Neues Dach für Schäper Schinkel-Kirche

Finanzierung für zweiten Bauabschnitt abgesichert

von Andreas Koska

Total-Sanierung. Auch Fenster, Innenräume und Fassade sollen saniert werden.
Foto: kos

Beelitz - Der zweite Bauabschnitt der Sanierung der Schinkel-Kirche in Schäpe kann beginnen. Nachdem im vorigen Jahr die Turmhaube erneuert worden ist, soll jetzt das Dach saniert werden. "Wir sind stolz, dass sich solch ein Bauwerk auf unserem Gebiet befindet", sagte Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) am Montagabend in der Stadtverordnetenversamnmlung. Hartwig Remy vom Kirch-Förderverein erinnerte an die Geschichte des Kirchenstandorts und den nach einem Brand notwendigen Neubau, der 1827 nach den Plänen Karl-Friedrich Schinkels erfolgte. In den nächsten 14 Tagen sollen die Glocken wieder im Turm aufgehängt werden.

Jürgen Götz begleitet die Sanierung als Planer. "Die Fenster sind undicht, der Putz blättert ab oder ist gar nicht mehr vorhanden und das Dach marode", so seine Bilanz. Die Dacharbeiten sollen insgesamt 120 000 Euro kosten, wobei ein Gutteil durch Spenden und Fördergelder abgesichert ist. Am Montag sagten die Stadtverordneten einen Zuschuss von 36 500 Euro zu, damit steht die Finanzierung für das Dach. In den nächsten drei Jahren sollen auch Fassade, Fenster und Innenräume saniert werden, dafür werden nochmals rund 300 000 Euro benötigt.

Zwar monierte die Abgeordnete Elke Seidel (Grüne), dass ihr ein Überblick über die Dorfkirchen der Stadt fehle, um über zukünftig notwendige Sanierungen beschließen zu können. Einige Abgeordnete wiesen auf notwendige Hilfen für die Beelitzer Stadtpfarrkirche hin. Jedoch schien alle das Konzept für die Schinkel-Kirche überzeugt zu haben.

Die Ideen sind vielfältig: Neben den Gottesdiensten soll sich das Gotteshaus als Trau- und Taufkirche profilieren. "Dann könnten dort auch standesamtliche Trauungen stattfinden", so Bürgermeister Knuth. Neben der touristischen Nutzung mit Führungen und Turmbesteigung könnte man sich in Zusammenarbeit mit dem Berliner Schinkel-Verein eine Dauerausstellung zur Dorfgeschichte und Schinkels Kirchenbauten vorstellen. Außerdem wird an kulturelle Veranstaltungen gedacht. Andreas Koska

Potsdamer Neueste Nachrichten vom 21. August 2013

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