Kirchen

Feldstein oder Fachwerk

Silvia Passow

Markau/Markee Die Kirchen St. Nikolai zu Markau und die evangelische Christuskirche Markee sind Perlen kirchlicher Baukunst. Jede für sich ein Kleinod, verbunden durch eine aktive, kleine Kirchengemeinde, die ihre weihnachtlichen Gottesdienste im Wechsel, mal in dem einen, dann in dem anderen Gotteshaus feiert.

Bürgermeister und Landrat besuchen die Kirche in Markee. Der Engel hatte sogar schon einen Fernsehauftritt.
© Foto: Silvia Passow

Die Dorfkirche zu Markau wiese die prunkvollste Barockausstattung einer märkischen Dorfkirche auf. Ob dem so ist, mag der Betrachter selbst entscheiden. Verzaubern kann die üppige Ausstattung des Kircheninneren allemal. Besonders weil der Zauber den Besucher recht überraschend trifft, das schlichte Äußere der Kirche verrät nichts über den Glanz und die Anmut im Inneren. Der mittelalterliche Turm wirkt wuchtig, das aus Backsteinen erbaute Kirchenschiff wurde 1712 fertiggestellt und strahlt eher robusten Charme aus.

Nur wenig früher, zwischen 1697 und 1704, wurde die Fachwerkkirche von Markee errichtet. Die letzte Renovierung fand hier 1937 statt, was man kaum glauben mag. Die Farben auf Altar, Holzverzierung und Wänden wirken so frisch, als hätte der Künstler erst gestern den Farbeimer aus der Hand gestellt. Zu einer gewissen Berühmtheit kam der von der Decke in die Gemeinde blickende Taufengel. Der spielte in einer Folge der Serie „Polizeiruf 110“ mit. In der Serie wurde der Engel gestohlen. Gott sei Dank nur im Fernsehen, befinden die Gemeindemitglieder. Den Film haben sie übrigens in der Kirche gemeinsam angesehen.

Die beiden Dorfkirchen standen kürzlich ebenfalls auf dem Programm der jährlichen Tour durch den Landkreis des Landrats Roger Lewandowski (CDU), der sich angetan von beiden zeigte.

MOZ.de vom 05. August 2018

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