Terpter Kirche nach mehrjähriger Restaurierung eingeweiht

60 Gläubige beim Gottesdienst / 200 000 Euro verbaut

TERPT Gemeindepfarrer Volker Strauch und Organist Steffen Jahnke aus Luckau haben kürzlich mit 60 Gemeindegliedern, sie kamen aus allen zum Pfarramt Terpt gehörenden Dörfern, Stöbritz, Willmersdorf, Hindenberg, Alteno, Groß Radden, Duben und Kaden, die renovierte Kirche Terpt eingeweiht.

Gotteshaus gesichtert, doch der Pfarrer geht: Volker Strauch (rechts) verlässt die Niederlausitz und geht nach Pirmasens.
Foto: Jänsch/hjc1

Die Arbeiten hatten 2014 mit der Renovierung des Kirchenschiffes im Innen- und Dachbereich durch das Baugeschäft Luckau begonnen. 2015 wurden sie im Chorbereich ebenfalls innen und außen fortgesetzt. 2016 wurde das Gelände um die Kirche abgesenkt und mit dem Verfugen der mittelalterlichen Feldsteinkirche die Außenfassade saniert.

Schließlich schloss kurz vor Weihnachten Orgelbaumeister Markus Roth aus Nuthetal die Restauration der Orgel ab. Rund 200 000 Euro wurden verbaut.

Das Gotteshaus dürfte damit wieder gesichert sein. 1927 bis 29 war die jüngste große Instandsetzung, ist auf der Rückwand des Kirchenschiffes zu lesen. Eine weitere maßgebliche Renovierung war 1809 unter der Ägide von Pfarrer Chr. W. Meißner der Einbau der ersten Orgel durch die Firma Claunigk aus Sonnewalde für 158 Taler. 1734 war die Kirche vom Einsturz gefährdet. Pfarrer J.G. Breßlers Einsatz war es zu verdanken, dass sie 1739 für 350 Taler wieder instand gesetzt wurde.

Etwa 100 Jahre vorher soll die Kirche im Dreißigjährigen Krieg mit dem halben Dorf zerstört worden sein. Die Terpter Kirche ist scheinbar nicht nur durch ihre Lage auf einem Sporn, der in die Senke ragt, um die sich auch das Dorf rankt, geschützt. Die Terpter Kirchgemeinde hat nun das Gotteshaus gesichert. Das Wesentliche ist aber eine lebendige Gemeinde. Diese hat mit dem Weggang von Pfarrer Strauch ein neues Problem zu lösen.

Hans-Joachim Jänsch/hjc1

Lausitzer Rundschau vom 21. Januar 2017

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