Schinkel-Kirche in Glienicke

Gesamtes Bauensemble unter Denkmalschutz

Neben der Glienicker Dorfkirche (Dorfkirche des Monats November 2008), die einst nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde, stehen nun auch die Kirchhofmauer sowie ein Nebengebäude unter Denkmalschutz. In ihrer Begründung für diesen Schritt fasste sich die untere Denkmalschutzbehörde in Neuruppin erstaunlich kurz.

Seit 2008 erstrahlt die Kirche wieder im alten Glanz.
Quelle: Ruch

Glienicke. In Glienicke steht seit kurzem nicht nur die vor 200 Jahren errichtete Schinkel-Kirche unter Denkmalschutz, auch das Ensemble drum herum sieht die untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Ostprignitz-Ruppin als schützenswert an.



Zur Baugeschichte

1815 bis 1817 wurde die Kirche nach Plänen des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel errichtet.
1977 wurde die baufällige Turmkonstruktion abgebrochen und durch ein Notdach ersetzt.
2006 bis 2008 wurde die Kirche saniert und mit einem neuen Spitzhelm versehen.


„Gemeinsam bilden Dorfkirche, Einfriedung und Nebengebäude in Glienicke ein Bauensemble, das geschichtliche, städtebauliche, künstlerische und wissenschaftliche Bedeutung besitzt“, heißt es in der Begründung, die die Leiterin des Bauamtes in Heiligengrabe, Andrea Asse, kürzlich erhalten hat.

Förderverein positiv überrascht

Eine nach Asses Geschmack zwar recht kurze aber dennoch positive Nachricht. Ebenfalls positiv überrascht zeigte sich Ingrid Blüschke vom Förderverein „Dorfkirche Glienicke“. Der Verein war vor zwölf Jahren gegründet worden und kümmerte sich seitdem um die schrittweise Sanierung des zu DDR-Zeiten stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebäudes. „Es ist schön, dass die Bedeutung des Bauwerks und des Kirchhofs auf diese Weise gewürdigt werden“, freute sich Blüschke im Gespräch mit der MAZ. Das bedeute aber zugleich, dass nun bauliche Veränderungen jeder Art eines genaueren Abstimmungsprozesses bedürfte.

Von Christian Bark

Märkische Allgemeine vom 18. Februar 2016

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