Bericht des Vorstandes des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. für die Jahre 2008 / 2009

vorgelegt und bestätigt auf der Mitgliederversammlung 2009 am 09.05.2009 im Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Buch

Überblick

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. (FAK) hat im vergangenen Berichtsjahr wieder einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung, Instandsetzung und angemessenen Nutzung von Kirchengebäuden geleistet. Die Mitgliederzahl hat sich weiter positiv entwickelt. Die finanzielle Förderung für konkrete Sanierungsmaßnahmen hat sich in diesem Berichtsjahr allerdings verringert. Für die lokalen Fördervereine, Kirchengemeinden und Kommunen bleibt der FAK ein wichtiger Ansprechpartner. Die praktische Tätigkeit wurde durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und ein verstärktes Engagement zur kulturellen Nutzung von Kirchengebäuden unterstützt. Im Berichtsjahr hat sich insgesamt eine Weiterung der FAK-Aktivitäten vollzogen, der nun mit einer anschließenden Konsolidierung entsprochen wird.

1. Mitgliederentwicklung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt zählt der Förderkreis 455 Mitglieder (350 persönliche Mitglieder, 89 Vereine mit zumeist gegenseitiger Mitgliedschaft, 10 Kirchengemeinden bzw. Kirchenkreise und 6 Firmen). Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres betrug die Gesamtmitgliederzahl 419. Das entspricht einer Steigerung um 8 Prozent. Die steigende Mitgliederzahl der letzten Jahre ist einerseits ein gutes Zeichen für die andauernde Attraktivität, andererseits bedeutet sie für den Vorstand eine große Verpflichtung und Herausforderung an die Qualität unserer Arbeit.

2. Fördervolumen und Finanzierung

Der FAK konnte im vergangenen Jahr lediglich ein Fördervolumen von insgesamt: 34.000 Euro zur Verfügung stellen, also erheblich weniger als im Vorjahr. Gründe dafür sind das Fehlen einer landeskirchlichen Kollekte, der Rückgang bei den Bußgeldtransfers an den FAK sowie ein geringeres Spendenaufkommen. Gleichzeitig konnten finanzielle Zuwendungen Dritter an Kirchengemeinden und Vereine vermittelt werden, die über das hinausgehen, was der FAK selbst an finanzieller Hilfe zu leisten vermochte. Immer haben wir darauf geachtet, durch geeignete Ko-Finanzierungen unsere Zuschüsse möglichst effektiv einzusetzen. 2009 wird der FAK erneut eine landeskirchliche Kollekte am Tag des Offenen Denkmals, den 13. September, erhalten. Dies wird unsere Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung wieder erweitern, und es zeigt zugleich die Wertschätzung, die dem FAK von Seiten der Landeskirche entgegengebracht wird.

Angesichts der jährlichen Schwankungen auf der Einnahmen-Seite ist es für den FAK erforderlich, seine Rücklagen zu erhöhen, um auf diese Weise das "Geschäftsrisiko" des Fördervereins insgesamt zu verringern. Gleichzeitig erscheint es wichtig, die Mitgliedsbeiträge als einen Stabilitätsfaktor anzusehen. Es ist daher im Vorstand beschlossen worden, auf der Mitgliederversammlung den Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrages zu stellen. Insgesamt sollen somit alle Finanzierungsmaßnahmen (Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuwendungen Dritter, Stiftungskapital-Zinsen, Sponsorengelder) langfristig zur Festigung der Vereinstätigkeit beitragen.

3. Bauliche Maßnahmen

Unbeschadet des gesunkenen Fördervolumens sind die baulichen Maßnahmen insgesamt nicht weniger geworden. Das zeigt, dass mit Hilfe unserer Beteiligungs- und Ko-Finanzierung auch solche Baumaßnahmen mit auf den Weg gebracht werden konnten, die ohne unsere Unterstützung nicht oder erst später stattgefunden hätten.

Folgende Baumaßnahmen konnten unterstützt werden:

Die Agrargesellschaft Potzlow als Eigentümerin erhielt den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis für die Sanierung der Dorfkirche Strehlow (UM). An der Vorbereitung und Finanzierung der Arbeiten war auch der FAK beteiligt. Mehrere Bauvorhaben, an denen der FAK finanziell beteiligt war, fanden 2008 ihren Abschluss: die Sanierung der Kirche in Mellnsdorf (TF), die Dachreparatur in Lübnitz (PM) sowie die Turmsanierung in Rehfeld (PR). Der FAK beteiligte sich an der Dachsanierung der Dorfkirche in Bagemühl (UM), der Sanierung des Kirchturms in Passow (UM), der Dachsanierung der Kirchen in Ruhlsdorf (MOL) und in Joachimsthal (BAR), der ersten umfangreichen Sicherung der Kirchenruine in Heinsdorf (TF) sowie den Sicherungsarbeiten der Kirchenruine in Hirschfelde (BAR), z. T. aus Erträgen der Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen. Der FAK bot finanzielle Unterstützung für die Turmsanierung der Kirche in Wassersuppe (HVL), für die Dachsanierung der Kirche in Nebelin (PR) sowie für die Instandsetzung der Kirche in Vichel (OPR) an. Durch eine finanzielle Unterstützung über zweckgebundene Spenden wurde die Restaurierung des Taufengels der Dorfkirche in Wismar (UM) ermöglicht. Durch Vermittlung des FAK konnte der 1960 in das Heimatmuseum verbrachte Taufengel der Kirche von Groß Fredenwalde zurück in die instandgesetzte Kirche gebracht werden. Gegenwärtig wird ein Restaurierungskonzept erarbeitet.

Nach mehrjähriger Restaurierung wird am 5. Juli 2009 die Wagner-Orgel in Sternhagen (UM) von 1742 wieder eingeweiht. Der FAK hatte sich in der Vergangenheit an den Kosten beteiligt. Der FAK stellte auch Gelder für die Orgelsanierung der Dorfkirche in Kurtschlag (OHV) und die Innenraumsanierung der Kirche in Teetz (OPR) zur Verfügung.

In der Messingwerksiedlung in Eberswalde-Finow konnte eine restaurierte jüdische Laubhütte wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. An der Finanzierung der Arbeiten hatte sich bereits im Vorjahr der FAK beteiligt. Der FAK stellte finanzielle Mittel für die Errichtung eines Geschichtskabinetts in einem Mausoleum neben der Kirche in Neuenhagen (MOL) zur Verfügung.

4. Stärkung bürgerschaftlichen Engagements

Das bürgerschaftliche Engagement über lokale Fördervereine, Initiativgruppen und Freundeskreise wird für die Instandsetzung und Erhaltung der Dorfkirchen immer wichtiger. Mehr als 250 lokale Fördervereine sind inzwischen zu einem sehr wichtigen Partner der Kirchengemeinden geworden. Der weitere Ausbau eines Netzwerkes ehrenamtlicher Initiativen und ihre Betreuung werden also immer wichtigere Aufgaben des FAK. Deshalb hat der Vorstand regionale Zuständigkeiten vereinbart und die Umsetzung der regional gegliederten Betreuungsaufgaben durch den FAK in einer Richtlinie festgelegt.

Ein weiteres wichtiges Instrument zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements bleibt weiterhin das jährlich ausgeschriebene Startkapital für Kirchen-Fördervereine durch den FAK. Damit können wir neu gegründeten Vereinen auch weiterhin den Beginn ihrer Tätigkeit erleichtern. 2008 erhielten folgende Vereine ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.500 Euro:

Die Preisverleihung in Ferchesar am 19. September fand mit der Pröpstin Frau Friederike von Kirchbach statt. Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2002 konnten bereits 49 Fördervereine mit einem Preisgeld von insgesamt 112.500 Euro bedacht werden.

Auch für 2009 wurde wieder ein "Startkapital" ausgeschrieben.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Jahresbroschüre Offene Kirchen erscheint in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Die Zahl der geöffneten Kirchen im Adressverzeichnis ist auf inzwischen fast 850 angewachsen. Für den redaktionellen Teil haben Autoren Beiträge zur Geschichte, Kunstgeschichte und Denkmalpflege märkischer Kirchen geschrieben. Für die redaktionelle Arbeit dankt der Vorstand unserem Geschäftsführer Bernd Janowski, dem plötzlich verstorbenen Dr. Jan Feustel, Eva Gonda, Susanne Gloger und Rainer Marx.

Aus Anlass der Jubiläumsausgabe wurde das Layout des Titelblatts von Offene Kirchen verjüngt und damit in das bei den Faltblättern schon erprobte Corporate Design des FAK miteinbezogen. Für die Vorarbeiten dazu danken wir Wolf-Dietrich Meyer-Rath und der Firma Verbum. Auf Grund der gestiegenen Kosten mussten wir eine Preiserhöhung auf 4,50 pro Heft vornehmen. Der Vertrieb der Offenen Kirchen liegt inzwischen in den Händen von Jörg Becken und Anne Nentwich.

Ein besonderer Dank gilt auch Eva Gonda für die Redaktion unseres Mitteilungsblattes Alte Kirchen, das unsere Mitglieder über wichtige Entscheidungen im Vorstand, Veranstaltungen im Bereich der kirchlichen Denkmalpflege, Ereignisse in Kirchengemeinden, Förderkreisen und Bürgerinitiativen sowie anderen Entwicklungen rund um die alten Kirchen informiert. Neben der sorgfältigen Pflege dieser beiden Printmedien betreuen Rainer Marx und Christiane Herrmann die Homepage des FAK. Sie haben unsern Internet-Auftritt inzwischen zu einem sehr wichtigen Archiv unserer Arbeit entwickelt. Schließlich werden regelmäßig Infobriefe per E-Mail an Interessenten versandt.

Im Oktober war der FAK Veranstalter der Fachtagung "Prenzlau und die märkischen Franziskanerklöster. Sakralarchitektur im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Denkmalpflege".

Mit mehreren Vorstandsmitgliedern nahm der FAK mit eigenem Stand an der Denkmalmesse in Leipzig teil. Bernd Janowski besuchte den Evangelischen Kirchenbautag in Dortmund.

In seinem Neujahrsvortrag am 15. Januar in der St. Matthäuskirche "Gotteshäuser oder Museen? Der demographische Wandel und die Zukunft unserer Dorfkirchen" zeigte Bernd Janowski Perspektiven für die Arbeit des FAK.

Mit dem von ihr herausgegebenen Bildband "Brandenburgische Dorfkirchen und ihre Hüter" machte unser Mitglied Kara Huber auch die Arbeit des FAK weithin bekannt. Durch das Buch konnte der FAK neue Mitglieder und Spender einwerben.

6. Ausstellungen und Exkursionen

Die Ausstellung des FAK "Gefährdete Schönheit. Dorfkirchen in Brandenburg" wurde 2008 in der Pauluskirche in Bochum, der Neustädter Marienkirche in Bielefeld und in der Florianskirche in Koblenz-Mitte gezeigt. Der Gesamtertrag dieser Wanderausstellung ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Arbeit des FAK. Für diese sehr aufwendige Art der Öffentlichkeitsarbeit sei Dr. Hans Krag gedankt.

Neben den immer gut besuchten Exkursionen des FAK organisierte und begleitete der FAK wiederum zahlreiche Fahrten für Besuchergruppen, so zum Beispiel im Rahmen der Evangelischen Akademie Berlin, für den Berliner Dombauverein, für die Deutsche Bahn Regio und für Kirchengemeinden und Gruppen aus ganz Deutschland. Allen Organisatoren sei herzlich gedankt.

7. Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen

Nachdem in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei der baulichen Sicherung, Sanierung und Instandsetzung von Kirchengebäuden erzielt wurden, unterstützt und fördert der FAK seit Jahren auch angemessene Nutzungserweiterungen von Kirchen als Grundlage für deren Erhaltung. Dies geschieht erklärterweise im Einklang mit dem von der Landeskirche herausgegebenen Orientierungsrahmen zum lebendigen Gebrauch von Kirchengebäuden.

Auf Anregung und mit Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes konnte der FAK Ende 2007 die Ausschreibung für einen Wettbewerb "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen" realisieren. Als Ergebnis wurden im vergangenen Jahr 29 Projekte (Konzerte, Musikfeste, Ausstellungen, Lesungen, Literaturwettbewerbe, Workshops, poetische Wanderungen, Kino, Theater in der Kirche, usw.) durchgeführt. Dabei wurde der Dokumentarfilm "Alte Orte - Neues Leben" des Filmemachers Otto Wynen hergestellt, um auch anderen Kirchengemeinden und Fördervereinen Anregungen für eigene Kunst- und Kulturprojekte zu geben. Durch eine großzügige Spende von Kara Huber wurde es möglich, eine DVD des Dokumentarfilms den Broschüren Offene Kirchen 2009 beizulegen.

Im November 2008 fand in Belzig die Arbeitstagung "Kunst und Kultur in brandenburgischen Dorfkirchen" statt, auf der einzelne Akteure und Initiativen ihre Arbeit vor Ort vorstellten und einen ersten Erfahrungsaustausch ermöglichten. Für Oktober 2009 ist wiederum in Belzig eine Abschlusstagung des Projektes geplant, die auch Ausblicke auf eine Fortführung und eine angestrebte Erweiterung des Themenfeldes vorbereiten möchte. Für die Leitung des Projektes dankt der Vorstand seinem Mitglied Wolf-Dietrich Meyer-Rath und Birgit Karger für ihre verlässliche Projektassistenz.

Bereits seit acht Jahren verbindet uns mit dem Verein "Theater in Kirchen e.V." und der angeschlossenen Theatergruppe "Atelier Startbrett" unter der künstlerischen Leitung von Heidi Walier eine gute Zusammenarbeit. 2008 trat die Gruppe mit dem Stück "Der Diener zweier Herren" von Goldoni in 15 Kirchen auf. Die Hälfte des jeweiligen Erlöses kam der Instandsetzung und Erhaltung der gastgebenden Kirche zugute.

Erneut konnte gemeinsam mit dem Landesmusikschulverband Brandenburg das Projekt "Musikschulen öffnen Kirchen" durchgeführt werden. Bei 17 Konzerten konnten 12.000 Euro Spenden eingeworben werden, die in vollem Umfang dem Erhalt der Kirchengebäude zugute kamen. Die Konzertreihe wird fortgesetzt.

Für den FAK organisierte Petermichael Metzler als künstlerischer und organisatorischer Leiter zum zweiten Mal eine "Kirchen-Kunst-Route". In acht Dorfkirchen des Landkreises Märkisch-Oderland stellten acht zeitgenössische Künstler ihre Werke aus.

8. Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen

Am 1. Juli 2008 wurde in der St Marienkirche in Berlin-Mitte die Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen des FAK als eine unselbständige Stiftung unter dem Dach der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale in Deutschland (KiBA) gegründet. Das Gründungskapital betrug 58.500 Euro und konnte inzwischen auf 101.600 Euro erhöht werden. Dafür dankt der Vorstand insgesamt 33 Stiftern und Zustiftern. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus jeweils zwei Mitgliedern des FAK-Vorstandes, Arnulf Kraft und Dr. Hans Krag, und der KiBA, Martin Ammon und Uwe Koss, zusammen. Die Verwaltung der Stiftung wird von der KiBA kostenfrei wahrgenommen.

Aus dem ersten Zinsertrag des Stiftungskapitals in Höhe von 2.533 Euro, wird die Kirchengemeinde in Hirschfelde mit 1.850 Euro für Sicherungsmaßnahmen an der Dorfkirche unterstützt. Als Ziel für 2009 strebt die Stiftung ein Grundstockvermögen von 125.000 Euro an.

9. Verwaltungsaufgaben

Die Betreuung der wachsenden Zahl von Mitgliedern, die Bearbeitung der zunehmenden Einträge in Offene Kirchen, der Aufbau der regionalen Beratung durch die Vorstandsmitglieder, die Ausweitung der Fördertätigkeit von Kunst- und Kulturveranstaltungen, die sorgsame Finanzplanung und -kontrolle, die umfangreiche Redaktionsarbeit für die Printmedien, die Öffentlichkeitsarbeit und der Vertrieb sowie die Stiftungsgründung haben neben dem laufenden Vereinsgeschäft im vergangenen Berichtsjahr die Belastungsgrenze der Mitarbeiter erreicht. Es wird daher zwingend, die Arbeit des FAK sowohl nach innen, als auch nach außen zu konsolidieren und ggf. zu begrenzen. Der Vorstand bemüht sich deshalb um weitere ehrenamtliche Unterstützung.

Durch eine 100%-ige finanzielle Förderung der Agentur für Arbeit und des Senats von Berlin wurde es möglich, zum 1. Januar 2009 Susanne Gloger als Referentin des Vorstands einzustellen. Frau Gloger unterstützt den Vorstand bei den laufenden Geschäften. Sie bietet erstmals dienstags und mittwochs Sprechzeiten im Büro an.

Einen besonderen Dank verdienen unser Schatzmeister Dr. Hans Krag und unsere Buchhalterin Frau Uhlig. Durch ihre sorgsame Finanzplanung und -kontrolle ermöglichen sie dem FAK ein hohes Maß an Planungsübersicht und Solidität. Ebenso danken wir unserer Schriftführerin Marianne Fiedler, die Sorge dafür trägt, dass das Vereinsgeschehen laufend dokumentiert und auch gesellschaftlich bereichert wird. Günter Schöne verwaltet in bewährter Weise die Datenbank für die Einträge in Offene Kirchen und betreut die Neuzugänge an Mitgliedern.

10. Ausblick

Der Vorstand des FAK hat Schritte zur inneren und äußeren Konsolidierung seiner Arbeit eingeleitet. Zur Entlastung der kontinuierlich gestiegenen Fördertätigkeiten hat er einen Vertriebsleiter sowie eine Referentin vertraglich eingebunden und weitere ehrenamtliche Helfer hinzugewinnen können. Er ist bestrebt, auch jüngere Mitglieder näher an die Vorstandsarbeit heranzuführen. Das FAK-Büro bleibt zwar sehr bescheiden, konnte aber technisch verbessert und gegliedert werden. Die Vereinssatzung wurde um drei Richtlinien ergänzt, die Förderrichtlinie, die Richtlinie zur Regionalbetreuung und die Ausgabenordnung. Diese sollen die Transparenz der Abläufe verbessern und Klarheit nach außen vermitteln. Alles dies hat zum Ziel, die Arbeit des FAK sowohl für seine Mitglieder, die Mitglieder des Vorstandes sowie die Beteiligten vor Ort noch wirkungsvoller zu gestalten.

Zur äußeren Konsolidierung werden die Gründung der Stiftung Brandenburgische Dorfkirchen und die regional gegliederte Betreuungsarbeit durch den Vorstand des FAK beitragen. Mit dem Stiftungsinstrument wird die Arbeit des FAK um eine nachhaltige Komponente erweitert. Mit der vereinbarten regional gegliederten Betreuung durch die Vorstandsmitglieder soll zum einen eine "größere Nähe zur Basis" und zum anderen die "Fördertätigkeit aus einer Hand" erreicht werden. Es soll dadurch insgesamt langfristig eine Verantwortungsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit ins Leben gerufen werden. Das bedeutet, dass alle Vertreter der Kirchengemeinden, der lokalen Fördervereine und Initiativgruppen sowie der Landesdenkmalpflege, der Landesministerien und der Kommunen ihre Verantwortung für die Erhaltung des reichen Kirchenkulturerbes gemeinschaftlich wahrnehmen.

Berlin, den 9. Mai 2009

Dr. Uwe Otzen / Vorsitzender