Wutike

Völlig maroder Altar soll gerettet werden

Die Kirchensanierung in Wutike gilt seit einem Jahr als abgeschlossen. Doch zu tun gibt es innen noch so einiges. Allem Interieur voran bereitet vor allem das Herz der Kirche den Wutikern Kopfzerbrechen: der völlig marode, hölzerne Altar droht immer mehr zu zerbröseln. Erste Hilfe ist aber schon in Sicht.

Jörg Kunkel weist auf den Restaurationsaufwand hin.
Quelle: Matthias Anke

Wutike. Farbenfroh gestaltet ist der Altar in der Wutiker Dorfkirche. Wer ihn sieht, denkt an nichts Schlimmes. Auf den zweiten Blick aber wird sein schlechter Zustand deutlich: überall Wurmfraß, Farbe blättert ab. Und daran rütteln sollte man auf keinen Fall. „Der steht nur so halbwegs zusammengeflickt da“, erklärt Jörg Kunkel. Den gebürtigen Wutiker, der in Parchim als Zahnarzt praktiziert, zieht es oft in seine alte Heimat. Dort ist er seit diesem Jahr Vorsitzender des Fördervereins „Kirche in Wutike“.

Für Kunkel hat der Altar einen erheblichen Restaurationsbedarf. „Die Farbe hatte er in den 1960er Jahren mal nach Gutdünken verpasst bekommen, jetzt blättert sie ab“, erklärt Kunkel mit Verweis auf die vielen Schäden, die sich erst bei genauerem Hinsehen zeigen.

Instandsetzung kostet etwa 16 000 Euro

Kunkel veranstaltet alljährlich ein Scheunenfest. Dieses Mal kamen bei diesem Benefiz für die Kirche vor gut einem Monat mehr als 1000 Euro zusammen. Und auch beim jüngsten Pfarrgartenfest wurde darauf verwiesen, dass Spenden zugunsten des Altars gern gesehen sind. Bislang stand das Pfarrgartenfest stets im Zeichen der großen Kirchensanierung. Doch die gilt nach sechsjähriger Bauzeit seit dem vergangenen Herbst als beendet. Der Förderverein hatte auch dafür emsig um Spenden geworben.

Für den Altar liegt bereits ein Kostenangebot vor. Demnach sind für die Instandsetzung dieses Kunstwerks aus den Jahren 1635/36 knapp 16 000 Euro aufzubringen. Dafür zu kämpfen, lohne sich laut Kunkel: „Für mich ist das der schönste Altar aller Kirchen in der Umgebung.“

Von Matthias Anke

Märkische Allgemeine vom 25. Juli 2016

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