Bückwitz

Hollenbach-Orgel soll zu Ostern 2018 klingen

Mit den Sanierungsarbeiten im Inneren der Bückwitzer Kirche wird nun auch die alte Hollenbach-Orgel im Inneren des Gotteshauses wieder zum Klingen gebracht. 36 000 Euro hatte der Förderverein und die Gemeinde für die Restaurierung. Mit dem Geld ist die Kirche hübsch gemacht worden. Nun ist noch Vorzeigeorgel instand zu setzen.

Prächtig anzusehen – die Bückwitzer Kirche.
Quelle: Wolfgang Hörmann

Bückwitz. Sie kann sich wieder sehen lassen – die 1880 erbaute Bückwitzer Kirche. Die Bauarbeiten am Gotteshaus sind längst abgeschlossen, jetzt geht es um letzte Details. Hinter einem der Punkte auf seiner Liste konnte Dieter Helm, Vorsitzender des Fördervereins der evangelischen Kirchengemeinde, gerade erst ein Häkchen setzen. Bei einem Wochenendeinsatz wurde in Eigenleistung der Zugang zum Gotteshaus professionell befestigt.

Die nächste Aufgabe dürfte deutlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Seit langem steht schon die Orgel stumm. Damit soll es in absehbarer Zeit vorbei sein. Sie ist ein Werk von Albert Hollenbach, der 1850 in Blankenberg das Licht der Welt erblickte und es bis zum Lebensende mit dem Bau von mehr als 100 solcher Instrumente zu erheblichem Ansehen brachte. Das Exemplar in der Bückwitzer Kirche wurde 1881 eingebaut. „Für die Restaurierung brauchten wir natürlich Geld, das erst einmal eingesammelt werden musste. Jetzt haben wir 36 000 Euro beisammen. Davon kamen allein 20 000 Euro als Spende von der Stiftung Preußisches Kulturerbe.

Große Unterstützung aus dem Ort

Der Auftrag konnte erteilt werden. Er ging an Matthias Beckmann aus Friesack. „Wir hoffen, dass die Orgel nächste Ostern wieder erklingen kann“, sagt Dieter Helm bei einem Rundgang durch die Kirche. Deren Ausgestaltung hat begonnen, ist aber noch nicht abgeschlossen. Bilder mit christlichen Motiven harren verpackt darauf, angebracht zu werden. Helm selbst hat sich vorgenommen, an einer Seite neben dem Altar mit Bildern und Dokumenten den Zusammenhang von Kirche und Landwirtschaft im Dorf darzustellen. „Etliche Bückwitzer unterstützen mich dabei, zum Beispiel mit historischen Fotoaufnahmen“, so der Vorsitzende des Fördervereins und Ortsvorsteher.

Von Wolfgang Hörmann

Märkische Allgemeine vom 23. Mai 2017

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