Saisonstart in der Schinkelkirche

Wiebke Wollek

Cöthen (MOZ) Nach einer siebenjährigen Pause können sich Besucher wieder auf den "Cöthener Kultursommer" freuen, der nun erstmals in der sanierten Schinkelkirche stattfinden wird. In die Saison startet der Förderverein aber zunächst mit einem Frühlingskonzert am Sonnabend.

Organisiert den "Cöthener Kultursommer": Künstlerin und Philosophin Inge Gellert.
© MOZ/Wiebke Wollek

"Alle Vögel sind schon da" ist nicht nur der Titel des Frühlingskonzertes am Sonnabend um 14.30 Uhr, sondern auch eines der Lieder, das der Chor des Falkenberger Heimatvereins zusammen mit den Kruger Spatzen für diesen Auftritt einstudiert hat. Außerdem präsentieren beide Ensembles Stücke aus ihrem Repertoire.

Als besondere Gäste treten die Geschwister Elise und Jakob Eckert mit Violine und Klavier auf. Alle, die sich auf musikalische Weise auf den Frühling einstimmen wollen, sind eingeladen, das kostenfreie Konzert in der Cöthener Kirche zu besuchen. Der Förderverein würde sich über eine kleine Spende für die Erhaltung des historischen Bauwerks freuen. Zur Stärkung gibt es an diesem Nachmittag im Anschluss an das Konzert Kaffee und Kuchen.

Damit sich die Kirche zum Saisonstart in vollem Glanz zeigen kann, findet heute um 16 Uhr der Kirchenputz statt. In der nächsten Zeit sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Am 25. April gibt es um 14 Uhr ein Konzert des einzigen Alphorn-Trios aus Berlin-Pankow. Im Mai liest Joachim Dobbrick aus seinen Lebenserinnerungen. Nur wenige Tage später lädt Ortsvorsteherin Karin Fritsche zu einer Sprechstunde ein. Im Juni präsentiert Fred Pechardscheck seine Bildershow mit Musik zum Naturerlebnis Parsteiner See.

Ein ganz besonderer Höhepunkt ist der "Cöthener Kultursommer", der mit einer Auftaktveranstaltung am 5. Juli beginnt. Organisatorin Inge Gellert hat sich viel vorgenommen. Nachdem die Künstlerin und Philosophin längere Zeit krank war, hält sie nun wieder die Zügel in der Hand. "Durch die Aktion soll wieder mehr Leben in den Ort kommen", sagt Inge Gellert.

Die Besucher erwartet eine Dauerausstellung mit Skulpturen und anderen Kunstobjekten, Bilder, Installationen und ein musikalisches Programm zum Auftakt. Inge Gellert zeigt sowohl ihre eigenen Werke als auch Ausstellungsstücke anderer bekannter Künstler. Darunter sind Sabine und Peter Rossa aus Altmädewitz mit ihren Holzskulpturen, Christine Hielscher aus Gersdorf mit ihrer Malerei und Ariane Boss aus Falkenberg, die Ölbilder, Druckgrafiken und Papierarbeiten fertigt. Auch Werke der Künstlerinnen Marie Mara Scholz und Karin Kerkmann aus Berlin sowie von Chantal Labinski werden zu sehen sein.

Für die Ausstellung mit dem Titel "Sommersblau" - passend zum Innenanstrich der frisch sanierten Schinkelkirche - will Inge Gellert regelmäßig Führungen anbieten, die sowohl in der Woche als auch am Wochenende stattfinden. "Die Volkssolidarität Altranft ist bereits angemeldet", sagt die Organisatorin, die gleichermaßen in Cöthen sowie in Berlin zu Hause ist und mitten in den Planungen steckt. Im Rahmen des "Kultursommers" sollen noch weitere Veranstaltungen stattfinden.

Die kulturelle Vielfalt in der Kirche ist auch noch im Spätsommer und Herbst zu erleben. Ende August kommt Mirjam Holmer vom Christlichen Medienverbund KEP nach Cöthen und hält einen Vortrag zum Thema "Neues aus Israel". Im September soll eine Lesung mit Eberhard Görner und Schauspieler Gojko Mitic mit dem Titel "In Gottes eigenem Land" stattfinden. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Ein Gitarrenkonzert mit Gesang im Oktober und das Kirchenkino im November stimmen dann schon wieder auf kürzere Tage und frische Temperaturen ein.

"Wir haben uns viel vorgenommen", sagt Marlies Sydow, Vorsitzende des Fördervereins. Sie hofft, dass viele Besucher Freude an den zahlreichen Veranstaltungen haben und sich von der Vielfalt im Dorf inspirieren lassen. Weitere Termine werden im Lauf des Jahres bekannt gegeben.

Märkische Onlinezeitung vom 17. April 2015

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