Im Lutherjahr 2017 sollen die Arbeiten an der Kirche beendet sein

Garreyer Gotteshaus wird komplett saniert

Die Sanierung der Garreyer Dorfkirche steht unmittelbar bevor. Am Freitag kommen die Gerüstbauer und dann geht es Schlag auf Schlag an dem im 14. Jahrhundert erbauten Gotteshaus. In drei Bauabschnitten soll das Gebäude stabilisiert, erneuert und aufgehübscht werden.

Garrey. Die Sanierung der Garreyer Dorfkirche steht unmittelbar bevor. Schon seit einiger Zeit deuten grüne Netze am Westgiebel des Gotteshauses darauf hin, dass hier bald etwas passieren wird. Die Netze sollen verhindern, dass Vögel in dem Gemäuer brüten und so die Bauarbeiten verzögern. Mit Erfolg: Am kommenden Freitag kommen die Gerüstbauer und dann geht es Schlag auf Schlag an dem im 14. Jahrhundert erbauten Gotteshaus.

In drei Bauabschnitten soll das Gebäude stabilisiert, erneuert und aufgehübscht werden. „Wir hatten Glück“, sagt Wolfgang Lubitzsch vom Freundeskreis der Kirche beim Betrachten des Innenraums. „Bei uns wurden in den vergangenen Jahrzehnten weder Mobilar weggeworfen noch Innenwände mit kaltem Weiß überstrichen.“ Das Ergebnis ist ein Kleinod, das in den zurückliegenden Jahren viele Verehrer gefunden hat. Die haben sich zu einem Freundeskreis zusammengeschlossen, deren Vorsitzender der umtriebige Wolfgang Lubitzsch ist. Mit ihm streiten rund 70 Mitstreiter von Lübeck bis Wien für den Erhalt des Gotteshauses.

„Das schwierigste war der Schriftkram im Vorfeld“, gesteht Lubitzsch. Der 70-Jährige hat bislang keine Kirchensanierung betreut. Entsprechend neu waren die Anträge, Zuwendungsbescheide und Genehmigungsverfahren. Gut für ihn, dass er sich bei den vorbereitenden Arbeiten auf die Kirchengemeinde verlassen konnte. Die fiebert nun schon seit Wochen dem Baubeginn entgegen. Wenn genügend Spenden und Fördergelder zusammenkommen, sollen die Arbeiten im Jahr 2017 abgeschlossen sein.

Ein ehrgeiziges Unterfangen, denn die Liste der Arbeiten ist ellenlang. Fenster, Mauerwerk, Putzarbeiten, Erneuern der Balken und des gesamten Daches, Holzwurmbekämpfung, Heizungsneubau und Arbeiten am Turm sind nur einige der notwendigen Punkte, um aus dem derzeit gesperrten Bauwerk eine lebendige Kirche zu machen. Dass die Garreyer ihr Gotteshaus durchaus mit Leben füllen können, haben sie bis zum Jahr 2012 bewiesen. Neben Gottesdiensten fanden da auch Konzerte und Lesungen statt. Doch mit der Sperrung der Kirche kehrte im vorigen Jahr eine viel zu lange währende Ruhe ein.

Eine besondere Ehre wurde dem historischen Gemäuer nun zuteil. Es wurde vom Freundeskreis Alte Kirchen in Berlin und Brandenburg zur Kirche des Monats Juni ernannt und ausführlich beschrieben.

Info: Mehr Informationen zur Kirche unter www.altekirchen.de

Von Stefan Specht

Märkische Allgemeine vom 17. Juni 2014

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