Farbe für Großwoltersdorfs Kirche

Mandy Oys

Großwoltersdorf (GZ) Die Sanierung der Großwoltersdorfer Kirche geht in die letzte Phase. Knapp 440 000 Euro werden bis zum Abschluss der Arbeiten investiert worden sein, um das Gotteshaus zu retten.

Kirchturm und Dach sind saniert: Auch die letzten Arbeiten in der Großwoltersdorfer Dorfkirche sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.
© MZV/Mandy Oys

Kommende Woche beginnt der letzte Bauabschnitt. Die Risse an der Außenfassade werden geschlossen, Steine am Fundament ersetzt. Auch im Inneren der Kirche stehen noch Arbeiten aus. Das sind laut Pfarrer Mathias Wolf Holzarbeiten an der Empore, aber auch die Ausmalung des Inneren. Die wird jedoch anders aussehen als es Funde der Restauratoren ergeben haben. Ursprünglich sei das Innere bunt bemalt gewesen, sagt Wolf. Gestrichen werden Wände und Decken jedoch "schlicht einfarbig". Auch die Schäden, die Baufahrzeuge in den vergangenen Jahren auf dem Gelände um die Kirche hinterlassen haben, sollen noch in diesem Jahr beseitigt werden - als letzter Schritt des Projektes.

Im vergangenen Jahr war der mit 185 000 Euro teuerste Bauabschnitt realisiert worden. Darin inbegriffen waren die Dacheindeckung, die Instandsetzung des Tonnengewölbes und des Dachstuhls, vom Schwamm befallene Balken wurden teilweise ausgetauscht. Außerdem wurde der Holzwurm im Gebälk bekämpft.

2014 war bereits der Kirchturm saniert worden, Mathias Wolf zufolge kostete dieser Bauabschnitt rund 120 000 Euro. Mit den Arbeiten an Sakristei und Giebel hatte die Instandsetzung der Dorfkirche zuvor begonnen, für etwa 60 000 Euro.

Finanziert wird die Sanierung aus Mitteln des Landes Brandenburg, der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Kiba), der Stiftung Denkmalpflege, der Landeskirche, des Kirchenkreises und der Gemeinde Großwoltersdorf.

Die 115 Jahre alte Dorfkirche ist heute ein Baudenkmal. 1901 ist sie eingeweiht worden, nachdem das ursprüngliche Gotteshaus an dieser Stelle durch einen Brand zerstört worden war. Einige Formsteine des 1898 abgebrannten Kirchenbaus sind am Westgiebel wiederverwendet worden, heißt es auf der Tafel, die seit Beginn der Instandsetzung 2013 im Dorf steht. Nach knapp drei Jahren wird die Instandsetzung nun beendet.

Sanierungsbedürftig ist bekanntlich aber auch der Menzer Kirchturm. Mathias Wolf bemüht sich derzeit um einen Projektantrag, um die Kosten für die Reparaturen schätzen zu lassen. Ohne eine solche Schätzung ist die Beantragung von Fördermitteln nicht möglich.

Märkische Onlinezeitung vom 03. Mai 2016

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