Offenen Kirchen widmen sich ehrenamtlich viele Mitglieder. Sie leisten dabei in den meisten Fällen zusätzlich unentgeltliche Fahrdienste, die einem Spendenwert von weit über 1.000 Euro entsprechen würde. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt!

Rainer Marx und Christiane Herrmann betreuen die Homepage des Förderkreises www.altekirchen.de. Sie haben unseren Internetauftritt zu einem wichtigen Aushängeschild und zum Archiv unserer Arbeit gemacht. Rainer Marx hat sich entschlossen, nach zwölfjähriger Zugehörigkeit zum Vorstand des Förderkreises nicht mehr zu kandidieren. Er wird jedoch weiterhin unseren Internetauftritt betreuen. Für seine stets konstruktive Mitarbeit im Vorstand möchten wir uns herzlich bedanken!

Anlässlich unseres traditionellen Neujahrsvortrages gemeinsam mit der Stiftung St. Matthäus und dem Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte e.V. in der St. Matthäuskirche in Berlin hielt unser Schirmherr, Dr. Wolfgang Thierse einen bemerkenswerten Vortrag vor 170 Mitgliedern und Gästen mit dem Titel: Die Zukunft der Vergangenheit. Schrumpfende Dörfer und Gemeinden - was geschieht mit den Kirchen?

Der Förderkreis ist Gründungsmitglied des internationalen Netzwerkes zur Bewahrung von Gottesdienststätten in Europa, Future for Religious Heritage, FRH. Ehrenvorstandsmitglied Angus Fowler und Bernd Janowski nahmen an der dritten Mitgliederversammlung von FRH sowie der anschließenden Konferenz in Utrecht teil, die sich dem Thema "Bewahrung der beweglichen Kirchenkunstgüter" widmete. Bernd Janowski hielt dort einen Vortrag zum Thema: "Open Churches in Brandenburg - Suitable varied use as an option for public recognition".

Angus Fowler, Konrad Mrusek, Uwe Otzen und Theda v. Wedel-Schunk nahmen an der Tagung Zukunftsforum Ländlicher Raum anlässlich der Grünen Woche 2014 teil. Der Förderkreis beteiligte sich dort an einem Workshop des Forums ländlicher Raum der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung zum Thema "Kirche als Akteur und Partner in der Regionalentwicklung". Dabei ging es insbesondere um die Frage nach der Bedeutung von Dorfkirchen angesichts von demographischem Wandel, Finanznot und Globalisierung.

Angus Fowler und Uwe Otzen empfingen in der Sophienkirche eine Delegation von Kunsthistorikern, Restauratoren und Architekten der Königlich-Schwedischen Kunstakademie in Stockholm, die sich über die Arbeit des Förderkreises informierten. Bei mehreren Veranstaltungen hielt Bernd Janowski Vorträge zur kulturellen Nutzungserweiterung von Kirchen, zur Zusammenarbeit von Kirchengemeinden und Kommunen zur gemeinsamen Bewahrung des kulturellen Erbes sowie zur Zukunft unserer Dorfkirchen in Zeiten des demographischen Wandels, so u.a. auf einer Tagung der Evangelischen Forschungsakademie in Berlin, bei einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie zu Berlin im Fürstenwalder Dom und bei einem Seminar der Heimvolkshochschule am Seddiner See. Frau v. Wedel hat den Förderkreis auf einer Konferenz des Vereins "Brandenburg 21" zur Lage der Dörfer vertreten, ebenso bei Workshops des "Forums ländlicher Raum" zur Rolle der Kirchen im ländlichen Raum sowie zur EU-Förderperiode 2014 - 2020.

6. Exkursionen und Ausstellungen

Auch im vergangenen Jahr bot der Förderkreis seinen Mitgliedern und Unterstützern mehrere Busexkursionen an, die sich neben kunsthistorischen Führungen auch mit Fragen der Erhaltung, Instandsetzung und Nutzung der Kirchengebäude beschäftige. So führten 2013 Fahrten

7. Kunst und Kultur in Brandenburgischen Dorfkirchen

Das Projekt Musikschulen öffnen Kirchen, das vom Landesverband der Musikschulen Brandenburgs zusammen mit dem Förderkreis veranstaltet wird und unter der Schirmherrschaft von Kulturministerin Dr. Sabine Kunst steht, hat in diesem Berichtsjahr wieder mit mehr als 40 Konzerten dazu beigetragen, dass alte Kirchen in Brandenburg als Orte der Begegnung belebt und wertvolle Kulturgüter erhalten werden können. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen der Musikschulkonzerte über 87.000 Euro für die Erhaltung und Instandsetzung brandenburgischer Kirchen gespendet.

Im Berichtsjahr wurde im Rahmen des Projektes Theater in der Kirche das Stück Mein Freund HARVEY von Mary Chase aufgeführt. Die Spendenerlöse kamen je zur Hälfte der Theatergruppe und dem Erhalt der Kirchengebäude zugute. Seit Gründung 2002 fanden 166 Aufführungen in über 90 Kirchen Brandenburgs vor etwa 1.000 Besuchern jährlich statt.

Der Förderkreis rief in einer gemeinsamen Spendenaktion mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Stiftung Kirchliches Kulturerbe in Berlin Brandenburg, die unter dem Titel Schönheit bewahren - Kulturgut retten stand, zur Bewahrung der Kunstschätze der Dorfkirche Dedelow auf.

In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband der Prignitz und mit finanzieller Unterstützung des Förderkreises, der Stiftung zum Erhalt der Kirchen in der Prignitz bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Sparkasse Prignitz, der Stiftung KiBa sowie von vier Prignitzer Kirchenkreisen erarbeitete Wolf-Dietrich Meyer-Rath den umfassenden Kirchenführer KirchenKulturlandschaft Prignitz, der vom Ev. Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge herausgegeben wurde. Zu der Publikation Die Wandmalereien in der Dorfkirche zu Demerthin, die z. Zt. mit mehreren Fachautoren erstellt und vom Förderkreis herausgegeben wird, hat Wolf-Dietrich Meyer-Rath die Redaktion übernommen.

8. Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen

Unsere Stiftung, die am 1. Juli 2008 gegründet worden ist, hat inzwischen ihr Vermögen von ursprünglich 58.500 Euro auf inzwischen über 380.000 Euro erhöhen können. Aus den Zinserträgen konnten bislang knapp 20.000 Euro für sieben Projekte des Förderkreises zur Verfügung gestellt werden. Möglich gemacht haben diese erfolgreiche Entwicklung knapp 260 Personen, die mit Einzelbeträgen von 10 bis 10.000 Euro und mehr zu diesem beachtlichen Ergebnis beigetragen haben. In den nächsten Jahren soll ein Kapitalstock von 500.000 Euro aufgebaut werden.

9. Verwaltung

Die Geschäftsleitung wurde in bewährter Weise von Bernd Janowski wahrgenommen, der von unserer Mitarbeiterin und Kunsthistorikerin Susanne Gloger unterstützt wird. Die kollegiale Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsleitung und Regionalbetreuung ist schriftlich vereinbart und gestaltet sich sehr zufriedenstellend. Vorstand und Geschäftsleitung bemühen sich weiterhin darum, die Halbtagsstelle von Frau Gloger aufzustocken, da die Verwaltungsanforderungen weiterhin gestiegen sind. Der Vorstand dankt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die das Gesamtgeschehen des Förderkreises mit getragen und aktiv mit gestaltet haben. Besonders zu nennen sind unser ehemaliges Vorstandsmitglied Arnulf Kraft (Pflege der Datenbanken sowie Wahrnehmung der telephonischen Danksagung an die Spender), Herr Böhme (Vertrieb), Herr Köhn (Archiv), Herr Baude (EDV) und Frau Müller (Büroarbeiten).

10. Ausblick

Die Erhaltung der kirchlichen Baudenkmale und ihrer Ausstattungen bleibt eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Identifikation und regionale Beheimatung der ländlichen und städtischen Bevölkerung Brandenburgs. Um die finanziellen, baulichen und organisatorischen Lasten zwischen Kirche, Staat und Bürgerschaft besser zu verteilen, wird die Gesamtgesellschaft in ihren Gliederungen (Kirchengemeinden, Kommunen, staatliche Denkmalpflege, Fördervereine, Stiftungen, Bürgerinitiativen, Interessenverbände, Privatwirtschaft, etc.) als Verantwortungsgemeinschaft immer stärker gefordert werden. Hier wird der Förderkreis weiterhin einen substantiellen Beitrag leisten müssen. Bei der praktischen Umsetzung hält der Förderkreis am Konzept der behutsamen Nutzungserweiterung fest. Es hat sich darüber hinaus bewährt, die Fördermaßnahmen des FAK nachhaltig auch mit den Fördermaßnahmen unserer eigenen Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen in der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) zu verbinden.

In Zeiten einer fortschreitenden Säkularisierung und eines gravierenden demographischen, kulturellen und sozialen Wandels wird uns der Umgang mit nicht mehr oder nur noch selten genutzten Kirchengebäuden in den Randregionen des Landes Brandenburg in der Zukunft zunehmend beschäftigen. Im 25. Jahr seines Bestehens möchte der Förderkreis eine umfassende Beschäftigung mit diesem Thema durch kirchliche, staatliche und kommunale Institutionen sowie den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten anregen. Es gilt, Konzepte zur Bewahrung denkmalgeschützter Kirchengebäude zu finden, die langfristig ihre Erhaltung und Bewahrung als geistliche und kulturelle Zentren ihres jeweiligen Gemeinwesens gewährleisten.

Der Vorstand
Berlin, den 19. März 2014

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