Niederlehme

Sanierung der Kirchen-Fassade

Der alte Putz der Niederlehmer Kirche wurde fast überall schon abgeklopft. Er wird erneuert und mit einem gelben Anstrich versehen. Dem Förderverein steht noch eine weitere Mammutaufgabe bevor.

Die eingerüstete Niederlehmer Kirche und der bereits sanierte Glockenturm.
Quelle: Frank Pawlowski
 
Maximilian Schirrmacher zeigt auf den zugemauerten Hintereingang, der wieder geöffnet und barrierefrei sein wird. Die Rückseite des Gebäudes hat noch die alte Fassade.
Quelle: Frank Pawlowski
 
Die Inschrift über dem Eingang wurde schon neu mit Blattgold überzogen.
Quelle: Frank Pawlowski
 
An zahlreichen Stellen mussten Risse im Mauerwerk geschlossen werden. Quelle: Frank Pawlowski

Niederlehme Eingerahmt von Baugerüsten steht die Niederlehmer Kirche da. An vielen Stellen ist sie schon nackt bis aufs Mauerwerk. Der alte Putz wurde abgeklopft, Risse im Gebäude wurden geschlossen. Die Sanierung der Kirchenfassade ist im Gange. Ostern 2019 sollen die Arbeiten beendet sein.

Das ist ein weiterer Meilenstein bei der Sanierung der Kirche, die 1914 eingeweiht wurde. Ein 2009 gegründeter Förderverein hat sich den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes auf die Fahnen geschrieben. Mit Dach, Glocken und der Orgel sind große Vorhaben schon verwirklicht worden. Die Fassadensanierung bildet den Abschluss der Außenarbeiten.

Auf der Nordseite befand sich noch der hundert Jahre alte Kalkputz. Andere Stellen der Gebäudes wurden in den 1960er und 1970er Jahren mit Zementputz ausgebessert. Er lässt sich nur schwer entfernen. Das Treppenfundament am Eingang wird erneuert. Und auf der Rückseite des Gebäudes wird der Hintereingang wieder geöffnet, der noch zugemauert ist. Hier gelangen künftig Rollstuhlfahrer über eine Rampe in die Kirche.

Die Inschrift über dem Eingang erstrahlt bereits im neuen Glanz, sie wurde mit Blattgold überzogen. Die Kirche bekommt einen gelben Anstrich. Die Firma Brettschneider führt wie schon am Pfarrhaus die Arbeiten aus. „An solche Aufträge wollen viele Maurer nicht ran, weil das wirklich Kleinstarbeit ist“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Maximilian Schirrmacher.

75 000 Euro hat der Förderverein zusammengebracht. Die Bauarbeiten sollten schon im Sommer beginnen. Sie verzögerten sich jedoch, weil der Verein noch auf eine Förderung durch die Stadt Königs Wusterhausen hoffte. Es ging um 10000 Euro. Doch der Antrag vom Februar wurde im September abgelehnt, wie Maximilian Schirrmacher berichtet. „Gott sei Dank konnten wir die Lücke schließen.“ Er verhehlt seine Enttäuschung nicht, zumal die Stadt den Neubau des evangelischen Gemeindehauses in Königs Wusterhausen mit 75 0000 Euro unterstützt.

Dank der Reemtsma-Stiftung bekamen die Niederlehmer das Geld dann doch noch zusammen, die Sparkassen-Stiftung unterstützt das Vorhaben ebenso großzügig. Auch vom Landkreis gab es eine stattliche Fördersumme. Eine weitere Mammuntaufgabe steht dem Förderverein bevor. DieInnenbemalung der Kirche soll restauriert werden. Schirrmacher rechnet mit Kosten von mindestens 120000 Euro, die wieder über Spenden und Fördermittel finanziert werden müssen.„Wenn wir 2021 loslegen können, sind wir gut“, sagt er.

Von Frank Pawlowski

Märkische Allgemeine vom 12. November 2018

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