Rehfeld

Geld für die Kirchengemeinde

Die Pläne für die Neugestaltung der Rehfelder Dorfmitte sind längst fertig, alle Anträge gestellt. Nun wird nur noch auf den Zuwendungsbescheid des Förderprogramms „Leader“ gewartet und auch auf die Baugenehmigung. Eine Zusage indes ist für die ins Projekt involvierte Kirchengemeinde schon zum Greifen nah. Es handelt sich um finanzielle Hilfe von der Stadt Kyritz.

Bislang haben es gehbeeinträchtigte Kirchgänger in Rehfeld schwer. Eine neue Rampe soll Abhilfe schaffen.
Quelle: Matthias Anke

Rehfeld. Die Rehfelder Kirchengemeinde kann sich große Hoffnungen auf eine finanzielle Zuwendung von der Stadt Kyritz machen. Möglich wird das sogar, obwohl die Frist, dieses Geld gemäß der sogenannten „Richtlinie über die Förderung von Erhaltungsmaßnahmen an Kirchen in den Ortsteilen von Kyritz“ zu beantragen (31. Januar) schon seit einem halben Jahr abgelaufen ist. Doch es hatte für dieses Jahr nicht einen Antrag auf eine solche Zuwendung gegeben. Sie ist aber noch immer im Haushalt eingeplant und abrufbar.

Die Mitglieder des Hauptausschusses müssten das als Ausnahme nun bei ihrer nächsten Sitzung am 12. September ganz einfach nur beschließen. „Das wäre schön“, sagt Ortsvorsteher Dieter Lange. Er und die anderen Ortsbeiratsmitglieder haben als Beteiligte bei ihrer Sitzung am Mittwochabend ein positives Votum erteilt. Konkret handelt es sich um 5000 Euro. „Die Summe wird jedes Jahr im Haushalt berücksichtigt. Die Idee war einst, sie reihum immer einer anderen Kirchengemeinde zukommen zu lassen. Doch dieses Mal hatte es ja keiner beantragt“, erklärt Veronika Lausch, die als Vertreterin der Stadtverwaltung der Ortsbeiratssitzung beiwohnte.

Rampe ist Teil des Gesamtprojektes einer neuen Dorfmitte

Die Kirchengemeinde Rehfeld hat schon einmal den Zuschuss über die besagte kommunale Förderrichtlinie erhalten. Das war 2013, als die äußere Hülle der Dorfkirche saniert wurde. Im vergangenen Jahr folgten die Restaurierung des Kanzelkorbes und des Altarbildes, was anteilig ebenso von der Stadt bezuschusst wurde. Nun geht es um ein weiteres Teilprojekt, und zwar die barrierefreie Erschließung der Kirche in Form einer zu ihr hinaufführenden Rampe. Diese ist wiederum Bestandteil des Gesamtprojektes von Stadt und Kirchengemeinde zur Neugestaltung des Dorfgemeinschaftszentrums. Die Kosten für des Teilprojekt werden mit rund 36 500 Euro beziffert. Eine Kofinanzierung ist ebenso wie auch die Gesamtmaßnahme über das Leader-Förderprogramm geplant. Ein Eigenanteil von rund 10 000 Euro bleibt zu stemmen. Doch bisher gibt es weder einen Zuwendungsbescheid noch eine Baugenehmigung. Die Rehfelder und die Stadtverwaltung warten.

Geplant ist, das Dorfgemeinschaftszentrums zu Füßen der alten Fachwerkkirche neu zu gestalten. Es umfasst auch das umzubauende und zu sanierende Feuerwehrgerätehaus, das Dorfgemeinschaftshaus, in dem eine Pilgerwohnung entstehen soll, ein Nebengebäude und die Grünanlagen drumherum samt Sitzgelegenheiten, Tischen und einen Spielplatz mit allerlei Geräten inklusive Tischtennisplatte sowie den barrierefreien Zugang zur Kirche mittels der Rampe.

Von Matthias Anke

Märkische Allgemeine vom 24. August 2017

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