Sanierung der Stechower Kirche bald abgeschlossen

Von außen schon schmuck

Von außen sieht die Stechower Dorfkirche schon recht schmuck aus. Anfang Oktober 2012 feierte die Evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland den Abschluss der Sanierung des Turmes mit einem Turmfest. Im Inneren der Kirche stehen noch Baugerüste, aber ein Abschluß der Sanierungsarbeiten ist in Sicht.

Die Sanierung soll bis zum Herbst fertig sein.
Quelle: U. Hoffmann

Stechow. Von außen sieht die Stechower Dorfkirche schon recht schmuck aus. Anfang Oktober 2012 feierte die Evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland den Abschluss der Sanierung des Turmes mit einem Turmfest. Die Turmspitze zeigt sich seitdem wieder mit ihrem Fachwerk. Die Turmuhr wurde Anfang 2013 wieder zum Laufen gebracht. Die Ziffernblätter wurden erst um Ostern dieses Jahres angebracht. „Der Denkmalschutz musste erst noch klären, ob da römische oder arabische Ziffern drangehören“, erzählt Friedrich-Leopold von Stechow, Vorsitzender des Fördervereins Dorfkirche Stechow. „Unter der oberen Schicht mit römischen Ziffern fand man darunter eine Farbschicht mit arabischen Zahlen. Und diese schmücken jetzt auch wieder die Turmuhr.“ Am Freitag wurde das seit Herbst letzten Jahres um die Stechower Kirche stehende Gerüst abgebaut. Damit wurde jetzt auch ein weiterer Sanierungsschritt abgeschlossen. Das Kirchendach wurde neu eingedeckt. Dabei musste teilweise auch der Dachstuhl saniert werden. „Mit einem dendrochronologischen Gutachten hoffen wir, dem Alter der Kirche auf die Spur zu kommen“, so von Stechow weiter.

Die Kirche, wie sie jetzt in Stechow steht, stammt aus dem Jahr 1731. Aber schon im Jahr 1469 ließ Eggert von Stechow eine Kirche im Ort errichten. Das Geschlecht derer von Stechow siedelte sich bereits im 13. Jahrhundert in der Mark an. So wird es sicher auch schon vor 1469 einen Kirchenbau gegeben haben. „Für Ferchesar ist bekannt, dass es schon im 13. Jahrhundert eine erste Kapelle gab“, sagt der Fördervereinsvorsitzende. „Wir vermuten, dass es auch in Stechow bereits vor zirka 800 Jahren eine erste Kapelle gab.“

Im Kircheninneren stehen derzeit noch Baugerüste. Bei der Dachsanierung entdeckte man unter der Decke aus den 1950er Jahren eine Holzdielendecke, die wieder hergerichtet wird. Gleichzeitig werden auch die Wände restauriert. Die Kirche erhält den alten Farbton ihres Innenanstrichs aus dem Jahr 1738 wieder: helles Rosa (Decke) und sehr helles Ocker für die Wände. Die gesamten Kosten für Dach- und Innensanierung betragen rund 250000 Euro. Zum Tag der offenen Kirche am Sonntag stand auch das Stechower Gotteshaus für Besichtigungen offen.

„Wir hoffen, dass die Innensanierung bis Ende Juli abgeschlossen ist“, sagt Ella Wernicke, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Zumindest bis zum 21. September – der Feier des zehnjährigen Jubiläums des Fördervereins – hoffen alle auf den Abschluss der Sanierungsarbeiten. Spätere Ziele des Fördervereins sind die Denkmalschutz gerechte Sanierung des inneren Farbanstrichs der Westwand und eine neue Heizung.

Kontakt: Weitere Informationen unter Tel. 033874/ 60549 oder unter www.dorfkirche-stechow-havelland.de.

Von Uwe Hoffmann

Märkische Allgemeine vom 15. Juli 2014

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