Sophie Schade

Vehlefanzer Kirche feierlich eingeweiht

Vehlefanz (OGA) Die Kirche in Vehlefanz erstrahlt nun in neuem Glanz. Nach einer dreijährigen Schließzeit wegen grundlegender Sanierungsarbeiten wurde das Gebäude am Sonnabend mit einem Gottesdienst wieder in Betrieb genommen. Begonnen hatten die Baumaßnahmen bereits vor sieben Jahren, und die Kirchgemeinde möchte noch einige weitere Projekte in Angriff nehmen.

Volle Kirche: Die Vehlefanzer kamen zahlreich.
© MZV

Das Interesse der Oberkrämer am neuen Gewand der Vehlefanzer Kirche war groß. Nachdem zwischen 2010 und 2012 der Turm und das Dach saniert worden waren, musste ab 2014 auch das Kirchenschiff geschlossen werden. Grundlegende Reparatur- und Restaurierungsarbeiten standen auf dem Plan. So erstrahlen nun unter anderem die Wandbilder wieder in neuem Glanz, die Orgel erhielt einen neuen Anstrich und das Fundament der Bänke wurde überarbeitet. Diese Bänke waren nun während des Gottesdienstes am Sonnabend bis auf den letzten Platz gefüllt - ein Bild, das es in dieser Form in den vergangenen drei Jahren nicht gegeben hat. Lediglich an Weihnachten durfte sich die Gemeinde im Kirchenschiff versammeln, provisorisch zwischen Baustaub und Gerüsten.

"Darauf haben unsere Gemeindemitglieder bestanden", so Pfarrer Thomas Hellriegel. Er erinnerte sich bei seiner Danksagung an die noch bis kurz vor Heiligabend fleißigen Bauarbeiter, bevor dann zumindest ein wenig Platz für die weihnachtliche Andacht geschaffen wurde. Alle anderen Veranstaltungen fanden entweder ohnehin im Pfarrhaus statt oder wurden in die Kirchen der umliegenden Ortsteile der Gemeinde Oberkrämer ausgelagert. "Ich bin dankbar, dass wir wieder in unserer Kirche einen Raum für Begegnungen haben", lautete das Fazit von Pfarrer Thomas Hellriegel.

Im Laufe der Bauarbeiten hatte sich immerhin das eine oder andere Hindernis für den Ablaufplan offenbart, so musste unter anderem eine Wand des Süd-Anbaus komplett abgetragen und erneuert werden. Außerdem hätte es zuweilen einige Arbeit gekostet, einen Kompromiss zwischen den Vorstellungen der Gemeinde und den Auflagen der Denkmalschutzbehörde zu finden, hieß es.

Umso erfreulicher sei es, dass die Arbeiten innerhalb des avisierten zeitlichen Rahmens abgeschlossen werden konnten. Das Ergebnis kam in jedem Fall auch in der Gemeinde bestens an. "Unsere Tochter hat hier vor einigen Jahren Konfirmation gefeiert. Da sah die Kirche noch sehr anders aus", erinnerte sich Harald Herweg aus Schwante. "Es ist großartig, dass so viele alte Bilder restauriert werden konnten. Teilweise wusste man ja schon gar nicht mehr, wie sie einmal aussahen. Auch die Orgel sieht sehr beeindruckend aus", freute sich Heidemarie Lembke. Roswitha Pasche vom Heimatverein Vehlefanz fand zudem, dass die Reparatur der Kirchenbänke überaus gelungen sei.

In den kommenden Jahren stehen weitere Projekte an, so soll beispielsweise die Gruft unter dem Kirchenschiff wieder geöffnet werden. Sollte das Budget es zulassen, wäre das abschließende Ziel die Anschaffung einer zweiten Glocke.

Märkische Onlinezeitung vom 26. September 2017

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