Liepe

Schiefer Kirchturm soll gerettet werden

In Liepe gibt es eine schmucke kleine Kirche mit einem neuen elektrischen Geläut. Doch das kann nicht genutzt werden, weil der Kirchturm so schief ist, dass er zu kippen droht. Jetzt lassen sich die Einwohner etwas einfallen, um Geld zu sammeln.

Der schiefe Kirchturm von Liepe.
Quelle: Privat

Liepe. Das 60-Seelen-Dorf Liepe hat eine schmucke kleine Kirche mit einem bedrohlich schiefen Turm. Dem wollen die Lieper nun Paroli bieten. „Seit einigen Jahren gibt es in der Kirche ein neues elektrisches Geläut, doch wir können die Stunde nicht schlagen lassen, weil wir Angst haben, dass der Turm ins Kippen kommt“, erklärt Birgit Wohlauf. Sie ist Mitglied im Ortsbeirat Wahlsdorf und für den Mini-Ortsteil Liepe zuständig.

Rekonstruktion kostet 80 000 Euro

Die Lieper möchten gern wieder ihre Glocken läuten hören. Für eine Rekonstruktion des Turms, die nach ersten Schätzungen 80 000 Euro kosten würde, fehlt das Geld. Doch die Einwohner wollen nichts unversucht lassen, um mit besonderen Veranstaltungen und Aktivitäten Geld zu sammeln, um den Turm zu retten, bevor er völlig zur Neige geht.

Saxofon-Konzert am 27. Mai

„Seit zwei Jahren veranstalten wir zu Weihnachten einen Mitternachtsgottesdienst“, sagt Birgit Wohlauf, „jetzt wollen wir es mit einem Konzert probieren.“ Matthias Wacker und sein Saxofon-Ensemble „Tonfall“ spielen am Sonnabend, dem 27. Mai, um 18 Uhr in der Lieper Kirche. „Wir hoffen, dass viele Besucher kommen und freuen uns über jede Spende“, sagt Birgit Wohlauf, die auch noch ein Crowdfunding-Projekt für den Turm übers Internet starten will.

Kontakt: liepe@icloud.com, Telefon 01 77/5 38 11 17

Von Elinor Wenke

Märkische Allgemeine vom 19. Mai 2017

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