Unterstützer der Jakobikirche erhalten Urkunde der Denkmalpfleger

Ehrung für Luckenwalder Förderverein

Ehrung für den Förderverein der Jakobikirche in Luckenwalde. Am Donnerstag hat er eine Auszeichnung vom Land bekommen und wurde für herausragendes bürgerschaftliches Engagement" ausgezeichnet. Die Auszeichnung gibt es, weil sich der Verein für den Erhalt der Jakobikirche einsetzt. Dass es kein Geld für den Preis gibt, können die Geehrten verkraften.

Die Jakobikirche in Luckenwalde
Quelle: MAZ

Luckenwalde. Für einen der drei Brandenburgischen Denkmalpflegepreise 2014 hat es diesmal zwar nicht gereicht, dennoch gehörte Margitta Haase, Vorsitzende des Fördervereins Jakobikirche Luckenwalde, am Donnerstag bei der Auszeichnungsveranstaltung zu den Eingeladenen.

Für den Förderverein Jakobikirche gab es eine undotierte Anerkennungsurkunde aus den Händen von Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) – „für herausragendes bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Instandsetzung und kulturellen Nutzung der Kirche“.

Kirche mit Leben gefüllt

Der Förderverein, den es seit acht Jahren gibt und der zurzeit rund 50 Mitglieder zählt, hat es geschafft, die bis vor Jahren ungenutzte Kirche wieder mit Leben zu füllen. So fanden und finden in dem Gotteshaus Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt, inzwischen aber auch wieder Gottesdienste und seit Jahren die erste Trauung. Der Initiative des Fördervereins ist es zu verdanken, dass die wertvollen, aber maroden Fenster nach und nach wieder saniert werden können. Als Parade-Beispiel gilt die erst kürzlich restaurierte Glasmalerei-Rosette.

„Dass die Auszeichnung diesmal nicht mit Geld verbunden ist, macht nichts, denn das Geld haben wir ja schon“, sagte Margitta Haase der MAZ. Innerhalb des vergangenen Dreivierteljahres hatte es vom Land insgesamt 28.500 Euro an Fördergeld für den Ausbau und die Restaurierung der Rosette gegeben. „Die Ehrung ist für uns sehr wichtig“, sagte Margitta Haase, „denn so merken unsere Vereinsmitglieder, dass ihre ehrenamtliche Arbeit öffentlich und auch an höchster Stelle anerkannt wird.“

Gerüst soll teilweise abgebaut werden

Die Rosette ist inzwischen fertig restauriert und seit Ende voriger Woche wieder eingebaut, damit sie am Tag des offenen Denkmals bestaunt werden kann. Zu diesem Zweck soll auch ein kleines Stück des Gerüstes, das zurzeit für die Turmsanierung steht, abgebaut werden.

Für die Zukunft hat der Förderverein noch viel vor. Nach und nach sollen die noch unsanierten Fenster in Angriff genommen werden.

Von Elinor Wenke

Märkische Allgemeine vom 11. September 2014

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