Willenserklärung zur Patronatskirche

Zeschdorf/Hohenjesar (ir) Die Zeschdorfer Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Beratung einstimmig eine Willenserklärung abgegeben. In ihr heißt es, dass die Gemeinde Zeschdorf "im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten den Erhalt des Kirchturms und den schrittweisen Wiederaufbau der Kirche in Hohenjesar unterstützt" - gemeinsam mit der Landeskirche und dem Förderverein für das Gotteshaus.

Braucht Hilfe: Die einstige Patronatskirche derer von Burgsdorff im Alt Zeschdorfer Ortsteil Hohenjesar ist eine Ruine. Um sie zu retten, müssen Kirche, Gemeinde und Förderverein die Kräfte bündeln.
© Johann Müller

Bürgermeisterin Margot Franke hatte vor dem Beschluss über ein Treffen von Gemeindevertretern und Ortsvorstehern mit dem für die Kirche zuständigen Mallnower Pfarrer Martin Müller und dem Vorsitzenden des Fördervereins "Freunde der Kirche Hohenjesar", Hartmut Henicke, Ende Januar berichtet. Bei dem sei es darum gegangen, ob und wie die Kirchenruine Schritt für Schritt gesichert und die Kirche saniert werden könnte.

Die Kirchengemeinde wolle laut Pfarrer Müller über das kirchliche Bauamt eine Sanierungsplanung für die Kirchenruine erstellen lassen, berichtete Margot Franke. Erst danach wisse man, welche Maßnahmen vordringlich sind und was sie kosten würden, so die Bürgermeisterin. Es stehe fest, dass "wir als Gemeinde ein Interesse an dem geschichtsträchtigen Bauwerk haben", sagte sie.

Im September 2013 hatten der Förderverein der Hohenjesarer Kirche und die Kirchengemeinde mit vielen Gästen den 290. Geburtstag der Patronatskirche bzw. ihres Kirchturmes gefeiert. Denn wann genau die Kirche fertiggestellt wurde, ist nicht bekannt.

Schon damals hatte Hartmut Henicke mit Blick auf den Kirchturm gewarnt: "Er verfault, wenn nichts geschieht." Der Förderverein organisiert seit Jahren Veranstaltungen in der Kirchenruine.

Märkische Onlinezeitung vom 18. Februar 2015

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