Nach dem Pfarrhaus – die Orgel

Kirchbauverein veranstaltete das bereits 32. Benefizkonzert / Spenden sollen in die Sanierung des 144 Jahre alten Instruments fließen

Die Feldsteinkirche in Lindenberg soll 2017 einer Komplettsanierung unterzogen werden.
Foto: Birgit Hamann

Was ein rühriger Kirchbauverein, umgeben von einer rührigen Gemeinde, fertigbringen können, sieht man in Lindenberg: Am zurückliegenden Wochenende fand in der Reihe der Lindenberger Konzerte bereits die 32. Veranstaltung statt. Den Kirchbauverein, der eng mit dem Ort vernetzt ist, gibt es seit März 2009. Zunächst hatte er sich die Sanierung des Pfarrhauses vorgenommen, die Ende 2011 erfolgreich abgeschlossen wurde. Dafür gab es auch Unterstützung von der Sparkasse Prignitz aus deren Kulturstiftung, aus den Zweckerträgen des PS-Lotteriesparens sowie darüber hinaus vom Kirchenkreis Havelberg-Pritzwalk.

Momentan steht ein für den Verein vergleichsweise kleines Projekt an: die Restaurierung der Orgel im Gotteshaus. „Dafür benötigen wird rund 30 000 Euro, etwa 12 000 Euro haben wir bereits zusammen“, sagt Gerd Thiedemann vom Vorstand des Vereins im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Fördermittel stünden für dieses Unterfangen nicht in Aussicht. Die Adventskonzerte – am vergangenen Sonnabend mit der Sopranistin Sarah Lewark aus Hannover und am 6. Dezember um 15 Uhr mit dem Chor „Wilsnack Cantabile“ – sind nicht nur Ohrenschmaus, sondern dienen auch dazu, dieses Vorhaben bekannt zu machen und Geld dafür zu sammeln.

Das 1870 erbaute Instrument wird noch immer gespielt. Allerdings sei es in den gut 140 Jahren noch nie generalüberholt worden, so Gerd Thiedemann. Höchste Zeit also für eine Sanierung. Unterstützend schaffte die Gemeinde für die musikalische Begleitung von Konzerten und Gottesdiensten ein Piano an, das auch beim Konzert am Samstagnachmittag zum Einsatz kam.

Dem Verein ist durchaus zuzutrauen, dass die Orgel wieder in Schuss ist, bevor das nächste Großprojekt ins Haus steht: „Die Kirche ist 2017 für die Gesamtsanierung vorgesehen“, blickt Gerd Thiedemann voraus. Bis dahin kann man sich sicher noch auf viele hochkarätige Konzerte in der dörflichen Feldsteinkirche freuen.

von Birgit Hamann

Der Prignitzer vom 26. November 2014

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