Sanierung

Geläut dreier Glocken ab 3. November

Simone Weber

Hohennauen Rund 500.000 Euro flossen in den ersten Bauabschnitt (BA). Die Außensanierung der Hohennauener Dorfkirche ist nun abgeschlossen. Mit dem zweiten BA, der Innensanierung und Arbeiten an der Fassade des Kirchenschiffs, soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Weitere etwa 500.000 Euro sind veranschlagt. Doch der Förderverein der Kirche hat weitere Ziele. Auch die ursprünglich wohl 1738 eingebaute Schuke-Orgel soll komplett erneuert werden. Aktuell blickt aber ganz Hohennauen zum Turm.

Die Kirche in Hohennauen. © Foto: weber
 
Die neue Glocke ist zirka 1,20 Meter hoch und wiegt 198 Kilogramm. Am 3. November um 11.00 Uhr wird sie geweiht und läutet dann mit den beiden anderen Glocken.
© Foto: weber

„Die dritte Glocke, die kleinste und so genannte Kinderglocke unserer Dorfkirche, war 1917 zu Kriegszwecken eingeschmolzen worden“, erläutert Fördervereinsvorsitzende Monika Pickenhahn, warum bis dato zwei Glocken im Turm läuteten. „Mit Fördermitteln Brandenburger Ministerien in Höhe von insgesamt 9.000 Euro konnte jetzt eine neue Glocke gegossen werden. Für weitere Kosten, wie für die neue Statik und Elektrik, setzt der Förderverein noch einmal zirka 8.500 Euro ein.“ Zudem erhielt der Förderverein Unterstützung durch Unternehmen der Region.

Am 28. September wurde die Glocke in Neunkirchen (Baden-Württemberg) gegossen. Am 11. Oktober kam sie in Hohennauen an. Am Samstag konnten die Leute sie zum ersten und auch letzten Mal ebenerdig im Turm bestaunen. „Für die Gestaltung der Kinderglocke haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Die Hohennauener Christenlehrekinder zeichneten auf Papier die Dorfkirche, sich selbst und die Havelländer Landschaft“, so Christenlehrerin Ina-Patricia Dehn. Diese Zeichnungen wurden mittels Wachsform auf den Glockenkörper übertragen - daher „Kinderglocke“.

„Nun ist sie da, die dritte im Bunde / Macht komplett die Glockenrunde. / Die Kinderglocke ist angekommen / Und wird von uns Bürgern herzlich aufgenommen“, lauten die ersten vier Zeilen des Gedichts, das der Hohennauener Gerhard Pionschek zur Glockenankunft dichtete. Danach lud der Förderverein zu Kaffee und Kuchen ein. Am heutigen Mittwoch wird die Glocke im Turm eingesetzt. Nach der feierlichen Weihe am 3. November um 11.00 Uhr wird so erstmals nach 101 Jahren wieder gemeinsames Geläut dreier Hohennauener Kirchglocken zu hören sein. Eine Stunde vor der Weihe besteht übrigens die Möglichkeit zur Besichtigung der neuen Glocke im Turm.

MOZ.de vom 17. Oktober 2018

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