Kirchensanierung vor dem Start

Cornelia Hendrich

Wollenberg (MOZ) Der Förderkreis Alte Kirchen hat den Förderverein Kirche Wollenberg bereits mit einem Preisgeld ausgezeichnet. Jetzt müssen noch mehr Spenden gesammelt werden, denn schon im nächsten Jahr könnte mit der Sanierung der Kirche begonnen werden.

Sie sammeln mit Elan: Siegfried Zschärlich und Antje Schöntaube vom Förderverein der Kirche Wollenberg.
© Cornelia Hendrich

Begeistert hatte der Förderkreis Alte Kirche Berlin-Brandenburg die schöne Feldsteinkirche Wollenberg gelobt: die in Brandenburg seltene, ehemalige Schiefereindeckung des Turms, die schöne Landschaft ringsum. Der Verein bekam ein Preisgeld von 2500 Euro für neugegründete Vereine. Ein Erfolg für den Förderverein, der sich erst im vergangenen Jahr gegründet hatte.

Allerdings geht der kleine Wollenberger Verein mit riesigen Schritten voran. Wofür andere Fördervereine Jahre brauchen, gelingt ihm zügig. So liegen bereits die Pläne für die Sanierung vor, alle Gutachten, wie zum Beispiel archäologische Gutachten, wurden abgeschlossen und seit Oktober ist sogar die Baugenehmigung da. Obwohl erst vor Kurzem gegründet, ist jeder zweiter Wollenberger Mitglied im Verein. 330 000 Euro wird die Sanierung der Wollenberger Kirche insgesamt kosten. Die ist auch notwendig, denn inzwischen drückt das Dach drückt die Seitenmauern zur Seite, die schon sichtbare Risse haben.

"Wenn man nichts tut, fällt es ein", sagt Siegfried Zschärlich. "Es ist alles genehmigt, es kann losgehen."

Der Bauabschnitt, mit dem schon bald begonnen werden könnte, kostet 160 000 Euro. Diese müssen nicht komplett durch Spenden aufgebracht werden, denn ein Teil der Kosten wird, so ist es üblich, aus Fördergeldern und von der Kirche kommen. "Wir brachen aber einen gewissen Eigenanteil", sagt Siegfried Zschärlich, Vorsitzender des Vereins. Deshalb wird von den Vereinsmitglieder, 45 sind es insgesamt, fleißig gesammelt und geworben.

Ein Adventskonzert am Montag mit dem bekannten Bad Freienwalder Handwerkermännerchor soll weitere Spenden einbringen. Es startet um 19 Uhr, die Leitung hat Endrik Salewski inne. Als besonderer Höhepunkt ist das Bläserquintett aus Bad Freienwalde angekündigt.

Die Patronatslogen in der Kirche wurden verkleidet, dort wird es Canapés geben, kleine Schnittchen also, Wein oder Glühwein. Zschärlich, der mit 100 Besucher rechnet, hofft, dass nach dem Konzert mit allen Besuchern noch ein gemütliches Beisammensein möglich ist. Das Konzert ist kostenlos, es wird jedoch um eine großzügige Spende für die Kirche gebeten, sagte er. Das Geld ist die eine Seite. Auf der anderen Seite bemüht sich der Förderverein darum, Leben ins Dorf zu bringen. Denn auf diese soziale Note legen die Geldgeber besonderen Wert. So hat der Verein Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg organisiert, vom Osterbasteln über ein Sommerfest bis hin zu Wanderungen. "Doch das alles lohnt sich", sagt Siegfried Zschärlich. Denn das Besondere an der Kirche aus dem 13. Jahrhundert sei, dass in der DDR-Zeit nicht viel gemacht wurde. "Dadurch ist sie noch richtig ursprünglich geblieben", schwärmt er.

Adventskonzert Handwerkermännerchor, 15. 12., 19 Uhr

Märkische Onlinezeitung vom 10. Dezember 2014

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