Hohennauen

Dorfkirche Hohennauen wird zur Baustelle

Die Dorfkirche in Hohennauen im Havelland wird zur Baustelle. Die Kirche und der Kirchturm sollen saniert werden, sie bekommen eine neue Dacheindeckung. Zuvor soll aber erst einmal der Dachstuhl erneuert werden. Und dann gibt es einen besonderen Plan für den Turm.

Monika Pickenhahn (l.), Gerhard Stackebrandt, Ernst-Dietrich Wille und Dorothea Klimmt unterschreiben den Spendenaufruf.
Quelle: Norbert Stein

Hohennauen. Die Dorfkirche Hohennauen wird zur Baustelle. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten. Die Kirche und der Kirchturm werden saniert und bekommen eine neues Dach. Zuvor wird der Dachstuhl erneuert. Rund 500 000 Euro investiert die Kirchengemeinde mit Geld vom Land Brandenburg in den Erhalt des Gotteshauses. Der Förderverein Kirche Hohennauen hilft und engagiert sich schon seit seiner Gründung im Jahr 2009 für das dringend notwendige Sanierungsvorhaben. Baustelle bleibt die Kirche bis in das Jahr 2018 hinein.

Auf dem Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert ist ein eisernes Kreuz befestigt. Das alte etwa zwei Meter große Kreuz ist verrottetet, es hat nur noch Schrottwert. Zu sehen sind die Einschüsse aus Kriegszeiten. Das Kreuz kommt weg. Eine neue Turmverzierung ist in den umfangreichen Sanierungsarbeiten jedoch nicht vorgesehen, es steht dafür kein Geld zu Verfügung. Bisher noch nicht. Bei einem Treffen im Januar kamen Kirchengemeinde, Förderverein und Unterstützer überein, für eine neue Verzierung am Turm Geld zu sammeln.

Nun haben Pfarrerin Dorothea Klimmt und die Vorsitzende des Fördervereins, Monika Pickenhahn, gemeinsam mit den Unterstützern Gerhard Stackebrandt und Ernst-Dietrich Wille einen Aufruf unterschrieben. Sie starten damit die im März beginnende Spendenaktion für eine neue Turmverzierung. Den Aufruf werden sie nun zunächst an alle Hohennauener schicken. Außerdem an Unternehmen, die sich dem Ort verbunden fühlen. Die Bitte: finanzielle Unterstützung, um eine Turmverzierung zu bezahlen.

Im Dorf selbst wird im März und April eine Sendesammlung organisiert. Ziel sei, sagt Gerhard Stackebrandt, die Beteiligung vom möglichst vielen Einwohnern. Die Hohennauener können aber nicht nur Geld geben, sondern auch über Form und Gestaltung der neuen Turmverzierung mitentscheiden.

Die Spendensammler haben auf ihren Werbetouren mehrere Entwürfe dabei. Die Hohennauener können dann sagen, was ihnen am besten gefällt. Die Variante mit dem größten Zuspruch soll dann zum Abschluss der Sanierungsarbeiten auf den Turm gesetzt werden.

In die Turmkugel möchten die Initiatoren Zeitdokumente und eine Liste mit den Namen aller Spender legen. Wie viel Geld genau notwendig ist, damit der Turm eine neue Verzierung bekommt, steht noch nicht fest es hängt auch von der ausgewählten Variante ab. Rund 10 000 Euro muss die Spendenaktion schon einbringen, damit das Vorhaben gelingt.

Von Norbert Stein

Märkische Allgemeine vom 02. März 2017

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