Anja Linckus

Zerlegt bis in die Einzelteile

Großbaustelle Orgelsanierung: Am Mittwoch überreichten Mitglieder des Rotary Clubs Brandenburg/Havel einen Scheck über 4935 Euro an Kirchenmeisterin Bettina Damus und Kirchenmusiker Fred Litwinski.
Foto: Linckus © MZV

Brandenburg (MZV) Bereits seit fünf Wochen schweigt die 1986 erbaute Orgel in der Sankt Gotthardtkirche beharrlich und das aus gutem Grund: Derzeit wird sie umfassend gereinigt und teilsaniert. Sämtliche der rund 3470 Metall- und Holzpfeifen werden dabei nach fast 30 Jahren Dienstzeit von den Mitarbeitern der Erbauerfirma Schuke aus Werder in Augenschein genommen, gereinigt und bei Bedarf repariert. Daneben gilt es, Schimmel, Schadstellen und Rost am Instrument zu beseitigen, Schmutz zu entfernen und Verschleißteile auszutauschen. Dazu gehört neben neuen Porzellanbeschichtungen für die 44 Register unter anderem auch die Klaviatur, die nach häufiger Benutzung glatt und somit schlecht bespielbar geworden ist. Anstelle von Kunststoff ist diese künftig aus afrikanischem Grenadilleholz und Rinderknochen, wie Kirchenmusiker Fred Litwinski, der regelmäßig auf der Orgelbaustelle vorbeischaut und sich über deren Fortgang informiert, am Mittwoch erklärte. Der Vorteil: Die natürlichen Rohstoffe passen sich den klimatischen Bedingungen im Kirchenbau viel besser an. Insgesamt 7000 Euro muss die Sankt Gotthardt- und Christuskirchengemeinde für Reinigung und Sanierung aufbringen, Unterstützung bekam sie nun vom Rotary Club Brandenburg/Havel, dessen Vertreter in dieser Woche einen Spendenscheck über 4935 Euro für die Orgelsanierung überbrachten. Damit können die Arbeiten zügig weitergehen und auch zu Ende gebracht werden. Denn der endgültige Fertigstellungstermin ist bereits festgelegt: Am Ostersonntag soll die Orgel in Sankt Gotthardt um 17 Uhr bei einem gemeinsamen Konzert aller vier Brandenburger Kirchenmusiker erklingen, zuvor begleitet das imposante Instrument den Gottesdienst der Kirchengemeinde.

Märkische Onlinezeitung vom 19. März 2017

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