Gollwitz

18 000 Euro für zertrümmerte Orgel

Der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg unterstützt die Rettung der zertrümmerten Orgel in Gollwitz bei Brandenburg mit 18 000 Euro. Kosten wird die Sanierung knapp 80 000 Euro.

Die Orgel der Kirche in Gollwitz ist vor mehreren Jahren völlig unsachgemäß zerlegt und eingelagert worden. Sie geriet in Vergessenheit. Nun arbeitet die Kirchengemeinde an ihrer Rettung.
Quelle: Marion von Imhoff

Gollwitz Gute Nachrichten gibt es zur geplanten Sanierung der zerstörten Kirchenorgel im Brandenburger Ortsteil Gollwitz. Wie Pfarrerin Christiane Klußmann der MAZ mitteilte, gibt der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg 18 000 Euro zur Sanierung dazu. Ein entsprechender Zuschuss sei genehmigt worden, so Klußmann.

Die Gollwitzer Orgel lag vergessen für mehrere Jahre auf der Empore der Kirche. Sie war völlig unsachgemäß und grob auseinandergebaut worden. Ihre Bestandteile lagen im Dreck. Christiane Klußmann hatte sie bei ihrem Amtsantritt in der Gollwitzer Kirchengemeinde 2016 gefunden. Überregional hat die Geschichte der halb vermoderten, unter Denkmalschutz stehenden Orgel für Schlagzeilen gesorgt. Ihre Rettung wird nach einer vorläufigen Schätzung rund 75 000 kosten.

Erbaut wurde die Orgel 1869 von August Ferdinand Wäldner

Entsetzt über den Zustand der Orgel war auch Mathias Hoffmann-Tauschwitz, Kirchenoberbaurat der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Anfang vorigen Jahres teilte Heike Krohn-Bräuer, Sprecherin der Landeskirche, mit: „Das Kirchliche Bauamt will das Mögliche tun, um die Orgel zu retten.“ Erbaut wurde die Orgel 1869 von August Ferdinand Wäldner.

Erbaut wurde die Orgel 1869 von August Ferdinand Wäldner. Pfarrerin Klußmann hat auch 15 000 Euro Fördergeld von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beantragt. Möglich wäre dann ein umfassender erster Bauabschnitt, so Klußmann: „Abtransport in die Orgelbauwerkstatt, Sanierung, Reinigung, Nachbau einiger nicht mehr reparabler Teile, Wiederaufbau in Teilen, so dass eine Nutzung zu gottesdienstlichen Zwecken möglich ist.“ Wenn die Förderzusage kommt, könne die Orgel im kommenden Winterhalbjahr in der Werkstatt aufgearbeitet werden, so die Pfarrerin.

Die Stiftung hat nach Angaben von Thomas Mertz, Leiter der dortigen Pressestelle, im vorigen Jahr 3000 Euro für vorbereitende Maßnahmen für die Orgelrettung gespendet.

Von Marion von Imhoff

Märkische Allgemeine vom 20. Juni 2018

   Zur Artikelübersicht