Evangelische Kirche in Plessa wieder ein Hingucker

PLESSA Die Gerüste sind gefallen. Das putzgraue Antlitz der evangelischen Kirche mitten in Plessa ist Geschichte.

Sie erstrahlt so hell und freundlich, wie seit unzähligen Jahrzehnten nicht mehr. Die evangelische Kirche in Plessa ist optisch wieder ein Hingucker.
Foto: Feller

Das Gotteshaus erstrahlt in einem hellen Farbton. Fenster und Türen sind farblich abgesetzt. "Unsere Kirche macht einen sehr guten Eindruck", ist Frank Werner, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates von dem frischen Aussehen beeindruckt. "Historisch gesehen, könnte sie einst so ausgesehen haben." Der Plessaer ist überzeugt, dass die Restauratorin während der Sondierungen, als sie Reste von vier verschiedenen Farbgebungen festgestellt hat, in Abstimmung mit der Denkmalbehörde die richtige Wahl getroffen hat. Und schließlich haben die heimischen Firmen ganze Arbeit geleistet. Bevor grundiert und gestrichen werden konnte, musste der Putz an vielen Stellen ausgebessert werden.

Wie so oft bei älteren Bauten wird während einer Sanierung festgestellt, dass noch dies und jenes zusätzlich gemacht werden muss. So wurden die Fensterbänke erneuert und die hölzernen Schallluken im Glockenturm ausgebessert. Gitter sorgen im Innern dafür, dass keine Vögel eindringen und den einst auf Vordermann gebrachten Boden mit dem Gebälk verschmutzen.

Frank Werner erinnert daran, dass in der Vergangenheit vor allem Wert auf die bauliche Seite, den Werterhalt gelegt worden war. "Dies ist die erste äußere Verschönerung seit langer Zeit", sagt er. Sie sei nicht absolut notwendig, aber wichtig gewesen. Erst recht mit Blick auf das Kulturhaus nebenan, wo voraussichtlich in drei Monaten das Riesendach mit dem Gerüst nach erfolgter Dach- und Außensanierung zurückgebaut wird.

"Eine Kirche steht in einem Ort immer im Mittelpunkt", so Frank Werner. Er achte auf seinen Reisen stets auf die markanten Gebäude und deren Zustand. Dies sage viel über das jeweilige Dorf oder die Stadt aus.

Noch ist die Plessaer Kirche nicht fertig. Holzfenster und -türen brauchen einen farblichen Wetterschutz. Die Feuchteschäden im Sockelbereich halten sich noch in Grenzen. Das grüne Umfeld mit den teilweise arg wuchernden Bäumen und Sträuchern, die die Sicht auf die Kirche nehmen, bräuchte eine gestalterische Hand. Doch dies ist kommunaler Grund.

Wer sich von dem aktuellen Restaurierungsstand persönlich überzeugen möchte, der sollte sich den Tag des offenen Denkmals am 10. September vormerken. Um 15 Uhr wird es eine Feier mit Konzert es tritt das Vokalensemble Elbe-Elster auf und Erläuterungen geben.

Manfred Feller

Lausitzer Rundschau vom 31. Juli 2017

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