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Nachhaltige Ideen gefragt

Simone Weber

Rathenow Die Unterstützer der Lutherkirche sind sich einig, nun auch einen Förderverein für die Lutherkirche zu gründen. Gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat wollen die Initiatoren erörtern, welche Möglichkeiten dazu bestehen.

Mit dieser Postkarte warb man ursprünglich um Spenden für den Neubau einer Kirche auf dem Lutherplatz.
© Foto: Simone Weber
 
Die Rathenowerin Andrea Wernicke möchte das Lutherhaus erhalten und neu beleben.
© Foto: Simone Weber

Bereits zweimal trafen sich Interessierte in der Lutherkirche. Gemeinsam setzen sie sich für die weitere Nutzung des Gebäudes für die evangelische Gemeinde, den Erhalten des Hauses und auch für eine Nutzung für nicht kirchliche Kulturveranstaltungen ein. „Unsere beiden Treffen brachten uns mit sachlicher Diskussion und konstruktiven Vorschlägen weiter. Die Anwesenden waren sich einig, das Gebäude zunächst einmal zu erhalten und mit neuen Konzepten besser zu nutzen“, sagt Initiatorin Andrea Wernicke. „Dazu beabsichtigen wir grundsätzlich einen Förderverein zu gründen. Doch zuvor wollen wir uns im kleineren Kreis mit dem Gemeindekirchenrat treffen, um zu besprechen, welche Möglichkeiten wir als Förderverein hätten, um für den Erhalt des Lutherhauses tätig zu werden.“

Die meisten der interessierten Rathenower waren Gemeindeglieder. „Die Stadt hat wieder mehr Zuzug“, so Hannelore Scharnbeck. „Warum sollen es nicht auch wieder mal mehr Christen in unserer Stadt geben?“ Schließlich wurde der Neubau der Lutherkirche aus dem Grund des Wachstums der Rathenower Bevölkerung und dem Fehlen eines Gotteshauses in dem Rathenower Stadtteil bereits vor dem Ersten Weltkrieg geplant. Aber auch nicht kirchlich gebundene Rathenower, wie Andrea Wernicke selbst, wollen das Lutherhaus weiter erhalten und nutzen. „Dass sich auch junge Menschen für das Lutherhaus einsetzen, macht mir Hoffnung auf ein weiteres lebendiges und für Andere offenes Gemeindeleben in der Lutherkirche“, sagt Gisela Weinhold. „Wir sollten die Kirche mehr für junge Leute öffnen und für die Jugendarbeit in der Stadt nutzen.“ So organisiert bereits jetzt das Jahn-Gymnasium einzelne Veranstaltungen, wie ihre traditionelle Weihnachtsgala im Lutherhaus. Gisela Weinholds Sohn, Roland, hatte vor einigen Wochen eine Unterschriftensammlung zum Erhalt der Lutherkirche initiiert, bei der schon über 400 Unterschriften zusammengekommen sind“, sagt Andrea Wernicke. Einig waren sich die Unterstützer der Lutherkirche, dass das Gebäude, auf Grund der finanziellen Leistungsfähigkeit nur schrittweise saniert werden kann.

Nach dem Treffen mit dem Gemeindekirchenrat wird die Initiativgruppe um Andrea Wernicke zu einem öffentlichen Treffen einladen, um Ideen zur Erstellung eines Nutzungskonzepts zu sammeln.

MOZ.de vom 02. Juni 2018

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