Lautaer Kirche kann saniert werden

LAUTA-DORF (red/dh) Der Weg für die Sanierung des Daches der Kirche in Lauta-Dorf (Dorfkirche des Monats Februar 2017) ist frei. Die Kirchengemeinde hat nach eigenen Angaben einen Fördermittelbescheid bekommen und darf mit einer Unterstützung in Höhe von 100 000 Euro rechnen.

Die Lautaer Laurentiuskirche.
Foto: Klein

Die Mittel stammen demnach aus dem Förderprogramm Leader. Sigrid Roeser, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates (GKR), hat darüber vor einigen Tagen während des Regionalgottesdienstes in Lauta-Dorf öffentlich informiert.

Durch die Förderzusage können nun die Planungen für die Sanierung der Dachkonstruktion der mehr als 500 Jahre alten Kirche beginnen. Laut Sigrid Roeser werden die Arbeiten jetzt ausgeschrieben. Der Gemeindekirchenrat hofft, schnell Firmen zu finden, die die Sanierung durchführen. Denn der Zeitplan ist eng: Laut der GKR-Vorsitzenden sollen die Arbeiten bis Januar 2018 beendet sein, die Abrechnung muss bis Ende April 2018 vorliegen. So sagen es die Fördermittelbestimmungen.

Die Dachkonstruktion der Laurentiuskirche in Lauta-Dorf muss dringend saniert werden, da die Außen- und Innenschwellen, die als Unterbau auf der Mauerkrone aufliegen, marode und teilweise nicht mehr vorhanden sind. Von außen sind die Schäden nicht zu sehen.

Insgesamt soll die Sanierung rund 210 000 Euro kosten. Die restlichen Mittel stammen aus verschiedenen Töpfen der evangelischen Kirche (70 000 Euro) und Eigenmitteln der Kirchengemeinde (40 000 Euro). Da diese damit rechnen muss, dass die Baukosten höher werden als geplant, wirbt sie auch weiterhin um Spenden. So wird der renommierte Organist Prof. Matthias Eisenberg am Donnerstag, 11. Mai, ab 19 Uhr ein Benefizkonzert in dem Gotteshaus geben. Der Eintritt ist frei, die Kirchengemeinde hofft auf 250 Gäste. So viele Plätze stehen zur Verfügung.

Jüngst hatte der Senftenberger Chor "Gospel & Friends" vor rund 120 Zuschauern zugunsten der Kirche gesungen. An diesem Tag kamen rund 1000 Euro Spenden zusammen.

Zum Thema:

Das Entwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum (EPLR) für den Zeitraum 2014 bis 2020 setzt in Sachsen die Förderung des Europäischen Programms ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums) um. Laut des Sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium stehen Sachsen in dieser Förderperiode öffentliche Mittel in Höhe von 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Anteil der EU-Fördermittel beträgt dabei laut Ministerium 879 Millionen Euro. Ins Leader-Programm fließen davon 427 Millionen Euro, die die 30 sächsischen Leader-Regionen verwalten und über die Verteilung abstimmen. Das sind 40 Prozent des EPLR-Programms.

Lausitzer Rundschau vom 03. Mai 2017

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