Bericht des Vorstandes des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. für die Jahre 2006 / 2007

vorgelegt und bestätigt auf der Jahreshauptversammlung 2007 am 05.05.2007 im Gemeindesaal der Ev. St.-Nikolai-Gemeinde in Berlin-Spandau

Auch im vergangenen Berichtsjahr war die Tätigkeit des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. von Kontinuität geprägt. Nach dem Rückzug des langjährigen Vorsitzenden Angus Fowler hat vor einem Jahr Dr. Uwe Otzen den Vorsitz des Vereins übernommen.
Der Verein hat sich als wichtiger Ansprechpartner für Fördervereine, Kirchengemeinden und Institutionen etabliert. Fragen der Erhaltung, Instandsetzung und Nutzung von Kirchengebäuden werden aufgrund der finanziellen, strukturellen und demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren an Bedeutung und Brisanz zunehmen. Für den Förderkreis ist es notwendig, sich inhaltlich und personell für die Arbeit der nächsten Jahre zu positionieren.

Mitgliederentwicklung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt zählt der Förderkreis Alte Kirchen 384 Mitglieder (289 persönliche Mitglieder, 81 Vereine mit zumeist gegenseitiger Mitgliedschaft, 7 Kirchengemeinden bzw. Kirchenkreise und 7 Firmen). Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres betrug die Gesamtmitgliederzahl 358. Damit konnte die Zahl der Mitglieder erneut gesteigert werden. Dennoch sollte die Mitgliederwerbung in Zukunft ein noch stärkeres Gewicht bekommen. Ein sehr großer Teil der Mitglieder ist in Berlin beheimatet, während die Zahl der Mitglieder im Land Brandenburg (wo der FAK ausschließlich seine Fördertätigkeit ausübt) weiterhin recht niedrig ist. Wir hoffen, dass hier eine Steigerung möglich ist, um in Zukunft einen noch größeren Teil unserer Personal- und Sachkosten aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren zu können. Unsere jetzigen Mitglieder bitten wir, uns bei der Werbung von Mitstreitern für die gemeinsame Sache zu unterstützen.

Auch im vergangen Jahr ist es nicht leichter geworden, die finanziellen Mittel für dringend notwendige substanzerhaltende Maßnahmen an Kirchengebäuden und ihrer Ausstattung einzuwerben. Allein sind die Kirchengemeinden und die zahlreichen sie unterstützenden Fördervereine in der Regel nicht in der Lage, kostenintensive Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. Das Fehlen eines expliziten Denkmalpflegefonds in Brandenburg erschwert die Planung und Durchführung denkmalpflegerischer Maßnahmen. Auch auf Kreis- und Kommunalebene wird Denkmalschutz und Denkmalpflege, von löblichen Ausnahmen abgesehen, oftmals nicht die gebührende Unterstützung gewährt. Um so erstaunlicher ist es, dass aufgrund immer phantasievollerer Finanzierungskonzepte auch weiterhin Erfolge bei der Sanierung von Kirchengebäuden vermeldet werden können. In einigen Fällen war es dem Förderkreis Alte Kirchen möglich, finanzielle Hilfen zu geben.

So konnten im vergangenen Jahr u.a. folgende Projekte unterstützt werden:

Bauliche Fördermaßnahmen

Mobilisierung von Finanzmitteln

Die anhaltende Finanzkrise sowohl der öffentlichen Haushalte als auch der Landeskirche und der Kirchengemeinden, sinkende Kirchensteuereinnahmen, die weitere Reduzierung von Förderprogrammen sowie die hohen Unterhaltskosten der Kirchenbauten lasten auf den zahlenmäßig kleinen Kirchengemeinden. Aus eigener Kraft können sie die Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen schon längst nicht mehr tätigen. Hier möchte der Förderkreis Alte Kirchen auch weiterhin helfen. Leider müssen wir jedoch einen großen Teil der an uns gerichteten Anfragen um finanzielle Unterstützung abschlägig beantworten. Ein größerer Spielraum in der Mittelvergabe durch Steigerung des Spendenaufkommens und gezielte Sponsorensuche würde die Wirkungsmöglichkeiten des FAK wesentlich verbessern. Die von uns bereitgestellten und weitergereichten Finanzmittel versuchen wir so einzusetzen, dass sie durch sinnvolle Kofinanzierung einen größtmöglichen Nutzen erbringen.

Für viele der inzwischen mehr als 200 lokalen Fördervereine im Land Brandenburg und im Bereich der schlesischen Oberlausitz bleibt der Förderkreis Alte Kirchen ein wichtiger Ansprechpartner. Gleichzeitig bietet der ständige Austausch auch uns die Gelegenheit, wichtige Anregungen aufzunehmen, um sie für unsere Arbeit zu nutzen und weiterzugeben. Der FAK half bei der Formulierung von Vereinssatzungen, Nutzungskonzeptionen und Verträgen, moderierte mehrere Gründungsversammlungen lokaler Vereine sowie Bauberatungen und Expertenrunden, stiftete Kontakte zu Institutionen der Denkmalpflege, Ämtern, Behörden und Stiftungen und half bei der Beantragung von Fördermitteln. Finanzielle Zuwendungen Dritter, die weit über das hinausgingen, was der FAK selbst an finanzieller Hilfe zu leisten vermag, konnten an Kirchengemeinden und Vereine vermittelt werden,

Erstmalig gehörte der Förderkreis Alte Kirchen im vergangenen Jahr - am Tag des Offenen Denkmals - zu den Begünstigten der landesweiten Kollekte. Die eingegangenen Gelder helfen uns dabei, noch intensivere Hilfe zur Erhaltung gefährdeter Kirchenbauten zu leisten.

Stärkung bürgerschaftlichen Engagements

Das bürgerschaftliche Engagement von Vereinen und Freundeskreisen wird in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Durch Eigenleistungen, das Sammeln von Spenden und Sponsorengeldern, organisatorische Unterstützung der Kirchengemeinden und vor allem auch durch ihre Bemühungen um eine Öffnung sowie eine sinnvolle und angemessene Nutzung der Kirchengebäude sind die lokalen Fördervereine zu einem wichtigen Partner der institutionellen Denkmalpflege geworden. Deshalb stellt die Schaffung und Betreuung eines Netzwerkes ehrenamtlicher Initiativen einen der wichtigsten Bestandteile unserer Arbeit dar.

In einem Gespräch des neuen Vorsitzenden Dr. Uwe Otzen mit dem Bischof und Ratsvorsitzenden der EKD, Dr. Wolfgang Huber, wurde seitens der Landeskirche noch einmal die Tätigkeit des FAK gewürdigt und unsererseits um finanzielle Unterstützung bei der Herstellung des Heftes "Offene Kirchen" gebeten. Da die Arbeit des FAK an der Schnittstelle zwischen institutioneller Denkmalpflege und landeskirchlichem Auftrag steht, komme, so Bischof Huber, der Mobilisierung des bürgerschaftlichen Engagements zur Erhaltung der Gotteshäuser eine zukunftsweisende Bedeutung zu. Die Auszeichnung des Geschäftsführers Bernd Janowski mit der Paul-Gerhardt-Medaille durch die Kirchenleitung zeige, wie verdienstvoll dessen Wirken und das aller aktiven Mitglieder des FAK ist.

Ein wichtiges Instrument zur Stärkung bürgerschaftlichen Engagements bleibt weiterhin das jährlich vom FAK ausgeschriebene "Startkapital für Kirchen-Fördervereine". Durch diesen Wettbewerb möchten wir weitere Vereinsgründungen anregen und neu gegründeten Vereinen die Arbeit erleichtern.

Für ihr Engagement im Bereich der kirchlichen Denkmalpflege erhielten 2006 vier Vereine von uns ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.500 Euro:

Zwei weiteren Initiativen wurden jeweils 1.250 Euro zugesprochen:

Durch eine großzügige private Spende war es uns möglich, den Förderverein Dorfkirche Selbelang e.V. (Landkreis Havelland) mit einer zusätzlichen Geldzuwendung in Höhe von 2.500 Euro zu bedenken.

Die Preisverleihung fand am 15. September in der Dorfkirche Günterberg (Landkreis Uckermark) statt. Der Förderkreis Alte Kirchen dankt in diesem Zusammenhang den Mitgliedern der Jury für ihre Arbeit bei der Entscheidungsfindung sowie dem Förderverein Denkmale Günterberg e.V. für seine Gastfreundschaft.

Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2002 konnten allein auf diesem Wege 38 Vereine mit einem Preisgeld von insgesamt 87.500 Euro bedacht werden. Auch für 2007 wurde wieder ein "Startkapital" für engagierte Initiativen ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endete am 30. April. Für die diesjährige Preisverleihung im Herbst hat sich der Förderverein zur Erhaltung der Kirche in Damelack bereit erklärt, die Rolle des Gastgebers zu übernehmen.

Öffentlichkeitsarbeit

In diesem Jahr erschien bereits die achte Ausgabe unserer jährlichen Broschüre "Offene Kirchen". Die Anzahl der geöffneten Kirchen im Adressverzeichnis ist auf inzwischen 730 angewachsen. Für den redaktionellen Teil haben wiederum namhafte Autoren interessante Beiträge zur Geschichte, Kunstgeschichte und Denkmalpflege märkischer Kirchen geschrieben. Die Auflage in diesem Jahr liegt bei 11.500 Exemplaren. Leider ist es uns trotz wiederholter Bemühungen bis jetzt nicht gelungen, finanzielle Unterstützung für Druck und Herstellung des Heftes zu erhalten, so dass die Herausgabe der "Offenen Kirchen" vom Förderkreis Alte Kirchen jeweils vorfinanziert werden muss. Allerdings konnte durch den Verkaufserlös und die Einnahmen aus Anzeigen in den vergangenen Jahren eine annähernde Kostendeckung erreicht werden. Als "Gewinn" können wir den Beitritt neuer Mitglieder, den Erhalt von Spenden von Lesern der Broschüre sowie die immense Werbung für unser Anliegen verbuchen. Das Heft "Offene Kirchen" bleibt unser wichtigstes Medium der Öffentlichkeitsarbeit. Für die redaktionelle Mitarbeit dankt der Vorstand Eva Gonda und Dr. Jan Feustel, für die Betreuung der Adressdatenbank Günter Schöne sowie für die perfekte Organisation des Vertriebs und der Abrechnung Arnulf Kraft. Ein Dank gebührt darüber hinaus allen Autoren und Fotografen, die ihre Beiträge kostenfrei zur Verfügung stellen, sowie allen Mitgliedern und Freundes des FAK, die bei der flächendeckenden Auslieferung der Hefte an inzwischen mehr als 500 Verkaufsstellen in Berlin und Brandenburg beteiligt waren.

Für die langjährige bewährte redaktionelle Arbeit an unserem Mitteilungsblatt "Alte Kirchen", das unsere Mitglieder, Freunde und Spender regelmäßig über laufende Aktivitäten unterrichtet, dankt der Vorstand ausdrücklich Eva Gonda.

In mehreren Fällen half der FAK bei der Herstellung und Finanzierung von Faltblättern und Informationsmaterial lokaler Fördervereine.

Die Homepage des FAK informiert seit Jahren verlässlich über aktuelle Themen aus der Arbeit des Förderkreises. Gleichzeitig ist sie mit ihrem Archiv inzwischen zu einer wahren Fundgrube für Themen geworden, die brandenburgische Dorfkirchen und die Arbeit lokaler Initiativen betreffen. Betreut und ständig verbessert wird der Internet-Auftritt in bewährter Weise von Wolf-Rainer Marx. Wir danken ihm herzlich!

Ein regelmäßiger Rundbrief per E-Mail bietet darüber hinaus aktuelle Berichte, Veranstaltungs- und Literaturtipps und bietet zugleich die Möglichkeit der direkten Kommunikation mit Mitgliedern und Freunden des Förderkreises.

Seit inzwischen mehr als fünf Jahren stellt der Förderkreis Alte Kirchen regelmäßig eine "Dorfkirche des Monats" vor, die auf unserer eigenen Homepage sowie auf der Internetseite des "Kulturportals Brandenburg" präsentiert wird. Durch die Kooperation mit dem Evangelischen Pressedienst finden die monatlichen Artikel zunehmend auch Resonanz in den regionalen und überregionalen Medien.

Öffentlichkeitsarbeit betreibt der Förderkreis Alte Kirchen auch durch zahlreiche Vortragsveranstaltungen seiner Vorstandsmitglieder. Stellvertretend sei hier Dr. Hans Krag genannt, der durch Referate regelmäßig Werbung für die Arbeit des Förderkreises betreibt. Auf einer Tagung der Konrad Adenauer Stiftung zum Thema "Die Vertreibung aus dem Tempel. Über die Umwidmung von Kirchenbauten" hielt Bernd Janowski ein Grundsatzreferat zu den Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements bei der Bewahrung von Kirchen.

Bereits zum fünften Mal nahm der Förderkreis Alte Kirchen mit einem eigenen Stand an der Leipziger Denkmalmesse teil. Hier konnte er seine Tätigkeit vorstellen sowie wichtige Kontakte knüpfen.

Kulturelle Veranstaltungen

Auch im vergangenen Jahr gestaltete, vermittelte und unterstützte der Förderkreis Alte Kirchen zahlreiche kulturelle Veranstaltungen in brandenburgischen Kirchen.

Bereits seit sechs Jahren gibt es eine gute Zusammenarbeit mit dem Verein "Theater in Kirchen" und der angeschlossenen Theatergruppe "Atelier Startbrett" unter der künstlerischen Leitung von Heidi Walier. Im vergangenen Jahr trat die Gruppe mit dem Moliére-Stück "Der Geizige" an insgesamt neunzehn Spielorten auf. Der FAK konnte das Projekt im vergangenen Jahr auch finanziell unterstützen. Die Hälfte des eingespielten Erlöses kam jeweils der Instandsetzung und Erhaltung der gastgebenden Dorfkirchen zugute. Für den Spätsommer dieses Jahres ist eine Tournee mit Schillers "Kabale und Liebe" geplant.

Erstmalig in 2007 veranstaltet der Förderkreis Alte Kirchen in Kooperation mit dem brandenburgischen Landesmusikschulverband das Projekt "Musikschulen öffnen Kirchen". Ziel auch dieser Initiative ist es, die Dorfkirchen als Orte des gemeinschaftlichen und kulturellen Lebens wieder stärker ins Bewusstsein zu bringen und durch kulturelle Nutzung die langfristige Erhaltung der Bauwerke zu ermöglichen. Die gemeinsame Aktion ermöglicht es, Denkmalschutz, Kulturpflege und Talentförderung zu verbinden. Wir hoffen, dass auch dieses Projekt der Beginn einer langfristigen Kooperation sein wird.

Für ihre kostenfreien Darbietungen im Rahmen von Benefizkonzerten danken wir den beteiligten Künstlern.

Ausstellungen und Exkursionen

Die Ausstellung des FAK "Gefährdete Schönheit. Dorfkirchen in Brandenburg" wurde im vergangenen Jahr u.a. in Wiesbaden, Bad Homburg und Frankfurt am Main gezeigt. In begleitenden Vorträgen, Führungen und Veranstaltungen konnte die Situation bedrohter Kirchenbauten in Brandenburg vorgestellt und um Spenden geworben werden. Ein Höhepunkt war die Präsentation der Ausstellung im November 2006 in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in Berlin. Zur Eröffnung sprach dort auch der Schirmherr unseres Vereins, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. - Für die umfangreiche Organisation bei Organisation, Aufbau und Betreuung der Ausstellungen dankt der Vorstand Dr. Hans Krag.

Durch das regelmäßige Angebot von Exkursionen bemüht sich der FAK, den Kontakt zu Mitgliedern und Interessenten zu erhalten und auszubauen. Wichtig ist bei diesen Anlässen auch, miteinander ins Gespräch zu kommen und Anregungen für die laufende Arbeit zu erhalten. Den Teilnehmern werden neben kunstgeschichtlichen Erläuterungen auch Informationen zur Arbeit und zu den Problemen lokaler Fördervereine nahegebracht. Zumeist werden in das Programm der Besichtigungsfahrten auch Objekte integriert, die vom Förderkreis Alte Kirchen betreut bzw. unterstützt wurden. Regelmäßig bietet der FAK Exkursionen auch für außenstehende Gruppen und Institutionen an. Die bei diesen Gelegenheiten eingeworbenen Spenden kommen den besuchten Kirchengebäuden zugute.

Verwaltungsaufgaben

Einen erheblichen Arbeitsaufwand nimmt weiterhin die ausschließlich ehrenamtliche Verwaltungsarbeit des Vereins in Anspruch. Die Betreuung der Finanzen des Vereins ist in den Händen des Schatzmeisters, Dr. Hans Krag, gut aufgehoben. Die Buchhaltung wird von unserem Mitglied Gisela Uhlig bewältigt. Marianne Fiedler erledigt die Arbeit der Schriftführerin. Günter Schöne beteiligt sich an der Mitgliederbetreuung. Wolf-Dietrich Meyer-Rath besorgte die Fertigstellung des neuen Faltblattes. - Ihnen und zahlreichen weiteren Personen, die bei Einzelprojekten immer wieder bereit sind, kurzfristig Hilfe zu leisten, sei herzlich gedankt!
Auch die Umstellung der umfangreichen Adressdatenbank auf ein neues Programm (Access) konnte nun abgeschlossen werden. Sie wird nun von Bernd Janowski betreut, zusätzlich zu seinen gewohnten Aufgaben.
An dieser Stelle ist es angemessen, Bernd Janowski, unserem Geschäftsführer, für den immer noch zunehmenden Umfang seiner Arbeit für den Förderkreis besonders herzlich zu danken. Wir freuen uns, dass seine Arbeit auch in der Öffentlichkeit mehr und mehr anerkannt wird.

Es ist dringend nötig, die zunehmenden "Routinearbeiten", die bisher hauptsächlich von Vorstandsmitgliedern erledigt werden, auf eine breitere Basis zu stellen. So wird Arnulf Kraft seinen Arbeitsumfang beim Vertrieb des Heftes "Offene Kirchen" leider sehr einschränken. Auch für die Vorstandswahlen im kommenden Jahr suchen wir Kandidaten, die bereit sind, die Arbeit des Förderkreises Alte Kirchen gestaltend mitzubestimmen. Falls Sie Interesse an einer engeren Mitarbeit haben, sprechen Sie uns an. Wir informieren Sie gern über konkrete Aufgaben und versuchen, Ihre speziellen Neigungen mit den Erfordernissen der Vereinsarbeit in Übereinstimmung zu bringen.

Ausblick

In Zeiten immer knapper werdender Haushalte und angesichts der demographischen Entwicklung werden unsere Bemühungen um die Erhaltung und Instandsetzung wertvoller Kulturgüter nicht leichter. Angesichts der Diskussion um entscheidende Strukturänderungen in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Landeskirche wird es zunehmend schwieriger werden, in jedem Falle die Kirche im Dorf zu lassen. Es ist jedoch erfreulich, dass die Thematik der Bewahrung von Kirchenbauten mittlerweile in der Öffentlichkeit eine größere Resonanz findet.

Im aktuellen Impulspapier des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) heißt es: "Da das Aufgeben der Kirchen weder möglich ist noch angestrebt werden kann, muss ein neuer Bürgersinn für die Kirchen im Dorf und in der Stadt geweckt werden". Helfen Sie uns dabei!

Der Förderkreis Alte Kirchen wird auch in Zukunft versuchen, in möglichst vielen Problemfällen Hilfe zu leisten. Dabei jedoch sind wir besonders auf die weitere Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Wir danken allen Mitgliedern und Freunden des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, unseren Spendern und Sponsoren, befreundeten Vereinen, Institutionen und Dienststellen für die gute Zusammenarbeit und wünschen uns weitere gemeinsame Erfolgserlebnisse. Ihre Anregungen sind uns auch in Zukunft wichtig.

Berlin, den 5. Mai 2007

Dr. Uwe Otzen
(Vorsitzender)