Sturmschäden nach der Instandsetzung nicht mehr zu sehen

Rehfelder weihen sanierte Kirche ein

Die Kirche liegt vielen Rehfeldern offensichtlich am Herzen. Bei der Wiedereinweihung des sanierten Gebäudes reichten am Sonnabend nach dem Gottesdienst die Plätze an der Kaffeetafel nicht aus, so voll war es.

So schön wie vielleicht nie zuvor: Rehfelds Fachwerkkirche.
Quelle: Axel Knopf

Rehfeld. Die Kirche liegt vielen Einwohnern von Rehfeld offensichtlich am Herzen. Bei der Wiedereinweihung des sanierten Gebäudes reichten am Sonnabend nach dem Gottesdienst die Plätze an der Kaffeetafel nicht aus, so voll war es. Zahlreiche Rehfelder hatten in den vergangenen Jahren auch mit einer Spende den Förderverein unterstützt, der sich für die Instandsetzung des Fachwerkgebäudes einsetzte. Die Kirche war im Januar 2007 durch den Sturm "Kyrill" stark beschädigt worden, sodass seinerzeit sogar eine Notsicherung des Turmes notwendig wurde.

Von den Sturmfolgen ist spätestens seit Abschluss der gelungenen Sanierung nichts mehr zu sehen. Die Arbeiten begannen im August 2012 mit einer Entkernung. Die Sanierung umfasste unter anderem das Dach, den Dachstuhl, das Mauerwerk, den Turm sowie den Innenraum. Die Kosten betrugen etwa 315000 Euro. Das Geld konnte dank umfangreicher Fördermittel und Spenden aufgebracht werden.

Unter den Gästen befand sich am Sonnabend auch die Berliner Architektin Barbara Biehler. Es sei eine schöne Zusammenarbeit gewesen, sagte sie. Ihr habe es immer viel Freude gemacht, nach Rehfeld zu kommen. Genau wie die Handwerker erhielt sie als Dank eine Schieferplatte vom alten Kirchturm, die Schüler des Kyritzer Gymnasiums mit jeweils einem individuellen Bild der Kirche verziert hatten. Besonders auffällig in der Innenraumgestaltung ist die nun einsehbare Empore oberhalb der Winterkirche, auf der jetzt die Orgel steht. Zusätzliches Licht in den Kirchenraum bringen indes mehrere bunte Fenster in der Ostwand - eine Idee des ebenfalls am Umbau beteiligten Berliner Architekten Uwe Mücklausch.

Ulla Lukas, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats, dankte den am Bau beteiligten Handwerkern. Sie hob auch Pfarrer Henning Utpatel hervor, der während der gesamten Sanierungszeit "Mut und Hoffnung" ausgestrahlt habe. Zudem zitierte Ulla Lukas aus einem Brief von Ulla Pitschke, Tochter des verstorbenen Rehfelder Heimatdichters Ernst Stadtkus. "Die Kirche gehört zu meiner Kindheit", schrieb die in Kleinmachnow wohnende. Zum Abschluss gab es ein Konzert mit dem Lankwitzer Pilgerchor und dem Bläserensemble der Petruskirche Berlin-Lankwitz und Lichterfelde.

Von Axel Knopf

Märkische Allgemeine vom 29. September 2013

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