Neujahrsempfang in Butzow

Förderverein hat Kirche gerettet

Der Butzower Förderverein ist ganz nah an seinem großen Ziel. Nach mehreren Bauabschnitten ist die Kirche vor dem Verfall gerettet. Die nächsten Aufgaben warten schon. Das ehemalige Schulgebäude soll um- und ausgebaut werden.

Bernhard Weise (l.) zeigt Bilder von der Kirchensanierung.
Quelle: Frank Bürstenbinder

Butzow. Der Förderverein Butzower Dorfkern gönnt sich keine Ruhepause. Gerade erst haben die Männer und Frauen mit ihren vielen Unterstützern die Kirche vor dem Verfall gerettet. Doch die nächsten Ideen gibt es bereits. Darauf machte Vereinsvorsitzender Bernhard Weise beim Neujahrsempfang aufmerksam. So werden bald die beiden Ortseingänge an die Butzower Heimatgeschichte erinnern. Aufgestellt werden sollen ein Fischerkahn und eine Lore wie sie für die Zeit des Kiesabbaus am Hasselberg typisch war. Beide Exponate hat sich der Verein bereits gesichert. Doch damit nicht genug. Weil die Kirche nur ein Teil des historischen Ortskerns ist, wird nun auch die Sanierung der ehemaligen Dorfschule in Angriff genommen. Der Um- und Ausbau soll mit Fördermitteln erfolgen. An der Planung beteiligt sich die Gemeinde Beetzseeheide mit Eigenmitteln.

Die Vereinsspitze nutzte den Neujahrsempfang in der Alten Schule um Mitgliedern und Förderern ein Dankeschön für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr zu sagen. Viele Veranstaltungen für die Dorfgemeinschaft sind inzwischen zu einem festen Bestandteil im öffentlichen Leben geworden. Dazu gehören Hexenabend, Frühlingsfest, Martinsfest und der Adventsmarkt. Erstmals wurde ein Mittsommerfest gefeiert. Auf dem einstigen Schulgelände gibt es jetzt ein Bühne, die für Auftritte bei Festen genutzt werden kann. Die Bühne ist das Ergebnis eines Arbeitseinsatz wie die Verlegung einer neuen Wasserleitung für den Friedhof. Ein Höhepunkt war der Butzower Spaziergang zum ehemaligen Bahnhofsgebäude auf dem Campingplatz. Auf große Resonanz stieß der Vortragsabend mit Sieghard Wolter. Der ehrenamtliche Denkmalpfleger berichtete von seinen Bodenfunden in der Gemarkung.

Größtes Ziel war natürlich die Rettung der Kirche, die mit den letzten Bauabschnitten am Kirchenschiff gelungen ist. Die Innensanierung und der Wiedereinbau der Orgel stehen für die Zukunft auf dem Programm.

Von Frank Bürstenbinder

Märkische Allgemeine vom 30. Januar 2017

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