Döberitz

Sanierung der Kirche ist in greifbarer Nähe

Die Sanierung und Umgestaltung der Döberitzer Kirche ist in greifbare Nähe gerückt. Die Lokale Aktionsgruppe Havelland hat befürwortet, dass die Kirchengemeinde einen Fördermittelantrag stellen darf. Die Bausumme liegt bei rund 300.000 Euro. Das Gotteshaus soll umgestaltet werden in ein Musik- und Kunstzentrum, eine Begegnungsstätte für jung und alt.

Die Döberitzer Kirche soll für eine vielgestaltige kulturelle Nutzung hergerichtet werden.
Quelle: Bernd Geske

Döberitz. Die Kirchengemeinde und der Förderverein sind wieder ein Stück voran gekommen in ihrem Streben, die baufällige Döberitzer Kirche zu sanieren und für eine erweiterte Nutzung umzubauen. „Die Lokale Aktionsgruppe Havelland hat grundsätzlich befürwortet, dass wir einen Förderantrag stellen dürfen“, teilt Pfarrer Hans-Dieter Kübler mit, „bis Ende April müssen wir den Antrag gestellt haben.“ Laufe alles optimal, sei denkbar, dass noch in diesem Jahr mit den ersten Bauarbeiten begonnen wird.

In dieser Woche ist die Vergabe der Planungsleistung ausgeschrieben worden. Nach 14 Tagen müssen die Bewerbungen eingegangen sein, dann hat der Gemeindekirchenrat die Auswahl zu treffen. Noch Anfang März sollte demnach feststehen, welcher Architekt mit dem Erarbeiten der Ausführungsplanung beauftragt wird.

Bausumme rund 300 000 Euro

Bevor aber nicht der ersehnte der Fördermittelbescheid tatsächlich eingetroffen ist, gibt es immer noch ein bisschen Unsicherheit. Unter anderem hat sich ja die Bausumme nicht unerheblich erhöht. Ganz am Anfang war man davon ausgegangen, dass 160 000 Euro für die Sanierung der Fassade und des maroden Daches reichen. Weil es aber zur Erlangung von Fördermitteln unbedingt angeraten ist, eine schwungvolle öffentliche, nicht konfessionsgebundene Nutzung glaubhaft zu machen, ist die Bausumme auf rund 300 000 Euro gewachsen. In Aussicht stehen 75 Prozent Fördermittel. Den verbleibenden Eigenanteil bringen Landeskirche, Kirchenkreis sowie die Kirchengemeinde mit dem Förderverein auf.

Das Gotteshaus soll umgewandelt werden in ein Musik- und Kunstzentrum: eine Begegnungsstätte für jung und alt mit Lesungen, Konzerten und kleinen Aufführungen. Ins Zentrum gestellt wird die Nutzung als Musik- und Studiokirche. Ton-Art, die Freie Schule für Musik und Kunst mit Sitz in Premnitz, hat Interesse an einer Kooperation erklärt.

Unter die Empore kommen Kochecke und WC

Damit diese Nutzung möglich werden kann, muss neben der Sanierung des Äußeren auch eine Umgestaltung des Inneren der Kirche her. Es wird Wärme- und Schalldämmung gebraucht. Eine gasbetriebene Heizung ist vorgesehen. Unter der Empore sollen eine Kochecke und ein kleines WC eingebaut werden. Die Orgel soll umgesetzt werden auf die Empore. „Vor wenigen Tagen hatten wir das Gespräch beim Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe“, berichtet Pfarrer Hans-Dieter Kübler, „und waren uns einig, dass die beschriebene Nutzung das Ziel sein soll.“

Am Sonntag, dem 7. Mai, findet die nächste Benefizveranstaltung für die Kirche statt. Es ist eine Lesung mit musikalischer Umrahmung aus dem Buch „Wenn du geredet hättest, Desdemona: Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ von Christine Brückner. Es liest die Schauspielerin Laurin Katharina Singer. Für die musikalische Umrahmung sorgten Akteure von Ton-Art.

Von Bernd Geske

Märkische Allgemeine vom 16. Februar 2017

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