Josephin Hartwig

Orgelempore bald wieder schön

Arbeitet seit Pfingsten an der Empore: Restauratorin Marlies Genßler ist derzeit mit dem Ausbessern einiger Ornamente beschäftigt. Bis Ende 2016 soll ein großer Teil im Innenraum der Kirche wieder schöner sein.
© MOZ

Friedersdorf (MOZ) Die barocke Ausstattung der Friedersdorfer Kirche wird derzeit in liebevoller Kleinarbeit von Marlies Genßler restauriert. Sie arbeitet seit Pfingsten an einer der Emporen. Mit ein wenig Kitt bessert sie aus, formt auch mal ein Blütenblatt. "Der Kitt wird so fest, dass ich ihn in Form schnitzen kann", erklärt sie. Aber das mache sie nur bei kleineren Arbeiten. Fehlt ein größeres Element, werde ein externer Schnitzer beauftragt.

Ein Grundanstrich und zwei Farbglasuren für den Holzcharakter sind bereits aufgetragen worden. Einige Details hat Marlies Genßler mit Blattgold wieder verschönert. "Die Orgelempore, an der ich gerade arbeite, und die Empore daneben werden hoffentlich noch in diesem Jahr fertig", sagt sie. Früher habe es in den Zwischenräumen Leinwandbilder gegeben, doch die seien im Krieg zerstört worden. "Nun fassen wir dort Platten ein, die mit Leisten und Goldrahmen verziert sind", sagt die Restauratorin. Die Decken und Wände, der Kanzelkorb und die Bänke stehen für die Zukunft an. Der Friedersdorfer Hans-Georg von der Marwitz engagiert sich seit Jahren für die Kirche. "Es ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. In den vergangenen Jahren wurden dafür von der Kirchengemeinde und der Gemeinde Vierlinden Spenden gesammelt", betont er.

Märkische Onlinezeitung vom 07. September 2016

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