Kirchturm in Neupetershain-Nord wird saniert

Neupetershain-Nord. Alles begann vor etwa fünf Jahren: Im Turm der Kirche in Neupetershain-Nord wurde unterhalb der Laterne ein Wasserschaden entdeckt. Er war schon recht beachtlich. red/bt

Der Kirchturm in Neupetershain-Nord ist eingerüstet.
FOTO: Graf

Deshalb wurde im Jahr 2014 ein Gutachten vom Büro IBS in Hoppegarten in Auftrag gegeben. "Es sollte den Umfang der Schäden im Turm, und am Dach des Kirchenschiffes erfassen", erläutert Architektin Verena Graf vom Gemeindekirchenrat.

Darauf hin habe sich die Kirchgemeinde entschlossen, den Schaden reparieren zu lassen. Die Denkmalbehörden des Landkreises OSL und vom Land Brandenburg, das kirchliche Bauamt, die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis setzten sich an einen Tisch und besprachen die weiteren Schritte. Schließlich wurde das Büro IBS beauftragt, eine Kostenschätzung zu erstellen. Außerdem erarbeitete IBS Bauantragsunterlagen für das Vorhaben in zwei Bauabschnitten und reichte sie ein", so Verena Graf. Im ersten Bauabschnitt wird der Turm saniert. Im zweiten Bauabschnitt im nächsten Jahr das Dach des Kirchenschiffs.

Die Finanzierung des ersten Bauabschnittes konnte mit über 200 000 Euro durch Eigenmittel und zusätzlich Fördermitteln des Kirchenkreises, der Landeskirche, des Bundes, des Landkreises OSL, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der KIBA sichergestellt werden.

Der Turm ist von Mitarbeitern der Firma Schweizer aus Guhrow eingerüstet worden. Die Dachhaut wurde geöffnet, um abschließend den Sanierungsbereich festzulegen. "Zum Glück ist das Schadensbild nicht größer geworden. Es muss nicht das gesamte Dach komplett erneuert werden", erläutert Verena Graf.

In dieser Woche sollen nun Mitarbeiter der Dachdeckerfirma Karl Thinius Dachbau GmbH aus Körba und der Firma Baudenkmalpflege Friedrich aus Frankfurt(Oder) die Turmzier abnehmen und restauratorisch bewerten.

Am 17. September wird bei einem Gottesdienst mit Erntedank ab 14 Uhr sowie Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus gefeiert. "In diesem Rahmen kann der Inhalt dieser Turmbekrönung bestaunt und gesichtet werden. Anschließend wird sie aufgearbeitet und strahlt dann hoffentlich bald wieder in frischem Glanz auf der Kirchturmspitze", erläutert Verena Graf. Die Bauarbeiten sollen noch vor dem Wintereinbruch fertiggestellt werden.

Eine Besonderheit aus Sicht der Denkmalpflege weißt die Kirche zudem noch auf: Auf der Nordseite des Kirchenschiffes wurde ein historischer romanischer Putz aus dem 13. Jahrhundert festgestellt und gesichert, bevor die Bauarbeiten begonnen haben.

Lausitzer Rundschau vom 12. September 2017

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