Jetzt heißt es: Volle Kraft für die Ahlsdorfer Orgel

Gemeindekirchenrat hat Konzeption für die Restaurierung des Instruments beschlossen

AHLSDORF Zum Festgottesdienst, der nach der umfangreichen Sanierung der Ahlsdorfer Kirche am 31. August gefeiert werden soll, wird die Orgel stumm bleiben. Erst nach einer umfangreicheren Restaurierung ist sie wieder bespielbar. Dafür liegen jetzt eine Konzeption und auch das erste Geld auf dem Tisch.

Die Orgel in der sanierten Ahlsdorfer Kirche bleibt vorerst weiter stumm. An ihrer Restaurierung wird noch gearbeitet.
Foto: sk

Die Interessengemeinschaft Kranichgrund, die sich seit geraumer Zeit für die Restauration des Kircheninstruments stark macht, sieht ihr Vorhaben auf einem guten Weg. "Schließlich hat der Gemeindekirchenrat den Beschluss zur Auftragsvergabe getroffen und sich für eine Restaurierungskonzeption entschieden, die der gottesdienstlichen und der konzertanten Nutzung des Instruments gleichermaßen gerecht wird", freut sich Hans Werner Unger, maßgeblicher Kopf der Interessengemeinschaft.

Instrumentale Grundlage

Ihm war es in allem Bemühen von Anfang an wichtig, dass die Orgel sozusagen ein bisschen mehr kann. "Einmal im Monat Musik zum Gottesdienst, das reicht nicht. Wir wollen unsere Kirche öffnen, da muss weitaus mehr passieren. Also braucht es auch eine entsprechende instrumentale Grundlage", begründet Unger die gehobenen Ansprüche.

Bevor sich der Gemeindekirchenrat eine Meinung über das weitere Vorgehen gebildet hat, hat er sich Angebote mehrerer namhafter Orgelbaufirmen eingeholt und geprüft. Laut Unger haben fünf Varianten vorgelegen, "in den Kosten sehr weit ausein ander". Gerhard Noetzel als Orgelsachverständiger hat viele wertvolle Hinweise zur Bewertung der einzelnen Vorschläge gegeben.

Finanzieller Kraftakt

Dennoch bleibt der Fakt, dass so eine Orgelrestaurierung einen finanziellen Kraftakt darstellt. Die Summe, mit der zu rechnen ist, wird mindestens sechsstellig. Aber auf dem Spendenkonto befinden sich trotz zahlreicher diesbezüglicher Aktivitäten schon seit Monaten erst einmal nur 8000 Euro. Es gelte deshalb nun zu prüfen, welche Fördermittel in welcher Höhe für das Ahlsdorfer Vorhaben beschafft werden können. Danach sei ableitbar, wie viele Eigenmittel aufzubringen sind. "Diese werden wir mit Sicherheit nicht allein mit Benefizveranstaltungen aufbringen können. Ohne ein größeres Spendenaufkommen wird diese Aufgabe nicht zu stemmen sein", ist Unger überzeugt.

Und so arbeitet er bereits auf ein nächstes Konzert hin, das den Spendentopf für die Orgelrestaurierung füllen soll. Die Leipziger Musikstudenten wollen bei dem zur Tradition gewordenen Konzert zum Advent in der Ahlsdorfer Kirche wieder unterstützen. Es soll nach jetzigen Planungen am Sonntag, den 30. November, um 16 Uhr stattfinden.

Sylvia Kunze

Lausitzer Rundschau vom 06. August 2014

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