Sanierung zog sich über fünf Jahre

Andreas Wetzel

Falkenberg (MOZ) Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammen die ältesten Bauteile - somit ist die Falkenberger Dorfkirche rund 400 Jahre alt. Während der vergangenen fünf Jahre musste sie aufwendig saniert werden, um sie vor dem zeitweilig drohenden Einsturz zu bewahren. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen, und die evangelische Kirchengemeinde freut sich auf den feierlichen Wiedereröffnungsgottesdienst am 17. April.

Kein Baufehler - die Ursache für die Ausformungen in den Originalsteinen der Falkenberger Dorfkirche, auf die Albrecht von Alvensleben zeigt, kennt allerdings auch niemand.
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"Zu diesem Gottesdienst erwarten wir den stellvertretenden Landesbischof, Probst Christian Stäblein", kündigt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats, Albrecht von Alvensleben, an. Er hat die fünf Bauabschnitte intensiv begleitet: vom Abtragen des Fachwerkturms 2011 bis zur Erneuerung des Kirchendachs im vergangenen Jahr. 600 000 Euro habe die Sanierung insgesamt gekostet, sagt er. Gemeinsam getragen von der evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem Kirchenkreis, dem Land Brandenburg und der Kirchengemeinde selbst.

Letzteres sei besonders schwierig gewesen: "Alle angesparten Rücklagen waren in den Jahren zuvor für die Kirche in Steinhöfel verplant worden." Beide Gemeinden gehören zusammen; dass im Falkenberger Gemäuer der Schwamm sitzt, dass der Fachwerkturm einsturzgefährdet ist - das alles sei noch nicht bekannt gewesen, als die Planungen für die Steinhöfeler Kirche schon im Gange waren. Dank großzügiger Spenden und ergiebiger Kollekten seien aber allein für Falkenberg 50 000 Euro zusammengetragen worden.

Während der Arbeiten, die laufend restauratorisch begleitet wurden, seien interessante Dinge festgestellt worden. So habe man Teile der Dachkonstruktion auf den Winter 1708/1709 datieren können, berichtet Albrecht von Alvensleben. Diesem "Holzjahrgang" sei in der Region schon an mehreren Stellen Bauholz zugeordnet worden.

Die Uhrzeit können die Falkenberger zurzeit noch nicht an der Kirchturmuhr ablesen: An beiden Seiten des Turms verdecken noch zeigerlose Zifferblätter die Öffnungen. Karl-Heinz Labahn, Gemeindemitglied und Tüftler, habe sich der Uhren angenommen und werde sie nach Instandsetzung wieder einbauen, kündigt von Alvensleben an. Die dafür nötige Zeit reiche allerdings nicht mehr bis zur Wiedereinweihung am 17. April.

Märkische Onlinezeitung vom 20. März 2016

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