Wansdorf

Seit 13 Jahren für den Erhalt der Dorfkirche

Der Förderverein Dorfkirche Wansdorf feierte sein 13-jähriges Bestehen mit einem Benefizkonzert. Seit Vereinsgründung haben die Mitglieder viele Renovierungsmaßnahmen ermöglicht.

Gemeinsam für den Erhalt der Kirche: Siegfried Spallek (v.l.), Musiker Georg Strehlow, Manfred Heß und Irmtraut Wilke.
Quelle: Enrico Berg

Wansdorf „Sehnsucht nach Rügen, Sehnsucht nach Meer“ lautete der Titel des Benefizkonzerts von Georg Strehlow. Zur Feier des 13-jährigen Bestehen des Förderverein Dorfkirche Wansdorf e.V. gab er am Sonntagabend Lieder und Geschichten vom Meer in der Dorfkirche zum Besten.

Alle Künstler verzichten auf ihre Gage

„Georg Strehlow sowie bisher alle hier aufgetretenen Künstler, verzichten zugunsten der Förderung der geplanten Renovierungsmaßnahmen auf ein Honorar”, sagte Manfred Heß, Schriftführer des Fördervereins. Das Geld kann der Verein gut gebrauchen, stehen doch immer wieder Renovierungen an. „Die eigentlichen Arbeiten an der Kirche sind zwar abgeschlossen, aber irgendetwas muss immer gemacht werden. So muss die Eingangstür repariert werden und die Begrünung um die Kirche ist auch noch nicht abgeschlossen“, erklärte Vereinschef Christian Maechler.

Spenden sind wichtigste Einnahmequelle

Die Einnahmen des Vereins bestehen zum Einen aus Mitgliedsbeiträgen. Bei gerade einmal 30 Mitgliedern und einem Jahresbeitrag von 24 Euro pro Nase kommen da jedoch keine großen Summen zustande. Eine wichtige Einnahmequelle sind daher Spenden, die der Verein überwiegend bei den Benefizveranstaltungen erhält.

Verein hat sich 2005 gegründet

Das Ziel des 2005 gegründeten Vereins ist die Erhaltung und Instandsetzung der Dorfkirche Wansdorf. Im Interesse des Gemeinwohls will der Verein die Dorfkirche einer angemessenen religiösen, kulturellen oder sonstigen geeigneten Nutzung zuführen. So hat der Verein seinerzeit ein zinsloses Darlehen in Höhe von 120 000 Euro von der Gemeinde Schönwalde-Glien erhalten, mit der Option, dass der Verein jährlich eine Tilgung von 3000 Euro erbringt. Diese Summe wurde benötigt um eine entsprechende Förderung beantragen zu können. „Um EU-Fördermittel vom Land Brandenburg zu bekommen, mussten wir ein Eigenkapital in Höhe eines Drittel der Fördersumme nachweisen”, erklärte Christian Maechler.

Von diesem Geld wurde renoviert und restauriert. Bei den Renovierungsarbeiten kamen schließlich auch spätgotische Wandmalereien zum Vorschein. Niemand habe gewusst, dass unter dem Putz so etwas Wertvolles verborgen war. In der sonst eher schlichten Kirche, wirken die Fresken besonders eindrucksvoll.

Kirche soll für alle Bürger offen sein

Es sei trotzdem noch einiges zu machen, erklärte Manfred Heß, aber das behielte man sich für die nächste Generation vor. Seien doch alle Mitglieder des Vorstands inzwischen über 70 Jahre alt. „Wir als Förderverein wollen weiterhin aktiv bleiben, wir möchten die Kirche allen Bürgern zugänglich machen, egal ob konfessionell, nicht konfessionell oder konfessionsübergreifend. Unsere Mitglieder kommen aus allen Schichten, und nicht jeder ist in der Kirche”, betonte Christian Maechler.

Viel wichtiger sei, dass alle für eine Sache gemeinsam einstehen. Als positiver Nebeneffekt würde so auch noch die Dorfgemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.

Von Hannelore Berg

Märkische Allgemeine vom 20. August 2018

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