Hoppenrader Kirche: Sanierung des Turmes und des Kirchenschiffs

Ein Teil ist geschafft: Andreas Krücken vom Förderverein freut sich, dass der Turm saniert ist. Die Sonnenuhr ist das Highlight.
Foto: tin

Hoppenrade (tin). Im Frühjahr 2012 gründete sich in Hoppenrade ein Verein. Der Grund: Die Kirche muss gerettet werden. Das Dach ist marode, weshalb Wasser eindringt und das mit Holz verkleidete Tonnengewölbe angreift. Dem Kirchbau- und Förderverein Hoppenrade e.V. treten nicht nur Mitglieder der Kirche bei. Sondern auch Feuerwehrleute und sogar Atheisten. Heute sind es 50 Mitglieder. Andreas Krücken vom Verein ist froh, dass die Hoppenrader den kulturellen Wert dieses Gebäudes aus dem Jahr 1895 schätzen. Der Kirchturm ist für 180.000 Euro saniert worden mit Geldern der Gemeinde, der Landeskirche und des Kirchenkreises. Im September feierten die Hoppenrader Turmfest.

Das Geld für die Erneuerung des Uhrwerks, neuer Zeiger an einer Turmseite, der Sonnenuhr und der drei Glocken, die nun elektrisch läuten, steuerte der Förderverein bei. 25.600 Euro hatte der Verein dafür gesammelt - z.B. mit dem Verkauf von Puzzleteilen auf einem 500 Teile Bild der Kirche. Für 25 Euro können Spender ein Teil beschriften. Später soll das Bild in der Kirche aufgehängt werden. Die Idee dahinter: Jeder Spenderfindet sich wieder, so bleibt die Sanierung ein Gemeinschaftsprojekt des Ortes. Das Uhrwerk ist nun funkgesteuert. Die Sonnenuhr zeigt in der Winterzeit an sonnigen Tagen die Zeit korrekt an. Doch es gibt noch viel zu tun. Das Dach und Hauptschiff sind 2014 dran. Der Verein sammelt weiterhin Spenden für den Erhalt - zum Beispiel am Sonntag, 10.11., ab 17 Uhr. Beim jährlichen Martinsumzug ist der Treffpunkt am Brunnen in Wustermark. Der Umzug führt vom Brunnen zur Kirche Hoppenrade. Anschließend wird Verpflegung für Jung und Alt gereicht.

PreussenSpiegel vom 07. November 2013

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