Dorfkirche Sewekow ist eigentlich fertig restauriert - bis auf ein Stück vom Dach

Panne bei der Dachsanierung

Mit einem Lob- und Dankgottesdienst wurde am Sonntag die Rettung der Dorfkirche Sewekow gefeiert. Während der Pfarrer allen Gläubigen, aber auch allen Atheisten für die Hilfe dankte, wurde bekannt, dass bei der Sanierung des Daches ein Fehler passiert ist. Der soll nun aber bald behoben werden.

Mehr als 30 Besucher kamen am Sonntag in die Kirche.
Quelle: Gerd-Peter Diederich

Sewekow. Zum Lob- und Dankgottesdienst am Sonntag kamen mehr als 30 aktiv an der Kirchenrettung Beteiligte in die nun fast fertiggestellte Dorfkirche Sewekow. "Ich habe nur in diesem einen Dorf einen Gottesdiensttermin an diesem Wochenende für die Kirchengemeinde Dranser Land gesetzt. Ich hatte noch mehr Kirchenmitglieder zum heutigen Gottesdienst und zu diesem Anlass erwartet", sagt Pfarrer Berthold Schirge. Die Dorfkirche war deutlich voller als zu sonstigen Gottesdiensten. Das stimmte den Pfarrer offensichtlich auch wieder milde. Er danke ausführlich allen, Gottgläubigen wie Atheisten, die sich zur Rettung des Kirchenbauwerkes in Sewekow mit Spenden, Engagement und Ideen eingebracht haben.

"Das Werk ist fast vollendet und Grund genug, Gott zu loben und zu danken. Aber auch zu fragen, wie wir in Zukunft mit dem Gotteshaus umgehen", so der Pfarrer. Die Frage hatte er bereits vor der Kirchensanierung deutlich gestellt. Eine vorrangig kulturelle Nutzung genüge weder dem Anspruch, noch rechtfertige sie trotz wirtschaftlicher Zwänge den nun betriebenen Aufwand zur Bauwerkssanierung.

Pfarrer Berthold Schirge lobte das schnelle Handeln im Dorf und die Überzeugungsarbeit gegenüber Experten des kirchlichen Bauamts, Planern, Gutachtern und Entscheidern über die Fördermittelvergabe. So sei es zum zügigen Baubeginn und zu überraschend schneller Geldfreigabe zur Finanzierung des Vorhabens gekommen.

Sewekows Kirchenälteste Ingeborg Ruge dankte ebenfalls allen Spendern und aktiv Beteiligten für ihren beherzten Einsatz zur Kirchenrettung. Ingeborg Ruge informierte, dass in der Dachsanierung leider eine Panne passiert sei. Eine Dachhälfte mit den wiederverwendeten alten, aber gut erhaltenen Biberschwanzziegeln ist nicht tropfdicht. Nun sei jedoch kurzfristig die Zusage erfolgt, so Ingeborg Ruge, dass auch dieser Dachteil mit neuen Ziegeln gedeckt werden soll und dafür Fördermittel zusätzlich bereitstehen.

Heidi Schäfer vom Heimatverein schickte als weitere Botschaft hinterher, dass durch die Vereinsaktion für die Interessengemeinschaft zur Rettung der Kirche 20000 Euro als Eigenmittel durch Spenden jetzt der Kirche überwiesen werden. Der Heimatverein werde weitere Spenden einwerben, um auch noch offene Restarbeiten zur Farbgebung und Orgelauffrischung mitzufinanzieren.

Von Gerd-Peter Diederich

Märkische Allgemeine vom 03. Juni 2014

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