Krielow

Sanierung der Kirche wird teurer

Gestiegene Baukosten sorgen dafür, dass die Sanierung der Krielower Kirche teurer wird. Bis zum nächsten Sommer soll sie als Radfahrerkirche Gemeindemitgliedern und Touristen offen stehen.

Der Turm der Krielower Kirche ist eingerüstet. Die Arbeiten haben im September begonnen.
Quelle: Fröhlich

Krielow Die Sanierung der Krielower Kirche wird wegen gestiegener Baukosten teurer. Der Eigenanteil der Christophorus-Kirchengemeinde Groß Kreutz steigt damit von rund 73.164 Euro auf etwa 98.000 Euro, wie Andreas Kirsch von der Gemeinde berichtete. Die Summe wird mit Unterstützung der Landeskirche und des Landkreises aufgebracht. Damit liegen die Gesamtkosten für das Projekt „Radfahrerkirche“ bei 283.000 Euro. Anfang September haben die Arbeiten an der Kirche begonnen, die sich hauptsächlich auf die Erneuerung der Fassade konzentrieren. Im Inneren stehen Holzarbeiten auf dem Plan.

„Das Problem an dem Turm war, dass der Putz immer wieder abgefallen ist. Vermutlich ist die Qualität des Mauerwerks daran schuld“, erklärte Andreas Kirsch. Entscheidend wird es außerdem sein, das Wasser vom Kirchengebäude fernzuhalten. Wie berichtet, fraß sich immer mehr Feuchtigkeit durch die verwitterte Sperrschicht der Kirchenmauer. In der Vergangenheit sei an vielen Stellen mit Zement gearbeitet worden, was das Haus nicht ausreichend atmen lässt. Gottesdienste finden während der Sanierungsarbeiten wie gewohnt statt, der Zugang zum Kirchenraum und auch zu den Gräbern hinter dem Gotteshaus soll stets möglich sein. Einzig die Glocke bleibt stumm, sagt Andreas Kirsch. Bis zum nächsten Sommer soll die Sanierung der Krielower Kirche abgeschlossen sein.

Zwei Radwege miteinander verbinden

Der Turmraum, der derzeit hauptsächlich zum Abstellen genutzt wird, steht danach Gemeindemitgliedern und Touristen offen. Die Verbindung zu den Radfahrern erklärt Andreas Kirsch mit der Nähe Krielows zum Havelradweg in Deetz und dem Obstpanoramaweg, der bis Derwitz führt. Es biete sich an, diese beiden Routen miteinander zu verbinden und an der Kirche in Krielow die Möglichkeit eines Zwischenstopps zu schaffen. Dies könnte auch ein Anlass sein, die Lücke im ausgebauten Radweg zwischen Krielow und Deetz zu schließen.

Vor allem am Wochenende soll der Turmraum für Besucher offen stehen, zunächst probeweise, denn dafür bräuchte es ehrenamtliche Helfer. Gute Nachrichten gibt es auch für die tierischen Besucher: Sowohl in Krielow als auch in Derwitz sollen Falke, Eule und Fledermaus nach der Sanierung der Kirchen wieder einziehen dürfen.

Wie berichtet, unterstützt das zuständige Landesamt die Sanierung über Leader-Mittel zur Entwicklung des ländlichen Raumes mit 165.000 Euro.

Von Luise Fröhlich

Märkische Allgemeine vom 24. Oktober 2018

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