Bericht des Vorstandes des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. für die Jahre 2012 / 2013

vorgelegt und bestätigt auf der Mitgliederversammlung 2013 am 04.05.2013 im Pfarrsaal der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Prenzlauer Berg

Überblick

Auch im 23. Jahr seines Bestehens konnte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. (im Folgenden "Förderkreis") die in ihn von Seiten der Öffentlichkeit gesetzten Erwartungen als Bindeglied zwischen Kirche, staatlicher Denkmalpflege und organisierter Bürgergesellschaft weitgehend erfüllen. Wieder konnten zahlreiche Sanierungsprojekte finanziell unterstützt, durch Beratung gefördert und dörfliches Leben in und um die Kirchengebäude mit Aktionen wie Benefizkonzerte, Theaterveranstaltungen oder Besuchen im Rahmen von Exkursionen gestärkt werden. Dies war nur durch das gleichbleibend hohe Engagement der Aktiven und durch die Spendenbereitschaft unserer weiter gewachsenen Mitgliedsgemeinde möglich. Dafür ein herzlicher Dank an alle Beteiligten!

Die Summe der Einnahmen ist trotz der fehlenden Kollektenzuteilung gegenüber dem Vorjahr nur leicht zurück gegangen, die Summe der Ausgaben für konkrete Erhaltungs-, Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an Kirchen dagegen gestiegen. Dies ist sicher der intensiveren Regionalbetreuung zu verdanken, die sich seit ihrer Einführung 2009 als dezentralisierter Weg zu einer engeren Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Kirchenfördervereinen und Kommunen bewährt hat.

1. Mitglieder-und Personalentwicklung

Heute zählt der Förderkreis 557 Mitglieder, davon 412 persönliche Mitglieder, 118 Vereine mit zumeist gegenseitiger Mitgliedschaft, 18 Kirchengemeinden bzw. Kirchenkreise und 9 Firmen. Damit ist die Mitgliederzahl um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Der Vorstand setzt sich aus sieben stimmberechtigten ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen, die gleichzeitig andere wichtige Aufgaben im Förderkreis wahrnehmen: Uwe Donath (Regionalbetreuung Märkisch Oderland), Ute Handschuhmacher (Schriftführerin), Dr. Hans Krag (Regionalbetreuung Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz), Wolf-Rainer Marx (Betreuung des Internet-Auftritts), Wolf-Dietrich Meyer-Rath (Regionalbetreuung Prignitz, Ostprignitz-Ruppin), Dr. Uwe Otzen und Sigrid Riesberg (Betreuung des Finanzwesens und Schatzmeisterin). Bernd Janowski (Geschäftsführung und Regionalbetreuung Uckermark), die Büroleiterin, Susanne Gloger, und weitere aktive Vereinsmitglieder tragen maßgeblich zum Erfolg der Vereinsarbeit bei. Wir beklagen den Tod unseres langjährigen Vorstandsmitglieds Pfarrer Günter Schöne, der die Arbeit des Förderkreises mit geprägt hat und nun eine Lücke hinterlässt.

Außerhalb des Vorstandes wurde die regionale Betreuung in diesem Geschäftsjahr von folgenden Vereinsmitgliedern wahrgenommen: Arnulf Kraft (Havelland), Hans Tödtmann (Potsdam-Mittelmark, Nord), Theda v. Wedel-Schunk (Potsdam-Mittelmark, Süd), Carsten Lange (Barnim) und Konrad Mrusek (Oberhavel).

Nach sechsjähriger Vorstandsleitung kandidierte Dr. Uwe Otzen nicht wieder für dies Amt. Der Vorstand dankte ihm für die Leistungen als Vorsitzender. Der Vorstand konnte sich auf der Mitgliederversammlung auf keinen Nachfolger einigen und gab sich demzufolge eine Rahmenvereinbarung für eine kollegiale Leitung. Eine erste Bilanz ist auf der Arbeitssitzung des Förderkreises im März 2013gezogen worden.

2. Finanzentwicklung

Das Jahr 2012 war für den Förderkreis wiederum erfolgreich. Nach wie vor steht der Verein auf einer soliden finanziellen Grundlage. Dies äußert sich auch darin, dass wir die bisher größte Summe an Zuschüssen zur Sanierung von Kirchen bzw. zur Restaurierung von Ausstattungsstücken in der Vereinsgeschichte ausreichen konnten. Einen detaillierten Bericht zu den Fördermaßnahmen entnehmen Sie bitte dem Punkt 3.

Über die direkt vom Förderkreis vergebenen Fördermittel hinaus konnten weitere finanzielle Zuwendungen Dritter von Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen vermittelt werden, die konkreten Maßnahmen vor Ort zugutekamen. Aus einem Vermächtnis, das der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit der Auflage hinterlassen wurde, Förderungen in Absprache mit dem FAK auszureichen, konnten bisher Finanzmittel für die Dorfkirchen in Alt Krüssow (PR), Buckow (HVL), Darsikow (OPR), Flieth (UM), Groß Ziethen (BAR), Selbelang (HVL) und Sewekow (OPR) in einer Gesamthöhe von etwa 80.000 Euro ausgereicht bzw. zugesagt werden.

Der Förderkreis achtet weiterhin darauf, seine Fördermittel durch geeignete Kofinanzierungen möglichst effektiv einzusetzen. Die Rücklagen können konstant gehalten werden und mögliche Schwankungen in den Einnahmen des Vereins auf längere Sicht ausgleichen.

2.1. Einnahmen

Die Gesamteinnahmen des Förderkreises betragen für das Jahr 2012 insgesamt 194.499,77 Euro. Damit haben wir unser Planziel in fast allen Punkten erreichen bzw. sogar übertreffen können. Erstmals seit mehreren Jahren erhielt der Förderkreis im vergangenen Jahr keine landesweite Kirchenkollekte, was jedoch durch ein erhöhtes Spendeneinkommen ausgeglichen werden konnte. Im laufenden Jahr 2013 wird es am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 8. September) wieder eine Kollekte zugunsten des FAK geben. Einen wichtigen, weil planbaren, Bestandteil unserer Einnahmen bilden die Mitgliedsbeiträge, die dank einer kontinuierlich steigenden Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr gesteigert werden konnten.

2.2. Ausgaben

Insgesamt konnte der Förderkreis im Jahr 2012 eine Summe von 112.700 Euro an direkten Projekthilfen ausreichen, was noch einmal eine erfreuliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten leicht gestiegen, was etwas dadurch ausgeglichen werden konnte, dass mehrere Kirchenkreise den Förderkreis durch Personalkostenzuschüsse unterstützen.

Wir haben uns weiterhin bemüht, die Verwaltungskosten so gering wie möglich zu halten. In den vergangenen Jahren stiegen die Kontoführungsgebühren erheblich an. Hier werden wir ab dem laufenden Jahr aber wieder Einsparungen vornehmen können, da wir einen größeren Teil unserer Geschäftsbeziehungen von der Berliner Volksbank zur Evangelischen Darlehnsgenossenschaft verlagert haben, wo wir günstigere Konditionen erhalten. Auch in Zukunft wird sich der Förderkreis Alte Kirchen bemühen, die ihm anvertrauten Gelder effektiv und verantwortungsvoll zu verwalten und auszugeben, um weiterhin substantielle Hilfe zur Erhaltung, Instandsetzung und angemessenen Nutzung von Kirchengebäuden leisten zu können.

3. Bauliche und restauratorische Fördermaßnahmen

Mit den unter Pkt. 2.2 genannten Fördermitteln konnten im vergangenen Jahr wieder viele sichtbare Zeichen für die Erhaltung von Kirchen und ihren Ausstattungsgegenständen im ländlichen Brandenburg gesetzt werden. U.a. wurden folgende Maßnahmen unterstützt:

Im Rahmen der Spendenaktion "Menschen helfen Engeln" überwies der Förderkreis im Jahr 2012 Zuschüsse für die Restaurierung der Taufengel in Herzberg (OPR), Kötzlin (OPR), Malchow (UM), Segeletz (OPR), Wulkow (MOL) und Zollchow (UM). Insgesamt erbrachte die Spendenaktion, die der FAK gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege ins Leben rief, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Erlös von über 65.000 Euro. In der Adventszeit wurde unter dem Motto "Vergessene Kunstwerke" eine Spendenaktion für die Restaurierung des Altaraufsatzes aus der Dorfkirche Laubst (SPN) gestartet.

Aus den Erträgen der Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen des FAK wurden Instandsetzungsmaßnahmen an den Dorfkirchen in Dauer (UM) und Märkisch Wilmersdorf (TF) unterstützt.

Durch eine zweckgebundene Spende der Irene-und-Karl Blumenberg-Stiftung an den Förderkreis konnten zwei gotische Schnitzfiguren aus der Dorfkirche Löwenbruch (TF) restauriert werden.

Der Ingenieur-Dethmar-Fonds stellte uns eine zweckgebundene Spende für die Sanierung der Fachwerkkirche in Seehausen (UM) zur Verfügung und unterstützte auch die allgemeine Arbeit des Förderkreises durch eine größere Spende.

Auch der Lions Club Seeheim a.d.B. konnte für die Unterstützung des Pionierprojekts Dorfkirche/Kommunalzentrum Rieben (PM) gewonnen werden.

Darüber hinaus konnten wir zahlreiche weitere zweckgebundene Spenden für konkrete Projekte an Kirchengemeinden und Fördervereine weiterreichen.

Der Erlös eines Benefizkonzertes der Akademie für Alte Musik Berlin konnte für die Sicherung der Kirchenruine in Flieth (UM) verwendet werden.

Zudem beteiligte sich der Förderkreis an der Finanzierung der Herstellung eines Buches über die "KirchenKulturLandschaft Prignitz", das von unserem Vorstandsmitglied Wolf-Dietrich Meyer-Rath erarbeitet wurde.

Finanziell unterstützt durch den FAK wurde auch die Durchführung des Projektes "Musikschulen öffnen Kirchen".

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und Unterstützern, die diese beeindruckende Bilanz des Jahres 2012 ermöglicht haben!

4. Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.

Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ist nach wie vor einer der Grundpfeiler des Förderkreises. Mit der jährlichen Verleihung eines Startkapitals von je 2.500 Euro an fünf neu gegründete Kirchenfördervereine zeichnet der Förderkreis das Engagement von ehrenamtlichen Initiativen für die Bewahrung von Gottesdienststätten sowie die Entwürfe für angemessene Nutzungskonzepte aus. In diesem Berichtsjahr wurde in der Dorfkirche Steffenshagen (PR) der Preis an folgende Kirchenfördervereine verliehen:

den Förderverein Persius-Kirche Brügge (PR), den Förderverein Dorfkirche Kagel (LOS), den Förderverein zum Erhalt der Kirche in Klausdorf (PM), der Förderverein Dorfkirche Wagenitz (HVL), den Heimatverein Wolsier (HVL) und den Förderverein Klosterkirche Altfriedland (MOL). Die Vereine in Brügge und Kagel teilten sich einen Preis und erhielten jeweils 1.250 Euro Preisgeld.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Für einen über Brandenburg hinaus wirkenden Förderkreis ist die Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiges Instrument der Bewusstseinsbildung und Motivation für Denkmalpflege und Kulturförderung.

Unsere Jahresbroschüre Offene Kirchen erscheint nunmehr zum dreizehnten Mal und genießt eine große Wertschätzung. Allerdings ist die verkaufte Auflage rückläufig, da u.a. auch die Zahl der Verkaufsstellen zurückgegangen ist. Wir sind dem mit einer Werbeoffensive begegnet, bei der u.a. auch an die Verantwortungsgemeinschaft der Kirchengemeinden und Fördervereine selbst appelliert worden ist. Etwa 900 Kirchen beteiligen sich mittlerweile an der Aktion und sind entsprechend im Adressteil des Heftes verzeichnet. Für den kunsthistorischen Teil haben wir wieder kenntnisreiche Autoren gewinnen können. Für die redaktionelle Arbeit dankt der Vorstand Bernd Janowski, Eva Gonda, Susanne Gloger, Dr. Hans Krag, Rainer Marx und Konrad Mrusek. Ein besonderer Dank gilt wieder Eva Gonda für die Herausgabe unseres Mitteilungsblattes Alte Kirchen. Auch die monatlichen digitalen Info-Briefe an die Mitglieder und Interessenten tragen zur Öffentlichkeitsarbeit des Förderkreises bei.

Dem jährlichen, sehr aufwendigen Vertrieb der Offenen Kirchen widmen sich ehrenamtlich viele Mitglieder. Sie leisten dabei in den meisten Fällen zusätzlich unentgeltliche Fahrdienste, die einem Spendenwert von weit über 1.000 Euro entsprechen würde. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt!

Rainer Marx und Christiane Herrmann betreuen die Homepage des Förderkreises www.altekirchen.de. Sie haben unseren Internetauftritt zu einem wichtigen Aushängeschild und zum Archiv unserer Arbeit gemacht.

Anlässlich unseres traditionellen Neujahrsvortrages gemeinsam mit der Stiftung St. Matthäus und dem Verein für Berlin-Brandenburgische Kirchengeschichte e.V. in der Matthäuskirche in Berlin hielt Dr. Hartmut Kühne einen Lichtbildvortrag zum Thema Pilgerwege in Brandenburg – heute und vor 500 Jahren.

Die Zerstörung von Landschaft und Kultur durch den Braunkohletagebau in der Lausitz ist wieder in den Blickpunkt der Gesellschaft gerückt. Der Förderkreis unterstützt die Initiative des Bündnisses Heimat und Zukunft in Brandenburg zur Bewahrung des durch den Braunkohleabbau potentiell bedrohten kulturellen Erbes im ländlichen Brandenburg, zu dem vorrangig auch Dorfkirchen mit ihren Ausstattungen gehören. Dr. Hans Krag untersucht dazu in einem Beitrag für Offene Kirchen 2013, ob eine Ausweitung des Tagebaus mit den energie- umwelt- und wirtschaftspolitischen Zielen der Landesregierung überhaupt noch vereinbar ist.

Der Förderkreis beteiligte sich mit einem eigenen Stand am "Markt der Möglichkeiten" beim Kreiskirchentag Oderbruch.

Der Förderkreis ist Gründungsmitglied des internationalen Netzwerkes zur Bewahrung von Gottesdienststätten in Europa, Future for Religious Heritage, FRH. Ehrenvorstandsmitglied Angus Fowler und Dr. Uwe Otzen nahmen an der zweiten Mitgliederversammlung von FRH sowie der anschließenden Konferenz in Venedig teil, die sich dem Thema "Erweiterte Kirchennutzung" widmete.

6. Exkursionen und Ausstellungen

Der Förderkreis bietet regelmäßig Busexkursionen zu Kirchen in Brandenburg an. Neben kunsthistorischen Aspekten spielen Fragen der Erhaltung, Instandsetzung und Nutzungserweiterung eine wichtige Rolle. Dabei werden immer auch Kirchengebäude besucht, bei deren Sanierung der Förderkreis helfen konnte. Im vergangenen Jahr führten Exkursionen in die mittelalterliche Wallfahrtslandschaft der Prignitz, ins Oderbruch, auf den Spuren von Holländern, Schweizern und Pfälzern ins Obere Havelland, auf den Hohen Barnim und in die historische Landschaft der Zauche. Ein Höhepunkt war der zweitägige Besuch einer Reisegruppe aus Esslingen, die aufgrund unserer Ausstellung anreiste und ihren eigenen Schwerpunkt auf "Paul-Gerhardt-Kirchen" setzte.

Unsere Ausstellung Gefährdete Schönheit–Dorfkirchen in Brandenburg fand im vergangenen Jahr zum letzten Mal statt: Ingolstadt und Augsburg waren die Ausstellungsorte. Die Ausstellung hat über die Jahre nicht nur Spenden und neue Mitglieder aus den alten Bundesländern gebracht, sondern auch das Verständnis der Besucher für manche Probleme des Ostens erweitert, die Augen für unerwartete Schönheiten des Landes und seiner Kultur geöffnet und zum Zusammenwachsen von Ost und West beigetragen. Dr. Hans Krag sei dafür gedankt!

7. Kunst und Kultur in Brandenburgischen Dorfkirchen

Das Projekt Musikschulen öffnen Kirchen, das vom Landesverband der Musikschulen Brandenburgs mit dem Förderkreis veranstaltet wird und unter der Schirmherrschaft von Kulturministerin Dr. Sabine Kunst steht, hat in diesem Berichtsjahr wieder mit dazu beigetragen, dass alte Kirchen in Brandenburg als Orte der Begegnung belebt und wertvolle Kulturgüter erhalten werden können. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen der Musikschulkonzerte über 87.000 Euro für die Erhaltung und Instandsetzung brandenburgischer Kirchen gespendet. Im laufenden Jahr 2013 wird es wiederum über 40 Konzerte geben.

Im Berichtsjahr wurde im Rahmen des Projektes Theater in der Kirche das Stück Bunbury von Oscar Wilde zur Aufführung gebracht. Die Spendenerlöse kamen je zur Hälfte der Theatergruppe und dem Erhalt der Kirchengebäude zugute. Seit Gründung 2002 fanden 151 Aufführungen in über 75 Kirchen Brandenburgs vor etwa 1.000 Besuchern jährlich statt.

8. Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen

Unsere Stiftung, am 1. Juli 2008 gegründet, hat inzwischen ihr Vermögen von damals 58.500 Euro auf inzwischen 242.000 Euro erhöhen können. Möglich gemacht haben diese schöne Entwicklung knapp 450 Personen, die mit Einzelbeträgen von 10 bis 10.000 Euro und mehr zu diesem beachtlichen Ergebnis beigetragen haben. Dank der Werbeaktion in der EKBO-Wochenzeitung "die Kirche" und den Zuwendungen aus zwei Testamenten betrugen die Zustiftungsbeträge in 2012 allein 63.000 Euro. Es ist realistisch anzunehmen, dass wir zum Ausgang des Jahres 2013 das Stiftungsvermögen mit 250.000 Euro werden angeben können.

Aus den Zinserträgen dieses Kapitals fließen dem Förderkreis inzwischen jährlich bereits ca. 6.000 Euro zu. Wir hoffen, durch den weiter wachsenden Kapitalstock die in den nächsten Jahren sinkenden Zinserträge ausgleichen, d.h. den jetzigen Ertrag gleichbleibend oder sogar wachsend weiter erwirtschaften zu können. Insgesamt hat die Stiftung zu den Projekten des Förderkreises seit 2008 bereits 13.300 € beigetragen.

9. Verwaltung

Die Geschäftsführung wird durch eine neu geschaffene Halbtagsstelle, die nunmehr von Frau Susanne Gloger besetzt wird, unterstützt. Dies war auf Grund der gewachsenen Anforderungen notwendig geworden und hat sich sehr bewährt. Ein besonderer Dank gilt unserm Geschäftsführer Bernd Janowski für seine stets hingebungsvolle und kompetente Arbeit. Ebenso danken wir allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die das Gesamtgeschehen des Förderkreises mit getragen und aktiv mit gestaltet haben. Besonders zu nennen sind unser ehemaliges Vorstandsmitglied Arnold Kraft (Datenbanken), Herr Böhme (Vertrieb), Herr Köhn (Archiv), Herr Baude (EDV) und Frau Müller (Büroarbeiten).

10. Ausblick

Die Erhaltung der kirchlichen Baudenkmale und ihrer Ausstattungen bleibt ein Grundpfeiler gesellschaftlicher Identifikation und regionaler Beheimatung. Um die finanziellen und organisatorischen Lasten zwischen Kirche, Staat und Bürgerschaft besser zu verteilen, wird die Gesamtgesellschaft in ihren Gliederungen (Kirchengemeinden, Kommunen, staatliche Denkmalpflege, Fördervereine, Bürgerinitiativen, Interessenverbände, Privatwirtschaft, etc.) als Verantwortungsgemeinschaft immer stärker gefordert werden. Hier wird der Förderkreis weiterhin einen substantiellen und vermittelnden Beitrag leisten können. Bei der praktischen Umsetzung hält der Förderkreis am Konzept der behutsamen Nutzungserweiterung fest. Es hat sich bewährt, die Fördermaßnahmen des FAK nachhaltig auch mit den Fördermaßnahmen unserer eigenen Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen in der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) zu verbinden.

Der Vorstand
Berlin, den 15. März 2013

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