Neue Mauerkrone für Kirchenruine

Frankfurt. Noch in diesem Jahr soll die Sanierung der Mauerkrone auf der Lossower Kirchenruine abgeschlossen werden. 13 000 der insgesamt benötigten 70 000 Euro steuert der Förderverein bei, der Rest kommt von der Evangelischen Kirche.

Begutachten die Arbeiten: Martina Albrecht und Wilfred Mann (l. und 3.v.l.) vom Förderverein schauen sich zusammen mit Mirko Discher und Stefan Grunow, die 1000 Euro gespendet haben, die neue Mauerkrone der Lossower Kirchenruine an.
© René Matschkowiak

Die Finanzierung der neuen Mauerkrone auf der Lossower Kirchenruine ist gesichert. Das erklärte Martina Albrecht vom Förderverein der Kirche. Die letzten rund eintausend Euro kommen von den Inhabern der Lossower Metallbaufirma Stefan Grunow und Mirko Discher.

Um zu sehen, wie weit die Sanierung schon vorangeschritten ist und wofür ihr Geld noch gebraucht wird, sind die beiden Spender jetzt unter anderem mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Wilfred Mann auf das hohe Gerüst an der Kirche geklettert. "Im Kirchenhof liegt viel Gestrüpp und auch kleine Bäume. Das ist im Laufe der Jahre oben auf der Mauer gewachsen und wurde bei den jetzigen Arbeiten entfernt", erklärt Mann."Für mich ist die Sanierung die Erfüllung eines Lebenstraums", sagt er zufrieden. "Die Kirche stand zu DDR Zeiten kurz vor dem Abriss, wir haben uns dagegen gewehrt, mussten aber zusehen, wie das Mauerwerk immer schlechter wurde. Zuletzt gab es die Auflage, die Mauerkrone mit Netzen zu sichern, damit wir überhaupt Veranstaltungen im Innenraum machen konnten", berichtet Kirchenkenner Mann.

Steht man jetzt oben in luftiger Höhe, sieht man auf einer Hälfte schon, wie es bald auf der gesamten Mauerkrone aussehen wird. Im Moment werden neue Steine gebrannt. Die sind eine Spezialanfertigung aus Dänemark. "Fertig gestellt werden soll das Bauwerk noch in diesem Jahr, schließlich soll auch wieder unser beliebter Weihnachtsmarkt in der offenen Kirche stattfinden", sagt Martina Albrecht.

Insgesamt wird die Sanierung etwa 70 000 Euro kosten. Der Förderverein konnte etwa 13 000 beisteuern. Der Rest kommt von der evangelischen Kirche Frankfurt. "Wir haben schon jahrelang gesammelt", sagt Wilfred Mann, "das werden wir natürlich auch weiterhin machen." Schließlich gebe es an solch einem Bauwerk immer etwas zu tun. Für die Spender Stefan Grunow und Mirko Discher ist es Ehrensache, in ihrem Ort zu helfen. "Wir hätten natürlich auch eine Veranstaltung oder ähnliches sponsern können, so ist es aber etwas Bleibendes", sagen die beiden Handwerker. Die geschäftsführende Pfarrerin der evangelischen Kirche Susanne Seehaus freut sich vor allem darüber, dass die Kirchenruine nun weiter genutzt werden kann. "Die Lossower tun wirklich viel für ihre Kirche und wir wollen alles tun, damit dieser Mittelpunkt der örtlichen Gemeinschaft erhalten bleibt", sagt Seehaus. "Um die Mauersteine zu schützen, soll über sie noch ein Blech installiert werden, damit der sanierte Zustand möglichst lange erhalten bleibt", erklärt die Kirchenvertreterin.

Märkische Oderzeitung vom 27. September 2013

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